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Bild: screenshot twitter/ABCPolitics

Reuige IS-Anhängerin will zurück in die USA – Trump sieht das anders



Die US-Regierung will die reuige Anhängerin der Terrormiliz IS, Hoda Muthana, nicht wieder aufnehmen. Doch die Situation bleibt kompliziert.

US-Präsident Donald Trump schrieb am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter, er habe US-Aussenminister Mike Pompeo angewiesen, die 24-jährige Hoda Muthana «nicht zurück ins Land zu lassen». Pompeo stimme ihm dabei «voll und ganz» zu, führte Trump weiter aus.

Diplomatische Trickkiste?

Pompeo hatte zuvor zum Fall der jungen Frau erklärt, bei ihr handle es sich «nicht um eine US-Bürgerin, und sie wird nicht in die Vereinigten Staaten hineingelassen». Sie habe keinen gültigen US-Pass und kein Anrecht auf einen solchen. Die Frau verfüge auch nicht über ein Visum, um in die Vereinigten Staaten einzureisen.

«Wir raten weiter allen US-Bürgern, nicht nach Syrien zu reisen», betonte Pompeo. Muthana hatte im US-Staat Alabama gelebt, bevor sie vor Jahren nach Syrien ausreiste, um sich dort dem IS anzuschliessen. Nach Angaben des Anwalts der Frau wurde sie aber in den Vereinigten Staaten geboren.

Die 24-Jährige gehört zu rund 1500 ausländischen Frauen und Kindern, die von Kurden im Flüchtlingslager Al-Hul festgehalten werden. Sie hatte sich in einem Interview der britischen Zeitung «Guardian» zu Wort gemeldet und ihre Hoffnung geäussert, in die USA zurückkehren zu können. Sie sei online radikalisiert worden und bereue nun ihren Entscheid, sagte die Mutter eines 18 Monate alten Sohnes.

Prominente IS-Agitatorin

Muthana war nach eigenen Angaben 2014 über die Türkei nach Syrien in die damalige IS-Hochburg Al-Rakka gereist, wo sie einen australischen Dschihadisten heiratete. Als dieser getötet wurde, heiratete sie einen Tunesier, der bei der Schlacht um Mossul im Nordirak fiel. 2018 ging sie eine Ehe mit einem syrischen IS-Kämpfer ein.

In sozialen Medien verbreitete Muthana IS-Propaganda und wiegelte Anhänger gegen die USA auf. Sie zählte zu den prominentesten IS-Agitatoren. Muthana gibt jetzt an, dass andere ihren Twitter-Account geführt hätten. Sie beschreibt sich als Opfer von Gehirnwäsche und sagt, sie schäme sich heute für ihre Unterstützung für die Islamisten.

US-Präsident Donald Trump hatte europäische Länder am Wochenende via Twitter dazu aufgerufen, mehr als 800 in Syrien gefangene IS-Kämpfer zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen. Falls die Verbündeten nicht reagierten, seien die USA gezwungen, die Kämpfer auf freien Fuss zu setzen. Diese sind allerdings nicht in US-Gewahrsam, sondern in der Gewalt kurdischer Kräfte. (sda/dpa/afp)

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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • manhunt 21.02.2019 13:34
    Highlight Highlight die amis haben uns diesen ganzen scheiss mit ihrer kriegstreiberei, der invasion im irak und der darauffolgenden „demokratisierung“ erst eingebrockt. und jetzt soll mir ja keiner damit kommen, dass dies nicht trumps schuld ist. er wusste bereits vor seiner wahl, welches erbe er antreten würde.
    • Hierundjetzt 21.02.2019 21:27
      Highlight Highlight Du hast die Russen (zerbombten Krankenhäuser und Rote Kreuz Hilfskonvois) und die Türken vergessen (die kauften dem IS das Öl ab und pflegten die IS Kämpfer gesund...

      Nicht immer reflexartig auf den USA Bashing Zug aufspringen 😏
    • manhunt 21.02.2019 23:01
      Highlight Highlight @hierundjetzt: da bin ich bei dir. mir geht es in erster linie um die entstehung des IS. und die war primär eine folge der desaströsen nachkriegspolitik der usa im irak.
    • Hierundjetzt 22.02.2019 10:28
      Highlight Highlight Das stimmt natürlich auch. Da gebe ich Dir Recht
  • RS11 21.02.2019 12:25
    Highlight Highlight Richtig so!
  • mrgoku 21.02.2019 11:45
    Highlight Highlight jemand der sich dem IS angeschlossen hat, hat meiner Meinung nach sein Recht auf alles verloren... Reue hin oder her...

