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montage: watson / material: shutterstock

Warum wir unseren männlichen Freunden mehr zumuten dürfen



Mal angenommen, du kämest gerade vom Arzt und hättest eine unangenehme Diagnose bekommen. Einen Streit wegen einer Kleinigkeit mit der eigenen Mutter gehabt oder ganz einfach einen unterdurchschnittlichen Tag auf der Arbeit. Wen würdest du anrufen, um Dampf abzulassen? Wem würdest du auf WhatsApp als Erstes schreiben?

Vermutlich einer Person, die dir nahe steht, aber:

Hättest du die Wahl zwischen Alice und Peter, ganz ehrlich, nur zwischen uns, an wen würdest du deine Nachricht adressieren? Und vor allem: warum?

Auf ebendiese Fragen bin ich kürzlich gekommen, als mir auffiel, wie unterschiedlich ich im vergangenen Jahr sowohl meine eigenen Freundschaften als auch das Verhalten meiner Freundinnen und Freunde bewertet hatte. Mehr unbewusst als bewusst, sei dazu gesagt. Während mir sieben Tage Antwortzeit bei meiner Fernfreundschaft mit Sara als eine unendlich lange, nur unter besonderen Umständen (Trennung, Lungenembolie, kaputtes Handy) tolerierbare Zeit vorkam, duldete ich sie bei meinem Freund Jan beinahe automatisch. Von Sara hingegen verlangte ich mehr. Mehr Nachfragen, mehr wohlwollende Worte, mehr Trost.

Schliesslich waren wir während des Studiums sehr enge Freundinnen gewesen.

Aber galt das nicht auch für Jan? Eigentlich schon. Nun belegt ein Beispiel leider noch lange keine These, also ging ich mein Telefonbuch durch und stellte mir dabei die immer gleiche Frage:

Was wussten meine männlichen Freunde noch von mir? Im Vergleich zu meinen weiblichen?

Relativ wenig.

Ich rief sie nicht an, wenn ich ein wichtiges Gespräch hinter mich brachte, ich zählte nicht selbstverständlich auf ihre Unterstützung bei Lesungen, wenn ich sie gebraucht hätte und überhaupt erschien es mir die meiste Zeit als eine Zumutung, über andere Themen zu sprechen als österreichische Innenpolitik, die neue Chefredaktion irgendeines Tagesblatts oder das bevorstehende Update meiner Website.

Warum war da diese Barriere?

Ein paar Tage später treffe ich meinen Nachbarn im Treppenhaus und bitte ihn um einen nicht ganz uneigennützigen Spaziergang. «Ganz ehrlich», frage ich ihn. «Hast du das Gefühl, dass du wirklich für deine Freundinnen da bist?»

Mein Nachbar sagt:

«Also sie können mich schon erreichen. Aber ich glaube nicht, dass jemand gross etwas von mir erwartet. Es ist ziemlich angenehm, diese Verantwortung nicht zu haben, das muss ich zugeben.»

Verantwortung abgeben. Macht das nicht auch verdammt einsam?

Ich denke an meine männlichen Peers in Wien und dass ich sie bald wieder treffen werde. Nur selten war ich bisher beleidigt, wenn sie keine Zeit für mich hatten, oder sich am nächsten Tag doch nicht wie vereinbart meldeten. Woher kommen diese unterirdisch geringen emotionalen Ansprüche an Menschen, die ich doch gerne um mich habe? Die ich wertschätze und mag?

Wollte ich nicht enttäuscht werden?

Arlie Hochschild, die US-amerikanische Professorin für Soziologie an der University of California in Berkeley, prägte Mitte der 1980er Jahre den Begriff «Emotional Labour». Sie beschäftigte sich unter anderem mit der Doppelbelastung von Frauen, die sowohl die Hausarbeit erledigen als auch Arbeitsverhältnisse von Flugassistentinnen oder Fahrscheinkontrolleuren aufrechterhalten. Frauen und Geringverdiener also, die dazu verpflichtet sind, sich um die Gefühle anderer zu kümmern, ohne für diese anstrengenden Jobs Anerkennung oder Geld zu bekommen.

Oft werden die kleinen Mühen nicht bemerkt, die das Zusammensein erträglich machen. Jene der Kollegin, die sich stets darum bemüht, eine nette Arbeitsatmosphäre aufrechtzuerhalten, in dem sie Geburtstage notiert, Geschenke besorgt und After-Drinks organisiert.

Friseurinnen, die das Lächeln gemeinsam mit dem Lippenstift auftragen. Emotionale Arbeit ist streng genommen das Management von Gefühlen – der eigenen oder jenen von jemand anderem – um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Einen Kunden zufriedenzustellen, zum Beispiel, oder einen Haushalt funktionieren zu lassen.

Frauen in der Schweiz leisten pro Woche im Durchschnitt 10 Stunden mehr unbezahlte Arbeit (vor allem Kochen und Putzen) als Männer.

Wenn das Konzept auf der Arbeit – und Zuhause – greift, lässt es sich dann vielleicht auch auf Freundschaften übertragen? Es scheint einleuchtend, dass die ständige emotionale Verfügbarkeit von Frauen auch im Privaten in diesen nachwirkt. Dass ein jahrelang im Umfeld beobachtetes Weg- und Zuschieben von Verantwortlichkeiten letztlich dazu führte, dass Männer in Freundschaften mit weniger belastenden Situationen konfrontiert werden.

Nicht weil sie qua Geschlecht nicht dazu fähig sind, damit umzugehen, sondern weil es nicht vorgelebt wird.

