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Ein Bus, zwei Stühle, eine Tasse Kaffee und Natur: Es braucht wenig, damit Jonas Bischofberger zufrieden ist. bild: jonas bischofberger

Gesicht des Verzichts

Dieser Basler Primarlehrer wohnt auf knapp 10 Quadratmetern

Jonas Bischofbergers Wohnung ist etwa so gross wie ein herkömmliches Badezimmer. Der Basler Primarlehrer wohnt in seinem Van und baut gerade sein erstes Tiny House. Der 39-Jährige erzählte watson, wie er dazu kam und wie das mit der Toilette funktioniert.



Seit drei Jahren hat Jonas Bischofbergers Wohnung vier Räder und ist knallgelb. Der 39-jährige Basler lebt aktuell in einem Van – und baut zusammen mit seiner Partnerin ein winziges Häuschen, ein Tiny House. Bischofbergers Hab und Gut passt beinahe komplett in den zwei auf sechs Meter langen Bus.

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Bischofberger in seinem Bus. Zum Kochen hat er eine Gasherdplatte, als Heizung einen Holzofen. bild: jonas bischofberger

«Es war nie ein bewusster Entscheid, so zu leben, es hat sich einfach so ergeben», sagt der Primarlehrer heute. Im Sommer arbeitet Bischofberger als Surflehrer, im Winter als Snowboardlehrer, zwischendurch tingelt er als Ersatzlehrperson durch die Schweiz – übernachtet hat er immer in seinem Bus. Bis er sich dazu entschied, seine Wohnung komplett aufzugeben.

Serie «Gesicht des Verzichts»

Kein Alkohol, kein Fleisch, kein Zucker. Verzicht ist in. Aber kannst du dir vorstellen, auf eine Wohnung zu verzichten? Oder jeden Tag dasselbe Kleidungsstück zu tragen? Wir auch nicht (so ganz). Deshalb stellen wir dir in der Serie «Gesicht des Verzichts» junge Menschen vor, die ganz bewusst auf alltäglich scheinende Dinge verzichten. Sie erzählen uns, warum sie sich dafür entschieden haben – und was sie antreibt. Die ersten vier Teile der Serie findest du am Ende des Artikels.

Wie es ist, auf so kleinem Raum zu leben, und ob er dabei etwas vermisst, hat Bischofberger watson verraten.

Ich spare ...

... viel Geld. Meine Fixkosten sind viel tiefer, weil ich keine Wohnungsmiete zahlen muss. Dieser Faktor war auch ausschlaggebend, warum ich mich vor drei Jahren für das Leben im Van entschieden habe. Ich war viel unterwegs und war nicht mehr länger bereit, Monat für Monat Miete für eine Wohnung zu zahlen, in der ich dann sowieso nicht sitze. Das war für mich herausgeschmissenes Geld.

Was ich auch spare, ist sehr viel Zeit. Ich muss keine ganze Wohnung putzen. Im Bus ist in keiner Zeit aufgeräumt und sauber gemacht. Meine Dinge sind fast alle griffbereit.

Ich verzichte auf ...

... nichts. Im Gegenteil – ich fühle mich extrem wohl und bin sehr mobil. Alles, was ich brauche, habe ich bei mir. Ich kann in meinem Bus kochen und heizen. Mit dem Bus bin ich oft an den gleichen Orten. Dort habe ich meist Freunde, wo ich Dusche und Toilette mitbenutzen darf. Unterwegs dusche ich mit einer Solardusche draussen – und das Geschäft wird als guter Nährstoff für den Boden mit dem Spaten verbuddelt.

Ich gönne mir ...

... das Reisen. Durch meine tiefen Lebensunterhaltskosten kann ich mir sehr viele Freiheiten leisten. Im Sommer an den Strand fahren, im Winter in die Berge.

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Der Basler mit seiner Partnerin in dem 18 Quadratmeter kleinen Tiny House, das die beiden bald beziehen werden. bild: jonas bischofberger

Hier bin ich noch nicht so konsequent, wie ich es eigentlich sein will ...

