Schweiz
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Das Model eines Gripen Kampfflugzeuges steht im Saal waehrend einer Informationsveranstaltung am 14. April 2014 in der Mehrzweckhalle  Ennetbuergen im Hinblick auf die Referendumsabstimmung vom 18. Mai 2014 ueber das Gripen- Fonds- Gesetz.(KEYSTONE/Sigi Tischler)

Das Modell eines Gripen-Kampfflugzeuges während einer Informationsveranstaltung vor der Abstimmung über das Gripen-Fonds-Gesetz (14.04.2014).
Bild: KEYSTONE

Interview

GSoA kündigt Initiative an: «Wir werden sicher nicht akzeptieren, dass neue Kampfjets einfach am Volk vorbei gemogelt werden»



Verteidigungsminister Guy Parmelin hat eine neue Evaluation für den Kauf neuer Kampfjets gestartet. Der Zeitpunkt erstaunt, liegt das Gripen-Nein doch erst zwei Jahre zurück. Auf ein erneutes Referendum haben die Bürgerlichen diesmal keine Lust, sie wollen den Kauf über das ordentliche Rüstungsprogramm abwickeln. Im Interview kündet Thomas Leibundgut, politischer Sekretär der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), Widerstand an. Neue Kampfjets am Volk vorbei werde es nicht geben.

Die Bürgerlichen wollen keine Abstimmung wie beim Gripen mehr. Wer das Flugzeug verhindern wolle, müsse dies wie damals beim F/A-18 mit einer Volksinitiative tun, sagt die SVP. Damit kann ja nur die GSoA gemeint sein. Nehmen Sie den Steilpass auf?
Thomas Leibundgut: Zunächst möchte ich betonen, dass die Schweiz eine zivile Luftpolizei braucht. Das ist auch in der GSoA unbestritten. Dafür braucht es allerdings keine hochgerüstete Flotte von Kampfflugzeugen. In diesem Sinn nehmen wir den Steilpass dankend auf, insbesondere zwei Jahre nach der gewonnenen Gripen-Abstimmung.

Bild

Thomas Leibundgut, politischer Sekretär der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA).
bild: zvg

Die GSoA wird also eine Volksinitiative lancieren?
Wir werden sicher nicht akzeptieren, dass neue Kampfjets einfach am Volk vorbeigemogelt werden. Beim Gripen präsentierte das Parlament eine referendumsfähige Vorlage, das hat für uns Präzendenz-Charakter und das erwarten wir erneut. Ansonsten werden wir eine Volksinitiative starten.

Haben Sie schon Reaktionen von politisch Gleichgesinnten, ob sie eine solche Initiative unterstützen würden?
Wir sind in dieser kurzen Zeit noch auf niemanden aktiv zugegangen, das Geschäft befindet sich ja noch ganz am Anfang. Mit einem Parlamentsbeschluss kann erst 2022 gerechnet werden. Jetzt schon die grossen Geschütze aufzufahren, wäre verfrüht. Aus den Medien habe ich vernommen, dass sich auch die Jungen Grünen gegen neue Kampfflugzeuge aussprechen. Schlagkräftige Jungparteien sind für die Unterschriftensammlung sehr wichtig. Sobald klarer ist, ob es auf ein Referendum oder eine Initiative hinausläuft, werden wir auf verschiedene Parteien zugehen.

Bei der Gripen-Abstimmung erhielten die Gegner implizite Unterstützung von bürgerlicher Seite. Bleibt das eine Anomalie der Schweizer Geschichte oder rechnen Sie auch bei einer erneuten Abstimmung mit diesem Effekt?
Beim Gripen hatten wir den Vorteil, dass über einen Ersatzkauf und eine Teilerneuerung abgestimmt wurde. 2022 wird es auch um die Ausserdienststellung der F/A-18, also um eine Gesamterneuerung gehen. Der Druck auf die bürgerlichen Parteien wird also grösser sein. Wir hoffen trotzdem auf die gemässigten Kräfte, insbesondere auf die Grünliberalen. Leute die einsehen, dass die Schweiz im Herzen Europas und umgeben von EU und NATO keine riesige eigene Kampfjet-Flotte braucht. Bis 2022 wird auch noch einmal gewählt und dann werden wir sehen, wie die personelle Zusammensetzung der Parteien aussieht.