Weil die Männer in der Kindheit die Chauffeure waren, die wortkarg vorm Spital warteten, aber nicht die, die am OP-Bett Händchen hielten, weil sie vor Nervosität im Umgang mit unbekannten Situationen lieber an der Ecke Kette rauchten.

Mama hebt nachts auch noch dann besorgt das Telefon ab, wenn Papa längst schlafen gegangen ist

Auch fern der klassischen Lohnarbeitssphäre wurde Emotional Labour seit 2015 in feministischen Kontexten diskutiert. Während sich Soziologinnen auf emotionale Arbeit in der Serviceindustrie konzentrierten, rüttelt die Autorin Jess Zimmermann in «The Toast» auf:

«Ich werde für Dogsitting bezahlt – oder für ein Lektorat. Aber emotionale Arbeit? Ratschläge anbieten, Leiden anhören, Aufmerksamkeit aufwenden? Das soll nicht transaktional sein? Menschen erwarten, dass das kostenlos geleistet wird. Ich frage: Warum?»

Auch Rose Hackman ist ratlos. Im Guardian-Artikel «Is emotional labour feminism’s next frontier» (2015) fragt sie, warum Emotional Labour immer noch grossteils an Frauen hängen bleibt:

«Wir wissen über die Allergien unserer Kinder Bescheid, wir machen die Einkaufsliste, wir wissen wo das zweite Paar Schlüssel liegt. Wir erinnern unsere Verwandten daran, zum Arzt zu gehen. Wir verzeihen unseren Partner, wenn sie vergesslich sind.»

Hackman diskutiert, ob es sich bei Emotional Labour neben Haushaltsführung und Kinderbetreuung nicht um eine zusätzliche Form unbezahlter Arbeit handeln würde.

Was Täuschung, Delegations(un)fähigkeiten und persönliche Anteilnahme mit dem Funktionieren einer Freundschaft zu tun haben? Eine ganze Menge. Trotzdem ist es schwierig, eine Grenze zwischen Emotional Labour und organisatorischer Arbeit, in Zuge derer man Emotionen verspürt, zu ziehen.

Wir führen doch keine Freundschaften, um dafür bezahlt zu werden?

Wenn wir alles, was innerhalb von Beziehungen Arbeit verlangt und Emotionen produziert, als Emotional Labour bezeichnen und vergüten, wird der Begriff ad absurdum geführt und seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt.

Was nicht heisst, dass wir nicht darüber sprechen oder unsere männlichen Freunde von Trennungsgesprächen, postoperativen Betreuungspflichten abseits von Abholdiensten und der Anwesenheit auf unseren Geburtstagsfeiern verschonen sollten. Denn emotionale Arbeit hat auch unabhängig von ausgezahlten Franken einen wichtigen Wert.

So könnten wir zum Beispiel anfangen, offen und gemeinsam darüber zu diskutieren, was es bedeutet, Beziehungen im Spätkapitalismus aufrechtzuerhalten – monetär, zeitlich und emotional. Aussprechen, was wir uns wünschen.

Für kommenden Sonntag habe ich meinen Freund Tobi darum gebeten, sich nach einer kleinen Operation um mich zu kümmern.

«Kriegst Wunschkost ;) Geh dann am Samstag einkaufen», schrieb er zurück.

Und wie sieht es bei dir und deinen Freundschaften aus?

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  • R. Peter 13.03.2019 11:49
    Highlight Highlight Was sind das für krude Erwartungen, wie ein Freund zu sein hat? Entweder ihr seid befreundet und lasst euch Leben oder ihr lasst es bleiben.
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 13.03.2019 09:31
    Highlight Highlight Ich und meine beste Freundin.
    Unbeschreiblich. Man muss uns schon gemeinsam erleben.
    Saufkumpan, Lästerpartner, Filmkritiker, Wandervögel und und und
    Ich glaube ausser sexuelle Aktivitäten können wir definitiv alles gemeinsam machen.
    Und wenns ihr langweilig ist, bin ich auch mal "Prügelknabe". Das schlimme daran, meine Partnerin findet das jedes mal unglaublich lustig und muss auch mitmachen. 😂
    Ein Leben ohne meine beste Freundin wäre wie ein Leben ohne Sonne.
  • Glitzermeitli 13.03.2019 00:46
    Highlight Highlight also ich bin eine Frau und meine zwei besten Freunde sind Männer. Wir erzählen uns alles! Telefonieren auch mal schnell zwischen 1.5 Stunden. Thema Sex, seine Freundin oder meine Bezehung zu meinem Vielleicht-wieder-Freund, tiefgründige Themen, Probleme, Menstruatiom, was-weiss-ich-alles.. Bei uns gibts keine Tabus. Ist mir scheiss egal ob die besten im Leben Männer oder Frauen sind! Eine beste Freundin hab ich auch, die seh ich aber leider viel zu selten.

  • Janeywilcox 12.03.2019 22:12
    Highlight Highlight Das, was der autorin vorgeworfen wird, wird hier in den kommentarspalten selbst viel zu oft getan: es gibt einen unterschied zwischen persönlichen erfahrungen („also bei mir ist das anders“ zählt nicht, um eine theorie zu widerlegen!) und gesellschaftlichen strukturen. Zu diesem thema gibt es viele studien, die fanden, dass ehemänner nach der scheidung emotional meist viel stärker leiden, als die frauen. Weil sie ihren emotionalen ansprechpartner verloren. Die frauen hingegen hatten solche immer noch im freundinnenkreis.
  • 123und456 12.03.2019 21:15
    Highlight Highlight (2)
    Daher gibts meiner Erfahrung nach auch Frauen, die nach schlechten Erfahrungen bewusst solche Gespräche und Freundschaften meiden um dem unangenehmen "ich will nichts von dir" Geapräch aus dem Weg zu gehen und nicht in die emotionale Bredouille zu kommen.

