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Venezuela’s self-proclaimed interim president Juan Guiado greets the crowd during an event to swear in nurses, doctors, professionals and others, as the group that will help with the arrival and distribution of humanitarian aid in Venezuela, in Caracas, Venezuela, Saturday, Feb. 16, 2019. The U.S. Air Force has begun flying tons of aid to a Colombian town on the Venezuelan border as part of an effort meant to undermine socialist President Nicolas Maduro. The first of three C-17 cargo planes has flown from Homestead Air Reserve Base in Florida and landed in the town of Cucuta. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Rund 50 Staaten erkennen Juan Guaidó inzwischen als Präsidenten Venezuelas an. Bild: AP/AP

USA und Guaidó verstärken Druck auf Venezuelas Staatschef Maduro



Im Machtkampf in Venezuela wächst der Druck auf den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro. US-Vizepräsident Mike Pence rief am Samstag die gesamte EU auf, Maduros Widersacher Juan Guaidó als Präsidenten Venezuelas anzuerkennen.

Guaidó bekräftigte seine Entschlossenheit, am 23. Februar US-Hilfsgüter ins Land zu holen, und mobilisierte dafür zehntausende freiwillige Helfer. Maduro drohte derweil damit, Truppen an die Landesgrenzen zu entsenden.

«Eine Tragödie, die eine Reaktion verdient und erwartet und zwar von der ganzen Welt.»

US-Vizepräsident Mike Pence

In Venezuela herrscht seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó, der sich Ende Januar zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Die USA erkannten ihn als eines der ersten Länder an. Mittlerweile sind es bereits rund 50 Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und viele andere europäische Länder. Die EU als Ganzes ging diesen Schritt allerdings nicht. Insbesondere Italien und Griechenland sind gegen Guaidós Anerkennung.

US-Vizepräsident Pence sagte bei der Münchner Sicherheitskonferenz, Maduro sei «ein Diktator, der kein Recht mehr auf die Macht hat». Die Vorgänge in Venezuela seien eine «Tragödie, die eine Reaktion verdient und erwartet und zwar von der ganzen Welt». Daher müsse die Europäische Union «Guaidó als den einzig rechtmässigen Präsidenten Venezuelas anerkennen», verlangte der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump.

In Venezuela erhöhte derweil Guaidó den Druck auf Maduro. Er bekräftigte, dass am 23. Februar die ins Nachbarland Kolumbien gelieferten US-Hilfsgüter ins Land geholt würden – «komme, was da wolle». In der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta stehen schon einige Tonnen Lebensmittel und Medikamente bereit, zwei US-Militärflugzeuge lieferten am Samstag Dutzende weitere Tonnen Hilfsgüter.

Guaidó beschwor die hinter Maduro stehende Armee via Twitter erneut, angesichts der akuten Versorgungskrise in Venezuela die Hilfslieferungen am Samstag kommender Woche zuzulassen. Am selben Tag sollen erneut landesweite Massenproteste Maduro zum Einlenken bewegen.

Für die Verteilung der Hilfsgüter liessen sich bereits rund 600'000 Menschen registrieren, wie Guaidó vor rund 4000 Freiwilligen sagte. Vor einem Registrierungsbüro im Nordosten von Caracas bildeten sich am Samstag lange Schlangen. «Ich habe mich eingeschrieben, weil die humanitäre Hilfe dringend notwendig ist», sagte der 58-jährige Coromoto Crespo. «In Venezuela Medikamente zu finden, kommt einem Wunder gleich.»

Gravierende Versorgungskrise

Im Land herrscht seit Jahren eine gravierende Versorgungskrise, obwohl es über die weltgrössten Ölvorkommen verfügt. Mehr als 2.3 Millionen Einwohner flohen bereits aus ihrer Heimat.

Maduro macht für die Misere die US-Sanktionen verantwortlich und lehnt Hilfslieferungen mit dem Argument ab, diese dienten zur Tarnung der Vorbereitung einer US-Invasion. Am Freitag sagte er, die Hilfslieferungen seien eine «Sprengfalle». Die USA veranstalteten eine «Show mit vergammelten und verseuchten Lebensmitteln».

