Schweiz
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«Du hast die Wahl: Sex oder Kündigung»: Chef einer Serviceangestellten verurteilt

«Ich will Sex mit dir, sonst kündige ich dir»: Weil er dies zu einer Serviceangestellten sagte, wurde ihr Vorgesetzter im Restaurant verurteilt. Es half ihm nichts, dass er behauptete, die Bemerkung sei nicht ernst gemeint gewesen und nur im Spass gefallen.

Fabian Hägler / Schweiz am Wochenende



Karola (alle Namen geändert) braucht Geld, um ihr Studium zu finanzieren. Im November 2014 nahm die Frau deshalb eine Stelle als Serviceangestellte in einer Pizzeria in der Region Aarau an. «Ich habe rasch gemerkt, dass dort etwas nicht in Ordnung war», sagte ihr Freund, der 33-jährige Pavel, diese Woche vor dem Bezirksgericht Aarau.

Karola habe ihm nach kurzer Zeit von anzüglichen Sprüchen und sexuellen Übergriffen ihres Chefs im Restaurant erzählt. So ist es auch im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft nachzulesen, diese hatte den 43-jährigen Mehmet, ihren Vorgesetzten in der Pizzeria, wegen sexueller Belästigung verurteilt.

Die Vorwürfe sind massiv: Sie habe die Wahl, entweder sie würden ficken oder er werde ihr kündigen, soll Mehmet zu Karola gesagt haben. Zudem habe er die Serviceangestellte aufgefordert, im kurzen Rock und mit Strapsen zur Arbeit zu kommen.

ZUM WACHSTUM DER SCHWEIZER WIRTSCHAFT IM ZWEITEN QUARTAL 2016 UM 0,6 PROZENT STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 6. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERGUEGUNG - Waiter in a restaurant in Zurich, pictured on April 7, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Serviceangestellte sind exponiert, sexuelle Belästigungen müssen sie sich weder von Gästen noch vom Vorgesetzten gefallen lassen. Bild: KEYSTONE

Laut der Staatsanwaltschaft blieb es nicht bei verbalen Übergriffen: Mehmet soll Karola ans Gesäss und an die Brüste gegriffen haben, ihr den Rock hochgeschoben und zwischen die Beine gefasst oder ihr seinen Penis präsentiert haben. «Die Vorfälle fanden statt, wenn sonst niemand anwesend war», heisst es in der Anklageschrift. Und: «Aufgrund ihrer Abhängigkeit vom Beschuldigten getraute sie sich nicht, sich stark gegen diesen zu wehren.»

Erpressung mit Tonaufnahmen

Karola selber erschien nicht zur Gerichtsverhandlung. Pavel, ihr Freund, sagte bei der Befragung, er habe einen Rechtsanwalt um Rat gebeten. Dieser habe ihm gesagt, dass es sehr schwierig sei, sexuelle Belästigung zu beweisen. «Er sagte, eine Möglichkeit seien Tonaufnahmen, wies mich aber auch darauf hin, dass dies illegal ist.» Dennoch entschlossen sich die beiden dazu.

Pavel ging noch weiter: Er kreuzte eines Tages bei Mehmet auf und verlangte von diesem 25'000 Franken – sonst würde er mit den Aufnahmen zur Polizei gehen. Als sich Mehmet weigerte, auf die Erpressung einzugehen, zeigte ihn Pavel an, was das Verfahren erst auslöste.

Mehmet räumte zwar ein, dass im Restaurant anzügliche Bemerkungen gefallen seien. «Das war aber alles nicht ernst gemeint und nur Spass», verteidigte sich der 43-Jährige, dessen Frau die Pizzeria führt. Er gab sich überzeugt, dass Karola dies begriffen habe. «Sie lachte bei den Sprüchen, auch als ich scherzhaft sagte, ich wolle Sex mit ihr oder würde sie entlassen», sagte Mehmet.

Dennoch sprach das Gericht ihn der sexuellen Belästigung schuldig und verurteilte ihn zu einer Busse von 500 Franken. Er habe die anzüglichen Bemerkungen zugegeben, sagte die Gerichtspräsidentin. Sie ergänzte, Mehmet habe in seiner Funktion als Vorgesetzter eine erhöhte Verantwortung gegenüber der Serviceangestellten – gerade, wenn es darum gehe, was man einer Mitarbeiterin in dieser Position sagen dürfe und was nicht.

Körperliche Übergriffe nicht bewiesen

Von den Vorwürfen, er habe Karola unsittlich angefasst, wie sie die Staatsanwaltschaft erhob, wurde der Angeklagte hingegen freigesprochen. Diese hatte Mehmet auch vehement bestritten: Er habe Karola nie berührt, schon gar nicht am Po oder an den Brüsten. Das Gericht befand, die Vorwürfe liessen sich nicht beweisen, Karolas Aussagen seien bei diesen Punkten nicht glaubwürdig.

