Schweiz
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15- bis 24-jährige Frauen werden immer häufiger Opfer von Gewalt. Bild: shutterstock

Die Schweiz wird immer sicherer – nicht aber für Frauen



Die Gewalt gegen 15- bis 24-jährige Frauen im öffentlichen Raum hat in der Schweiz massiv zugenommen. Eine Auswertung der schweizerischen Unfallstatistik durch die SonntagsZeitung zeigt, dass sich die Vorfälle in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht haben.

Wurden 1995 noch 200 Vorfälle mit Verletzungsfolgen registriert, waren es 2016 deren 640. Die Anzahl der in der Statistik aufgeführten Frauen blieb über denselben Zeitraum konstant. Bei der Opferhilfe verzeichnete man einen ähnlich hohen Anstieg. Im Jahr 2017 wurden rund drei Mal mehr weibliche Gewaltopfer registriert als noch um die Jahrtausendwende.

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Video: watson/Angelina Graf

Gewalt bei Männern nimmt ab

Bei Männern der gleichen Altersgruppe sind die Zahlen seit 2009 rückläufig – wenn auch im Schnitt immer noch deutlich höher als bei jungen Frauen. Dazu gibt es zwei Erklärungsansätze. Einerseits ist es möglich, dass immer weniger Männer, dafür aber immer mehr Frauen am Nachtleben teilnehmen. Andererseits ist auch denkbar, dass Frauen abends oder nachts schlichtweg öfters angegriffen werden – wie das neulich in Genf der Fall war. 

Letzteres bestätigt Konfliktmanagerin Sefika Garibovic. Junge Männer würden ihren Willen wenn nötig mit Gewalt durchsetzen. «Angriffe auf junge Frauen in der Öffentlichkeit sind heute Alltag. Fast täglich habe ich junge Männer bei mir, die erzogen wurden, Frauen als Objekte zu betrachten.», zitiert die SonntagsZeitung Garibovic. Sie fordert, dass härtere Strafen eingeführt werden, um die Täter abzuschrecken. 

Im privaten Raum ist die Gewalt gegen Frauen über die letzten Jahre konstant geblieben. Sozialpädagogin Doris Binda erklärt, dass häusliche Gewalt heutzutage nicht mehr als privat gilt. Auch Nachbarn schreiten häufiger ein und wählen den Notruf. In der Öffentlichkeit gibt es aber keine «klare Verurteilung von Gewalt». (vom)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Vio Valla 03.09.2018 10:28
    Highlight Highlight Mäh, ich habe hald so meine Probleme damit, dass wir Frauen ständig in die Opferrolle gedrängt werden. Als seien wir alle nur hilflose arme Huschelis, die sich nicht effektiv und selbstbestimmt wehren können. (Ich empfinde diese Einstellung als frauenverachtend). Wer sich als Opfer sieht, wird tatsächlich auch schneller zum Opfer.

    Damit will ich nicht sagen, dass wir Frauen also selber schuld sind. Nein, ich wünsche mir nur, dass wir Frauen selbstbewuster werden und uns nicht ständig von allen Seiten in die Opferrolle reden lassen. Wir sind keine passiven Herumschubsdinger.

    • Rhabarber 03.09.2018 23:58
      Highlight Highlight Unabhängig davon, ob das Ziel Männer oder Frauen sind: Gewalttäter sind primitive, feige und meist auch ziemlich dumm.

      Untereinander feiern sie sich oft gegenseitig als Krieger, die sich auf männliche Art nehmen, was ihnen gehört. Diesen Wahn müsste man irgendwie durchbrechen.

      Emotional fühlt sich ein Täter als Sieger. Ein Opfer ist Verlierer.
      Solange die Öffentlichkeit von Täter und Opfer sprechen, solange zementieren sie die Rollen des Täters als Gewinner und des Opfers als Verlierer. Das bestätigt die Täter in ihrem Tun.