    Ich(m) bin mehrheitlich mit Frauen aufgewachsen, was als mögliche Erklärung für meinen "untypischen" Umgang mit Emotionen dienen mag. Und ich stelle auch oft fest, dass Frauen überrascht bis überfordert sind oder einem Mann per se keinen emotionalen Tiefgang zutrauen.
    Es gibt also beidseits Hürden, die abzubauen sind.
  • 123und456 12.03.2019 21:08
    Highlight Highlight
    (1)st wohl grösstenteils aber nicht nur durch soziale Normen zu erklären.

    Und auch damit, dass es Männer gibt die kaum je über Gefühle reden. Ob das ein Wollen ist oder eher mit einem Unvermögen durch vorgelebte Rollenbilder zusammenhängt sei dahingestellt. Darüber kann man wohl Jahre diskutieren ohne auf einen gemeibsamen Nenner zu kommen.

    Ich verstehe die Frauen aber teilweise auch, weil es doch relativ oft Männer gibt, die Gespräche mit emotionalem Tiefgang automatisch mit Interesse an Sex und/oder Beziehung gleichsetzen. Und das führt früher oder später zu unangenehmen Situationen.
  • ReziprokparasitischerSymbiont 12.03.2019 20:15
    Highlight Highlight Bei mir hängt das stark vom jeweiligen Problem oder Thema ab. Ich wende mich jeweils an die Person, welche mir in dieser Situation wohl am besten helfen kann, unabhängig davon ob das ein Freund oder eine Freundin ist. Genauso auch mit Mama und Papa.

    Umgekehrt fällt mir jedoch auf, dass ich eher von Freundinnen als von Freunden um Rat oder Hilfe gefragt werde. Es wäre interessant zu wissen, ob Männer sich eher gegenseitig um Hilfe beten, oder ob sie generell weniger fragen.
  • salamandre 12.03.2019 19:06
    Highlight Highlight Ich kann mich nicht erinnern groß von Freundinnen um emotionale Unterstützung angefragt worden zu sein.
    Hingegen wenn ein großes Auto oder Züglete anstand, wurde ich oft berücksichtigt.
  • zeitgeist 12.03.2019 18:58
    Highlight Highlight Ist doch schön, wenn Männer und Frauen unterschiedliche Dinge unterschiedlich gut beherrschen und einander im Alltag optimal ergänzen.

    Wie oft war ich schon die starke Schulter und habe hochgekochte Emotionen beruhigt?

    Wird nicht gemessen, ist aber auch gut so. Ich denke, das liegt mir persönlich sowieso mehr, als das Trösten trauriger Kinder am Familienfest oder die seelische Unterstützung durch gemeinsames Lästern über Mitmenschen zur Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls.

    Diese "Spezialisierungen" sind aus meiner Sicht aber an das Individuum und nicht an ein Gender gebunden.
  • Zat 12.03.2019 16:50
    Highlight Highlight Bei mir und meinen Freunden und Freundinnen ist es nicht so. Ich kann alles mit allen besprechen, und tue das auch, wenn mich etwas beschäftigt.
    Ein bisschen hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass dieser Unterschied nicht an den Männer liegt, sondern in Deinem Hinterkopf.
    Ich weiss zwar was Du meinst, weil,ich das auch von Einzelnen kenne. Aber nicht Freund/Freundin unterschiedlich, sondern je nach Person und deren Charakter bzw Vertrauensverhältnis mir gegenüber.
  • Fritz N 12.03.2019 16:15
    Highlight Highlight Und täglich grüsst die Genderei O_o
    Indem man ständig diese Klischees und die Unterschiede beschwört, etablieren sich diese auch!
    Auf diesem Wege wird man keinen Schritt weiterkommen... Just sayin
  • Luki Bünger 12.03.2019 15:12
    Highlight Highlight Manchmal Studie, manchmal Klischee und immer schön von sich selbst auf andere schliessen - Willkommen zur Gender-Debatte im 2019.

    Hochschild hat vor fast 40 Jahren nicht die Befindlichkeiten irgendwelcher Millennial-BFF-Strukturen untersucht, sondern eines von vielen Symptomen der systemischen Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern.