Die heimlichen Tonaufnahmen erwiesen sich für Pavel und Karola letztlich als zweischneidig. Einerseits bildeten sie die Basis für den Schuldspruch wegen sexueller Belästigung gegen Mehmet. Andererseits wurde das Paar deswegen auch schuldig gesprochen: Karola schon früher per Strafbefehl, den sie akzeptiert hatte, Pavel bei der Verhandlung.

Das Gericht verurteilt den polnischen Bodenleger zu einer bedingten Geldstrafe von 6300 Franken und einer Verbindungsbusse von 1600 Franken. (aargauerzeitung.ch)

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • URSS 19.03.2017 07:42
    Highlight Highlight Mehmet hatte nur Spass gemacht.
    Mehmet meinte es nicht so.
    Mehmet's Pfiffeli hatte er ihr auch nicht gezeigt.
    War alles nur ein grosser Spass..
  • zialo 18.03.2017 23:07
    Highlight Highlight Wieder so ein Entscheid aus dem Aargau bei dem das weibliche Opfer als unglaubwürdig angesehen und härter bestraft wird als der männliche Täter.
  • Fischra 18.03.2017 13:32
    Highlight Highlight Was nicht beweisbar ist wird auch nicht bestraft. Aber dumm nur dass der Kläger selbst so dumm ist die Erpressung zu gestehen. So wie der andere nie die Dame betatscht hat, hättel Pavel auch nie eine Geldforderung ausgesprochen. Hier war vermutlich wirklich die top Elite vor Gericht. Zum Glück ist die Verhandlu g vorbei sonst wär noch viel zu Tage gekommen.
  • Judge Dredd 18.03.2017 12:43
    Highlight Highlight In der Verhandlung ging es um folgende Tatbestände:
    Ausnützung der Notlage, mehrfache sexuelle Belästigung, versuchte Erpressung, unbefugtes Aufnehmen von Gesprächen, Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung

    Das die sexuelle Belästigung lediglich mit einer Busse von 500.- geahndet wird, ist wie sämtliche Vorredner schon beschrieben haben, in diesem Fall unverständlich.
    Was es jetzt allerdings zu beachten gilt ist, dass die Strafe gegen Pavel zu einem grossen Teil die versuchte Erpressung (gib mir 25'000.-, sonst...) ausmachen dürfte und nicht etwa das unbefugte Aufnehmen von Gesprächen.
    • John Smith (2) 18.03.2017 13:59
      Highlight Highlight 500.– für ein paar unpassende Sprüche sind absolut angemessen. Sämtliche "Anfassvorwürfe" sah das Gericht als unglaubhaft an. (Was vor dem Hintergrund der versuchten Erpressung nebenbei bemerkt durchaus Raum für weitere Spekulationen offen lässt, aber das ist ein anderes Kapitel und wie gesagt reine Spekulation.) Aber das geht in der Eigendynamik des allgemeinen Shitstorms natürlich wieder mal unter (oder anders gesagt: "etwas bleibt immer hängen").
    • Judge Dredd 18.03.2017 15:40
      Highlight Highlight 1/2@John Smith, ich zweifle nicht an unsere Strafuntersuchungsbehörde. Ich glaube nicht, dass sie ein schlechtes Urteil gefällt hat. Wir alle, die wir hier Kommentieren, haben nicht die Faktenlage, wie sie die Richter hatten. Ich sage lediglich, dass das Urteil (CHF 500.-) unverständlich wirkt (eben genau weil wir nicht alle Infos haben).
      Ich könnte mir vorstellen, dass sich Mehmed wohl geschickter verhalten hat (nur das zugeben, was sowieso schon Bewiesen ist).
    • Judge Dredd 18.03.2017 15:46
      Highlight Highlight 2/2 Was ich mich noch frage ist, wenn Pavel wegen versuchter Nötigung verurteilt wurde, hatte Mehmed eventuell Glück (oder sich eben einfach geschickter verhalten resp. kleverere Aussagen gemacht) denn die Erpressung: "schlaf mit mir sonst kündige ich dir" erfüllt meiner Meinung nach auch den Tatbestand der versuchten Nötigung... aber wie gesagt, wir kennen nur einen kleinen Teil der Fakten, nicht genug um zu Urteilen.
  • John Smith (2) 18.03.2017 12:14
    Highlight Highlight Was offenbar die meisten hier nicht begriffen haben: Bei den Belästigungen sah das Gericht nur die blöden Anmachsprüche als erwiesen an, und nur dafür wurde der "Mehmed" bestraft. Umgekehrt kam "Pavel" für die Erpressung an die Kasse, für Tonaufnahme selbst wäre er vermutlich gar nicht bestraft worden, weil er damit ja nichts zu tun hatte. Also: blöde (saublöde) Sprüche auf der einen Seite gegen eine handfeste Erpressung auf der anderen Seite. Aber Hauptsache, wieder mal gegen die Justitz wäffeln.
  • Kordalius 18.03.2017 12:04
    Highlight Highlight Kann es sein, dass dieser Artikel richtig schlecht geschrieben wurde? Ist es nicht etwa so, dass die Kläger so eine hohe Busse erhalten haben, weil sie "mehmet" erpressen wollten mit den aufnahmen und erst als er nicht darauf einsteigen wollte, sie vor Gericht zogen? Warum wird im Bericht darauf nicht eingegangen, sondern der Eindruck geweckt, die strafe für die Kläger ist so hoch, weil sie heimlich Aufnahmen gemacht haben?!
  • Dewar 18.03.2017 10:37
    Highlight Highlight Das ist einfach ein Hohn. 500 Fr. Busse und das war's. Will ja nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer bei sowas ist. Wie absurd ist es denn, dass man, um das Delikt zu beweisen, selbst straffällig werden muss und dann die höhere Strafe kassiert als der Peiniger?! Das ist eine Frechheit und nichts anderes als ein Freipass für sexuelle Belästigung. Das Schlimmste was passieren kann, sind ein paar hundert Fränkli weniger im Portokässeli. Mit etwas Glück kriegt man sogar noch eine Genugtuung wegen Verleumdung, wenn es nicht nachgewiesen werden kann, und die Frau wird so noch ins Abseits gestellt.
    • ChiliForever 18.03.2017 12:27
      Highlight Highlight Vielleicht kam aber die Buße für Pavel+Karola auch aus der versuchten Erpressung zusammen? Das steht da ja nicht in Detail.