      Nur wie soll man sonst davon sprechen? Vorschläge?
  • MaxHeiri 03.09.2018 09:19
    Highlight Highlight Ich denke das Beispiel aus Schweden mit Rosengard ist sinnbildlich für die Schweiz. Es gibt eine kleine Gruppe von paar Hunderten, welche oft einen Migrationshintergrund haben und durch fast nichts aufzuhalten sind.
    Anstatt dass man nun alle Leute aus dem Ausland in einen Topf wirft, sollte man die Schrauben bei diesen Unruheherden massiv anziehen. Ob die richtigen Mittel Ausbürgerungen und Auschaffungen zu jedem Preis (notfalls die Verhandlungen über private Sicherheitsdienste machen lassen) sind, sollte dringend diskutiert werden.
  • rodolofo 03.09.2018 09:01
    Highlight Highlight Das bedeutet eigentlich nichts Anderes, als dass Feigheit und Ehrlosigkeit im Lande zunehmen.
    Ist das die konsequente Fortführung der "Schweizer Neutralität"?
    (Ich frag ja nur...)
  • Snowy 03.09.2018 08:51
    Highlight Highlight Liebe linke Parteien

    Indem ihr beim Thema „Ausländer und Gewalt an Frauen“ konsequent immer alle Probleme verneint, verharmlost oder whataboutisiert, macht ihr euch unglaubwürdig.

    Man könnte auch Probleme im Migrationsbereich im Zusammenhang mit der Stellung der (westlichen) Frau angehen, ohne seine humanistischen Positionen zu verraten.

    Das würd ich mir wünschen. Danke. Ein (meist) Linker.
    • Garp 03.09.2018 09:09
      Highlight Highlight Hier geht es um Gewalt im Aussenbereich, nicht um Linke oder Rechte. Unser Land wird übrigens rechts regiert, falls Dir das entfallen ist. Mach doch die Richtigen verantwortlich.
    • .ch 03.09.2018 18:24
      Highlight Highlight Eigentlich interessant, dass die bürgerlichen Parteien sich da nicht durchsetzen können. Schliesslich sind deren Parlamentarier in der Überzahl. Wollen sie es etwa gar nicht? http://ÜÜ
  • stadtzuercher 03.09.2018 08:44
    Highlight Highlight Der Titel hätte auch heissen können: Die Schweiz ist für Männer immer noch um ein Mehrfaches gefährlicher.

    Oder: Frauen in der Schweiz leben deutlich sicherer als Männer









    • LisaSimpson 03.09.2018 09:07
      Highlight Highlight Absolut korrekt....
  • Dewar 03.09.2018 08:26
    Highlight Highlight Ist halt einfacher, das Problem als importiert zu bezeichnen und sich so aus der Verantwortung zu ziehen. Der entscheidendste Faktor ist aber nicht die kulturelle Herkunft, sondern die soziale. Kulurelle Frauenfeindlichkeit gilt es anzugehen, dies am besten durch Integration, Bildung und gutes Vor eben. Und es gibt keinen Grund, das Problem zu outsourcen und nicht bei sich selbst mal hinzuschauen. Erlebe z.B. immer öfter, dass offensiver "geflirtet" wird und ein nein nicht akzeptiert wird. Und die Schweiz hat eine laaaange frauenfeindliche Tradition - wer dem widerspricht, bestätigt dies nur.
    • Diavolino666 03.09.2018 09:32
      Highlight Highlight Kultureller und sozialer Hintergrund sind oft auch deckungsgleich - Stichwort "Parallelgesellschaft". Integration, Bildung und "gutes Vorleben" wären noble Absichten (welche auch schon gelebt werden), jedoch sind diese chancenlos, wenn diese Absichten nicht angenommen werden. Integration funktioniert nur mit BEIDEN Seiten!
    • mogad 03.09.2018 10:37
      Highlight Highlight Die Statistik belegt es: Die Zunahme der Gewalt gegen Frauen ist importiert. Tatsachen zu leugnen weil sie einem nicht passen ist genauso gefährlich für die Demokratie als die Aufmärsche von AfD und Pegida gegen Ausländer.
    • Dewar 03.09.2018 13:24
      Highlight Highlight Dann zeige mir doch die Statistik, die das belegt. Vimentis sagt, dass die Hälfte alle Straftaten von Schweizern begangen wird. Ja, Ausländer sind gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil krimineller. Dies wird aber durch viele Faktoren relativiert (z.B. wegen Kriminaltourismus) und selbst bei Eliminierung sämtlicher durch Ausländer begangener Verbrechen würde die Statistik maximal um die Hälfte reduziert. Kommt noch hinzu, dass ein Grossteil der hier lebenden Ausländer aus uns kulturell ähnlichen Nachbarländern stammt - es schleckt keine Geiss weg, dass wir hier eben genauso hinschauen müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ratchet 03.09.2018 08:10
    Highlight Highlight Der Moment wo 20min.ch den besseren Artikel bringt als watson.
    http://m.20min.ch/schweiz/news/story/-frauen-setzen-sich-oefter-dem-risiko-von-gewalt-aus--13451051
    • thzw 03.09.2018 09:56
      Highlight Highlight Er ist nicht unbedingt besser, aber er zeigt, wie unterschiedlich man eine Statistik interpretieren kann je nachdem, was man darin erkennen will. Dafür muss man Statistiken nicht einmal fälschen!
  • Partikel 03.09.2018 07:57
    Highlight Highlight Klar sind je nach Kultur die Frauenbilder unterschiedlich. Solange in einem Land über die Gleichstellung von Mann und Frau überhaupt noch Diskutiert werden muss, kann mann/frau sie als rückständig betrachten. Also praktisch ein Weltweites Phänomen. Da ist die Erziehung, die Schulen, die Religion und die Politik auch ein Thema.
    • Redly 03.09.2018 09:40
      Highlight Highlight Rein objektiv werden Männer diskriminiert (Pensionsalter, Militär, Witwerrente, Maturquote (dagegen ist eine nicht-begründbare Lohndifferenz von wenigen Prozent lachhaft)).
      Über die Gleichstellung der Männer sollte endlich diskutiert werden.
      Stellt euch vor, es gäbe 2018 noch frauendiskriminierende Gesetze!
    • mogad 03.09.2018 10:40
      Highlight Highlight Auch Teil des Problems sind Frauen, die vor den Männern kuschen und dadurch ihr Selbstwertgefühl bis zum Nullwert runterfahren lassen.
  • Merida 03.09.2018 06:09
    Highlight Highlight Hält die „rechte Hetze“ nun auch in den Watson Kommentaren Einzug?! 🤔😕😞
    Verallgemeinerungen sind nicht zielführend um Probleme zu lösen!
    • Roman h 03.09.2018 06:44
      Highlight Highlight Fast täglich habe ich junge Männer bei mir, die erzogen wurden, Frauen als Objekte zu betrachten.

