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Immer mehr Frauen legen sich unters Messer.  bild: shutterstock

Das hält der Bundesrat von Schönheits-OPs – SP-Wermuth findet's eine «Frechheit»



Im Juni reichte SP-Nationalrat Cédric Wermuth im Parlament einen Vorstoss zum Thema Schönheitsoperationen ein. Wermuth verlangte darin mehr Transparenz bei Schönheits-Ops. Und er fordert den Bundesrat auf, eine zwingende psychosexuelle Beratung durch eine unabhängige Fachperson vor jeder Operation und ein Verbot von Schönheits-OPs für unter 18-Jährige zu prüfen.

Zwei Monate später hat der Bundesrat Wermuths Anfrage beantwortet – und sieht keinen Bedarf, mehr Transparenz zu schaffen. So heisst es in der Antwort, dass Schönheitsoperationen im geltenden Recht, «namentlich durch das Prinzip der aufgeklärten Einwilligung und durch die ärztliche Sorgfaltspflicht, genügend geregelt sind». Zudem seien Schönheitsärzte, wie normale Ärzte dazu verpflichtet, über Wirkung und Risiken von medizinischer Eingriffe zu informieren. Einen Handlungsbedarf in Sachen Schönheits-Ops sieht der Bundesrat deshalb nicht.

«Offenbar interessieren gleichstellungspolitische Fragen dieses Gremium nicht.»

Cédric Wermuth

«Frechheit»

Alles andere als zufrieden mit dieser Aussage ist Nationalrat Cédric Wermuth. «Eine Frechheit», sei die Antwort des Bundesrates. «Offenbar interessieren gleichstellungspolitische Fragen dieses Gremium nicht», kritisiert er. 

(ohe)

Eigentlich wollten wir eine normale Repo machen, aber ...

Video: watson/Angelina Graf

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 28.08.2018 00:10
    Highlight Highlight Typisch SP. Lächerliche Vorstösse und Identitätspolitik, anstatt sich dem zu widmen, was die Menschen drückt.
    Wir erinnern uns: Der Cedric Wermuth war der, der alle Männer als Abfall bezeichnet hat.
  • Ökonometriker 27.08.2018 20:27
    Highlight Highlight Vielleicht sollte mal jemand gewissen Politikern erklären, dass die Menschen selber denken können und keinen Staat brauchen, der dies übernimmt. So viel Respekt vor anderen Menschen wäre auch von unseren Eliten zu erwarten.
    • linksgrünversifft 27.08.2018 20:51
      Highlight Highlight Ja wieso geben wir überhaupt Geld aus für Bildung? Die Menschen können doch selber denken.. Wieso haben wir Unis? Wieso machen wir Prävention und klären die Menschen auf über Zigaretten, Alkohol, Geschlechtskrankheiten? Wieso schreiben wir auf die Lebensmittel drauf, was da drin ist? Die Menschen können doch selber denken..
      Der Staat finanziert immerhin fast die komplette Ausbildung von diesen Chirurg*innen, dann ist es doch legitim, ein bisschen über den Sinn und Zweck von deren Angebot zu diskutieren und bessere Informationen und Abklärungen für ihre Patient*innen zu fordern..
    • Ökonometriker 28.08.2018 07:10
      Highlight Highlight @li: Bildung haben wir eben gerade weil die Menschen selber denken können. Das Beispiel das Du als Argumentation anführen müsstest wäre, Bildung, Zigaretten, Alkohol und Sex ausserhalb der Ehe zu verbieten. Soweit sind wir zum Glück noch nicht...
  • linksgrünversifft 27.08.2018 19:31
    Highlight Highlight Alle in den Kommentaren so: Cedi soll sich mal um richtige Gleichstellungsfragen kümmern..

    Cedi so: Geld für Kinderbetreuung, Vaterschaftsurlaub, Lohngleichheit ...