Ich würde gerne weniger Abfall produzieren. Die Menge an Müll, die ich wegwerfen muss, stört mich. Wenn man viel unterwegs ist, ist es schwieriger, weniger Abfall zu produzieren. Wenn ich mich fix an einem Ort installieren müsste, würde ich einen Ort suchen, wo es Wochenmärkte oder Läden ohne Verpackungsmaterial gibt.

Nachhaltigkeit ist für mich ...

... Bewusstsein. Nachhaltigkeit beginnt dort, wo man sich Gedanken über den eigenen Ver- und Gebrauch macht. Wo man sich Fragen stellt wie: «Brauche ich dieses und jenes wirklich? Brauche ich so viel Platz?»

Gedanken über ein nachhaltiges Leben haben sich bei mir erst mit der Zeit entwickelt. Ich bin nicht in einen Bus gezogen, weil ich es für nachhaltiger empfand, sondern weil es für mich die ideale Art zu leben war. Und weil ich es sehr gemütlich fand.

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Solarzellen liefern Energie für das Tiny House, drinnen gibt's eine Dusche und eine Trockentoilette. bild: jonas bischofberger

Erst mit der Zeit haben sich diese Überlegungen mit eingeschlichen. Das gilt auch beim Reisen. Meine Partnerin und ich fliegen nicht mehr viel, möglichst gar nicht mehr. Wir machen fast alle Reisen mit dem Bus. Natürlich würden wir unglaublich gerne weiter weg, aber wir können das Fliegen kaum mehr mit unserem Gewissen vereinbaren.

Das grösste Problem unserer Gesellschaft ist ...

... die Umwelt. Die Leute verbrauchen so viele Dinge, ohne sich Gedanken darüber zu machen. Viele sind zu bequem, um etwas zu ändern. Doch die aktuellen Ereignisse lassen mich hoffen, dass sich bald etwas grundlegend ändern könnte.

Für 2019 wünsche ich mir ...

... einen erfolgreichen Einzug in mein erstes Tiny House. Zusammen mit meiner Partnerin sind wir derzeit gerade an den letzten Arbeiten. Bald werden wir das 18-Quadratmeter-Häuschen in München beziehen.

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Zu zweit auf 18 Quadratmeter zu leben, schweisse zusammen, so Bischofberger. «Aber verstehen muss man sich schon gut.» bild: jonas bischofberger

Ich wünsche mir, dass die gesetzliche Lage für die Tiny-House-Bewegung bald klarer wird – auch in der Schweiz. Denn mit einem Tiny House hat man weder einen Wohnwagen noch ist es ein normales Haus. Man fällt komplett zwischen die Kategorien. Oft ist es eine riesige Herausforderung, einen legalen Standplatz für das Haus zu finden.

Doch ich bin zuversichtlich, dass hier in naher Zukunft noch einiges gehen wird. Ich bin im Vorstand des Vereins Kleinwohnformen, der bei genau solchen Problemen versucht Lösungen zu finden. Und die Mitgliederzahl wächst und wächst. Momentan sind wir bei rund 700 Personen.

Das weiss noch niemand über mich ...

Offiziell gemeldet bin ich bei meinen Eltern. Das heisst, Post und Briefe landen dort. Doch ich versuche so vieles wie möglich online zu regeln, damit ich in Zukunft noch unabhängiger und mobiler werde.

