Schweiz
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Vegi Leberwurst

Beleidigte Leberwürste? «Endlich zeigt's diesen Pflanzenfressern mal jemand», scheinen die Reaktionen auf das Urteil der EU-Richter zu schreien. Bild: Hiltl

Kommentar

Liebe Karnivoren, lasst die Vegi-Wurst in Ruhe!

Schadenfreudig reiben sich selbsternannte Foodies die Hände: Veganer dürfen ihr Essen laut EU-Richtern nicht mehr «Käse» oder «Joghurt» nennen. Die Reaktionen sind an Überheblichkeit kaum zu überbieten. Warum es Fleischesser nichts angeht, was Vegetarier essen.



Ja, die aufgemalten Grillstreifen auf Tofu-Bratwürsten sind lächerlich. Die Konsistenz lässt nicht selten zu wünschen übrig. Und beim Blick auf die Zutatenliste kann es einem schon mal kalt den Rücken runterlaufen. Na und?

Kollegin Simone Meier hat sich über den Entscheid der höchsten EU-Richter, Bezeichnungen wie «veganer Käse» zu verbieten, geradezu diebisch gefreut. Endlich zeigt's diesen Pflanzenfressern mal jemand! Dass «Fleischverzichter» nachts von einem «in Butter ausgebackenen Wiener Schnitzel träumen», und dennoch nicht wollen, dass ihretwegen Tiere getötet werden – allein der Gedanke an diese Doppelmoral scheint ihr unerträglich.  

Das spricht für meine Kollegin gegen Seitan-Würste und Weizen-Schnitzel

Warum nur? Wir leben in einer Zeit, in der fast alles erlaubt ist. Wir dürfen lieben, wen wir wollen. Sex haben, mit wem es uns gefällt. Bei der Wahl unseres Lebensstils auf jegliche gesellschaftlichen Normen pfeifen. Aber wehe, ein Vegetarier wagt es, etwas Wurstähnliches zu verspeisen – und es dann auch noch «Wurst» zu nennen!

Geht es um die Frage, ob jemand Tierisches isst oder nicht, brennen bei manchen Zeitgenossen die Sicherungen durch – auf beiden Seiten des Tofugrabens, wohlgemerkt. Wer sonst noch so rational argumentiert, wirft plötzlich mit trötzeligen Phrasen um sich. Und entwickelt eine Anspruchshaltung, die in jedem anderen Lebensbereichen als Anmassung empfunden würde.

Als Karnivorin erwarte sie von der fleischfreien Küche, dass diese keine Kopien fertige, sondern eine Erweiterung darstelle, schreibt Simone Meier. «Eine alternative Esskultur» fordert sie. Wie wohl die Reaktionen ausgefallen wären, hätte sie einer anderen Bevölkerungsgruppe als Aussenstehende eine «Kultur» verordnet? Oder, weniger dramatisch ausgedrückt: Was geht es sie an, was auf meinem Teller liegt?

Wenn es einen Vegi nach Trash-Food gelüstet: warum soll er der Versuchung nicht nachgeben?

Gewiss: Es ist ungleich stilvoller, ein original indisches Korma-Curry zu essen als sich ein Quorn-Schnitzel reinzupfeifen. Die Geschmacksexplosion des Rotkohl-Mango-Salats des Küchengotts Yotam Ottolenghi ist unerreicht, keine Seitanwurst der Welt kommt nur annähernd daran heran.

Und dennoch: Wenn es einen Vegi nach Trash-Food gelüstet (dem die watson-Redaktion erklärtermassen zugeneigt ist): Warum soll er der Versuchung nicht nachgeben?

Wer auf Fleisch oder andere tierische Produkte verzichtet, kann das aus verschiedensten Gründen tun. Ist es, weil man die industrielle Massenhaltung und das Schlachten von Tieren ablehnt? Den Geschmack von Käse, Milch oder Fleisch kann man trotzdem mögen. Ein Hoch auf die Lebensmittelindustrie, die Kopien erfindet, die dem Original geschmacklich zumindest ähneln, ohne dabei Tierleid zu verursachen.

Sind es ökologische Gründe, die jemanden zum Fleischverzicht bewegen? Ja, die Herstellung von Vegi-Produkten ist teilweise höchst energieintensiv. Aber kann nicht jeder Konsument selber entscheiden, was er mit seinem Gewissen vereinbaren kann?

Umfrage

Was hältst du von Vegi-Würsten?

