Schweiz
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«Schwächung der Schweiz» – Armeefreunde wollen Abbau auf 100'000 Mann verhindern



--- DIE SCHWEIZER ARMEE IST IMMER WIEDER EIN THEMA IN DER OEFFENTLICHKEIT. KEYSTONE HAT AUS DIESEM GRUND DAS BILDMATERIAL ZUR SCHWEIZER ARMEE AKTUALISIERT UND STELLT IHNEN IN LOSER REIHENFOLGE NEUE THEMENBILDER VERSCHIEDENER ABTEILUNGEN ZUR VERFUEGUNG -- Morgens beim Antrittsverlesen wird die Schweizer Flagge gehisst, in Achtungstellug gestanden und die Fahne gegruesst,  waehrend der Ausbildung zu Swisscoy Soldaten, in der Naehe der Kaserne in Stans, aufgenommen am 5. Maerz 2014. Die SWISSCOY ist der Verband der Schweizer Armee im Kosovo. Er wird im Rahmen der friedensfoerdernden Militaermission KFOR der NATO im Kosovo mit einem Kontingent von maximal 220 Personen von der Schweiz zur Verfuegung gestellt und finanziert. Die Ausbildung dauert je nach Funktion bis zu 3 Monate. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Militärfreunde um die Gruppe Giardino machen mobil und lancieren das Referendum gegen die sogenannte Weiterentwicklung der Armee. In den Augen des Komitees gefährdet eine Halbierung des Sollbestands auf 100'000 Mann die Sicherheit der Schweiz.

Sammeln die Gegner der Armeereform bis zum 7. Juli mindestens 50'000 Unterschriften, wird das Schweizer Stimmvolk über die Vorlage abstimmen können. Dies ist das Ziel des neu gegründeten «Bürgerkomitees Für unsere Sicherheit - Nein zur Halbierung der Armee!».

Das Referendum hatte die Gruppe Giardino bereits vor der Schlussabstimmung im Parlament angekündigt. Die Milizorganisation rund um Präsident Willi Vollenweider fordert bereits seit längerem einen Marschhalt beim revidierten Militärgesetz. Unterstützung erhält die Gruppe von Pro Militia, der Vereinigung ehemaliger und eingeteilter Angehöriger der Schweizer Armee.

Stand heute gehören dem Referendumskomitee rund achtzig Personen an. Sie sind der Meinung, dass die Weiterentwicklung der Armee in die falsche Richtung läuft und eine «gefährliche Schwächung der Schweizer Sicherheit» zur Folge habe. Es finde eher ein Weiterabbau statt eine Weiterentwicklung der Armee statt, lässt sich Bürgerkomitee-Mitglied Martin Fricker in einer Mitteilung vom Mittwoch zitieren.

140'000 Aktive sollen es sein

Das Parlament habe nicht zur Kenntnis genommen, dass sich die Sicherheitslage seit 2014 massiv verschlechtert habe. Trotzdem wollten der Bundesrat und das Parlament den Armeebestand auf 100'000 Personen verringern - und das, ohne das Volk zu befragen.

Das Volk sei aber sehr wohl legitimiert, zu diesem «historischen Fehlentscheid» des Parlaments Stellung zu nehmen, sagte Vollenweider kürzlich der Nachrichtenagentur sda. Im Vergleich zu 1990 entsprächen die vorgesehenen Bestände einer Reduktion der Sicherheit um den Faktor zehn.

Die Gegner der Armeereform wollen bei den heute rechtlich festgelegten 220'000 Militärdienstpflichtigen bleiben - 140'000 Aktive und 80'000 Reserve. Andernfalls könne die Armee die bewaffnete Neutralität nicht mehr glaubwürdig aufrechterhalten.

Das Stimmvolk konnte sich letztmals in der Referendumsabstimmung vom Mai 2004 über die Militärgesetzrevision zur Armee XXI äussern. (sda)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schildkröte 06.04.2016 19:14
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären wozu die Schweiz noch ein Militär braucht? Bei welcher Bedrohung Nützt es uns was?
    Ich sehe aktuell drei Bedrohungsarten: Terrorismus, Cyberkriminalität und Umweltkatastrophen. Das Militär ist für keine der drei optimal gerüstet. Wiso schafft man nicht das Militär ab und investiert das Geld in die Polizei, Zivilschutz und Nachrichtendienst?
    Kann mir jemand Gründe die für die Armee sprechen nennen?
    • SwissGronkh 06.04.2016 22:00
      Highlight Highlight -Friedensförderung im Ausland
      -Katastrophenhilfe im Ausland
      -Mögliche Geiselbefreiung im Ausland
      -Luftpolizeidienst
      -Unterstützung von Blaulichtorganisationen
      etc.
      Wünschen Sie noch eine längere Liste?
    • Maett 06.04.2016 23:38
      Highlight Highlight @SwissGronkh: auch im Inland gibt es (nebst Luftpolizeidienst und Katastrophenhilfe) durchaus Aufgaben, v.a. in der konventionellen Kriegsführung - die wird zurzeit zwar nicht gebraucht, aber wie schnell das gehen kann, zeigen die letzten Jahre. Weder das Baltikum, noch Polen haben vor fünf Jahren daran gedacht, ihre Armeen stark aufzurüsten - und so weit weg, sind die ja nicht.