    Da kann ja sonst jeder der merkt dass das Schiff sinkt kommen und sagen "ich bereue es"... pfff
  • Neruda 21.02.2019 10:27
    Highlight Highlight Hahaha das war ja abzusehen... Europa soll seine IS-Kämpfer zurücknehmen, aber wehe die US-Terroristen wollen zurück, dass ist natürlich auch etwas gabz anderes 🙈
    Genau darum können mich die Amis mal mit egal welchen Forderungen, selber ergüllen werden sie sie auch nie. Europa, es wird Zeit dich endlich zu emanzipieren!
  • Nik G. 21.02.2019 10:19
    Highlight Highlight Die EU soll die Kämpfer zurück nehmen und die USA nicht?! Lieber Trump du musst dasselbe machen!
  • Magnum44 21.02.2019 09:08
    Highlight Highlight Aber ich dachte, die Staaten sollen ihre Bürger zurücknehmen, schon vergessen Dump?
  • Prügelknabe 21.02.2019 09:01
    Highlight Highlight Ich kann es nur wiederholen.
    Alle IS Kämpfer müssen vor ein Syrisches Kriegsgericht oder vor ein Internationales Tribunal in Syrien oder an einem Neutralen Ort. Die Strafen müssen nach syrischem Recht ausgesprochen werden. Erst nach verbüssen der Strafe ist eine Rückreise in ihr Ursprungsland möglich, wobei auch dann noch im eigenen Land Strafen fällig werden.
    • Markus97 21.02.2019 11:54
      Highlight Highlight Erstens ist es Völkerrechtswidrig zwei mal für das selbe Verbrechen bestraft zu werden und zweitens gibt es überhaupt keinen Grund dafür das Syrien für die Gefängniskosten Europäischer Bürger aufkommt. Da hat Syrien im Moment echt wichtigeres zu tun. Schliesslich weisen auch wir Schweizer ausländische Straftäter in ihre Heimatländer aus.
    • Maracuja 21.02.2019 13:13
      Highlight Highlight @Markus97: Schliesslich weisen auch wir Schweizer ausländische Straftäter in ihre Heimatländer aus.

      CH weist ausländische Straftäter erst NACH Gerichtsprozess und Verbüssung der Strafe aus (allenfalls kann ein Gesuch um Verbüssung der Strafe im Heimatland gestellt werden). Genauso soll mit IS-Verbrechern verfahren werden. Falls Irak, Syrien oder autonome Kurdengebiete das nicht bewältigen können, muss die internationale Gemeinschaft Hilfe leisten.
    • Prügelknabe 21.02.2019 14:41
      Highlight Highlight @Markus97
      Warum das selbe Verbrechen?
      In Syrien Anklage aufgrund Kriegsverbrechen, Landesverrat oder anderes.
      In den jeweiligen Ländern Anklage aufgrund Fremder Militärdienst. Siehe Militärstrafgesetz Artikel 94.
  • Brett-vorm-Kopf 21.02.2019 08:54
    Highlight Highlight Sehe hier eigentlich nur drei mögliche Ansätze.

    Option 1 "Human": die jeweiligen Staaten nehmen IS Anhänger zurück und stellen sie unter Anklage zur Beihilfe von mehrfachem, grausamen Mord (ohne Weichspühlung und Samthandschuhe).

    Option 2 "Reparationen": Man schickt sie dorthin zurück wo sie die Schäden angerichtet haben als gratis Bauhilfe (nur Kost, Logis und Ketten) bis das letzte kaputte Haus wieder steht.

    Option 3 "Rache": Man führt das mittelalterliche Prinzip von "Vogelfrei" wieder ein, markiert die Leute und lässt sie staaten- und rechtelos in die Versenkung verschwinden.
  • walsi 21.02.2019 08:24
    Highlight Highlight Eigentlich ganz einfach, wenn es stimmt, dass sie in den USA geboren ist, ist sie US-Staatsbürgerin. Wenn sie keinen zweiten Pass hat muss die USA sie zurück nehmen. Das sollte eigentlich einfach zu klären sein.