  • Abstimmen

1,811

  • Igitt. Eine Schande für unsere Esskultur.31%
  • Meins sind sie nicht, aber wems schmeckt...38%
  • Super, zum Glück gibt es solche Produkte.31%

Fast schon rührend ist schliesslich das Argument, die Vegi-Produkte seien «schwer verdaulich», «Allergien triggernd» und «wässrig». Liebe Simone, lass meine Verdauung, die Reaktion meines Körpers auf Allergene und meine Geschmacksknospen meine Sorge sein! 

Ich habe nichts unterschrieben, als ich Vegetarierin wurde. Nicht, dass ich ein besserer Mensch sein werde als andere. Nicht, dass ich mich gesünder ernähren werde.

Die Logik, die den meisten Vegi-Wurst-Bashings zugrunde liegt, ist folgende: wer dem Fleisch schon abgeschworen habe, solle wenigstens konsequent Verzicht üben. Doch dem liegt ein Missverständnis zugrunde: Ich habe nichts unterschrieben, als ich Vegetarierin wurde. Nicht, dass ich ein besserer Mensch sein werde als andere. Nicht, dass ich mich gesünder ernähren werde. Und auch nicht, dass ich meinem Gaumen nur noch Gourmet-Food zumuten werde.  

Wer A sagt, muss in dem Fall nicht B sagen. Aus dem individuellen Entscheid zu einer bestimmten Ernährungsweise lassen sich weder kulinarische noch moralische oder politische Konsequenzen ableiten. Immer vorausgesetzt, der Vegetarier fühlt sich seinerseits nicht dazu berufen, die Ernährungsweise seiner Mitmenschen zu kritisieren – und hier liegt wohl der Hund begraben.

Verständlich, dass sich angegriffen fühlt, wer sich beim Zmittag von militanten Vegetariern «Du-hast-da-ein-totes-Tier-auf-dem-Teller»-Gepöbel gefallen lassen muss. Liebe Karnivoren, machen wir einen Deal: Wir funken euch nicht in die Wahl eures Essens rein, und ihr uns nicht. Und dann trinken wir zusammen ein Bier – vegan oder nicht, ganz wie es euch beliebt.

Achtung, ihr Kritiker: Bald sind Tofu-Würste eure geringste Sorge

abspielen

Video: srf

Und zur Versöhnung: #FoodPorn vom Feinsten!

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197Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Aussensicht 16.06.2017 14:44
    Highlight Highlight Ich bin Hobby Vegetarier. Dieser Artikel spricht mir aus der Seele. Dieses Thema ist sehr Dogmabehaftet und viele Menschen werden nie begreifen was wir zwei meinen.
  • Wilson_Wilson 16.06.2017 09:07
    Highlight Highlight Logisch geht es uns nichts an... aber über die Vegi-Wurst zu lachen verbietet uns niemand! 😂
  • Karl33 16.06.2017 08:38
    Highlight Highlight "Warum es Fleischesser nichts angeht, was Vegetarier essen."
    Und im Umkehrschluss: "Warum es Vegetarier nichts angeht, was Fleischesser essen"? Oder dürfen sowas nur die überheblichen Vegetarier verlangen?
  • one0one 16.06.2017 08:36
    Highlight Highlight man sollte Gift auch nicht in Trinkflaschen fuellen wegen der toedlichen verwechslungsgefahr... so aehnlich ist das mit veganem kaese... der ist nicht toedlich aber im ersten moment meint man man muesse sterben. geschmacklich hat das ja wirklich gar nichts mit kaese zu tun.. da zieht das argument der geschmacksbefriedigung m. M. nicht... nicht mal im entferntesten... aber grundsaetzlich soll jeder essen was und wann er mag. und weder belidigte artikel noch reisserische kommentare verfassen :)
  • rodolofo 16.06.2017 06:59
    Highlight Highlight Liebe Vegane Asketen-Heilige,
    NIEMAND will Euch Eure überhaupt nicht knackigen Grillknacker und Eure Soja-Joghurt (am Anfang denkst Du noch: Gar nicht mal so schlecht! und etwa in der Mitte des Joghurts "lupft" es Dich fast, so dass Du das pflanzliche Joghurt ökologisch korrekt zurück in den Kühlschrank stellen musst) wegessen!
    Esst die mal schön selber!
    Das habt Ihr Euch selber eingebrockt!
    Und nun setzt Euer säuerliches Vegan Cheese!-Lächeln auf!
    "Mmh! Das ist dann fein! Und so gesund! Und kein Tier muss sterben dafür! Aber ich sterbe jetzt dann bald. Ich glaube ich leide an Genuss-Mangel!"
  • Willkommen 15.06.2017 19:42
    Highlight Highlight Öffentliche Vegetarier: Minderwertigkeitskomplexe hoch 2
  • Beni Schweiz 15.06.2017 18:45
    Highlight Highlight "Warum es Fleischesser nichts angeht, was Vegetarier essen."
    Darüber können wir dann diskutieren, sobald sie Vegis und insbesondere die Veganer checken, dass es sie EBENSO nichts angeht, was Nicht-Vegis und Nicht-Veganer essen. Merci Tschüss und Ade ;)
    • TJ Müller 15.06.2017 21:03
      Highlight Highlight Nicht ganz richtig. Fleisch essen belastet die Umwelt allgemein mehr (Tribhausgase, Landverbrauch, Transportwege des Futters) womit die ganze Gesellschaft mit den Konsequenzen (wie Klimaerwärmung) leben muss. Ob nun ein Veggi sein Quorn Ding das in eine Wurt gepresst ist, Wurst oder Quorn-Gurke nennt ist hingegen für die Gesellschaft eigendlich irrelevent.
  • 45rpm 15.06.2017 18:33
    Highlight Highlight Vielleicht könnte beispielsweise die ehemalige DDR etwas Inspiration bringen, um sich vom Westen abzugrenzen, wurden verschiedene Begriffe neu erfunden:
    Brathuhn = Broiler
    Hamburger = Grilletta
    Pizza = Krusta
    Hot Dog = Ketwurst