    Das einzige, was dieser Artikel im Hinblick auf die Genderdiskussion zeigt, ist, dass sich das Klischee der Emo-Frau bzw. des Ratio-Manns bis heute gehalten hat und ihm eben auch selbsternannte Progressive auffällig oft verfallen.
    • Fritz N 12.03.2019 16:05
      Highlight Highlight Das unterschreibe ich Mal so
  • bansaighdear 12.03.2019 14:52
    Highlight Highlight Ich habe aufgehört Männer emotional einzuladen, an denen ich sexuell nicht interessiert bin. Warum? Weil ich zu oft das Gejammer anhören musste, ich würde alle Typen "friendzonen" .... wth??
    • ThomasHiller 12.03.2019 15:37
      Highlight Highlight Du würdest die Typen "was" ????
    • bansaighdear 12.03.2019 16:14
      Highlight Highlight @Thomas: nicht mit ihnen ins Bett gehen - wie Freunde behandeln.
    • 123und456 12.03.2019 20:39
      Highlight Highlight Naja also ich persönliche empfinde es nicht als störend von einer Frau "gefriwndzonet" zu werden...
      Ich schätze es sehr auch enge Freunde des anderen Geschlechts zu haben😊
  • Qahira 12.03.2019 14:28
    Highlight Highlight Ich finde es schade, dass aus einer persönlichen Situation eine Genderdiskussion gemacht wird, bei welcher den Männer ein Vorwurf gemacht wird und eine Mehrbelastung der Frauen angeprangert wird. Ich bin mir zu 100% sicher, dass sich meine männlichen Freunde genauso meiner annehmen würden wie meine weiblichen. Es liegt an mir, auf wen ich zugehen will - das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern mit der Art von Trost oder mit der "fachlichen" Meinung die ich bekommen will. Männer unter sich haben wohl die gleiche emotionale Beastung wie Frauen unter sich - man geht nur anders damit um.
    • Schnog 12.03.2019 15:54
      Highlight Highlight Ja finde ich auch. Das ist doch individuell. Man muss nicht alles auf das Geschlecht reduzieren...
  • Chili5000 12.03.2019 14:04
    Highlight Highlight Ich glaube auch das Frauen einfach mehr interesse an emotianlen Themen haben und sich deshalb mehr Gespräche und Gesprächsstoff entwicklet als bei Männern. Männer haben da mehr Probleme aus der Emotionalität von ihrem Gegenüber die Bedürfnisse abzuleiten.
  • xilef 12.03.2019 14:02
    Highlight Highlight Headline finde ich gut, kann man so stehen lassen!

    Beim Durchlesen fiel mir aber auf, dass vieles offenbar "eben so ist, weil es so ist" und die Reflexion, was denn nun angeboren sei und was antrainiert, untergeht - oder andersrum, die Grösse des Tellerrands eine ebenso antrainierte Sache ist wie das Rollenverständnis. Kann man üben

    Wo nicht biologische, sondern intellektuelle Ursachen eine Position definieren, darf diese doch sehr gerne duch eine gegenteilige Behauptung infrage gestellt werden. Kann man vorleben

    Über Emotionen zu reden ist eine Stärke, keine Schwäche. Kann man ernst nehmen
  • Hasek 12.03.2019 13:53
    Highlight Highlight Also wenn die Autorin lieber auf ihre Freundinnen zugeht bei Problemen als auf ihre Freunde, sehe ich darin keinen Grund, den Freunden einen Vorwurf zu machen. Wenn diese keine Hilfestellung bei emotionalen Fragen bieten (wenn diese angefragt wird), würde ich die Freundschaften hinterfragen. Aber der Umkehrschluss "Ich frage sie nicht - sie sind Schuld" ist nicht fair. Erinnert mich an meine Freundin, wenn ich sie ab und zu wieder daran erinnern muss, dass ich nicht Gedanken lesen kann und auf Kommunikation angewiesen bin. Bei Freundschaften ist es ähnlich.
  • Cédric Wermutstropfen 12.03.2019 13:40
    Highlight Highlight Ich persönlich empfinde es eher als Privileg denn als Zumutung, wenn mir eine Person, die mir nahesteht, mit mir über ihre (inneren) Probleme spricht. Das bedeutet nämlich meist ein hohes Mass an Vertrauen und das ist doch gerade ein Indikator für eine tiefe Freundschaft.
    • ThomasHiller 12.03.2019 15:35
      Highlight Highlight Und ich kenne genug Personen, denen jeder alles erzählt und das in dem Wissen, daß diese Person aber eigentlich alles nur weitertratscht....
      Selbstreflexion ist bei den meisten beim Erzählen von Problemen nicht so ausgeprägt...
  • Flowjob 12.03.2019 12:51
    Highlight Highlight Ich mag meine Freunde und Freundinnen, aber wie Kurt Cobain sagen würde, "If you ever need anything / please don't / hesitate to call someone else first"
  • bansaighdear 12.03.2019 12:24
    Highlight Highlight Ich habe den Satz "Sie beschäftigte sich unter anderem (...) Fahrscheinkontrolleuren aufrechterhalten" drei Mal gelesen. Oder vier Mal. Aber ich verstehe ihn nicht. Reden wir hier von Freundinnen, Partnerinnen, Arbeitskolleginnen?
  • Likos 12.03.2019 12:17
    Highlight Highlight Es ist schwierig emotional frei mit einem sexuell präferenzierten Geschlecht zu kommunizieren. Es ist ja doch irgendwie intim und da melden sich schnell mal die Hormone.
    Frauen scheint dies aber eher leichter zu fallen als Männern.
    • _Jay_ 12.03.2019 22:30
      Highlight Highlight Nur wenn man die Frau attraktiv findet
  • Vergugt 12.03.2019 12:16
    Highlight Highlight Sorry dass ich rummotze, aber ich finde es gerade ziemlich anstrengend, wie viele Leute in den Kommentaren "gesellschaftliche Strukturen" und "persönliche Situation" nicht auseinanderhalten können... *Augenrollsmiley*
  • Nausicaä 12.03.2019 11:50
    Highlight Highlight Und eins muss gesagt sein: Oft sind es Frauen, die von anderen Frauen emotionale Arbeit einfach mal so erwarten und sie fast dazu drängen.