    Es würde mich aber nicht überraschen wenn sie in den USA geboren wurde, aber nie die Staatsbürgerschaft beantragt hat. So eine Staatsbürgerschaft hat auch unangenehme pflichten. Sieht man ja hier in der Schweiz wo viele Secondos keinen CH-Pass möchten, damit sie nicht in ins Militär müssen.
  • Pafeld 21.02.2019 08:22
    Highlight Highlight Aha. Den europäischen Kriegspartnern mit der Freilassung und Invasion von Terroristen drohen, wenn man die Kriegseinwanderer nicht zurücknimmt. Aber selbst setzt man sich von der höchsten Position aus ein, damit man genau dies nicht tun muss.
    Diese Witzfigur ist einfach nur noch eine Schande an Verlogenheit und Doppelmoral. Wird Zeit, dass der endlich impeached wird. Dass er mit den Russen für seine Wahl kollaboriert hat, liegt nun wirklich klar auf der Hand, nachdem nun fast sein ganzes Wahlkampfteam rechtskräftig verurteilt worden ist.
  • WID 21.02.2019 08:13
    Highlight Highlight Auch hier soll der Rechtsstaat gelten. Wenn Sie einen legalen Aufenthaltsstatus hat soll sie einreisen können, sonst nicht. Bei Einreise sollte sie nach rechtsstaatlichen Mitteln angeklagt, verurteilt und bestraft und bei Gefährundung allenfalls verwahrt werden.
  • Wenzel der Faule 21.02.2019 08:01
    Highlight Highlight Und die dummen Europäer sollen ihre zurücknehmen. Sonst noch irgendwelche Wünsche Herr Trump?
  • Yogi Bär 21.02.2019 07:49
    Highlight Highlight Der Trump predigt Wasser und trinkt Wein! Oder anders gesagt, schreibt Europa vor IS Kämpfer zurück zu nehmen und im jeweiligen Land zu verurteilen, nun will er aber eine IS Anhängerin nicht in die USA lassen!

    Wenn man bedenkt, dass die USA die Hauptschuld am IS trägt. Zudem die Gedankenwelt diese Stümpers (Trump) die Foltermethoden voll unterstützt, die den IS ins Leben gerufen haben!
  • Frausowieso 21.02.2019 07:42
    Highlight Highlight Ich war noch nie mit Trump einig, aber bei diesem Thema teile ich seine Meinung.
    Wer sich dazu entscheidet, sich einer Terrorgruppe anzuschliessen, der hat seine Entscheidung gefällt. Diese Menschen haben das Vertrauen in sie aktiv zerstört.Da helfen auch die Schutzbehauptungen nicht mehr. Die typische "ich bin eine arme Frau und nur naiv und sicher nicht böse"-Karte".
    • River 21.02.2019 11:10
      Highlight Highlight Viele Menschen waren wirklich naiv. Und vorallem jung. Wer so jung ist, finde ich, hat eine zweite Chance verdient.
      Natürlich nach dem sie die angemessene Strafe für die Taten, in einem gesunden Verhältnis zu ihrem Alter, verbüsst hat.
  • DemonCore 21.02.2019 07:20
    Highlight Highlight Was ist mit all den Kämpfern die sich dem Vatikan angeschlossen haben? Die sollte man eigentlich auch nicht mehr aufnehmen. Ja, ich meine die Schweizergardisten.
    • DerElch 21.02.2019 12:36
      Highlight Highlight Du vergleichst gerade allen ernstes die Schweizer Gardisten mit IS-Terroristen oder - Unterstützern?

      Wow.
    • DemonCore 21.02.2019 15:19
      Highlight Highlight Beides Soldaten für einen nahöstlichen Todeskult. Der eine ist in neuerer Zeit etwas zivilisierter. Die ideologische Grundlagen sind aber doch recht barbarisch. Der eine fällt v.a. durch organisierten Kindesmissbrauch, der andere durch die gewaltsame Konvertierung auf.
  • Fabio Haller 21.02.2019 06:52
    Highlight Highlight Laut Trump sollten wir unsere europäischen IS Kämpfer aufnehmen und in Gefängnisse stecken. Er wiederum könnte doch dann auch diese Frau aufnehmen und in ein Gefängnis stecken. Oder etwa nicht???