    Unterhaltungsbereich:
    DJ = SPU
    • EvilBetty 15.06.2017 20:13
      Highlight Highlight Sarg = Erdmöbel
  • Ass 15.06.2017 17:38
    Highlight Highlight Wer hip sein will ist vegi oder veganer. Alles andere ist eine Ausrede!
    Wer konsequent ist ist ein Fructarier
    • rodolofo 16.06.2017 07:02
      Highlight Highlight Du versuchst also, eine Modewelle daraus zu machen?
      Bei den Mager-Models könntest Du damit Erfolg haben. Die dürfen ja eh fast nichts essen.
    • Ass 16.06.2017 09:17
      Highlight Highlight Nein ich nicht. In dieser Beziehung bin ich ein uncooler Fleischesser. So wie es die Natur vorgesehen hat
  • Besserwisser 15.06.2017 17:19
    Highlight Highlight Es ist schon erstaunlich, was für eine Entwicklung vonstattengeht. Menschen welche sich durch Ihr gewähltes Essen definieren und einer Gruppe zuordnen müssen. Vegetarier, Veganer, Frutarier, Flexitarier, Pescetarier, Karnivorer. Was soll dieser Schei**? Jeder soll das essen was er möchte und niemand anders dafür belehren. Ich habe das Gefühl, gewisse Menschen brauchen eine Gruppe mit der Sie sich identifizieren können und für die habe ich eine Antwort. Sucht euch einen Verein - egal ob Sport oder Musik oder sonst was - da habt ihr eine Gemeinschaftsidentifikation und macht etwas Sinnvolles.
    • Dodo1 15.06.2017 17:31
      Highlight Highlight Also ich habe mich aufgrund moralischer Bedenkendafür entschieden. Ich hätte ein schlechtes Gewissen (und mittlerweile auch etwas Ekel davor in einen Muskel zu beissen), wenn ich Fleisch essen würde. Dank vielen Produkten ist die Fleischlose Ernährung auch problemlos möglich. Ich mache das für mich und nicht, um irgendeinem Kollektiv anzugehören, da muss ich sie enttäuschen.
    • Besserwisser 15.06.2017 17:47
      Highlight Highlight @Dodo1 Und trotzdem untermauern sie den Punkt der "Belehrung" von mir sehr schön. Warum begründen Sie Ihren Entscheid, auf Fleisch zu verzichten? Niemand soll sich dafür rechtfertigen müssen für das was er ist und was er isst.
    • Datsyuk * 15.06.2017 18:00
      Highlight Highlight Niemand soll sich für seine Handlungen rechtfertigen müssen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 15.06.2017 17:05
    Highlight Highlight Eine vegan "LEBER"-Wurst? Hallo?
    • dmark 15.06.2017 20:03
      Highlight Highlight Jepp. Tofu-Leber, gestopft. ;)
  • Caturix 15.06.2017 16:08
    Highlight Highlight Am Sonntag wird grilliert, so wie fast jeden Sonntag von Mai bis September. 100% Schweizer Flesich, Bio, Naturafarm... Tsch, Tsch...
    Wer lieber Vegan oder Vegetarisch lebt soll es und soll auch kaufen was er will und das kann auch den Namen haben wie Vegetarische Rindsleberwurst ist mir egal ich muss es ja nicht kaufen.
    • DonDude 15.06.2017 17:57
      Highlight Highlight Und noch besser. Ich muss es auch nicht essen!!!!
  • Bruno S.1988 15.06.2017 15:21
    Highlight Highlight Ich verstehe, dass es viele wütend macht, wenn andere einen völlig anderen Lebensstil pflegen und dabei Missstände aufdecken. Verursacht ein schlechtes Gewissen! Wer möchte schon ständig damit konfrontiert werden dass man eigentlich "etwas falsches" tut.
    Dabei wissen eigentlich viele über die Missstände bescheid. Niemand sieht gerne bei der Massentierhaltung hin! Geschweige denn beim Schlachtender Tiere!
    Dieses YT-Video ist sinnbildlich dafür! Warum möchte niemand mehr plötzlich frische Wurst kaufen?! Würdet ihr es trotzdem kaufen?
    Play Icon
    • Bruno S.1988 15.06.2017 15:27
      Highlight Highlight Hier noch eine bessere Version des Videos mit Untertitel!
      Echt witzig!
      (Keine Angst, dieses Videos ist ohne Schlachtszenen oder sonstige!)
      Play Icon
    • Barracuda 15.06.2017 16:02
      Highlight Highlight Bruno, es geht hier nicht darum, ob es falsch ist Fleisch zu essen bzw. sich vegan zu ernähren. Missionieren ist also nicht angebracht! Hast du den Artikel gelesen? Es geht um den Etikettenschwindel und den Widerspruch, dass Veganer ihr Essen paradoxerweise nach Fleischprodukten benennen. Warum wird alles zwanghaft nachgeahmt, imitiert oder generell als etwas angepriesen, das es nicht ist? Weil das vegane Produkt dadurch zu wenig sexy wäre? Ach ja, das überspitzte Video, das du verlinkt hast kennen unterdessen alle von dir. Du brauchst es nicht in jedem Vegan-Artikel zu wiederholen;-)
    • grünergutmensch 15.06.2017 16:19
      Highlight Highlight barracuda, wer missioniert? es zeigt ja nur auf wie pervers der umgang mit tieren ist. bzw solange das fleisch schön im kühlregal hängt ist gut, schlachthäuser sollten wirklich glaswände haben. oder wie auf zigipäckli zeigen wie und wo geschlachtet wurde und wo das tier aufwuchs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Siebenstein 15.06.2017 14:43
    Highlight Highlight Nichts gegen die freie Entscheidung sich so oder so zu ernähren, aber...was zumindest diskussionswürdig ist, ist die Frage ob vegan lebende, streng gläubig lebende (beliebige Lebensphilosophie hier eintragbar) Menschen moralisch richtig handeln wenn sie ihren Kindern diese Dogmen als einzig richtig vermitteln.
    Genauso finde ich es stossend wenn ständig versucht wird seine Umwelt zu bekehren oder Anderdenkende sogar als schlechte Menschen verunglimpft werden.
    Ansonsten soll doch jeder nach seiner Fasson glücklich werden...☺️
    • Datsyuk * 15.06.2017 16:13
      Highlight Highlight Glücklich auf Kosten der Tiers, oder nicht?
    • Datsyuk * 15.06.2017 16:13
      Highlight Highlight * Tiere
    • Siebenstein 15.06.2017 18:32
      Highlight Highlight Eben das meinte ich...^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tamtam87 15.06.2017 14:35
    Highlight Highlight "Wer A sagt, muss in dem Fall nicht B sagen. Aus dem individuellen Entscheid zu einer bestimmten Ernährungsweise lassen sich weder kulinarische noch moralische oder politische Konsequenzen ableiten."

