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Russland-Connection: Justizminister Jeff Sessions sagt vor dem Senatsausschuss aus
quelle: epa/the washington post pool / melina mara
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Die Russen-Connection: Die drei wichtigsten Punkte des Sessions-Kreuzverhörs

Der US-Justizminister wurde vor dem Geheimdienstausschuss kräftig in die Mangel genommen. Doch Sessions Gedächtnis erwies sich als lückenhaft. 
14.06.2017, 04:1714.06.2017, 07:31

Die Erwartungen vor dem Sessions-Showdown waren hoch: Nicht nur die Demokraten hofften, dass der Justizminister mit seinen Aussagen den US-Präsidenten belastet und damit eine «Smoking Gun» für ein Impeachment-Verfahren gegen Trump liefert. Doch weit gefehlt ...

Die Kernaussagen

Sessions gibt Trump von Anfang an Rückendeckung. Er bestreitet, während des Wahlkampfs Absprachen mit Russland getroffen zu haben. Er habe nie mit russischen Regierungsmitarbeitern über «irgendwelche Arten von Einmischungen in irgendwelche Kampagnen oder Wahlen» gesprochen.

Die wichtigsten Momente der Anhörung.Video: YouTube/Bloomberg Politics

Den Verdacht, dass er an illegalen Absprachen mit Moskau beteiligt gewesen sein könnte, bezeichnete Sessions als «schockierende und abscheuliche Lüge.» Auch sonst gab es viele Dementis des langjährigen Weggefährten von Trump. Was wenig erstaunlich ist. 

«Ich hatte niemals Gespräche oder Treffen mit Vertretern Russlands, bei dem es um irgendeine Art einer Beeinflussung des Wahlkampfs oder der Wahl in den Vereinigten Staaten gegangen wäre, ausserdem weiss ich nichts über Unterredungen von irgendwem, der mit Donald Trumps Wahlkampfteam verbunden wäre.»

Weiter teilte er heftig gegen den früheren FBI-Chef Comey aus. Er habe bei Comey einen «Mangel an Disziplin» festgestellt. «Deswegen brauchten wir einen Neustart im FBI» so Sessions. 

Bei einigen kritischen Nachfragen der demokratischen Senatorin Kamala Harris kam Sessions sogar ins Stottern, druckste verunsichert herum. Anderswo gestand er ein: «Das Ganze hier macht mich echt nervös.»

Die Mauer des Schweigens

Viele Fragen blockte der Justizminister ab. Ein häufiger Satz während der Anhörung war: «Ich erinnere mich nicht.»

«No Comment», hiess es bei der Anhörung öfters. Video: streamable

Einige Senatoren versuchten Sessions zu «grillieren». Doch dieser wich aus. Aus vertraulichen Gesprächen mit Trump dürfe er gar nicht berichten. «Ich beschützte das Recht des Präsidenten, später etwas geltend zu machen.»

Das haute einigen Abgeordneten den Nuggi raus: «Sie verhindern diese Anhörung», so der demokratische Senator Martin Heinrich. Er mauere bloss. «Ich mauere nicht, sondern befolge bloss die Verfassung», sagte Sessions dazu. Den entsprechenden Artikel konnte er aber nicht nennen. 

Verfassungsexperten sagen dazu, dass sich Sessions durchwegs zu Gesprächen mit Trump hätte äussern dürfen. 

Die Reaktionen

In den sozialen Medien liessen User ihrem Frust über die Mauer des Schweigens von Sessions freien lauf. «Jeder Kiffer hat ein besseres Gedächnis als Sessions», schreibt ein User auf Twitter

Bernie Sanders, der letztes Jahr als US-Präsidentschaftskandidat ins Rennen stieg, zeigte sich ebenfalls unzufrieden. «Die Anhörung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Das amerikanische Volk verdient richtige Antworten», so Sanders weiter. 

(amü) Mit Material von SDA.

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Baba ♀️
14.06.2017 06:59registriert Januar 2014
"...Das lupfte einigen Abgeordneten den Nuggi:..."

Es lupft einem den Hut, oder tätscht den Nuggi heraus. Aber den Nuggi lupft's nicht, genausowenig wie's den Hut heraustätscht... Eine korrekte Verwendung der Redensarten wäre eigentlich zu erwarten 😜.

Zum Inhalt: hat echt irgend jemand erwartet, dass dieser aalglatte KKK Sympi Sessions seinen Förderer in irgend einer Weise belasten wird? Wirklich? Trump hat Sessions aus der Versenkung geholt und dafür hat ihn dieser wohl seine Seele verkauft. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!
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_kokolorix
14.06.2017 07:12registriert Januar 2015
Die ganze Regierung Trump besteht aus einer Bande von kleingeistigen Krämerseelen, deren Lebensinhalt darin besteht andere zu betrügen und sich dadurch zu bereichern. Wer glaubt aus diesem Umfeld jemals etwas substantielles zu hören, glaubt ans Christkind. Ein Meineid ist für diese Leute bloss ein besonders gelungener Deal und alle Ehrlichen sind willkommene Opfer
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Scaros_2
14.06.2017 06:59registriert Juni 2015
Also dafür das er so gross angekündigt hatte endlich reinen Tisch zu machen etc. und blablabla hat der Typ ziemlich schlecht dagestanden wenn nicht gar peinlich.

Eine Person die Justizminister ist und ein Gedächtnis wie ein Schweizer Käse hat ist irgendwo auch gleichzeitig erschreckend. Was wenn er vergisst welches Land er bombadieren wollte? Ja ich weis ist überspitzt aber denoch.
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