Schweiz
Covid-Gesetz

Die Forderungen der Covid-Gesetz-Befürworter: Strenge Massnahmen

Das «Ja» zum Covid-Gesetz war eindeutig – das fordern die Befürworter nun

29.11.2021, 08:0330.11.2021, 06:58
Mehr «Schweiz»

«Die Demokratie funktioniert», sagte Gesundheitsminister Alain Berset nach dem klaren «Ja» zum Covid-Gesetz. Denn 62 Prozent der Stimmberechtigten haben sich zum Covid-Gesetz – und damit zum Corona-Zertifikat – bekannt.

Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates zu den eidgenoessischen Abstimmungen, am Sonntag, 28. November 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Gesundheitsminister Alain Berset: «Das Resultat ist ein wichtiges Signal für Pandemiepolitik von Kantonen, Parlament und Bundesrat.»Bild: keystone

«Das Resultat ist ein wichtiges Signal für Pandemiepolitik von Kantonen, Parlament und Bundesrat», bemerkte Berset weiter. Und dieses Signal kommt zur rechten Zeit, denn die Fallzahlen steigen, die Situation in den Spitälern verschärft sich und die neue Virusvariante Omikron verbreitet sich.

Testpflicht, Impfflicht, Booster, gratis Tests, mehr Grenzschutz

Während Berset sich nicht dazu äussern will, welche Massnahmen der Bundesrat möglicherweise in Erwägung zieht, äussern sich anderen Covid-Gesetz-Befürworter deutlich.

Der Gründer des zivilgesellschaftlichen Komitees für das Covid-Gesetz, Peter Metzinger, hat klare Erwartungen an den Bundesrat: scharfe Massnahmen, um «mehr Tote, mehr Leid» zu verhindern. Er könne sich zudem eine Testplicht für Geimpfte und Genesene bei 3-G-Veranstaltungen sowie die Prüfung einer Impfpflicht vorstellen, wie er gegenüber dem Tagesanzeiger erklärt.

Die Parteien sind sich (fast) einig: Cédric Wermuth (SP), Gerhard Pfister (Mitte) und Thierry Burkart (FDP) befürworten eine Verschärfung der Massnahmen durch die Kantone. Wermuth sagt zudem: «Die Pandemie hat gezeigt, dass es nicht gut ist, wenn Parteien einzelne Massnahmen vorschlagen.» Wermuth merkt aber auch an, dass die Kantone nun schnell eine Booster-Kampagne auf die Füsse stellen sollten.

Die SVP hingegen will keine schärferen Covid-Massnahmen. Sie schreibt in einer Mitteilung: «Es darf kein 2-G geben, kein Durchimpfen der Kinder, ein Impfobligatorium kommt nicht infrage». Dafür solle man den Grenzschutz verstärken.

Einig sind sich Wermuth, Pfister und Marco Chiesa (SVP) hingegen bei der Abschaffung der Kostenpflicht für Corona-Tests. (yam)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Skurrile Stockfotos: Weihnachten während der Pandemie
1 / 20
Skurrile Stockfotos: Weihnachten während der Pandemie
Auch die Christbaumkugeln müssen sich schützen.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Plötzlich stinkt alles – TikTokerin erzählt von ihrem Long-Covid-Symptom
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
185 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Fastadi
29.11.2021 08:23registriert September 2015
SVP: Gegen alle Massnahmen, ausser man kann wieder Grenzen kontrollieren 🤦🏼‍♂️😂
24727
Melden
Zum Kommentar
avatar
International anerkannter Experte für ALLES
29.11.2021 08:23registriert Juli 2021
Was sie SVP will ist nach diesem Resultat irrelevant. Die Mehrheit sagt an, was geht.

Willkommen in der Demokratie, liebe SVP.

Ach ja, könntet ihr bitte den Bundesrat verlassen und in die Opposition gehen? Damit wäre allen geholfen.
22048
Melden
Zum Kommentar
avatar
Liebu
29.11.2021 08:20registriert Oktober 2020
Die SVP hingegen will keine schärferen Covid-Massnahmen. Sie schreibt in einer Mitteilung: «Es darf kein 2-G geben, kein Durchimpfen der Kinder, ein Impfobligatorium kommt nicht infrage». Dafür solle man den Grenzschutz verstärken.

Wollen sie damit Italien und Frankreich schützen, die besser dran sind als die deutschsprachigen Länder?

Ausser bei Flughäfen sehe ich nicht wirklich Potenzial. Aber so kann man das Kernthema Ausland endlich wieder auf den Tisch bringen.
16221
Melden
Zum Kommentar
185
Der «Pink Moon» im April: 13 spannende Fakten zum Vollmond
Am 24. April 2024 um 1.48 Uhr Schweizer Zeit tritt der Vollmond zum vierten Mal in diesem Jahr ein. Er wird auch «Rosa Mond» (auf Englisch: «Pink Moon») genannt und steht im Sternbild Jungfrau. Der Name «Rosa Mond» hat nichts mit dessen Farbe zu tun – er wurde von Nordamerikas Ureinwohnern nach der rosa Flammenblume benannt, die zum Frühlingsbeginn blüht.

Der Mond begleitet uns Menschen schon seit Urzeiten. Seit jeher übt er eine anziehende Wirkung auf die Menschheit aus. Besonders in den Vollmondnächten zieht uns die silbrig strahlende Kugel am Sternenhimmel immer wieder aufs Neue in ihren Bann.

Zur Story