    Quatsch. Die ernährungsform ist heute so fest wie noch nie beinflusst von moralischen, kulinarischen und politischen strömungen.
  • Bluespicker 15.06.2017 14:34
    Highlight Highlight Well done
  • Hochen 15.06.2017 14:28
    Highlight Highlight Bin mit der Autorin 100% einverstanden auch wen ich selber nicht auf Fleisch verzichten will! Und wer in der heutigen Zeit ( in der Industrialisierten Welt) nicht weiss was Vegan oder Vegetarisch ist ( was automatisch erklärt das eine Vegane Wurst kein Fleisch beinhaltet), der sollte vielleicht allgemein darüber Nachdenken ob es nicht eine Möglichkeit gibt seine Allgemeinbildung zu verbessern!
    • Melsqy 15.06.2017 17:24
      Highlight Highlight Bester Kommentar! :D
      Das ist im Grunde als wäre bei Gelben Tomaten (ja, die gibt's) nicht klar, dass sie imfall gelb und nicht rot sind. Und dann gibts ja noch die Fleischtomate..
  • ch2mesro 15.06.2017 13:51
    Highlight Highlight zum glück gibt es noch die religionen, sonst würde sich die menschheit bald wegen solchem bullshit die köpfe einschlagen....😏
    • DonDude 15.06.2017 21:46
      Highlight Highlight Für manche scheint Veganismus Religion zu sein.
  • Barracuda 15.06.2017 13:43
    Highlight Highlight Jeder soll essen, was er will, darum geht es auch gar nicht. Widersprüchlich und lächerlich ist nur, wenn man dann ein 100% veganes Produkt ums Verrecken nach dem benennt, was es genau nicht sein soll... nach einem typischen Fleischprodukt. Der Begriff "Wurst" ist ja noch knapp vertretbar, aber "Leberwurst" und "Rindsfilet" sind an Absurdität nicht zu überbieten. Warum benennen AUSGERECHNET Vegies ihre Speisen nach Fleischprodukten? Wenn ich aus meinem Hack ein Apfel forme, ist es deswegen doch auch noch lange kein Apfel. Das Verbot der irreführenden Bezeichnungen ist absolut OK.
    • Tavares 15.06.2017 14:58
      Highlight Highlight Richtig, danke für dieses klare Statement!
      Ich würde sogar noch weiter gehen. Vegane Produkte sollen doch gerade eigene Namen verwenden, so dass diese als eigenständiges Produkt wahrgenommen werden!
    • Phrosch 15.06.2017 15:19
      Highlight Highlight Genau die Frage stelle ich mir auch: warum will jemand, der aus Tierliebe auf jede Art von tierischen Produkten verzichtet, eine - wenn auch fleischfreie vegane - Leberwurst (!!!) essen??? Dass einem nicht schon beim Gedanken übel wird... Oder zeigen sich da unterschwellige Zweifel am veganen Glauben?
    • Dodo1 15.06.2017 16:34
      Highlight Highlight Weisst du, was ausser Leber noch in einer Leberwurst steckt? Es ist nicht nur Fleisch drin, deshalb auch der Markante Geschmack.
      Mit dem "vegetarische Leberwurst" Titel wird aufgezeigt, dass dieses Produkt so schmeckt und eine Ähnliche Konsistenz aufweist, wie eine Leberwurst. Wie genau soll ich das vor dem Kauf wissen, wenn es nicht so benannt ist?
      ich als Vegetarier, der früher gerne Leberwurst gegessen hat (und ja, ich schränke mich aufgrund Moralischer Bedenken selbst ein) würde das kaufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 15.06.2017 13:29
    Highlight Highlight "Wer A sagt, muss in dem Fall nicht B sagen. Aus dem individuellen Entscheid zu einer bestimmten Ernährungsweise lassen sich weder kulinarische noch moralische oder politische Konsequenzen ableiten."

