Schweiz
Armee

Hochspannungsleitung war doch Grund für den Super-Puma-Absturz 

Hochspannungsleitung war doch Grund für den Super-Puma-Absturz 

02.10.2016, 10:1902.10.2016, 13:40

Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre

1 / 15
Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre
28. September 2016: Ein Helikopter der Schweizer Armee stürzt beim Gotthard ab. Zwei Piloten kommen ums Leben, eine Person wird verletzt.
quelle: epa/keystone / ti-press / samuel golay
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Der Unfall mit dem Super-Puma der Armee vom vergangenen Mittwoch nahe des Gotthard-Hospizes mit zwei Toten ist auf die Kollision mit einem Kabel zurückzuführen. Nun wird abgeklärt, ob mit der Leitung alles in Ordnung war.

«Nach heutigem Stand der Untersuchung war die Kollision mit dem Kabel ursächlich für den Absturz», bestätigte der Sprecher der Militärjustiz, Tobias Kühne, der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des SonntagsBlicks.

Vermutungen, erst der Absturz des Helikopters habe das Stromkabel heruntergerissen, haben sich damit nicht bestätigt. Die Armee hatte bereits zuvor bekannt gegeben, dass es keine Hinweise auf einen technischen Defekt als Ursache gegeben habe.

Beim Absturz waren die beiden Milizpiloten mit den Jahrgängen 1966 und 1977 ums Leben gekommen. Zudem wurde ein Flugbegleiter schwer verletzt.

Die schwersten Unfälle mit Armee-Helikoptern

1 / 6
Die schwersten Unfälle mit Armee-Helikoptern
30. März 2011: Ein Helikopter des Typs Cougar stürzt im Urner Maderanertal während eines Ausbildungsflugs im Nebel ab. Der Fluglehrer und sein Schüler werden schwer verletzt.
quelle: pool reuters / arnd wiegmann
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Verteidigungsminister Guy Parmelin stellte sich in einem Interview trotz der Unfallserie bei der Luftwaffe hinter deren Chef Aldo Schellenberg. Dieser geniesse für den Moment sein volles Vertrauen, sagte Parmelin in einem Interview des «SonntagsBlicks».

Er sei ein guter Luftwaffenkommandant. «Ich habe überhaupt keinen Grund, ihn zu entlassen. Es liegen keine fundamentalen Fehler seinerseits vor», sagte Parmelin weiter.

Schellenberg habe schon vor den Unfällen interne Untersuchungen angestossen, ob und wo allenfalls die Sicherheit noch weiter verbessert werden könne.

Armee

Parmelin zeigte auch Verständnis für die Tränen Schellenbergs nach dem Helikopter-Absturz. «Ich verstehe diese Emotionalität voll und ganz. Das Gegenteil hätte mich gestört. Vielleicht kannte er ja die Opfer persönlich», sagte er weiter.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Epstein unterhielt gute Beziehungen zu Schweizer Banken – die Sonntagsnews
Mögliche Exhumierungen von Opfern der Brandkatastrophe, Widersprüche bei den Gehaltsangaben von Moretti und WEF-Löhne im Visier des Bundes : Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Die Walliser Staatsanwaltschaft wälzt den Entscheid über mögliche Exhumierungen von Todesopfern der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS laut der «NZZ am Sonntag» auf die Familien ab. Sie ordne Exhumierungen und Obduktionen nur an, wenn die Opferfamilien das explizit verlangten, sagten Anwälte von Familien zur Zeitung. Laut Gesetz müsste die Staatsanwaltschaft selbst entscheiden, ob das notwendig sei. Die Ermittlungsbehörde habe auf eine Anfrage nicht reagiert. Akten der Staatsanwaltschaft zeigen laut der Zeitung, weshalb die Schweiz nur zwei Opfer obduzierte: Zwei Wochen nach dem Brand sollte die Kantonspolizei demnach herausfinden, ob bei Schweizer Bestattungsunternehmen noch unbeerdigte Leichen lagen. Die zwei Obduzierten seien vermutlich schlicht die letzten Opfer gewesen, die noch nicht beerdigt waren, schlussfolgerte die «NZZ am Sonntag».
Zur Story