Ein Haus so klein, dass du es einfach mitnehmen kannst

abspielen

Video: srf

Noch mehr ganz kleine Häuschen:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hosenabe 13.03.2019 01:23
    Highlight Highlight https://www.der-postillon.com/2019/03/genialer-trick-mieten.html
  • Zeit_Genosse 11.03.2019 18:04
    Highlight Highlight Da wo der Boden knapp ist (CH) ist es einfach ein 200m2 Haus mit Umschwung zu realisieren, jedoch fast umöglich ein Tiny House (ca.20-40m2). In Ländern wo der Boden weniger knapp ist es einfacher ein Tiny House zu installieren. In der CH fehlt die Kultur dazu und ist sehr skeptisch. Dabei könnte eine Tiny-Siedlung ein spannendes Projekt sein, wo wenig Wohnraum auf eine Gemeinschaftsinfrastruktur treffen könnte.
    • VAVAV 12.03.2019 11:41
      Highlight Highlight Wenig Wohnraum mit Gemeinschaftsinfrastruktur nennt man Mehrfamilienhaus. Mit den Tiny Houses sind wir immer noch in diesem Hüsli-Denken erstarrt. Dabei bauen wir weiterhin horizontal und zersiedeln das Land (auch wenn weniger stark als mit konventionellen EFH).
      Es braucht für Wohnhäuser innovative Modelle, günstige Mieten, sharing-Mentalität etc. Es gibt Projekte, die das anstreben z.B. Kalkbreite in Zürich. Wie viele Leute könnten auf der gleichen Fläche in Tiny Houses leben?
      Tiny Houses sind gut um unsere Standards und unsere Gewohngeiten zu hinterfragen, lösen aber die Probleme nicht.
    • Zeit_Genosse 12.03.2019 19:05
      Highlight Highlight Es Braucht verschiedene Modelle für urbanisierte und für ländliche Räume. Dabei soll man experientieren wollen/können und es braucht auch Lebenslust, Freude und nicht nur ausnutzungsziffer-optimiertes Wohnen, das verdichtet und stresst. Letztlich auch ein verträgliches Bevölkerungswachstum.
  • humpalumpa 11.03.2019 17:16
    Highlight Highlight krasse hipster
  • FlamesEurope 11.03.2019 17:09
    Highlight Highlight Sehr faszinierende Lebensweise und Respekt für das konsequente Umsetzen. Wäre ein Konzept für mich, wenn ich nicht verheiratet und Kind hätte, zumal für mich Eigentum auch soziale Verantwortung bedeutet und ich bei meinem Haus und Grundstück so gut ich kann nachhaltig und umweltbewusst lebe. Finde das Monteur des Tiny House absolut gut und ein Modell für die Zukunft.
  • Albert J. Katzenellenbogen 11.03.2019 16:36
    Highlight Highlight Das habe ich auch mal knapp drei Jahre lang gemacht. Dann habe ich jedoch eine bessere Hälfte gefunden, die darauf nicht sooo abgefahren ist. Jetzt haben wir das Gefährt noch für die Ferien.
  • Zeit_Genosse 11.03.2019 16:17
    Highlight Highlight Bin diesen Sommer auf 3x2 Meter Unimog-Pritsche unterwegs. Von da auf ein Tiny House ist es schon fast ein luxuriöser Schritt.
  • skater83 11.03.2019 15:55
    Highlight Highlight hmmm, als einer, welcher in seiner umgebung sehr viele lehrer hat frage ich mich wie der Job des Lehrers ohne Unterrichtsmaterialien bewerkstelligt werden kann... In diesem Fall gehe ich davon aus, dass ähnlich wie beim Frendduschen dann halt auf von anderen freundlicherweise bereitgestellte ressourcen zurückgegriffen werden kann - und das zum selben lohn wie derjenige welche das Material bereitstellt und (zwangsläufig) auch lagert...
    • Alpaka 8 11.03.2019 17:24
      Highlight Highlight Ich bin kein Lehrer, kenne mich also nicht aus. Aber erlaube mir die Frage: Hat man das Material heutzutage nicht hauptsächlich digital?
    • Shura 11.03.2019 17:45
      Highlight Highlight Lehrpersonen haben das meiste Material in digitaler Form- muss man dann unterrichten, wird in der jeweiligen Schule vor Ort ausgedruckt. Bücher und andere Unterrichtsgegenstände lagern in der Schule
    • Dan Ka 11.03.2019 19:02
      Highlight Highlight Was für ein Gedankengang...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 11.03.2019 15:43
    Highlight Highlight Am Anfang war ich total eingenommen von den Tiny Houses. Die Idee ist nicht neu. Es gibt ja schon lange die halb mobilen Häuschen auf dem Ganzjahrescampings. Vor ein paar Jahren hat ein CH Architekt solche wunderschön umgebaut. Schlussendlich brauchen die Tiny Houses jedoch zu viel Grundfläche. Es ist viel schlauer in die Höhe zu bauen. Das spart auch Energiekosten. In einer 2 Zimmer Wohnung zu wohnen ist jedoch nicht so stylisch, als so ein Tiny House im Grünen.
  • pamayer 11.03.2019 14:28
    Highlight Highlight Tach Jonas! 👋🏼👋🏼👋🏼
  • Duscholux 11.03.2019 14:25
    Highlight Highlight Ich habe kein Problem damit wenn Menschen so leben. Wenn das Ihnen so passt und sie niemandem auf die Füsse treten ist ja alles wunderbar.