    Eine etwas merkwürdige Argumentation. Die Frage bliebe dann, warum man dann überhaupt Vegetarierin geworden ist. Ich hoffe doch aus moralischen Gründen.
    • Sandro Lightwood 15.06.2017 13:48
      Highlight Highlight Wegen den Tieren? Komische Frage.
    • demokrit 15.06.2017 14:08
      Highlight Highlight Na, das ist dann doch ein moralischer Grund. Dann lassen sich auch moralische Konsequenzen daraus ableiten.
    • Dodo1 15.06.2017 16:45
      Highlight Highlight Also sagen wir mal eine Mutter will ihr Kind nicht schlagen, aus moralischen Gründen. Lait ihrer Logik hat sie nun 2 Möglichkeiten:
      1. Moralisch absolut richtig handeln, Waisenhäuser unterstützen, bei jedem Produkt penibel ä darauf achten, dass kein cent Kinderarbeit unterstützt und sich komplett einschränken.
      2. Ihr Kind körperlich misshandeln, da alles andere Doppelmoral wäre.

      Sehen sie die Logiklücke? Es gibt nämlich noch etwas zwischen ganz oder garnicht.
      Jeder soll selbst entscheiden wiesehr er sich einschränken will. Aber etwas ist besser, als garnicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Groovy 15.06.2017 13:25
    Highlight Highlight Es geht doch nicht um Fleischesser vs. Veganer. Es geht um Etikettenschwindel. Das Produkt soll einfach enthalten was drauf steht. Das das quasi blasphemisch aufgefasst wird spricht Bände.
    • Liselote Meier 15.06.2017 13:44
      Highlight Highlight Durchaus aber wie sieht es mit FleischVOGEL, GrillSCHNECKE, FleischKÄSE, GÖTTERspeise, HAMburger, Ham=Hinterschinken), KINDERschokolade aus?