Bei einem Treffen mit der Militärführung sagte Maduro, es müsse geprüft werden, «welche neuen Truppen» notwendig seien, um die 2200 Kilometer lange Grenze zu Kolumbien «unverletzbar» zu machen. Den USA und Kolumbien warf er die Planung eines «Krieges» vor.

Trump hatte zuletzt bekräftigt, er prüfe «alle Optionen», um die Krise in Venezuela zu beenden. Maduros Verbündeter Kuba warnte, die USA hätten Spezialkräfte nach Puerto Rico und auf andere Karibikinseln verlegt, um einen Angriff auf Venezuela vorzubereiten. (viw/sda/afp)

Venezuela hungert und Maduro lässt eine Brücke sperren

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Video: srf

Die Venezuela-Krise im Januar 2019

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.02.2019 18:41
    Highlight Highlight Da das Militär bis heute nicht die Seiten gewechselt hat bedeutet das wohl das die Militärs zu Eng ins System Verflochten sind und daher nicht ohne weiteres ihre Meinung ändern (System Ägypten).
    Ich sehe folgende Optionen:
    1. Man bietet ihnen an auch weiterhin Wirtschaftliche und Politische Vorteile an, damit wird aber defacto nur der Kopf Getauscht, nicht das System. Für die Bevölkerung wirds nicht besser
    2. Radikaler Change a la Irak. Wohin das im Dümmsten Fall führen kann sieht man ja
    3. Man versucht System DDR Change aber wegen Militär schwierig
    • RandomNicknameGenerator 17.02.2019 19:27
      Highlight Highlight Also das grösste Problem ist, dass es in Venezuela über 2000 Generäle gibt. Das Fussvolk wandert bereits jetzt teilweise ab und/oder verweigert den Dienst, da sie nicht von der Korruption profitieren. Die Familien der Soldaten leiden selber unter den Problemen.
    • loquito 17.02.2019 19:29
      Highlight Highlight Und wie wäre die Option, aSouveranität anerkennen. Venezuela seinen Weg gehen lassen ohne Druck von aussen. Wo war denn Guaido bei den Präsiwahlen 2018? Ich bin nicht Madurofan. Aber Demokratie wurde noch nie durch Interventinen gebracht. Und s geht hier weder um das Volk noch um Demokratie... Wer das echt glaubt hat 100 Jahre Geschichte und US Intrventionismus verschlafen...
    • RandomNicknameGenerator 17.02.2019 20:31
      Highlight Highlight Du fragst, wo Guaido war. Kannst du mir such sagen wo Lopez war? Es war keine faire Wahl, von Demokratie zu reden ist ein Witz.

      Und wer sagt, dass weil es mal so war es immer so sein muss, glaubt noch heute dass und die Römer bald alle töten werden...
  • RandomNicknameGenerator 17.02.2019 16:38
    Highlight Highlight Hoffen wir das Beste. Die Hilfslieferungen (Lebensmittel und Medikamente) werden von der leidenden Bevölkerung wirklich sehr dringend benötigt. Da dürfen politische Spielchen keine Rolle spielen - es geht um Menschenleben.
    • loquito 17.02.2019 17:43
      Highlight Highlight https://www.lasexta.com/noticias/internacional/llegan-venezuela-933-toneladas-medicinas-procedentes-cuba-china-aliados-maduro_201902145c650a8b0cf269f93923a297.html


      Warum das wohl hier micht in den Medien kommt? Oder sie Medikamente, welche dank US Veto Venezuela nie erreicht haben... Nur so eine Frage...
    • RandomNicknameGenerator 17.02.2019 17:56
      Highlight Highlight Es gab keine Medikamente, die wegen US-Veto nicht ins Land kamen. Wie sollte die USA auch Veto über Medikamente Lieferungen haben?

      Und das andere Länder auch Hilfslieferungen schicken ist gut. Hoffen wir nur mal, dass sie ohne die übliche Korruption der amtierenden Regierung den Weg zur Bevölkerung finden.

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