Was halten Sie von der Idee, mit einer möglichen Wahl des Eurofighters ein Argument in die zähen Verhandlungen mit der EU zu werfen?
Ich glaube nicht, dass das funktionieren würde. Die EU macht seit Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative unmissverständlich klar, dass es keine weiteren Verhandlungen mit der Schweiz geben wird, solange die institutionellen Fragen nicht geklärt sind. Diese Vorstellung, alles in ein Paket zu schnüren und auf ein Entgegenkommen der EU zu hoffen, zeigt vor allem die Verzweiflung der Schweiz. Im Übrigen schnitt der Eurofighter bei der letzten Evaluation auch nicht sonderlich gut ab.

«Wozu braucht die Schweiz die pro-Kopf grösste Kampfjet-Flotte Europas?»

Thomas Leibundgut

Die Bedrohungslage ist dieselbe, die Expertengruppe setzt sich gleich zusammen und die zur Auswahl stehenden Kampfjets haben sich auch nicht verändert. Muss die Evaluation nicht zwangsläufig zu den denselben Resultaten kommen wie beim Gripen?
Das ist anzunehmen. Möglicherweise finden bei einer Gesamterneuerung aber einige plötzlich, die dürfe jetzt auch etwas kosten. Dass die Wahl mit dem Gripen auf den billigsten Flieger fiel, störte damals viele Bürgerliche. Vielleicht wird dann auch der teure F-35 aus den USA zur Option. Das beste Produkt auf dem Markt für die beste Armee der Welt! Andererseits ist auch denkbar, dass es der Gripen erneut in die engere Auswahl schafft, weil er bis dann nicht mehr nur auf dem Papier existiert. Die ganze Frage um die Auswahl ist letztlich natürlich weltfremd, denn eigentlich geht es um etwas anderes: Wozu braucht die Schweiz die pro-Kopf grösste Kampfjet-Flotte Europas?

Neo-Bundesrat Guy Parmelin schlägt mit der Kampfjet-Erneuerung seinen ersten Pflock ein. Kommt das von ihm oder von der Partei?
Es war absehbar, dass diese Frage früher oder später wieder aufs politische Tappet kommt, das sagte auch Ueli Maurer am Abstimmungssonntag. Parmelin hat dieses Geschäft geerbt und ich könnte mir vorstellen, dass es zusammen mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) ganz zuoberst auf seinem Dossier-Stapel liegt. Ausgesucht hat er es sich vermutlich nicht, ob aus Druck von der Partei oder aus dem Departement ist schwierig einzuschätzen.

Seit der Gripen-Niederlage sind erst zwei Jahre vergangen.
Es ist schon seltsam, dass Parmelin so aufs Gas drückt. Ursprünglich hatte es geheissen, die F/A-18 reichten noch mindestens bis 2030, jetzt malt das VBS dieses 500-Millionen-Schreckensgespenst an die Wand, ohne das die F/A-18 nur noch bis 2025 betrieben werden können. Dieser künstlich aufgebaute Druck zeigt wieder einmal, dass es sich um einen politischen Entscheid handelt. Man will diese neuen Kampfjets, auch wenn man sie nicht braucht.

Möchtest du über die künftige Kampfflugzeug-Beschaffung abstimmen können?

1.34 Milliarden für Minenwerfer, Panzerfäuste & Co.: Das ist der Einkaufszettel der Armee 2016

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64
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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 27.02.2016 18:55
    Highlight Highlight Die kleine Schweiz mit ihrer
    Hobbyarmee braucht wirklich
    keine Armee mehr. Aber solange
    grosse Jungs ein bisschen Indianerlis spielen können sind
    sie glücklich. Im Ernstfall wären
    alle verschwunden.
  • malu 64 27.02.2016 14:06
    Highlight Highlight Die kleine Schweiz muss natürlich
    Top Gun spielen und hin und
    wieder einen Vogel an die Wand
    fahren. Ich sehe eher eine
    Gefährdung, denn einen Nutzen!
    Zudem kosteten Anschaffung und
    Unterhalt Milliarden.
    Eine europäische Luftpolizei könnte die paar Quadrakilometer
    Schweizer Luftraum auch über
    wachen und zwar 24/7!