    Ich krieg jeweils die Krise, wenn die Friseuse neben mir im Salon dazu missbraucht wird, dass man sich mal richtig auskotzen kann...
    • Calvin Whatison 12.03.2019 13:27
      Highlight Highlight Danke Nausicaä.👍🏻 Und dann gibts noch Friseusen die schnattern und schnattern...
  • Nausicaä 12.03.2019 11:46
    Highlight Highlight Ich 'leiste' sehr gerne emotionale 'Arbeit' aber nur, wenn ich das Gegenüber gerne mag. Die 'emotionale Arbeit' bringt mich selbst auch weiter und erweitert meinen Horizont. Menschen, die keine 'emotionale Arbeit' leisten, merkt man dies oft an. Es mangelt ihnen an etwas, was genau, ist schwierig festzumachen und tangiert mehrere Bereiche.

    Der Punkt ist: Frauen fühlen sich oft aufgrund ihrer Erziehung dazu gezwungen, Beziehungsarbeit zu leisten. Ich denke da muss man selbstbewusst sein und sich einfach weigern, wenn es einem nicht passt.
  • ThomasHiller 12.03.2019 11:40
    Highlight Highlight Ein Freund von mir hat's mal so ausgedrückt: "Wir sind halt Männer. Wir müssen nicht dauernd miteinander reden. Es reicht, wenn wir uns ein, twei Mal im Jahr zusammen betrinken."

    So ganz unrecht (und auch nicht ganz ernst gemeint) hat er nicht, da ist schon etwas dran.

    • Asha 12.03.2019 11:56
      Highlight Highlight Ja, diese Art von Freundschaft funktioniert so lange, bis einer von beiden an Krebs erkrankt, die Frau stirbt oder den Job verliert und sich völlig wertlos fühlt. Dann reicht das geteilte Schweigen oft nicht mehr aus und die Wortlosigkeit wiegt quälend schwer.
    • Vergugt 12.03.2019 12:12
      Highlight Highlight Was dran ist vielleicht schon, aber auch eine nicht unproblematische Schubladisierung. Manchmal ist nicht drüber reden hilfreich, aber manchmal wäre mehr drüber reden viel hilfreicher. Und genau mit so Sprüchen wie "wir sind halt Männer" wird das unterdrückt, was ich schade finde (Ich bin ein Mann, und würde mir oft eine tiefere emotionale Komponente bei Freundschaften wünschen)
    • Borki 12.03.2019 12:19
      Highlight Highlight @Asha: Kommt dann auch wieder auf dich und deine Bedürfnisse drauf an.

      Wenn ich in einer echten Kriese stecke, mag ich es, wie mich meine Freunde anschweigen, traurig an ihrem Bier nippeln und allerhöchstens ab und zu etwas kommentieren und "gutgemeinte Tipps" nur dann von sich geben, wenn man danach fragt.
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  • Lörrlee 12.03.2019 11:34
    Highlight Highlight Dieser Artikel trieft so vor Klischees. Sorry, sehe mich, meine Freunde und Freundin nicht darin repräsentiert. Wer für mich da ist, für den bin ich genauso da. Ansprüche stelle ich nicht aufgrund von Geschlecht, sondern aufgrund vom persönlichen Draht zueinander. Wer mir gegenüber reserviert ist, tja... der wird auch Reserviertheit von mir erhalten.
  • 45rpm 12.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Meine Mutter pflegte immer zusagen, dass Frauen nicht Freundschaften mit Männern führen können wie mit Frauen selbst. Denn wenn sie es täten, liefe am Schluss immer etwas "schief". Daher haben männliche Bekanntschaften von ihr eine gewisse Distanz.

    Umgekehrt sieht es bei mir auch nicht anders aus, die Freundschaften sind mehrheitlich männlich. Und die zu Frauen sind "anders".

    Es sieht wohl so aus, dass Freundschaften immer noch geschlechtsspezifisch sind.
    • who cares? 12.03.2019 16:43
      Highlight Highlight Bei dir vielleicht. Wahrscheinlich weil dir das deine Mutter so beigebracht hat. Wenn einem von klein auf eingeredet wird, dass Frauen "anders" sind, glaubt man halt irgendwann dran. Ich habe Freundschaften mit Männern und Frauen, bei meiner letzten Trennung habe ich mich sogar zuerst bei einem Mann ausgeheult. Ich fände es echt schade, wenn ich nur mit Frauen befreundet sein könnte, da ich sehr viele tolle Männer kenne, wo ich sehr dankbar um unsere Freundschaft bin.
    • Mirischgliich 13.03.2019 09:18
      Highlight Highlight 🤔 Weiss halt auch nicht, aber möglicherweise, eventuell hatte vielleicht deine Mutter einen Einfluss auf dein Weltbild??? 🤔🤔

      Ist jetzt natürlich nur eine Hypothese sozusagen.
    • 45rpm 13.03.2019 09:57
      Highlight Highlight @Mirischgliich, das ist keine Hypothese, Eltern prägen ihre Kinder immer irgendwie, sei es gross oder klein.
      Ich bin mit meiner Mutter vielfach nicht der gleichen Meinung, ich sage ihr auch, dass man sich die Eltern nicht aussuchen kann, hingegen die Freunde schon.
      Was ich nicht bestreiten kann, ist ihr grosser Erfahrungsschatz: Sie hat den 2. Weltkrieg miterlebt und zwar mittendrin, hatte die Welt von allen möglichen Ecken gesehen und viele Menschen aus vielen Kulturen kennengelernt.
      Sie ist, und das erstaunt mich immer wieder, für ihre Zeit recht liberal und modern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nurmalso 12.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Mit mir bespricht keiner seine Probleme weil er von mir eine klare Antwort mit dem für mich in dieser Situation angebrachte Lösungsweg bekommt und dies in maximal 10 Minuten.
    Ich Lüge nicht und kaum eine/r will die Wahrheit in dem Momment hören.

