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ARCHIV - Ein Modell praesentiert bei einer Solaria-Messe in Koeln am 2. November 2007 ein Solarium. Betreiber von Solarien droht seit Montag, 1. Maerz 2010 ein Bussgeld bis zu 50.000 Euro, wenn sie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf die Sonnenbank lassen. Bereits sei August 2009 ist das Gesetz zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung in Kraft. Danach ist der Solariumsbesuch für Minderjaehrige verboten. Denn das Hautkrebs-Risiko ist fuer diese Altersgruppen zu hoch. (AP Photo/ Roberto Pfeil,file) --- FILE ---Model Monika poses in a sun bed at the Solaria fair in Cologne, western Germany, Nov. 2, 2007.  (AP Photo/Roberto Pfeil,file)

Bundesrat will unter 18-Jährigen den Solarium-Besuch verbieten. Bild: AP

Bist du jünger als 18? Dann darfst du (vielleicht) nicht mehr ins Solarium



Minderjährigen soll der Solarium-Besuch wegen des Hautkrebsrisikos künftig verboten sein. Und für Haar-Entfernungen mittels Laser braucht es neu einen Sachkundeausweis. Diese Massnahmen schlägt der Bundesrat auf Grundlage des neuen Gesetzes zum Strahlenschutz vor.

Das Gesetz soll die Sicherheit bei der Verwendung von gefährlichen Produkten verbessern, die nichtionisierende Strahlung (NIS) oder Schall aussenden. Nichtionisierende Strahlung wird unter anderem durch Solarien, Medizinlaser oder Laserpointer erzeugt. Wenn solche Geräte nicht sachgerecht eingesetzt werden, können sie die Gesundheit schädigen.

Das Eidg. Departement des Innern (EDI) hat am Mittwoch die Vernehmlassung zur Verordnung eröffnet, die mit dem Gesetz einhergeht. Wie angekündigt soll in Zukunft den unter 18-Jährigen in der Schweiz der Besuch der Bräunungsstudios verwehrt werden. Die Kontrollen sollen die Kantone vornehmen.

Tätowierungen nicht mit Laser entfernen

Weiter soll für kosmetische Behandlungen mit starken Blitzlampen und Lasern künftig ein Sachkundenachweis verlangt werden. Dies betrifft insgesamt 13 Behandlungen wie etwa die Haarentfernung mit Lasern, die Behandlung von Cellulite und Fettpolstern oder jene von Falten und Narben. Für die Ausbildung der Kosmetikerinnen soll die Branche selber verantwortlich sein.

Weiterhin nur von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden sollen Laserbehandlungen wie beispielsweise die Entfernung von Warzen, Altersflecken oder Ekzemen.

Das Entfernen von Leberflecken mit Laser und Tätowierungen mit Blitzlampen soll neu verboten werden.

epa06181301 A tattoo artist tattooing during the 5th edition of the ' Toxcit'ink' tattoo convention in Liege, Belgium, 03 September 2017. About 200 tattoo artist are present during the convention.  EPA/JULIEN WARNAND

Tätowierungen nicht mehr mit Läser entfernen. Bild: EPA/EPA

Auch Lasershows im Visier

Vorgesehen ist zudem ein besserer Schutz des Publikums vor schädlichen Schalleinwirkungen und Laserstrahlen. Neu will der Bund an Veranstaltungen mit Laserstrahlen kontrollieren, ob die Vorgaben eingehalten werden.

Ein weiterer Punkt ist die Regulierung von Laserpointern. Es seien zunehmend Laserpointer im Umlauf, die eine Gefahr für die Augen und die Haut darstellten und mit denen Piloten oder Lokomotivführer geblendet werden, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats. (whr/sda)

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Video: watson

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