    • Luca Brasi 15.06.2017 14:06
      Highlight Highlight @Liselote Meier: Bei Hamburger ist der Fall klar, denn es kommt von der norddeutschen Stadt Hamburg und hat nichts mit Schinken zu tun. ;)
    • Menel 15.06.2017 14:07
      Highlight Highlight Babyöl finde ich in dem Zusammenhang immer wieder gruslig 😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • _PP_ 15.06.2017 13:24
    Highlight Highlight Dieses Urteil ist wirklich Mist! Ich kann echt nicht glauben, dass Leute NICHT wissen, dass Vegi-Wurst keine Wurst oder Soja-Milch keine Kuhmilch ist!

    Müssen wir etwa jetzt auch das Fruchtfleisch umbenennen? Darf die Ochsenherztomate ihren Namen behalten? Dass ich nicht lache!
  • Fanta20 15.06.2017 13:24
    Highlight Highlight Die Autorin hat im Grundsatz selbstverständlich und vollkommen recht. Jedem das Seine... Aber beim genannten EU-Urteil geht es ja rein um die (möglicherweise irreführende?) Bezeichnung von veganen Ersatzprodukten und nicht um das Lebensmittel an sich.

    Ohne irgendjemandem zu nahe treten zu wollen, betrachte ich persönlich einen veganen Lebensstil sehr kritisch. Für mich nimmt das manchmal fast religiöse Züge an und ist m. E. ein selbstauferlegtes Wohlstandsproblem: Nicht alle Erdenbürger können sich mit der Frage beschäftigen, was sie heute denn nun essen möchten.
    • Hops 15.06.2017 13:51
      Highlight Highlight Logisch gibt es viele Menschen, die von Fisch und Fleisch leben, weil es nicht anders geht - wie Inuits oder Massai-Stammesangehörige. Aber hier haben wir das gesunde & ethisch vertretbare Mass absolut verloren. Meine Grosseltern hatten wenns hoch kam einmal die Woche Fleisch. Die Massentierhaltung kommt ohne Antibiotika nicht mehr aus. Da läuft doch etwas fürchterlich verkehrt. Das Wohlstandsproblem sehe ich nicht bei mir - die seit sie vegan lebt weniger Geld ausgibt - sondern bei den Menschen, welche denken, tierische Produkte kämen aus einer Hochleistungsmaschine in einer Fabrik!!!
    • Fanta20 15.06.2017 14:20
      Highlight Highlight Auch das ist richtig. Die problematischen Seiten des Fleischkonsums kann und darf man nicht in Abrede stellen. Vielmehr sollte man (wie deine und meine Grosseltern anno dazumal) versuchen, zu einem etwas gesünderen Mass zurückzufinden. Dazu gehört m. M. halt aber eben auch, dass Lebensmittel mit tierischen Bestandteilen nicht einfach grundsätzlich verschmäht werden. Aus ökologischer Optik sind auch Veganer bei weitem nicht aus ihrer moralischen Verpflichtung entlassen (Avocado etc.)
    • Datsyuk * 15.06.2017 16:19
      Highlight Highlight Fleischesser essen keine Avocados?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rodgerio 15.06.2017 13:18
    Highlight Highlight !!Make Wurst Not War!!
  • fimo 15.06.2017 13:13
    Highlight Highlight Ich würde mal meinen, das mit dem Yoghurt und Käse ist ok, schliesslich beschreiben die Namen auch eindeutige Produkte. Bei Wurst und Burger ist es aber anders, da wird die Form definiert, somit ok für mich. (Obwohl ich mich auch schon gegrust habe ab dem Tofu-Wienerli, wo ich dachte es sei ein "normales :-) )
  • Triumvir 15.06.2017 13:12
    Highlight Highlight Danke Jacqueline Büchi. Dein Artikel spricht mir als langjährigem Vegi aus tiefstem Herzen! Er gehört zum besten, was ich diesbezüglich seit langem gelesen habe. Ich habe den verklausulierten Hass gewisser Karnivoren gegenüber Andersernährenden nie verstanden und werde diesen auch nie verstehen. Ich bin nämlich der Meinung: Leben und Leben lassen. Genau deshalb verurteile und belehre ich auch keine Karnivoren direkt (sondern verachte sie nur im stillen Kämmerlein ein bisschen ;-P)
    • Sandro Lightwood 15.06.2017 13:52
      Highlight Highlight Beruht halt auf Gegenseitigkeit. Hab schon mit genügend Vegitarier oder Veganer zu tun gehabt, die einem ihren Lebenssteil aufzwingen wollen. Aktion - Reaktion.