      Sonst aber volle Zustimmung.
    • Dewar 18.03.2017 13:54
      Highlight Highlight Ja, kann gut sein. Wobei nicht im Detail steht, wie Karolas Strafmass ausfiel, und wir wissen nicht, inwiefern sie selbst an der Erpressung beteiligt war.
  • Moelal 18.03.2017 10:26
    Highlight Highlight Das wahrlich eine kranke Welt. Der, welcher das Schwein anzeigt, wird 10x härter bestraft als der Täter
  • Addidi 18.03.2017 10:10
    Highlight Highlight Wie unnütz ist denn das Urteil? Der wirkliche Staftäter zahlt nur 500 Stutz und das paar fast 8000.-??
    • DinoW 18.03.2017 13:08
      Highlight Highlight Die 500 sind zu tief, aber die Strafe für die Beiden ist schon irgendwie gerechtfertigt, oder? Ich meine, Erpressung ist nun mal genau so strafbar wie sexuelle Belästigung, insofern sind das beide "wirkliche Straftäter"...
  • AskLee 18.03.2017 10:00
    Highlight Highlight Hatte mal eine Freundin und passierte mir ähnliches. Als Sie zum Vorstellungsgespräch ging, machte er kommische Sprüche und fasste Sie an. Nur habe ich die Vorteile, dass ich kräftig und gross bin mit einem gesunden Ego.

    Nun gut; bin am gleichen Tag noch in dieses Lokal und habe den Kerl vor versammelter Mannschaft und Gästen darauf angesprochen (natürlich Laut und herablassend, war wütend). Ihr glaubt nicht was passiert ist... Hat sich klein gemacht und ist in die Küche sich verstecken :D
    kleiner Sche.....
    • tipsi 19.03.2017 10:02
      Highlight Highlight Da hatte deine Freundin ja wohl noch mal Glück. Es kann doch aber nicht sein, dass es einen Mann braucht, um sich gegen sexuelle Belästigung zu wehren. Es müsste doch einen rechtlichen Weg geben um dagegen vorzugehen ohne dass frau wegen mangelnder Beweise (Aussage gegen Aussage) zur Schuldigen gemacht wird.
  • l'aglia 18.03.2017 09:54
    Highlight Highlight Oh, wie ich unser Rechtsystem liebe: Bodenleger bekommt höhere Geldstrafe aufgebrummt als der Chef seiner Freundin - der seine Angestellte sexuell belästigt hat - weil der Bodenleger und besagte Freundin die sexuelle Belästigung beweisen wollten/mussten. Herrlich.
    • SemperFi 18.03.2017 16:29
      Highlight Highlight Sie erachten also Erpressung als Bagetelldelikt? Herrlich.
  • flimmergruen 18.03.2017 09:52
    Highlight Highlight Darum merke: für das Gericht sind die Tonaufnahmen von der Belästigung gravierender als die Belästigung selbst. Schutz der Privatsphäre vor Schutz der sexuellen Integrität. Oder hat Pavel die Busse und Strafe für die Erpressung kassiert? (Geht leider aus dem Text nicht klar hervor).
    • Charlie7 18.03.2017 11:00
      Highlight Highlight Denke schon, dass die Erpressung auch noch miteingeflossen ist (hoffentlich). Sonst wärs ja noch abstruser
  • Gigle 18.03.2017 09:18
    Highlight Highlight Mehr Strafgeld für Tonaufnahmen als für sexuelle Belästigung. Das ist pervers.
  • suchwow 18.03.2017 09:12
    Highlight Highlight Dass Pavel bei Mehmet einen Erpressungsversuch gestartet hat, ist unnötig (gerade deshalb, weil Pavel die Kohle in guten fünf Monaten zusammen hätte, eigentlich ein Furzbetrag (ultra überspitzt formuliert).