    Es ist einfach kein Verzicht, sondern ein Privileg dass Sie sich nehmen (können).
  • sheshe 11.03.2019 14:15
    Highlight Highlight Einige hier stören sich an dem "Duschen auf Kosten anderer". Ein wichtiger Punkt ist aber, dass man wieder anfängt zu teilen. Sei es in einer (Halb-)Kommune, wo 4 Familien leben und sich die Kinderbetreuung aufteilen oder der Typ im Bauwagen, der beim Bauer wohnt und dort duscht. Ist doch kein Problem, sondern sogar erstrebenswert, wenn man wieder mehr teilt.
    • WDuong 11.03.2019 17:45
      Highlight Highlight Warum muss es immer entgeltlich sein? Manchmal genüg auch einfach, dass jemand seine Zeit her gebt. Hätte ich einen guten Kollegen/in und er würde so leben wäre er/sie bei mir immer willkommen.
    • sheshe 11.03.2019 18:08
      Highlight Highlight Erntehelfen, sich um die Tiere kümmern, div. Projekte auf dem Hof, denk dir was aus. Es gibt immer was zu tun. Und Leute, die im Bus leben, sind meistens auch nicht ganz ungeschickt im Handwerk.
  • Miss Jane Marple 11.03.2019 14:05
    Highlight Highlight Eigentlich sollte schon jeder Mensch eine digitale Existenz haben, Steuern und Sozial Abgaben an den Staat überweisen dessen Pass er hat, das reicht, mehr muss keiner wissen, Meldepflicht, Briefkasten etc. Für was ?
    • Raphael Stein 11.03.2019 15:04
      Highlight Highlight Frankreich.
  • DomKi 11.03.2019 13:53
    Highlight Highlight Interesanter Artikel. Und, ist dies korrekte Deutsch? "Im Bus ist in keiner Zeit...", es tönt so wie im Englischen "no time"
  • Gubbe 11.03.2019 13:45
    Highlight Highlight Ich nenne das Parasitentum. Nie würde ich einen Lehrer für ein paar Stellenprozente anstellen. Die Lernkontinuität der Schüler ist so nicht gewährleistet. Auch seine Behausung auf 18 m2 ist nicht per se ökologischer, nur weil die klein ist. Das Abstellen seines Busses darf er nicht einfach irgendwo, auch nicht wenn ein Bauer in lassen würde. Es geht um die Vergiftung des Bodens. Er müsste schon einen asphaltierten Platz haben, um lange stehen zu bleiben.
    • LittleGreenBuddha 11.03.2019 14:09
      Highlight Highlight Er springt ein, wenn eine Lehrperson gesucht wird und daher hat dies nichts mit Parasitentum zu tun.
    • Murmeli82 11.03.2019 14:14
      Highlight Highlight Er ist Aushilfslehrer, wenn ich es richtig verstanden habe
    • B. Bakker 11.03.2019 14:18
      Highlight Highlight 1. Oftmals suchen die Schulen aber genau das. Ein Lehrer fällt aus, wird für 4 Wochen Ersatz gesucht. Eine Lehrerin hat Mutterschaftsurlaub, wird für die Zeit auch Ersatz gesucht. Wo siehst Du da ein Problem?
      2. Es ist nicht per se ökologisch. Er betreibt sein Häuschen aber mit Solarpanels und hat eine Trockentoilette. Hast du den Bericht gelesen?
      3. Da bin ich zu wenig informiert, scheint aber trotzdem eine solche Möglichkeit zu geben.
      Zum Abschluss möchte ich wissen, was du denn genau parasitär an seiner Lebensform findest? Oder ist es doch nur Neid, weil einer glücklich scheint? :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 11.03.2019 13:19
    Highlight Highlight Ich verzichte Konsequent aufs Fliegen, mache aber kein Drama drum 🙄
    • ulmo 11.03.2019 13:42
      Highlight Highlight Danke, dass Du es uns trotzdem mitgeteilt hast ;-)
    • chnobli1896 11.03.2019 13:45
      Highlight Highlight Wenn er es nicht erwähnt hätte, dann hätte es 10 Kommentare zu dem Thema gegeben
  • Heinzbond 11.03.2019 13:05
    Highlight Highlight Er fliege nicht mehr sehr viel, fahre alles mit dem Bus, ich gehe davon aus das es ein erdgas/Diesel hybride ist, klar einmal Spanien um als surflehrer irgendwo drei Monate arbeiten und dann wieder Schweiz, sehr ökologische Vorgehensweise.... Aber hut ab wegen tiny house und Leben im Bus... Ach und ich nehme an er ist Vegetarier, der Kot von Fleischessern ist nämlich kein guter Dünger...
  • Hans Jürg 11.03.2019 13:03
    Highlight Highlight Herzig und schick, solche Tinyhouses. Aber falls sich dieser Trend durchsetzt, wird die Zersiedelung dadurch enorm gefördert. Denn jeder will natürlich mit seinem Tinyhouse irgendwo in der grünen Natur wohnen und sicher nicht in einem Parkhaus oder auf einem Parkplatz.
  • Gegu 11.03.2019 12:53
    Highlight Highlight wohnwagon. at
    komplett wasser & energieautarkes wohnen!
  • Militia 11.03.2019 12:52
    Highlight Highlight Euer Verzichtsgesicht ist leider eine Mogelpackung. Duschen und Toilette funktioniert halt eben doch nur weil jemand anderes dafür bezahlt. Und dann gönnt man sich vom eingesparten Geld Ferien in den Bergen und am Meer. Der wird dann aber wohl nicht dorthin fliegen, oder?! Gemäss seinem Instagram schon.
    • B. Bakker 11.03.2019 14:21
      Highlight Highlight Naja, vielleicht drückt er seinen Bekannten und Freunden, bei denen er duscht jeweils 1-2 Franken in die Finger? Oder kennst du ihn denn persönlich?
    • ceciestunepipe 11.03.2019 14:25
      Highlight Highlight Vielleicht zahlt er ihnen ja dafür die Wohnzimmerrenovierung oder das neue Bücherregal...wissen wir ja nicht. Wieso immer nur auf dem spekuliert Negativen rumreiten, anstatt bereits Funktionierendes zu anerkennen?
    • a. b. 11.03.2019 16:15
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen? "Wir machen fast alle Reisen mit dem Bus. Natürlich würden wir unglaublich gerne weiter weg, aber wir können das Fliegen kaum mehr mit unserem Gewissen vereinbaren."
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 11.03.2019 12:49
    Highlight Highlight Cooler Typ! Endlich mal einer der natürlich rüberkommt, kein Heuchler ist und sich auch nicht wie etwas besseres fühlt. Mehr davon!
    • pamayer 11.03.2019 14:27
      Highlight Highlight Kenne ihn persönlich.
      Er ist echt cool. Auch ausserhalb deines Tiny Homes.
  • DocShi 11.03.2019 12:44
    Highlight Highlight Finde ich prinzipiell gut, aber Kinder darf man keine haben. Also das wäre mal nix für mich. Und nach fast 12 Jahren Ehe finde ich es extrem wichtig einen Rückzugsraum zu haben.
    Aber dennoch finde ich, wenn es passt eine gute Art zu leben.
  • Baccaralette 11.03.2019 12:41
    Highlight Highlight Ich habe eine Frage zu den gesetzlichen Vorgaben. Man darf ja in der Schweiz nicht wild campieren, also auch übernachten auf Parkplätzen ist meines Wissens verboten.

