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Donald Trumps Mar-a-Lago Club in Florida ist auch bekannt als sein «Winter White House». 
Donald Trumps Mar-a-Lago Club in Florida ist auch bekannt als sein «Winter White House». Bild: Lynne Sladky/AP/KEYSTONE

Darum ist der Zürcher Immobilien-Multi Urs Ledermann Mitglied in Trumps Luxus-Club

17.03.2017, 11:2417.03.2017, 13:52
Urs Ledermann, die personifizierte Gentrifizierung des Seefelds. 
Urs Ledermann, die personifizierte Gentrifizierung des Seefelds. bild:screenshot/ledermann.com/de/unternehmen/team/

Der «König des Seefelds», Urs Ledermann, dessen aggressive Methoden Zürcher Immobilien zu erwerben schweizweit bekannt sind, ist nun Mitglied im herrschaftlichen Mar-a-Lago Club. 

Eigentlich ziemlich unspektakulär, wäre der Clubinhaber nicht Donald Trump himself. Ledermann und seine Frau sind nun zwei der 500 Mitglieder. Der Eintritt in den Compound, auch bekannt als «Winter White House», kostet läppische 202'495 Schweizer Franken. 

Gegenüber swissinfo.ch erklärte Ledermann, warum genau er sich für eine Mitgliedschaft im Mar-a-Lago Club entschieden hat. Hier seine drei besten «Argumente» für den Clubeintritt. Und NEIN, Donald Trump hat sicher nichts damit zu tun (imfall wüki!)

1 «Der direkte Zugang zum Strand war uns sehr wichtig»

Weil er und seine Frau in den vergangenen Jahren immer mehr Zeit in den USA verbrachten, machten sie sich auf die Suche nach einem passenden Beach Club. ZUM GLÜCK haben sie den Mar-a-Lago Club gefunden. Alle anderen Beach Clubs in Florida haben nämlich keinen Zugang zum Strand. Die müssen ja echt lange nach dem richtigen Club gesucht haben ... 

2 «Es war ziemlich schwierig, in andere Clubs reinzukommen ...»

Zum Glück haben sich die Eintrittskosten in den Mar-a-Lago Club nur verdoppelt und nicht verdreifacht nach dem Amtsantritt von Trump. Richtiges Schnäppchen war das!

3 «... und die anderen Clubs waren uns zu stark an Familien orientiert.»

Absolut verständlich, wer will schon kleine blöde Kinder, die einem mit ihrem Geschrei und Geplantsche am Pool den Genuss von Whiskey und Zigarre verderben. 

Alles reiner Zufall

Reiner Zufall ist natürlich auch, dass Ledermann begonnen hat, sein Business in die USA zu expandieren. Das Unternehmen, Ledermann US Real Estate Corporation, hat ein Büro in Boston und verwandelt alte Wohnhäuser in luxuriöse Apartments. 

Böse Zungen sagen zwar, dass es sie nicht wundert, dass Ledermann in diesen Club-Kreisen Kontakte sucht. «Er will sein persönliches Business pushen», heisst es von einem Einwohner aus Ledermanns Heimatdorf Zollikon. 

Der Eingang zum Mar-a-Lago Club lässt sich sehen. 
Der Eingang zum Mar-a-Lago Club lässt sich sehen. bild:wikipedia/ebyabe
«Vielleicht ist Trump eben einfach ein spezieller Politiker!»
Urs Ledermann

Doch Ledermann streitet dies ab. «Ich bin ein Unternehmer. Ich bin zu direkt für die Politik. Dazu braucht es mehr diplomatisches Feingefühl.» Auf die Frage, was er davon hält, dass Trump ab und an aus seinem Winter White House das Land regiert, meint Ledermann nur: «Das sind besondere Zeiten. Ich bin kein Politiker, also ist das für mich schwierig einzuschätzen, aber vielleicht ist Trump eben einfach ein spezieller Politiker.» 

Würde ja eigentlich gut passen. Schliesslich ist Ledermann ja auch ein «spezieller» Unternehmer. Schade eigentlich, hat Ledermanns Mitgliedschaft nichts mit Donald Trumps häufiger Anwesenheit im Club zu tun! (ohe)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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CASSIO
17.03.2017 11:34registriert Februar 2014
Einem Unternehmer Beziehungsaufbau und Beziehungspflege vorzuwerfen ist eigentlich lächerlich. Gut aber ist, solche Beziehungen aufzuzeigen. Seilschaften sollen bekannt sein, dafür schätze ich die Medien.
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alingher
17.03.2017 12:03registriert August 2014
Naja, es ist immer witzig, wenn solche Geschäftsleute von sich denken, sie wären eigentlich top geeignet für die Politik aber etwas zu direkt. Dabei fehlt nicht das Feingefühl, sondern der Intellekt. Ein Staatsgebilde in all seinen Facetten zu verstehen und zu dirigieren ist etwas komplexer, als "billig kaufen und teuer verkaufen."
Da ist es natürlich unglücklich, wenn ein Geschäftsmann tatsächlich an die Spitze der Politik geschwemmt wird und er denkt mit seinen Businesstools lasse sich der Staat bestens lenken...
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