    Die Leute wollen lieber getröstet werden und jemand der mit Ihnen leidet. Das ist nix für mich.

    • ojama 12.03.2019 12:38
      Highlight Highlight Klingst zwar ein bisschen arrogant, aber ich weiss was du meinst. Geht mir teils ähnlich. Nur denke ich, dass ein richtiger Freund den Leuten trotzdem das gibt was sie wollen, auch wenns logisch keinen Sinn macht. Emotional macht es vielleicht Sinn..
    • Nurmalso 12.03.2019 13:30
      Highlight Highlight Klar wirkt es arrogant, ist ha auch nur ein stumpfer Vorgehensbeschrieb in der individuellen Praxis ist es natürlich der Situation angepasst. Was das Endergebnis nicht jedoch nicht beeinflusst.

  • ThePower 12.03.2019 10:52
    Highlight Highlight Wie es bei mir ist? Ich pflege keine Freundschaften zu Frauen, da ich der klaren Ansicht bin, dass das zwischen Männern und Frauen langfristig nicht funktionieren kann. Selbstverständlich kümmere ich mich um die emotionalen Bedürfnisse einer Frau, allerdings nur, wenn sie meine Partnerin ist. Ich habe keine Lust, wie andere Männer als emotionaler Abfallkübel zu enden. Sorry Ladies😎
    • NotWhatYouExpect 12.03.2019 11:25
      Highlight Highlight @ThePower: Nuja anscheinend wärst du ja eben nicht der Emotionale Abfallkübel, denn die Frauen wenden sich ja anscheinend bei solchen Themen den Frauen zu.
  • Bruno Wüthrich 12.03.2019 10:34
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass dieser Artikel viel an der Sachlage ändern wird. Meistens wählen wir für unsere emotionalen Bedürftnisse die verfügbare Person aus, von der wir uns gerade jetzt am meisten versprechen. Diese Auswahl ist meistens deutlich mehr Gefühlssache, als rationales Abwägen.
    Oft wählen wir immer und immer wieder die gleiche Person aus, die für uns den Mülleimer unserer negativen Gefühle spielen darf. Streng genommen ist dies eine Art von Missbrauch. Vor allem beim nicht ganz so seltenen Fall, dass Gegenrecht nicht in gleichem Mass gewährt wird.
  • Tagedieb 12.03.2019 10:26
    Highlight Highlight Ich wähle sehr geziehlt aus. Manchmal bevorzuge ich Menschen, die einfach da sind & ablenken & das ganze relativieren und nicht bohren und nachfragen mehr, als "zu viel" Anteilnahme - & in manchen Situationen ist es umgekehrt. Der Frauen/Männer-Unterschied stimmt oft aber ich kenne beidseitige Ausnahmen.
    Wenn ich zB in den falschen Zug gestiegen bin & mitten in der Nacht im Kakao strande ruf' ich meist männliche Freunde an die mich retten...
    Anteilebahme& Hilfe zu Wertschätzen find ich äusserst wichtig. Aber darin die "Rentite" zu suchen widert mich als Antikapitalisten ehrlich gesagt an...
    • achsoooooo 12.03.2019 10:42
      Highlight Highlight @Tagedieb ist bei mir genau gleich... Ich kenne und "nutze" die individuellen Eigenschaften meiner Freunde so, wie ich sie gerade brauche.
      Natürlich habe ich alle gerne, und bin auch für sie alle gerne da...
      Das klingt irgendwie berechnender, als es gemeint ist 😅
    • Tagedieb 12.03.2019 12:07
      Highlight Highlight @achsooooo genau :-)
  • Gawayn 12.03.2019 10:20
    Highlight Highlight Es gibt Frauen mit denen ich befreundet bin.
    Wir reden über Gott und die Welt.

    Wenn mir Probleme anvertraut werden, überrascht es mich, das ich automatisch nach einem Lösungsansatz suche.

    Wenn ich über Probleme rede, fragen die Frauen nach dem Wie und dem Grund.

    Das sind wohl verschiedene Sichtweisen.
    Was gut ist.
    So konnte ich schon mal Rat geben und ich habe eine Antwort gefunden, ganz einfach weil man die Sache aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet hat.

    Ich empfehle es.
    Einer Frau bei einem guten Freund
    Ein Mann bei einer guten Feundin sich an zu vertrauen.
  • herrkern (1) 12.03.2019 10:19
    Highlight Highlight Ich war 3x im Spital Aarau, um eine Freundin zu begleiten. Vielleicht gibt es "die Männer" einfach nicht, sondern nur einzelne Menschen, die einen gut gerichteten moralischen Kompass haben?
    • ceciestunepipe 12.03.2019 14:39
      Highlight Highlight Schön!
  • Janis Joplin 12.03.2019 10:15
    Highlight Highlight Ich kenne es genau andersrum - Freundschaften mit Männern halten bis heute besser als diejenigen mit Frauen. Ohne grosses Schnickschnack etc. fühl ich mich eine Million Mal besser verstanden.
    Aber jede/r wie er/sie will.
    • Snowy 12.03.2019 11:27
      Highlight Highlight Glaube ich Dir gerne.