  • rodolofo 27.02.2016 09:03
    Highlight Highlight Huch, was ist denn hier los?
    Haben die Militärköpfe eine Generalmobilmachung organisiert?
    Ist das jetzt die Antwort auf die "erwachte Zivilgesellschaft", die Mobilisierung der Militärflugzeug-Fans?
    Und was die kosten!
    Sonst wird immer gejammert und geklagt über die "Sozialschmarotzer". Aber was die Militärs täglich verböllern, "verbraten" und auf einen Acker abstürzen lassen, soll uns nicht die Bohne kümmern!
    Denn die veranstalten das ganze superteure, die Staatsausgaben aufblähende Theater ja zu unserer Verteidigung!
    ...
  • StefanZaugg 26.02.2016 20:38
    Highlight Highlight GSOA, der Bendrit der Politlandschaft
  • rodolofo 26.02.2016 18:22
    Highlight Highlight So lange wir es nicht fertig bringen, die Exporte von Kriegsmaterial zu verbieten und damit mögliche Feinde aufzurüsten, brauchen wir wohl oder Übel ebenfalls hochmodernes Kriegsgerät.
    Der Export von Waffen bringt uns Einnahmen.
    Die Armee bringt uns Ausgaben.
    Alles zusammen bringt sowohl mehr Unsicherheit, als auch mehr Sicherheit und sehr viel Arbeit, die theoretisch nicht nötig wäre, die uns aber realistisch erscheint.
    Militärische Konflikt-Lösung bleibt aber eine Illusion, die kurzfristig funktioniert, und aber langfristig ruiniert.
    Frieden ist mehr als Friedhofsruhe.
    • malu 64 26.02.2016 19:44
      Highlight Highlight Es ist leider Tatsache, dass Krieg
      Arbeit schafft. Nicht nur um die
      Waffen zu produzieren, sondern
      auch um die zerstörten Orte wieder aufzubauen und die
      Verkrüppelten und Verletzten
      zu versorgen. Könnte man das
      nicht anders lösen? Der Mensch
      ist zu arrogant und zu geldbesessen um andere Lösungen zu suchen.
  • malu 64 26.02.2016 18:09
    Highlight Highlight Warum überlassen wir die Lufthoheit nicht den Deutschen.
    Die haben sogar Scheinwerfer
    an den Flugzeugen und können
    auch nachts fliegen!
  • rodolofo 26.02.2016 18:07
    Highlight Highlight Es ist sicher ehrenvoll, wenn die GSoA eine Volksinitiative gegen neue Kampfflugzeuge lanciert.
    Aber das Schweizer Volk hat eben noch eine Rechtsbürgerliche Mehrheit aus SVP und FDP in den Nationalrat gewählt!
    Beim Ständerat sieht es etwas besser aus, aber auch heute ist es leider so, das die Schweiz mehrheitlich nicht eine Armee hat, sondern eine Armee IST.
    Darum ist es unnütze Zeitverschwendung, dieses Volk weiter zu befragen!
    Sollen sie doch ihr superteures militärisches Spielzeug kriegen und glücklich werden mit marschieren und stramm stehen!
    • Andreas Weibel (1) 26.02.2016 23:20
      Highlight Highlight Einfach zur Erinnerung: die Stimmbevölkerung hat erst gerade den Gripen abgelehnt. Nichts da mit "die Schweiz IST eine Armee".
    • rodolofo 27.02.2016 08:57
      Highlight Highlight Ich habe ja auch gesagt, dass die Schweiz MEHRHEITLICH eine Armee ist.
      Ich selber gehöre nicht dazu, bin Dienstuntauglich und so in den "Genuss" von Zivildienst-Erfahrungen gekommen.
      Diese Tage waren geprägt von tödlicher Langeweile und von sich wichtigtuerisch aufplusternden InstruktorInnen.
      Mit dem blauen "Ggwändli" kam ich mir vor, wie ein Genosse von Mao Tse Tung.
      Sollte tatsächlich einmal ein "Ernstfall" passieren, dann werde ich ausrufen: "Oh Herr, lass diese Zivilschützler an mir vorüber ziehen! Sie werden mich bestimmt von der Bahre fallen lassen, und dann bin ich erst recht am Arsch!"
  • malu 64 26.02.2016 13:57
    Highlight Highlight Diese Luftwaffe ist doch bloss ein
    Prestigeobjekt, deren höchste
    Aufgabe besteht darin, bei
    Flugshows eine Einlage zu machen
    oder beim WEF den Luftraum über
    Davos zu sichern. Was nützen solche sauteure Superjets der Schweiz. In weniger als 10 Minuten
    von Grenze zu Grenze fliegen.
    Wäre es da nicht besser ein paar
    Helis mehr anzuschaffen um die
    gleiche Funktion zu erfüllen.
    Zudem könnten sie auch für
    zivile und andere Aufgaben
    genutzt werden.

