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WikiLeaks founder Julian Assange makes a speech from the balcony of the Ecuadorian Embassy, in central London, Britain February 5, 2016. REUTERS/Peter Nicholls/File Photo

Julian Assange sitzt noch immer in der ecuadorianischen Botschaft.  Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Julian Assange: Ecuador lässt schwedische Ermittler in die Botschaft 



Der Wikileaks-Gründer Julian Assange wird «in den kommenden Wochen» in Ecuadors Botschaft in London von der schwedischen Justiz befragt werden. Dies teilte das Aussenministerium in Quito am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Hierfür werde zwischen Ecuador und der schwedischen Staatsanwaltschaft ein Termin vereinbart werden, hiess es. Die Befragung werde in den Räumlichkeiten der Botschaft stattfinden, in der Assange im Juni 2012 Zuflucht gesucht hatte.

Um das Verhör hatte Schweden sich nach eigenen Angaben seit über einem Jahr bemüht. Einen ersten Antrag hatte Ecuador demnach aus formalen Gründen abgelehnt.

Die schwedische Justiz will Assange in Zusammenhang mit den Vergewaltigungsvorwürfen vernehmen, die gegen ihn erhoben werden. Nachdem ihn eine Schwedin angezeigt hatte, wurde 2010 ein europäischer Haftbefehl gegen Assange erlassen.

Der 45-jährige Australier sagt, es habe sich um einvernehmlichen Sex gehandelt, die Anschuldigungen weist er als politisch motiviert zurück. Am Dienstag ging er gegen die Entscheidung eines schwedischen Bezirksgerichts in Berufung, den Haftbefehl aufrechtzuerhalten.

Seit vier Jahren auf beengtem Raum

Assange hatte sich 2012 in die diplomatische Vertretung Ecuadors in London begeben, nachdem er in Grossbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte. Seitdem lebt er im Botschaftsgebäude auf beengtem Raum mit Bett, Computer und Balkonzugang.

Sollte der Wikileaks-Gründer das Botschaftsgelände verlassen, will ihn die britische Polizei festnehmen und an Schweden überstellen. Für diesen Fall befürchtet Assange, von den schwedischen Behörden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm wegen Geheimnisverrats eine langjährige Haftstrafe und möglicherweise sogar die Todesstrafe droht.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte in den vergangenen Jahren hunderttausende geheime Dokumente, unter anderem über das Vorgehen der US-Streitkräfte bei den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Assange zog damit den Zorn der US-Regierung und der NATO auf sich. (sda/afp/dpa)

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