    Alle so: mi mi mi
    • Karl33 28.08.2018 00:37
      Highlight Highlight Cedi so: Männer sind Müll.
  • blablabla666 27.08.2018 19:22
    Highlight Highlight So jetzt mal für alle: Weil 86% der Menschen, die eine Schönheitsop machen, Frauen sind. Deshalb ist es eine gleichstellungspolitische Frage! Anscheinend ist der psychische Druck für Frauen viel höher, sich operieren zu lassen. Mehr Aufklärung und Prävention in diesem Bereich ist aufjedenfall wünschenswert. Je mehr Menschen sich operieren, desto höher der Druck auf alle anderen Menschen, einer bestimmten (immer mehr künstlich erzeugten) Norm zu entsprechen.
    • rauchzeichen 28.08.2018 00:28
      Highlight Highlight psychischer druck also? macht man den sich nicht selbst? ich weiss nicht von was für einer norm du sprichst, da eine gesellschaftliche norm subjektiv ist. im umkehschluss heisst das, dass ich solange ich deine norm nicht kenne, gar nicht erst versuchen brauche, ihr zu entsprechen. einfach mal echt bleiben, ist ja nur das leben ;)
    • bebby 28.08.2018 19:55
      Highlight Highlight In Korea ist es verbreitete Praxis von Frauen und Männern sich operieren zu lassen. Auch in der Schweiz sind ästhetische Zahn und Kiefer „Korrekturen“ seit jahrzehnten gang und gäbe, jetzt folgt einfach der nächste Schritt in unserer Wohlstandsgesellschaft. Mangels echten Problemen.
  • blablabla666 27.08.2018 19:09
    Highlight Highlight Er fordert ja kein Verbot, sondern Aufklärung. Ist halt schon was anderes, ob man sich ein Tattoo macht weil man irgendwie speziell und cool sein will oder ob man sich in einer nicht gerade risikofreien OP die Schamlippen abschneiden lässt, weil man das Gefühl hat, dass man irgendeiner "Norm" nicht entspricht.. Ich versteh die Empörung hier in den Kommentaren überhaupt nicht.
    • Roman h 27.08.2018 22:24
      Highlight Highlight Irgendwie verstehe ich jetzt den unterschied zwischen dem Tattoo und der OP nicht.
      Beides wäre nur fürs optische und hat somit keinen Nutzen.
      Beides ist meistens harmlos kann aber auch ein Risiko sein bei schlechter Ausführung.
      Beides kann einen Menschen für immer entstellen.
      Beides geht den Staat überhaupt nichts an und jede erwachsene und mündige Person darf/soll selber über seinen eigenen Körper bestimmen dürfen.
      Nur weil sich jemand die nase richten will oder fett absaugen gleich einen Psychiater holen ist doch etwas übertrieben.
      Da gibt es jetzt viel schlimmere und dümmere Tattoos
  • andrew1 27.08.2018 19:05
    Highlight Highlight Mit einem verbot für unter 18 jährige kann ich leben. Einfach umsetzbar. Aber die psychotests scheinen zu aufwändig und bevormunden auch zu stark. Der mündiige bürger kann in einem gewissen ramen mit seinem körper machen was er will. Sonst müsst man ja bei Tattoos und zigaretten auch anfangen zu prüfen usw...
  • Gsnosn. 27.08.2018 17:33
    Highlight Highlight Was hat das mit gleichstellungspolitisch zutun?
  • batschki 27.08.2018 15:33
    Highlight Highlight Unsere Gesellschaft wir nicht darum kommen, endlich zu definieren, was eine Krankeit ist!
    Optimierung zum jeweils vorherrschenden Schönheitsideal gehört definitiv nicht dazu.
    Verbieten kann man diese aber nicht. Dann können sich halt nur noch Reichen auf eigene Kosten operativ "verschönern". Die Durchschnittlichen machen das beste aus ihren Ressourcen, was Kreativität und Nicht-konformität gut tun wird.
    • Aglaya 27.08.2018 17:47
      Highlight Highlight Schönheitsoperationen werden bereits heute nur in den seltensten Fällen von der Krankenkasse bezahlt. Als Krankheit wird in der Schweiz nur anerkannt, was in der ICD-10 resp. DSM-V definiert wird.
    • batschki 27.08.2018 23:36
      Highlight Highlight @Aglaya: dann ist das Problem ja codiert und über die oekonomische Anerkennung juristisch/ beamtlich geregelt. 😘
  • lesle 27.08.2018 14:05
    Highlight Highlight Was er will ist gut! Vor "Schönheits-OP" sollte dringend die psychische Verfassung des Pat. angeschaut werden. Es ist so, dass der Arzt teilweise sehr oberflächlich informiert. Termine noch am ersten Abklärungsgespräch für die OP gemacht werden und diese dann innert eines Monats auch durchgeführt werden. Ohne auch nur ein Mal nach dem wirklichen Hintergrund des Wunsches gefragt zu haben. Ohne wirkliche bedenkzeit. Bei grösseren Schönheits-OP (dauerh. Veränd.) sollte dringend mind. ein psycholog. Gespr., bevor ein OP-Termin vereinbart wird, stattgefunden haben. Und dann mind. 3 Mt. bedenkfrist!
    • Bijouxly 27.08.2018 15:10
      Highlight Highlight Ist das Sache des Staates? Nein. In diesem Sinne: Keine Einmischung nötig. Leute können sich auch das Gesicht tätowieren lassen - irgendwann muss man halt mal Selbstverantwortung übernehmen.
  • 77 Angels 27.08.2018 13:32
    Highlight Highlight Cédi, das Thema ist eine tote Kuh, da hats bereits Würmer im Bauch und Ratten im Gehirn. Wechsle das Pferd.
    • azoui 27.08.2018 17:12
      Highlight Highlight Prinzipiell hast Du recht, nur wenn die Kuh tot ist, wieso soll er dann das Pferd wechseln :)
  • WayneTheBrain 27.08.2018 13:27
    Highlight Highlight Was daran eine gleichstellungspolitische Frage sein soll weiss wohl nur Herr Wermuth...
  • walsi 27.08.2018 13:27
    Highlight Highlight Wermuth ist sich wohl nicht bewusst wie sexistisch seine letzte Bemerkung ist. Er unterstellt damit, dass Schönheits-OP vor allem eine Frage des Geschlechts sind, insbesondere des weiblichen Geschlecht und dass dieses ohne den Schutz des Gesetzes den Machenschaften der bösen Schönheitsärzten ausgesetzt ist.
    • Forrest Gump 27.08.2018 14:00
      Highlight Highlight Naja, ich weiss nicht wie objektiv das ist, aber ich kenne in meinem Umfeld keine Männer, die etwas haben machen lassen, aber 3 Frauen. Natürlich gibt es auch Männer, insbesondere jetzt auch mit den aufkommenden Haareinpflanzungen, aber es ist schon eher ein Thema, das die Frauen betrifft. Und bei vielen einfach darum, weil man irgendeinem Schönheitsideal nacheifert und die Frau sich auf den Körper reduziert (fühlt). Deshalb nicht ganz unberechtigt von Herr Wermuth, aber es gibt vermutlich dringenderes..
    • ulmo 27.08.2018 23:18
      Highlight Highlight Gemäss diesem Artikel, wurden 86% der Schönheits-OPs and Frauen vorgenommen: https://www.watson.ch/!552948996

