Schweiz
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Bei diesen 19 Jobs gilt bald der «Inländervorrang light»



radar-reuters  Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt in Deutschland und für den Wiederaufbau ihrer Heimat qualifizieren. Das ist das Ziel eines Projektes der Bundeswehr. Zwölf Wochen lang lernen die Flüchtlinge Grundfähigkeiten im Holz- und Betonbau, Trennschweißen und Technik. Diese Kenntnisse sollen den Weg in eine reguläre Ausbildung erleichtern. Am Donnerstag besuchte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den ersten Lehrgang in Ingolstadt.O-TON BUNDESVERTEIDIGUNGSMINISTERIN URSULA VON DER LEYEN:

Schlechte Aussichten für die Betonbauer. Bild: 

Am 1. Juli 2018 kommt die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit zum Tragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Liste bestätigt: Betroffen sind derzeit 19 Berufsarten.

Die Liste ist auf der Internetseite arbeit.swiss einsehbar. Darauf finden sich unter anderem die Berufe Betonbauer, Schauspieler, PR-Fachpersonen oder Kuriere. Die aufgelisteten Berufe haben zwischen dem 1. April 2017 und dem 30. März 2018 alle die Arbeitslosenquote von 8 Prozent erreicht oder überschritten.

Auch das Servicepersonal und Hilfskräfte in der Landwirtschaft sind erfasst. In diesen Berufsarten ist die Konkurrenz aus dem Ausland besonders gross.

Die Liste war bereits im April provisorisch aufgeschaltet worden. Der Bundesrat hat die Erstellung und Publikation der Liste an das Wirtschaftsdepartement (WBF) delegiert, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Das WBF veröffentlicht die Liste jeweils in einer Verordnung. Sie gilt für die Dauer vom 1. Januar bis 31. Dezember des aktuellen Jahres. Im vierten Quartal wird sie jeweils aktualisiert.

Einziges Kriterium für die Aufnahme einer Berufsart auf die Liste ist die Arbeitslosenquote. Die Quoten werden gesamtschweizerisch und anhand des Durchschnitts über zwölf Monate berechnet, unter Verwendung der Schweizerischen Berufsnomenklatur.

Inländervorrang light

Bei der Stellenmeldepflicht handelt es sich um den so genannten «Inländervorrang light», den das Parlament Ende 2016 zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossen hat: Arbeitgeber in Berufsarten mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit müssen offene Stellen den Arbeitsämtern melden.

Dort stehen die Informationen während fünf Arbeitstagen ausschliesslich den gemeldeten Stellensuchenden zur Verfügung. Diese erhalten dadurch einen zeitlichen Vorsprung bei der Bewerbung.

Zusätzlich übermittelt die Arbeitsvermittlung innerhalb von drei Tagen passende Dossiers an Arbeitgeber, die Stellen ausgeschrieben haben. Diese laden geeignete Stellensuchende zu einem Bewerbungsgespräch oder zu einer Eignungsabklärung ein. Wer als geeignet gilt, entscheiden die Arbeitgeber nach Gutdünken.

Diese Regeln gelten ab 1. Juli 2018 in Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote über 8 Prozent. Anfang 2020 sinkt der Schwellenwert auf die vom Bundesrat ursprünglich geplanten 5 Prozent. Mit der gestaffelten Einführung will der Bundesrat den Kantonen genügend Zeit lassen, um sich auf die neue Situation einzustellen.

Sinkende Arbeitslosigkeit

Ende 2017 war die Bundesverwaltung noch von einer höheren Anzahl Berufsarten mit einer Arbeitslosigkeit von 8 Prozent oder mehr ausgegangen. Laut Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration, wären im Dezember noch 27 Berufsarten von einer Stellenmeldepflicht betroffen gewesen.

Inzwischen hat sich die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt aber verbessert: Die Arbeitslosenquote sank im April auf 2,7 Prozent. Diese Quote wurde zuletzt im Juli 2012 erreicht.

Mehr Infos: https://www.arbeit.swiss

(sda)

Bewerben mit Snapchat: McDonald's macht's möglich.

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Video: watson

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dienstag 23.05.2018 18:33
    Highlight Highlight Im Titel heisst es "Bei diesen 19 Jobs gilt bald der «Inländervorrang light» ". Im Artikel werden jedoch nur sechs erwähnt. Muss ich jetzt die versprochene Info selbst auf der verlinkten Page suchen?Wäre noch noch nett, wenn Watson das nächste Mal eine Tabelle in den Artikel einfügen würde - so als Service an den interessierten Leser.
  • andrew1 23.05.2018 16:08
    Highlight Highlight Guter ansatz nur hu wenig effektiv. Denn es kann ja nicht sein das in gewissen branchen schweizer arbeitslos zuhause sitzen während die firmen ausländische arbeiter einstellen. Klar der arbeitgeber spart vielleicht 1000 fr aber der staat verliert vielleicht 4000 fr wegen der sozialhilfe usw.
  • sgrandis 23.05.2018 15:55
    Highlight Highlight Ironisches Beispiel für die Inkohärenz der rechtspopulistischen Politik: Man redet einem Unternehmen mit Bürokratie rein, welchen Pass der Einzustellende haben soll. Aber wenn man versucht die Unternehmen dazu zu bewegen mehr Frauen einzustellen... hujujui... Das ist Sozialismus! Die "elenden Linken"!
  • TodosSomosSecondos 23.05.2018 14:09
    Highlight Highlight Von der Idee, Unternehmen dazu zwingen zu wollen, Schweizer statt Ausländer einzustellen, soll jeder halten, was er will.. aber dieser Inländervorrang light ist einfach nur ein Witz!
  • Baba 23.05.2018 12:57
    Highlight Highlight Der Inländervorrang beim Schauspieler finde ich sehr seltsam. Da wird doch engagiert, wer nach dem Dafürhalten des/der Regieführenden zur Rolle passt.

    Geht das jetzt künftig dann so: die Julia wird mit einer 60 jährigen, arbeitslosen Schauspielerin mit Schweizer Pass besetzt, da die passende Wunschkandidatin leider Französin ist?
    • Yakari9 23.05.2018 13:29
      Highlight Highlight Eingestellt wird sowieso wer am besten zur Rolle/Job passt.
    • tooempty7 23.05.2018 13:29
      Highlight Highlight "Dort stehen die Informationen während fünf Arbeitstagen ausschliesslich den gemeldeten Stellensuchenden zur Verfügung. Diese erhalten dadurch einen zeitlichen Vorsprung bei der Bewerbung. (..) Wer als geeignet gilt, entscheiden die Arbeitgeber nach Gutdünken."
      Ist schlussendlich mehr Bürokratie für die Arbeitgeber. Falls in diesem Fall die Schweizer Schauspieler den Anforderungen nicht genügen, wird weiterhin ein qualifizierter Ausländer angestellt.
    • Lezzelentius 23.05.2018 13:34
      Highlight Highlight Irgendwie ist das doch völlig egal, nicht? Da ist wieder Bürokratie und Administration bemüht für ungefähr nichts.
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