    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 26.02.2016 14:38
      Highlight Highlight nur ein punkt.. wie soll ein helikopter eine flugbegleitung mitmachen sind ja schliesslich viel langsamer als flugzeuge.. und wenn flugzeuge langsamer fliegen? kannst dir ja mal vorstellen was passiert
    • StealthPanda 26.02.2016 14:39
      Highlight Highlight Also bei Höchstgeschwindigkeit der FA-18 mit eingeschaltetem Nachbrenner (1918km/h) hätte das Flugzeug für die 400km West-Ost Ausdehnung ca. 12min. Da aber der Treibstoff mit Nachbrenner nur für 10-15min reicht( ohne Start und Landung) wird er dann einfach abstürzen. Somit fliegen wir mit Marschgeschwindigkeit ( ca. 450kts = 833km/h) was bei einer Distanz von 400km so ziemlich 30min sind. Also nix von unter 10min von Grenze zu Grenze ;)
    • 7immi 26.02.2016 14:40
      Highlight Highlight damit auch sie wissen, wofür wir eine luftwaffe brauchen und was ihr auftrag ist:
      http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/die_luftwaffe/auftrag.html

      und nein, helis genügen nicht, da sie zu langsam sind und nicht die höhe von mehr als 10'000m erreichen, was für den luftpolizeidienst von nöten wäre. das vbs ist nicht so blöd wie die einen denken...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chlinae_Tigaer 26.02.2016 13:26
    Highlight Highlight Hach wie lieblich doch die GSoA, Rauchschwaden der letzten Trötä noch in der Luft, hängen sie ihren Träumen und Fantasien von einer Welt ohne Krieg nach.

    Ich mag sie... irgendwie.
    • Andreas Weibel (1) 26.02.2016 23:25
      Highlight Highlight Chlinae_Tigaer vor 150 Jahren:

      "Ach, die Träumer, die denken, dass es je eine Schweiz ohne Krieg zwischen den Kantonen geben könnte, wo sich die Schweizer doch während Jahrhunderten gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben... Nie wird das geschehen, reine Phantasie ist das."
  • Sapere Aude 26.02.2016 12:44
    Highlight Highlight Mir scheint die operative Hektik verfrüht, da wird noch ganz viel Wasser den Rhein herunterfliessen, bis erst einmal eine Liste möglicher Typen vorhanden ist. Dass die SVP bereits jetzt kommunizieren sie wolle die Hürden höher stellen, hat jedoch einen faden Beigeschmack, da haben einige die Niederlage wohl noch nicht verdaut. Obwohl wir irgendwann neue Flieger brauchen werden, sollte das Volk darüber abstimmen können. Mutet schon ein bischen undemokratisch an, wenn eine mögliche Abstimmung bereits jetzt umgehen möchte.
  • pamayer 26.02.2016 12:23
    Highlight Highlight danke gsoa!
  • El_Sam 26.02.2016 12:20
    Highlight Highlight "Thomas Leibundgut: Zunächst möchte ich betonen, dass die Schweiz eine zivile Luftpolizei braucht."

    Und wie soll diese denn bitte aussehen? Denkst du da eher an die REGA oder an Securitas-Flieger?
  • malu 64 26.02.2016 11:54
    Highlight Highlight Maett/Da nützt sportlicher Geist nichts mehr. Der zweite Weltkrieg ist längstens vorbei. Mit den heutigen Waffensystemen werden
    auch die neusten und teuersten
    Kampfjets in Minuten zerstört.
    Leider überschätzten sich die
    Schweizer Militärs permanent.
    Es braucht schliesslich eine Recht
    fertigung, warum man wochen
    lang der Arbeit und der Familie
    fernbleibt. Wir die miteinander
    Militär geleistet haben sind
    zur Erkenntnis gekommen, dass
    man im Falle eines Krieges vorher
    abhaut. Was für eine Flagge über
    meinem Geburtsland weht ist mir
    egal!