    Aber ich kann den guten Mann verstehen, dass er handeln wollte, man hätte es villeicht (Betonung auf "vielleicht")besser machen können.

    Dennoch... Hat dieser Mehmet seine Erziehung im Stall genossen?
  • Jazzdaughter 18.03.2017 09:02
    Highlight Highlight Wie bitte? Wo ist hier die Gerechtigkeit? Da werden sexuelle Belästiger, Betrüger und Mörder zu nur 44 Monaten verurteilt,* sexuelle Belästiger zu 500 Franken, und ein ehrlicher Mensch der helfen will zu fast 8000!!! Franken (1600 unbedingt) wegen einer Beweisaufnahme? What the fuck, also das Opfer zahlt mehr als der Täter weil es sich wehrte. Moll. Applaus an die Schweizer Justiz die streng ist zu den Gerechten aber übermild zu den wirklichen Straftätern.

    *der Prostituiertenfall von dem kürzlich berichtet wurde
    • satyros 18.03.2017 20:00
      Highlight Highlight Der "ehrliche Mensch, der helfen will" hat versucht 25'000.- zu erpressen. Das ist nicht mal mehr Selbstjustiz, das ist schlicht kriminell. Und dann damit zur Polizei gehen, ist ziemlich dumm.
  • Bruno S.1988 18.03.2017 09:02
    Highlight Highlight Wow...Verstoss gegen den Datenschutz (Tonaufnahme) wird ernster behandelt als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz?!
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 18.03.2017 14:29
      Highlight Highlight Lag wohl eher an der Erpressung ;-)
  • Grecko 18.03.2017 08:33
    Highlight Highlight Puh der Restaurantchef kommt ja mit seinen 500 Chf noch gut davon wenn man bedenkt dass ihr Freund für die Tonbandaufnahme 6000 zahlt. Also da wär es besser gewesen sie hätte fristlos gekündigt und hätte auf eine Anzeige verzichtet.
    • Dewar 18.03.2017 14:05
      Highlight Highlight Das ist ja genau ds Stossende an dem Fall. Den Opfern wird so beigebracht, dass man sich gegen sexuelle Belästigung am besten gar nicht wehrt, da es sich entweder nicht lohnt oder man im schlimmsten Fall selbst noch dafür büssen muss. Den Tätern wird das Signal gegeben, dass ihnen bei Belästigung so gut wie nichts anzuhaben ist, was gleichbedeutend mit "ist ja nicht so schlimm" ist. Besonders bei Abhängigkeitsverhältnissen wie in diesem Fall ist das ist ein gravierendes Problem in unserer Rechtssprechung, aber auch in der Gesellschaft.
    • Grecko 18.03.2017 19:25
      Highlight Highlight Gut aber da bleibt natürlich noch die grosse Frage wo man die Grenze zieht. Und ausserdem ist sexuelle Belästigung sehr schwierig zu beweisen wie aus diesem Fall hervorgeht. In diesem Fall wäre eine sofortige Kündigung vonseiten der Arbeitnehmerin die deutlich bessere Lösung gewesen. Für sie selbst ist es ja auch nicht toll wenn sie dort weiterarbeitet.
  • sven_meye 18.03.2017 08:10
    Highlight Highlight Ernsthaft? 500.-? Bitte ... Hallo ...
  • Datsyuk * 18.03.2017 07:34
    Highlight Highlight Also zahlt jetzt Pavel mehr als Mehmet? Irgendwie komisch! 💁
    • Jol Bear 18.03.2017 08:00
      Highlight Highlight Der Belästiger Mehmet bezahlt 500.- Strafe, Pavel über 8000.-? Ja wenn das wirklich so ist, dann sind die Vorwürfe "Täterschutz", "Kuscheljustiz" an unsere Gerichte doch nicht abwegig.
    • Walter F. Sobchak 18.03.2017 09:10
      Highlight Highlight In unserer Justiz werden halt die Täter geschützt.. Schande!
    • blueberry muffin 18.03.2017 09:30
      Highlight Highlight Er hat Mehmet ja auch versucht zu erpressen, mit dem zahl 25'000 oder ich geh zur Polizei.
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