    Wie macht er das mit seinem Bus?
    • aglio e olio 11.03.2019 12:59
      Highlight Highlight Campingplatz? So hat es ein Kollege von mir gemacht.
    • Charlie B. 11.03.2019 13:04
      Highlight Highlight Wo steht denn etwas von wild campieren? Wenn er die Erlaubnis der Grundstücksbesitzer hat sollte es ja kein Problem sein.
    • Thomas_v_Meier 11.03.2019 13:14
      Highlight Highlight Das Stimmt so nicht Baccara, der TCS schreibt:
      "Generell verboten ist wild Campieren, bzw. freies Campen, in der Schweiz nicht. Es gibt aber leider auch keine generell gültige Regelung. Die gesetzlichen Bestimmungen sind Sache der Kantone, häufiger aber sogar Sache der Gemeinden. Es kann innerhalb eines Kantons also Unterschiede geben. "
    Weitere Antworten anzeigen
  • woezzl 11.03.2019 12:39
    Highlight Highlight Geiler shit. Diejenigen die hier auch noch rumnörgeln werden, sind doch eonfach ein wenig eifersüchtig.
    • Atheist1109 11.03.2019 18:44
      Highlight Highlight Sorry! Hab dich eigentlich Herzen wollen und will mir nicht vorstellen, dass es den anderen 27 nicht auch so gegangen ist. Gruss
  • Tobi-wan 11.03.2019 12:37
    Highlight Highlight Ich finde das mit dem Reduzieren nicht schlecht. Aber alle Beispiele hier bei Watson sind von anderen Menschen abhängig. Dusche, WC, Stellplatz usw. usw. Mühe habe ich dann mit den Aussagen, dass man reduziert, wenig braucht und die Umwelt schont. Ja, aber teilweise auf Kosten anderer.
    Würden alle so reduzieren würde es nicht funktionieren. Für Einzelne ja, für viele Nein. Da müssen andere Konzepte her, um dies auf eine breite Masse umsetzen zu können.
    • Nick Name 11.03.2019 14:58
      Highlight Highlight Es geht hier ja – jedenfalls lese ich es so ... – um verschiedene Gesichter verschiedener Verzichte, sozusagen. Da sind also AUCH «andere Konzepte»! Finde ich inspirierend.