    • Maett 26.02.2016 14:56
      Highlight Highlight @malu 64: "Was für eine Flagge über
      meinem Geburtsland weht ist mir
      egal!" - damit erübrigt sich ja jede Diskussion. Natürlich votieren Sie gegen die Armee, wenn es für Sie offensichtlich belanglos ist, unsere Werte zu erhalten - wozu auch gehört, sich zu schützen. Weitere Kriege sind ja leider nicht unrealistisch.

      Und wie ich zuvor schon sagte: man unterschätzt die eigene Armee immer, so wie man andere Armeen überschätzt. Das tun alle. Dass die Soldaten im Kriegsfall abhauen, wird auch überall gesagt, meist von Armeegegnern. Die Realität zeichnet in fast jedem Konflikt ein anderes Bild.
    • Bowell 26.02.2016 18:00
      Highlight Highlight @malu 64: Lustig, was denkst du denn wie die Flagge "getauscht" würde? "Klopfklopf, wir wollten kurz fragen ob wir das Land übernehmen können, wenns keine Umstände macht?" Spätestens deine neue Regierung müsste ja dann, ausgehend vom
      Expansionskurs, ordentlich militarisiert sein, aber das wäre dir ja dann egal;), oder?
    • rodolofo 27.02.2016 09:08
      Highlight Highlight @ Bowell
      Heute müssen sie ein Land nicht mehr "übernehmen".
      Sie kaufen einfach die Firmen auf und verlagern dann das Know how und die Einrichtung.
      Die Chinesen machen eindrücklich vor, wie das geht!
      Und unsere "Eliten" können dem "Ausverkauf der Heimat" nicht widerstehen. Die sehen nur noch "Blingbling" und "viele Fränkli" in der eigenen Tasche und auf dem eigenen Geheimkonto.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stiberium 26.02.2016 11:42
    Highlight Highlight Was mich mal wunder nehmen würde. Was ist die persönliche Motivation für oder gegen Kampfjets zu sein.

    Ich sehe da auch einfach extrem viel Geld, welches ausgegeben wird für Flieger, welche extrem viel Geld verschlingen. Statistisch gesehen brauchen wir wohl kaum eine solch grosse Flotte an Kampffliegern. Aber was weiss ich schon, war nur Pänzeler...
    • Buebi 26.02.2016 14:23
      Highlight Highlight Statistisch gesehen brauchten wir in den letzten 100 Jahren auch nie einen einzigen Panzer.




  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 26.02.2016 10:40
    Highlight Highlight Also die GSoA übertreibt wieder viel zu sehr.. ich war zwar nicht für den Grippen aber es wird schon zeit das wir mal aus den 90ern rauskommen in gewissen militärischen Dingen.. und ja wir brauchen einen sicheren Luftraum...
    • HotShot 26.02.2016 11:15
      Highlight Highlight GSoA sind doch alles UT .
      Die Luftwaffe ist wichtig! Ausserdem haben wir dem Gripen ein NEIN gegeben und nicht allgemeind zur Luftwaffe ein nein, liebe GSoA das ist ein unterschied!
    • C0BR4.cH 26.02.2016 12:46
      Highlight Highlight @HotShot
      Ich unterschreibe jede Forderung der GSoA und bin nicht UT. Just FYI.
    • StefanZaugg 26.02.2016 20:46
      Highlight Highlight @C0BR4.cH
      Spart wohl Energie, wenn man nicht mehr selber denken muss und einfach die Meinung anderer nachplappert
  • 7immi 26.02.2016 10:22
    Highlight Highlight Leibundgut bringt die f35 in die diskussion, welches nur im verband (mit kriegsschiffen zb.) sinnvoll ist. Er zeigt somit, dass er nicht wirklich eine ahnung hat von was er spricht.
    Auch seine aussage bezüglich einsatzdauer ist inkompetent. Die flugzeuge hat eine technisch basierte lebenszeit von 5000 flugstunden. Daran kamm kein politiker etwas ändern. Da die tiger schwächeln werden die fa 18 mehr gebraucht, ergo sind die 5000 stunden schneller erreicht. Die 500 mio werden zur lebensdauerverlängerung um 500-1000h benötigt. Eine notlösung der armee, da unverhältnismässig teuer.
    • StealthPanda 26.02.2016 11:57
      Highlight Highlight @7immi Yes du verstehst um was es geht und verstehst auch das wir nicht mit dem Ami System arbeiten können. Doch frage ich mich was sind die Alternativen? Gripen ( mein Favorit in punkto Anforderungskatalog) wurde abgelehnt. F35 ist mit unserer Armee inkompatibel. Su- 27 derivate brauchen zu viel Most und ihre Waffensysteme sind inkompatibel, Rafale hat mit den MagicII IR Raketen nur Probleme, zusätzlich könnte sie unter den Atomwaffensperrvertrag gehen da sie nuklear Bewaffnet werden kann. Was haben wir für Alternativen?
    • strudel 26.02.2016 13:39
      Highlight Highlight ganz einfach:
      f35 kaufen -> kriegsflotte aufbauen -> ... -> weltherrschaft
    • The Destiny // Team Telegram 26.02.2016 13:54
      Highlight Highlight @strudel Flugzeugträger auf dem Genfer-zürcher-bodensee ganz gute Idee.