      Dieser Satz ist nicht von mir, sondern steht im Bericht.
      Klar ist Verallgemeinerung nicht zielführend aber das was sie machen und zwar etwas leugnen oder alles als rechte Hetze zu bezeichnen auch nicht.

      Nun Frage ich sie
      Welche Kultur erzieht ihre Männer so?
      In welchen Ländern sind Frauen nur Objekte?
    • Merida 03.09.2018 06:54
      Highlight Highlight Ich leugne gar nichts. Ich setzte mich nur für eine lösungsorientierte Diskussion ein!
    • Mutzli 03.09.2018 07:30
      Highlight Highlight @roman h wenn man die ausführlicheren aussagen der expertin im original liest, ist die aber nicht ihrer meinung. Statt die verantwortung auf leute aus anderen kulturen zu schieben, bezieht sie sich mit ihrer aussage explizit auf den medien- und vor allem den pornokonsum. Dieser würde nach ihr massgeblich zu dieser verrohung beitragen.

      Ein anstieg um ~300% prozent ausländern in die schuhe schieben zu wollen, würde zudem nur sinn machen, wenn deren bevölkerungsanteil ähnlich explodiert wäre...
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 03.09.2018 01:55
    Highlight Highlight Das Problem ist importiert durch Kulturen, welche die Frauen nicht respektieren oder meinen, hier gleich weitermachen zu können, wie in ihren Herkunftsländern..

    „In der Öffentlichkeit gibt es aber keine «klare Verurteilung von Gewalt».“

    Natürlich gibt es diese Verurteilung. Wir diskutieren über 079, den Fall in Genf, den Messerstecher von Chemnitz etc.

    Wenn aber gemeint ist, dass die Probleme nicht beim Namen genannt werden, dann stimmt das: Es sind immer „DIE“ Männer. Statt mal deren Herkunft und Kultur genau unter die Lupe zu nehmen..
    • FreePalestine 03.09.2018 03:26
      Highlight Highlight Lustig, dass ich Mal von einem Ihrer waschechten „Eidgenossen“ sexuell belästigt wurde!

      Das Problem ist nicht importiert, sondern international!!!! Auch die Schweizer sind hier nicht ganz brav...und etz mimimi „nicht alle sind gleich“ &
      Ja nicht pauschalisieren ABER die „Ausländer“....
    • dr.gore 03.09.2018 03:36
      Highlight Highlight Danke, das Problem kurz und bündig zusammengefasst!
    • Wilhelm Dingo 03.09.2018 05:44
      Highlight Highlight @FreePalestine: wieder einmal einE VerharmloserIn. Traurig. Natürlich sind es nicht ausschliesslich Ausländer aber wirf doch mal einem Blick in die Kriminalstatistik.
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