      Es sagt auch keiner, dass alle in einem Bussli oder Tinyhouse leben sollen. Und von wegen sanitären Anlagen: Es macht natürlich durchaus Sinn, wenn diese von mehr Leuten genutzt werden als z.B. bloss ab und zu von einer oder zwei Personen ...
  • inmi 11.03.2019 12:32
    Highlight Highlight Also ist er jetzt Basler und zieht nach München? Hat er einen Job und parkiert seinen Bus ständig am selben Ort? Wie vielen Emmissionen verursacht den der Bus?

    So richtig schlau wird man aus diesen "Nachhaltig" Berichte-Serie nicht... Nach jedem Artikel ist das Interesse geweckt aber es bleiben so viele Fragen offen... Im Moment wirkt das ganze einfach sehr oberflächlich...
    • ceciestunepipe 11.03.2019 14:27
      Highlight Highlight Ich denke, genau das ist der Punkt. Das ganze Problem ist dermassen komplex, dass man nicht alle Fragen auf einmal lösen/beantworten kann. Deswegen werden hier Ideen, Anreize, Motivationen geliefert, wo man wie was und in welche Richtung entwickeln und andenken könnte. Niemand hat den Anspruch, als perfekt betrachtet zu werden. Niemand sollte deshalb diesen Perfektions-Anspruch an die hier Vorgestellten stellen...Inspiration holen und weiterdenken wäre eine kuule Devise!
    • Freshmeat 11.03.2019 21:03
      Highlight Highlight @ceciestunepipe: Ich mag deine Kommentare.

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

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