      Die können da ja kaum wenden xD
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 26.02.2016 09:58
    Highlight Highlight "Zunächst möchte ich betonen, dass die Schweiz eine zivile Luftpolizei braucht. Das ist auch in der GSoA unbestritten. Dafür braucht es allerdings keine hochgerüstete Flotte von Kampfflugzeugen."

    Aha, also Luftpolizeidienst ja, aber bitte ohne Kampfflugzeuge?
    Also wie jetzt?
    Vielleicht mit Playmobil-Spielzeug im Tower?
    Oder kleinen an Schnüren gebundenen Drachen im windigen Jura?

    Zu doof um inhärent zu argumentieren....
    • Bullet-Tooth-Joni 26.02.2016 10:21
      Highlight Highlight und um den Schweizer Luftraum zu sicher benötigen wir die neusten, besten und teuersten Flugis??? dess is lachhaft!!
    • Perseus 26.02.2016 10:24
      Highlight Highlight GSoA halt. Was erwartest du mehr?
    • goschi 26.02.2016 11:23
      Highlight Highlight @Jonas Schärer, wir brauchen gute und für den Einsatzzweck geeignete Kampfflugzeuge und genau das sucht die schweizer Armee.

      Wieso diese unnötigen populistischen Superlative, die so nicht stimmen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 26.02.2016 09:34
    Highlight Highlight Milliardenentscheide gehören vor's Volk. Egal ob man jetzt für oder gegen neue Kampffliegerli ist. Wir stimmen ja auch sonst über vollkommene Nichtigkeiten ab. Es geht hier nicht um Peanuts. Ich bin übrigens unterdessen durchaus für den Ersatz der unterdessen uralten Tiger Flotte.
    • 7immi 26.02.2016 10:05
      Highlight Highlight ... Dann solten wir über entwicklungshilfe und andere ausgaben auch abstimmen, was dann ausarten würde. Schlussendlich will man in der ch die armee. Also sollte sie auch die nötigen mittel erhalte. So verhält es sich ja auch mit der entwicklungshilfe. Ausserdem handelt es sich um eine ersatzbeschaffung und nicht um eine aufrüstung...
    • atomschlaf 26.02.2016 10:37
      Highlight Highlight Unsinn. Es gibt auf Bundesebene kein Finanzreferendum. Auch die Gripen-Abstimmung wäre rein rechtlich gesehen nicht notwendig gewesen.
  • FuriousPete 26.02.2016 09:28
    Highlight Highlight Da hat einer das politische System wohl nicht ganz verstanden. Wenn Ausgaben zu Lasten des ordentlichen Budgets plötzlich referendumsfähig sein sollen (was sogar die SVP fordert), wäre das i.O. Allerdings stimmen wir dann künftig über viele Dinge ab (z.B. Sozialausgaben). Man kann das VBS nicht einfach anders behandeln, weil man Armee-Gegner ist, sorry aber so funktioniert das nicht. Das man bei dr heutigen Lage noch ernsthaft für eine komplette Abschaffung der Armee einstehen kann ist lächerlich.
    • malu 64 26.02.2016 11:07
      Highlight Highlight Ich finde lächerlich, wer meint, dass unsere Armee bei einem
      bewaffneten Konflikt den Hauch
      einer Chance hätte. Ich hatte auch
      das vergnügen in dieser KomödiantenTruppe mitzu
      machen. Im Ernstfall würde sich
      die Hälfte selber anschiessen und
      die andere Hälfte würde schreiend
      davonrennen. Die paar Wochen
      Kriegsspiele machen aus keinem
      Mann einen Krieger. Wer wird
      heute sein Leben für die Schweiz
      opfern? Ist deine Familie oder
      die Freundin stolz wenn du einen
      Heldentod stirbst für dein Land?
      Vielleicht in kitschigen Ami Filmen.
      Unsere Armee dient an der Grenze
      nur dazu, kriegstraumatisierte
      Flüchtlinge einzuschüchtern oder
      zu erschrecken.