      Wobei ich nicht weiss was zuerst war, der Eierersatz oder das Huhn. 😏
    • ThePower 15.06.2017 14:11
      Highlight Highlight Warum ihr Vegis uns Omivoren (nicht Karnivoren, wir es nicht nur Fleisch) manchmal auf den Geist geht? Es ist genau die Selbstgefälligkeit, die auch in deinem Kommentar sehr stark rüberkommt. Also nicht wundern, wer austeilt muss auch einstecken können.
    • Phrosch 15.06.2017 15:29
      Highlight Highlight Triumvir, ich habe noch nie(!) erlebt, dass jemand, der auch Fleisch isst, Vegis zu überzeugen versuchte, dies doch auch zu tun. Allerdings passiert das Gegenteil regelmässig. Insbesondere Veganer erlebe ich öfters als intolerant oder gar militant und durchaus auch überheblich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Doeme 15.06.2017 13:07
    Highlight Highlight Ich gebe der Autorin absolut recht, was die Einstellung gegenüber Veganer und Vegetarier betrifft. Aber um das geht es gar nicht, Sie haben am Thema vorbei geschrieben. Es geht darum, dass es verboten ist vegane Produkte nach Produkten zu benennen, die Fleisch enthalten. Man kann doch nicht vegane Leberwurst verkaufen! Das ist ein Widerspruch in sich. Man preist eine Bratwurst ja auch nicht als Fleischgurke an...
    • _PP_ 15.06.2017 13:26
      Highlight Highlight Sie hat den Artikel vor allem als Antwort ihrer Arbeitskollegine Simone Meier geschrieben. Dieser Artikel ist nämlich wirklich voller Vegi-Bashing und ein literarischer Erguss voller Hass.
  • Mr_Burton 15.06.2017 13:04
    Highlight Highlight Vegane Wurst? Kein Problem, ich schnitz mir einen Brokoli aus nem Steak.
  • G.Oreb 15.06.2017 13:00
    Highlight Highlight Wie steht ihr als Vegetarier/Veganer eigentlich zu Insekten als Nahrungsmittel?
    • JaneSodaBorderless 15.06.2017 13:13
      Highlight Highlight Ich esse nix was Augen hat ;-)
    • grünergutmensch 15.06.2017 13:15
      Highlight Highlight doofe frage, insekten sind in meinen augen tiere.
      ich rette auch ameisen in der wohnung und trage sie ins freie etc.
    • dracului 15.06.2017 13:46
      Highlight Highlight Die (biblische) Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ist die Rechtfertigung für den Tierfleischgenuss, während man Menschen nur zum Fressen gern haben darf. Fische, Meeresfrüchte und Insekten sind für einige keine Tiere. Die Fragen gehen weiter: Sind Mikroorganismen Tiere/Lebewesen? Schlucken Veganer Sperma? Ist eine Pflanze ein Lebewesen? Letztlich muss jeder Erwachsene für sich selber entscheiden, was er/sie in den Mund nimmt. So wie es unterschiedliche Fleischesser (mit/ohne Lamm, Hirn, Innereien, Schwein etc.) gibt, gibt es auch unterschiedliche Vegetarier und Veganer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthiah Süppi 15.06.2017 12:56
    Highlight Highlight ❤️
  • Shabina 15.06.2017 12:54
    Highlight Highlight Der Aufschrei wäre wohl einiges grösser, wenn ein Anbieter zB. Vegie-Fleisch-Wurst verkaufen würde, und dann Fleisch drin wäre...
    Die Argumentation des Herstellers: Es steht doch auf der Verpackung gross im Namen: "Fleisch"! das Vegie bezieht sich nur auf den "Darmersatz" der verwendet wurde

    Es geht doch einfach darum, dass ein Produkt klar gekennzeichnet sein muss. Und sorry, bei eine "Vegie-LEBER-Wurst ist das einfach unklar...nicht wegen der Wurst sondern wegen der Leber...
    • Shabina 15.06.2017 13:19
      Highlight Highlight @Holle
      Blutorange+Leberkäs (In CH ist das Fleischkäse oder?) sind schlechte Beispiele, da diese Namen das Produkt klar definieren, da es sich um ein geläufiges Produkt handelt.

      Ich bin einfach froh, wenn ich nicht die Zutatenliste lesen muss um zu sehen, um was für ein Produkt es sich handelt.
      Das halte ich auch so von irreführender Werbung. Und die Argumentation, das die Nahrungsmittelindustrie das schon immer so handhabt, macht die Situation ja auch nicht besser. Die Menschen führen ja auch schon tausende Jahre Krieg...

      Ich reg mich gar nicht auf! Auch nicht über die Frühstücksflocken.