    Wtf....
  • nach gang 21.02.2019 06:50
    Highlight Highlight EIne gute Lösung wäre die Verbannung. Irgendwo auf einer weit abgelegenen Insel könnten diese Menschen nach eigenen Vorstellungen leben. Einzige Bedingung wäre dass sie zeitlebens diese Insel nicht verlassen dürfen.
    Selbstverständlich müssten die Verbannten gut und human behandelt werden. Denen sollte so gut gehen dass sie gar nicht auf die Idee kommen die Insel zu verlassen.
    Wenn es auch schwerfällt, es stimmt, viele IS-Fanatiker wurden als Jugendliche verführt. Gerechte Weise sollte man das Ihnen anrechnen.
    Einkerken und Todesstrafe kann nicht die Lösung (ist auch sauteuer) sein.
    • Wenzel der Faule 21.02.2019 18:06
      Highlight Highlight Jo, der Südpol ist doch auch ne Insel.
      Why not
  • Todesstern 21.02.2019 03:55
    Highlight Highlight Tja, ich würd mal sagen selberschuld.

    Mitgegangen mitgehangen. Bin da mal ausnahmsweise auf der Seite von Trump.
  • Kubod 21.02.2019 02:46
    Highlight Highlight Mich erstaunen die Peschmerga.
    Die Schlächter vom IS und ihre Terrornachwuchsgebährerinnen werden nicht vor Ort erschossen und verscharrt, sondern man betreibt den Aufwand, das feige Terrorgesindel gefangen zu nehmen und in Haft zu setzen.
    Nun sind die Länder in der Pflicht, zu entscheiden, was mit den Trägern ihrer Pässe geschieht.
    Es geht nicht an, diese Pflicht an die Peschmerga zu delegieren. Uns wird ermöglicht, zu klären, wie wir in solchen Situationen vorgehen wollen.
    Ich für meinen Teil bin für Ausbürgerung derjenigen, die den Schritt in die Barberei bewusst gemacht haben.
  • AdvocatusDiaboli 21.02.2019 00:35
    Highlight Highlight Eine Rückreise kommt nicht in Frage. Besonders nicht bevor man überhaupt IS Opfern in Syrien und im Irak eine Chance gibt sie anzuzeigen. Es sollte nun generell so etwas wie einen Nürnberger Prozess geben für IS-Mitglieder wie sie. Mitgegangen mitgefangen.

  • Hierundjetzt 21.02.2019 00:22
    Highlight Highlight Sie ist wohl Doppelbürgerin. Wie die, die in die UK zurückwill (Sie ist Bangladeshi).

    Ganz ehrlich, ja, so ist halt das Leben, wenn man sich einer der weltweit schlimmsten Terrorgruppe anschliesst.

    Ich habe da sogar Verständnis für Trump (was enorm viel heisst)

    Ihre Schutzbehauptungen helfen Ihr jetzt nicht mehr.
    • Ichiban 21.02.2019 00:35
      Highlight Highlight Aber trump übt druck auf die europäischen staaten aus, ihre bürger welche zur is gegangen sind wieder aufzunehmen. Grundsätzlich verstehe ich es dass irgend ein land bürger nicht mehr aufnehmen will die sich freiwillig einer menschenverachtenden organisation angeschlossen haben, nur gab es dass auch schon früher, zb mitglieder der fremdenlegion und die frage ist wo wird die grenze gezogen. Reicht es, dass jenand die frau eines kämpfers war? Grundsätzlich könnte man so auch argumtieren, dass man einem mörder die staatsbürgerschaft entzieht, da dies nicht mit den eigenen gesetzen konform ist.
    • MaskedGaijin 21.02.2019 00:55
      Highlight Highlight Die Fremdenlegion ist eine reguläre Einheit der französischen Armee und keine fundamentalistische Terrorgruppe die Frauen und Kinder versklavt, ethnische und religiöse Minderheiten exekutiert oder Leute an Konzerten massakriert.
    • Pana 21.02.2019 01:16
      Highlight Highlight "Grundsätzlich verstehe ich es dass irgend ein land bürger nicht mehr aufnehmen will die sich freiwillig einer menschenverachtenden organisation angeschlossen haben"

      Ja wo sollen die denn hin? Auf den Mond schiessen ist keine Option. Und man kann ja kaum erwarten, dass andere Länder diese Bürger aufnimmt.
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