    • Maett 26.02.2016 11:20
      Highlight Highlight @malu 64: dass die Armee von der eigenen Bevölkerung unterschätzt wird ist relativ typisch und in vielen Ländern zu beobachten, in denen die eigene Armee schon länger keine Ernsteinsätze zu bestreiten hatte.

      Nichtsdestotrotz bleibt anzuerkennen, dass die Schweiz kaum "einfach so" einzunehmen wäre, dafür ist die Armee schlichtweg zu gut ausgerüstet, trainiert und - ganz wichtig - mit Milizsoldaten gesegnet. Berufssoldaten laufen im Angesicht der Niederlage davon, wer stirbt schon gerne für Geld. Durch die vielen Sparmassnahmen wurde sie aber sicherlich nicht gestärkt, das ist schon richtig.
    • Tom Garret 26.02.2016 11:32
      Highlight Highlight Es geht unter anderem auch um den Luftschutz, nicht einfach nur um Krieg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 26.02.2016 09:28
    Highlight Highlight Kann mich wer aufklären? Ist es nicht so, das die Schweiz Kampfflugzeuge haben muss? Ich meinte da gibt es was bezüglich Int. Abkommen. Und unsere alten Flugzeuge müssen doch irgendwann ersetzt werden. Wieso also kann eine Gruppierung dann glauben das man nie mehr neue Flugzeuge anschaffen wird?
  • glüngi 26.02.2016 09:25
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz.. als wir abgestummen haben ging es darum das wir über eine zusätzliche Finanzierung abgestummen haben um diese Flieger zu kaufen.

    Jetzt aber werden diese mit dem vorhandenen und bewilligten Budget gekauft verstehe ich das richtig?

    Denn wenn das so ist finde ich es I.O. und super wenn man die so kaufen kann. (obwohl ich denke das wir das Militär-budget kürzen sollten)

    Ausserdem spart man mit diesem Flieger in Zukunft ja auch Geld da er sparsamer ist und weniger Wartung braucht als die alten F(Klapperschüssel)-18

    Ausserdem sind die wahrscheinlich sicherer...
    • MasterPain 26.02.2016 09:43
      Highlight Highlight Es werden die F-5 ersetzt... nicht die F/A-18 ... 😒
    • glüngi 26.02.2016 09:50
      Highlight Highlight äääh ja stimmt...
      ganz vergessen... ja umso besser...
    • atomschlaf 26.02.2016 10:40
      Highlight Highlight EvilBetty: Es müssen auch die F/A 18 ersetzt werden, weil diese nun häufiger als ursprünglich geplant eingesetzt werden müssen, da die F-5 nicht wie geplant durch den Gripen ersetzt werden konnten.
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Milliarden-Deal um Kampfjets: Vielleicht springt am Schluss ein Amerikaner aus der Büchse

Die Armee von Viola Amherd glaubt ein Auswahlverfahren für Kampfjets installiert zu haben, das Manipulationen verhindert.

Für viele ist der «Rafale» der Favorit, das Flugzeug von Dassault, den Franzosen. Weil er als solides und bewährtes Mehrzweckflugzeug gilt, weil er die letzte Ausscheidung leistungsmässig angeblich gewonnen hat, weil die Schweiz vielleicht mit Vorteil bei einem europäischen Nachbarn kauft.

Aber es kann auch ganz anderes kommen. Es kann sein, dass am Schluss der laufenden Ausmarchung für neue Kampfflugzeuge ein US-Jet ganz oben auf der Rangliste erscheint, der Super Hornet von Boeing oder der …

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