      Insofern sind sie statistisch schon eine Frage des Geschlechts.
      Es geht ihm glaub weniger um die Machenschaften von Chirurgen. Er sieht einfach eine Gesellschaft, welche so stark ein Schönheitsideal pusht, dass sich junge Frauen dazu gedrängt sehen ihre Genitalien zu verstümmeln um diesem zu entsprechen. Dazu hat er, als Linker, natürliche eine paternalistische Lösung parat: Bevormundung als Antwort auf strukturelle Probleme.
      Ist in diesem Fall halt ein wenig problematisch...
  • El Vals del Obrero 27.08.2018 13:08
    Highlight Highlight Was hat das mit "Gleichstellungspolitik" zu tun?

    Egal, wie streng oder nicht streng die Regeln sind, sind sie doch nicht geschlechtsabhängig?
    • pacoSVQ 27.08.2018 14:53
      Highlight Highlight Keine Ahnung, vielleicht weiss er nicht dass auch Mann sich Silikonkissen in die Brüste machen lassen kann, und ist deshalb traurig.
    • El Vals del Obrero 27.08.2018 18:26
      Highlight Highlight Im Prinzip ist das eigentlich etwa gleich sexistisch, wie wenn z.B. Regelungen über Kochherde und Bügeleisen als geschlechterrelevant auffassen würde.
    • hallihalloo 27.08.2018 18:57
      Highlight Highlight Machen hald viel mehr Frauen Schönheitsop's. Heisst (oder kann man zumindest so interpretieren), Frauen sind einem viel höheren Druck ausgesetzt einem gewissen Schönheitsideal zu entsprechen. Der psychische Druck bzw. der Leidensdruck muss ja schon ziemlich gross sein, wenn man bereit ist, so viel Geld für teilweise sehr gefährliche Operationen auszugeben..
    Weitere Antworten anzeigen
  • iss mal ein snickers... 27.08.2018 12:58
    Highlight Highlight Wieso setzt der Wermuth seine Energie nicht besser für diesen Krankenkassen/Pharma-Filz Geschichte ein? Steigende Prämien und überhöhte Medikamente sind essentieller für die Durchschnittsbevölkerung statt Schönheit OPs....
    • rauchzeichen 27.08.2018 15:56
      Highlight Highlight pharma- und medizinprodukte-industrie angreiffen? ne, würde zwar sinn ergeben, aber weil „wirtschaftsfeindlich“ nicht machbar in der schweiz. das weiss auch cedi. und hält sich zurück, nicht gewonnene kämpfe sind ja schädlich fürs image. also lieber gar keinen kampf führen. randthema suchen, wo nur eine minderheit kontra geben wird, oder das gar derartig nebensächlich ist, dass es die demokratie nicht interessiert. und schon ist der stuhl gesichert.

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