      Ist immer wieder interessant, dass viele Frauen gerne erwähnen, dass sie gute und tiefe Freundschaften mit Männern haben - umgekehrt hört man davon viel seltener.

      Oder anders ausgedrückt: Männer haben höchstens eine nahe Freundin (nicht zu verwechseln mit Kolleginnen und Bekannten), mit der sie nicht (mehr) schlafen. Bei Frauen sind es meist zwei bis drei Männer, die sie als nahe Freunde bezeichnen.
  • moep 12.03.2019 10:09
    Highlight Highlight Interessanterweise war ich als Mann häufig der, der anderen zugehört hat, darunter auch Frauen. Umgekehrt habe ich die Erfahrung gemacht, dass Frauen einem (m) eher erzählen lassen, ohne richtig zuzuhören und Männer zu Statuen werden oder versuchen, Thema zu wechseln (meistens sehr unbeholfen). Natürlich gab es einige Aussnahmen und auch ich hatte Gelegenheit, meine Seele auskotzen :)
  • Im Diskurs Versunken 12.03.2019 10:07
    Highlight Highlight Nur für die Statistik: Ich (m, 37) leiste in meiner Ehe 95% der Emotinalen Arbeit - bin mit meinem ADS auch super dafür geeignet; fair finde ich das nicht zwingend. In meinen "Männerkreisen" haben wir auch einen sehr offenen Zugang zu emotionaler "Unerstützung" - ebenfalls über Gendergrenzen hinweg. Im Beruf ist die ASD / hohe emotionale Intelligenz und patologisches Harmoniebedürfnis viel fordernder. Ich verstehe den Ursprung im Genderdiskurs, fühle mich allerdings durch die Argumentation direkt schubladisiert und Diskriminiert. Emotionale Veranlagungen sind nicht gegendert?
    • achsoooooo 12.03.2019 10:47
      Highlight Highlight @Im Diskurs Versunken Nein, sollten sie eben nicht sein.
      Was meiner Meinung nach ausschlaggebend ist, ist die Erziehung - Ich kann noch lang kreischend und keifend verlangen, dass mir mein Gegenüber seine wahren Gefühle offenbart, Druck aufsetzen, schmeicheln... Wenn der- oder diejenige nie gelernt hat seine Gefühle in Worte zu formen, wird es nicht geschehen. Es ist kein Nicht-Wollen, sondern ein Nicht-Wissen-Wie, das viele Leute blockiert.
      Und hierbei ist es, denke ich, schon so, dass diese Fähigkeit bei Mädchen eher trainiert wird/wurde. Bei Jungs hiess es doch oft 1/2
    • achsoooooo 12.03.2019 10:52
      Highlight Highlight @Im Diskurs Versunken (2/2) "Indianer kennen keinen Schmerz", "Männer weinen nicht" und ähnl. Pipifax.
      Das find ich nicht gut! Man kann sich zwar später noch in dieser Hinsicht entwickeln und lernen, über Gefühle zu reden... Einfacher ists aber (wie bei so vielem), wenn man es von klein auf beigebracht kriegt.
      Da dies aber v.a. eine Sache der Erziehung ist, werden sich die richtig grossen Änderungen erst langsam einstellen.
      Was bleibt, ist dann die Frage, ob es nicht trotz allem eine geschlechtsspezifische Komponente gibt...Genauso wie individuelle Unterschiede 😊
    • NotWhatYouExpect 12.03.2019 11:30
      Highlight Highlight @achsoooooo: Kann dir da Absolut zustimmen. Mir z.B. wurde nie Vorgelebt wie man über Gefühle spricht oder diese Zeigt.

      Ich ertappe mich immer wieder wie ich über diese dinge im Alltag stolpere... aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

      @Freundinnnen: Ihr dürft mich auch bei anderen Themen als IT um Rat bitten ;)
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  • Turi 12.03.2019 10:05
    Highlight Highlight Wo hier eine eine einseitige Frauenperspektive geschildert wird, könnte man ebenso die Männerperspektive schildern. Geringverdiener, die ihr Leben riskieren, sei es in gefährlichen Jobs (90% der Arbeitstodesfälle treffen Männer), sei es der Dienstzwang (99% männliche Todesfälle). Männer werden von Gesetzgeber als entbehrlich für Familie gesehen (kein Wechselmodell in Deutschland, bspw), aber müssen vor allem zahlen. Weshalb eigentlich? Weil es so bequem für die Gesellschaft ist und Männer so gut und widerspruchslos funktionieren.
  • just sayin' 12.03.2019 10:01
    Highlight Highlight hmmm... in meinem umfeld ist es genau umgekehrt.
    so dass es meist die männer sind, welche immer erreichbar und mit rat und tat zur seite stehen.

    aus diesem grund mache ich auch kein gender-thema daraus.

    es gibt einfach menschen, welche dies besser/lieber machen - und solche, welche dies nicht können/wollen.

    egal ob sie brüste, oder einen penis haben.
    • milkdefeater 12.03.2019 14:58
      Highlight Highlight Just sayin, oder wie ich, beides😂

      #fatties4thewin
  • H. L. 12.03.2019 09:55
    Highlight Highlight «Wen würdest du anrufen, um Dampf abzulassen? Wem würdest du auf WhatsApp als Erstes schreiben?

    Vermutlich einer Person, die dir nahe steht [...]»

    Nein, niemandem. Ich will einfach meine Ruhe haben.
  • Madison Pierce 12.03.2019 09:54
    Highlight Highlight Vielleicht liegt es auch daran, dass Männer nicht gerne emotionale Themen besprechen.