      Zumal wir ohne Armee beim nächsten europäischen Krieg (der so sicher kommt wie das Amen in der Kirche) relativ schnell eine andere Flagge tragen, zu attraktiv ist die zentrale Lage bei gleichzeitiger Wehrlosigkeit.
    • Mortimer 06.04.2016 23:40
      Highlight Highlight -militärisch Frieden fördern.. ô.Ó lassen wir das mal so stehen -.-
      -CH hat genügen zivile Organsiastionen die diese Aufgabe erfüllen
      -bis die AAD10 vor Ort ist (Büroziita und so, weisch) haben dies lokale oder Partnerorganisation erledigt.
      -Büroziita und so...
      - Wen ich meine AMBA CENTRO WK so anschaue, bin ich froh das nie was passiert ist. Ich hätte grössere Angst vor den Ada`s als vor irgendwas anderem.

      ..noch weitere Ideen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Berggurke 06.04.2016 17:52
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich: Die meisten anderen Westeuropäischen Länder mit einer vergleichbaren Grösse (Einwohnerzahl) mit der Schweiz haben ca. 30000-40000 Armeeangehörige bei ungefähr gleichem Budget. Heisst, sie haben pro Soldat mind. das dreifache Geld zur Verfügung. Was bringt uns eine grosse Armee, wenn diese mangelhaft ausgerüstet ist und ganz und gar nicht der heutigen Bedrohungslage entspricht.

    Die Armee auf max. 30000 Angehörige reduziert werden, Budget kann gleich bleiben. Lieber eine kleinere Elitetruppe mit der modernsten Ausrüstung als eine grosse, überhaupt nicht zeitgemässe Armee!
  • Sapere Aude 06.04.2016 16:07
    Highlight Highlight Schade müssen einige ewiggestrige die im Kalten Krieg hängen geblieben sind die WEA torpedieren. Diese Reform wäre eine vernünftige und zielführende Kompromisslösung, denn der Status Quo ist nicht mehr haltbar. Altes oder nicht vollständiges Material, fehlendes Personal und Planungssicherheit. Diejenigen die jetzt diese Vorlage versenken wollen, sind in meinen Augen keine Freunde der Armee.
  • 7immi 06.04.2016 14:47
    Highlight Highlight das derzeitige weltgeschehen sollte jedem zeigen, wie schnell sich die lage ändern kann und wie wichtig eine armee ist, die von katastrophenschutz über infrastrukturreserve bis elektronischer kriegsführung alles abdeckt. sicherheit ist das wichtigste gut, damit z.b. freiheit überhaupt möglich ist. in der heutigen zeit der dümmste ort, geld zu sparen... und wenn man die bundesausgaben betrachtet auch bei weitem nicht der effektivste.
    • Alex_Steiner 06.04.2016 16:08
      Highlight Highlight Terrorismus wird von der Polizei verfolgt. Katastrophenschutz übernimmt der Zivilschutz.
    • 7immi 06.04.2016 17:03
      Highlight Highlight @steiner
      jein und nein. zuerst sind immer die blaulichtorganisationen im einsatz. wenn diese am an ihre grenzen stossen (idr nach wenigen tagen), wird ein gesuch an den bund gestellt. dann unterstützt die armee in einem subsidiären einsatz die blaulichtorganisationen, behörden und bevölkerung. in einer dritten welle wird dann der zivilschutz angefordert, der zb beim hochwasser den wiederaufbau unterstützt. dieses system hat sich bewährt und sollte nicht kastriert werden. übrigens ist das auch beim wef der fall. die polizei führt strassenkontrollen durch, die armee unterstützt nur.
    • Maett 06.04.2016 23:47
      Highlight Highlight @Alex_Steiner: bei richtigem Katastrophenschutz ist der Zivilschutz inkl. aller Blaulichtorganisationen aber sofort überfordert (ich bin ZSO-Soldat, also nicht in der Armee), diesbezüglich kann man nichts gegen die Armee sagen.

      Auch ist Terrorismus keine grosse Bedrohung gesehen (gem. Statistik, statt gem. Anzahl Medienberichten), die Gefahr eines konventionellen Krieges ist ja leider auch nicht mehr gerade klein. Schlussendlich ist die Armee die letzte Garde, die unsere erarbeitete Freiheit verteidigt. Und die ist mir was wert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasch 06.04.2016 14:19
    Highlight Highlight Komplett abschaffen das ganze, und in ne vollklimatisierte Glaskuppel investieren.
  • Vinnie 06.04.2016 14:12
    Highlight Highlight Eine kleine, schlagkräftige, gut ausgerüstete und gut ausgebildete Armee, welche auch aktiv gegen den Terrorismus vorgeht. Das wäre kein Bruch unserer Neutralität, denn die is ist ja kein anerkanntes Land, somit wären wir noch immer neutral, oder?
    • Samon B. 06.04.2016 15:26
      Highlight Highlight Für dies ist die Armee aber komplett ungeeignet.
    • Alex_Steiner 06.04.2016 16:11
      Highlight Highlight Die Armee kümmert sich nicht um Terrorismus. Das ist die Polizei und die verschiedenen Spezialeinheiten.
    • Vinnie 06.04.2016 16:42
      Highlight Highlight Natürlich, ich rede ja nicht vom Terrorismus im Land sondern vom IS.

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