    Als mein Grossvater gestorben ist, war die Reaktion meines bestens Freundes "Das tut mir leid für Dich. Gehen wir heute in die Beiz?". Das war dann genau richtig, er hat sich Zeit genommen, aber wir haben keine fünf Sätze mehr über den Grossvater gesprochen.

    Als eine Kollegin mich über den frühen Tod ihrer Mutter informiert hat, war ich total überfordert. Ich wusste, dass Frauen solche Sachen gerne besprechen, aber es fiel mir schwer, die richtigen Worte zu finden.
    • sealeane 12.03.2019 10:36
      Highlight Highlight Alles eine sache der übung und prägung nicht eine des biologischen geschlechts.
    • Superbebbi 12.03.2019 11:10
      Highlight Highlight Das ist es ja gerade was die Autorin glaube ich sagen möchte. Viele Männer gehen den Emotionalen Themen in zwischenmenschlichen Beziehungen lieber aus dem Weg und überlassen sie den Frauen. Weil sie nie gelernt haben damit umzugehen und weil sie auch angst davor haben.
  • Chey123 12.03.2019 09:54
    Highlight Highlight Ich habe mehr männliche Freunde als weibliche, es gibt ganz klar Unterschiede aber auch von Mann zu Mann; wenn ich ihnen sage das es mir nicht gut geht, melden sich die meisten Männer eine zeitlang nicht mehr, sie lassen mich in Ruhe! Wenn ich unterstützung von ihnen will, muss ich das klar kommunizieren! Aber ganz ehrlich, das ist bei meiner besten Freundin auch manchmal so ;) 🤷🏼‍♀️
    Grundsätzlich würde ich aber schon sagen, das sich Männer bei Problemen gerne raushalten aber wenn es darauf ankommt, kann man auf sie zählen, da habe ich bei Frauen eher gegenteilige Erfahrung gemacht...
    • NotWhatYouExpect 12.03.2019 11:33
      Highlight Highlight @Chey123: Wenn du von Männern was willst, dann sag was du willst. Das wird dir viel Kummer und Sorgen ersparen ;)
    • Chey123 12.03.2019 14:00
      Highlight Highlight @NotWhatYouExpect: das habe ich jetzt nicht erwartet, da ich genau das geschrieben habe; „Wenn ich unterstützung von ihnen will, muss ich das klar kommunizieren!“ ;)
      Aber danke für den Tipp ;)
  • Dominic Marc Morgenthaler 12.03.2019 09:52
    Highlight Highlight Das bringt mich (M) jetzt schon starch ins Grübeln über meine Rolle und ob ich das nicht wirklich grundlegend falsch mache! 🤔
  • Zwei Fallende Stimmen 12.03.2019 09:38
    Highlight Highlight Wie Elsa sagen würde: Let it gooooo.
    Ist doch ganz einfach: machts nicht mehr, gebt Verantwortung ab. Es muss ja nicht alles so laufen, wie frau wünscht - es geht auch mit weniger striktem Organisieren (geht halt mal ein Geburtstag einer Tante vergessen, so what?). Ausserdem ist das ein unerträgliches Infantilisieren der Männer - vielleicht sind manchen Menschen Geburstage nicht so wichtig oder dass die Wattestäbchen schnieke aufgeräumt sind.
  • Daenerys Targaryen 12.03.2019 09:33
    Highlight Highlight So habe ich es noch nie angeschaut... Muss aber ehrlich zugeben, dass ich mit Männern tiefergehende Gespräche führen kann, aber bei emotionaleren Themen eher auf meine Freundinnen zugehe, da ich denke, dass die mich besser verstehen. Allerdings werden Probleme mehr aufgehypt bei Frauen als bei Männern. Meine Kollegen sagen mehr: "Wo ist das Problem?" wenn etwas unnötig dramatisiert wird. Eine gesunde Mitte ist wichtig.
    • Nausicaä 12.03.2019 11:26
      Highlight Highlight Interessant, dass du sagt, du könntest mit Männern tiefergehende Gespräche führen. Wie meinst du das genau. Meine Erfahrung ist, dass die Möglichkeit, tiefergehende Gespräche zu führen, überhaupt nicht Geschlechter, sondern Personenabhängig ist...
    • Daenerys Targaryen 12.03.2019 12:14
      Highlight Highlight Ich hab mir auf deine Frage hin Gedanken gemacht. So aus dem Eff-eff heraus kann ich sie nicht vollständig beantworten. Dafür hat es keinen Platz mit knapp 500 Zeichen in der Kommentarspalte. Dafür eine andere Frage: Ist es vielleicht ein Geschlechterklischee, dass Männer besser ihre Meinung oder andere Ansichten vertreten können?
      Dein Punkt mit personenabhängig kann ich dir grösstenteils zustimmen, aus Erfahrung waren es für mich die Mehrheit der Gespräche konstruktiver mit Männer.
      Hm, am liebsten würde ich ein Essay dazu schreiben und irgendwo aufschalten... :-)
    • vadrome 12.03.2019 12:59
      Highlight Highlight Disclaimer: folgende Ansichten sind subjektiv und beruhen einzig auf meiner Erfahrung.

      Männer neigen dazu ein problem in erster Linie sachlich anzugehen. Es hilf also enorm vor dem Gespräch klarzustellen ob eine Lösung gefunden werden soll oder es um emotionalen Beistand geht.
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