    • Arutha 15.06.2017 13:35
      Highlight Highlight Blutorange ist eine alte Frucht deren Namen sich über Jahrzehnte (keine Ahnung wie viele) sich eingebürgert hat und jedem klar ist, dass es eine Orange ist deren Fruchtfleisch dunkel ist. Wenn mir da jemand Blut verkauft in einer Verpackung die einer Orange ähnelt, dann wäre ich eher überrascht. Und Leberkäs wird in der Schweiz eh so nicht gesagt. Wenn schon Fleischkäse. *G* Aber ja das kann verwirrend sein.

      Nein man sollte sich noch über die ungesunden Zuckerfrühstücksfocken ärgern, denn es geht in der Diskussion ja gar nicht um Gesundheit.
    • Arutha 15.06.2017 15:19
      Highlight Highlight Was hat denn eine Vegie Leberwurst mit Leber zu tun?

      Man könnte das Produkt auch Streichwurst nennen. Oder Streichpaste, wenn man auch das Wurst weglassen will/soll.
  • Nuka Cola 15.06.2017 12:49
    Highlight Highlight Also das mit den Allergien ist ein Problem, dass man nicht einfach nur so wegverstecken darf.

    Allergien werden vererbt.

    Ausserdem kosten Allergien die Krankenkassen sehr viel Geld, und gehen allen anderen auf die Nerven.

    Und wenn ein Begriff nunmal etwas definiert, dann kann man ihn nicht einfach für was anderes verwenden. Ein Auto ist nunmal ein Auto, während ein Velo kein Auto ist.

    Ich mein ich finde die Idee gut, dennoch halte ich diese Ausprägung für Problematisch. Viel geschickter wäre ein allgemein wertschätzenderer Umgang mit Tiererzeugnissen.
  • Lord_ICO 15.06.2017 12:47
    Highlight Highlight Die Nutzung des Worts Karnivoren für Menschen die in ihrer Ernährung auch Fleisch essen geht mir langsam auf den Zeiger. Wir sind Omnivoren liebe watson Redaktion, oder kennt ihr einen Menschen der wirklich nur Fleisch isst?
    • Lord_ICO 15.06.2017 13:14
      Highlight Highlight Lieber Aron, dies hat nichts mit Religion zurechtbasteln zu tun, sondern mit der richtigen Bezeichnung. Es ist nun mal ein Fakt, dass eine Spezies die Fleisch und Pflanzen frisst, ein Omnivor ist. Ein reiner Fleischfresser ist ein Karnivor und ein Pflanzenfresser ein Herbivor. Das hat jeder in der Schule gelernt und trotzdem schafft man es nicht den richtigen Fachterminus zu benutzen. Falls du auch jetzt noch glaubst dass es mir um den "Aufbau einer Ideologie" geht, hilft dir Google gern weiter.
  • Bärbel 15.06.2017 12:46
    Highlight Highlight Genau DAS macht Vegetarier wie Jacqueline Büchi so unsympathisch:"Wer A sagt, muss nicht zwangsläufig auch B sagen!
    Das ist billig und egoistisch, denn wenn ich mich zu einer Lebenshaltung bekenne (und ja, Vegetarier zu sein, ist eine), dann akzeptiere ich auch eventuelle Konsequenzen! Und wenn ich aber tierische Produkte mag, dann fahr ich zu einem Bauern meines Vertrauens, wo es kein Tierleid und keine Massenhaltung gibt! Wo ich informiert werde, wenn wieder geschlachtet wird!
    Aber das Natürliche grossspurig ablehen, um dann das Künstliche zu konsumieren ist reine Idiotie!
    • grünergutmensch 15.06.2017 13:04
      Highlight Highlight welches künstliche? ich halte die masttierhaltung für alles andere als natürlich, genauso wie das küken schreddern und die kuh als stetige gebährmaschine zu halten. kennst du seitan? natürlicher gehts wohl nicht mehr oder?
    • Black hat (minus hat) 15.06.2017 13:06
      Highlight Highlight Was genau stört Sie, liebe Bärbel, jetzt an Jacqueline Büchi? Das ist in Ihrem ganzen Wut-Erguss irgendwie untergegangen...
    • Datsyuk * 15.06.2017 13:16
      Highlight Highlight Ich will nicht, dass Tiere getötet werden. Essen will ich noch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jeschibaba 15.06.2017 12:45
    Highlight Highlight Danke Jacqueline!!
  • Melsqy 15.06.2017 12:39
    Highlight Highlight Es ist doch wie überall... 99% der komplett friedlichen Vegetarieren/Veganern muss für den einen militanten Vollpfosten gerade stehen, der Fleischesser anpöbelt. Darum kommen die Omnivoren dann mit dem Argument: "Ihr Veganer seid ALLE militant und ihr ALLE wollt uns unser Fleisch wegnehmen!! mimimi"

    Darum: Essen und essen lassen. Denn wenn das allerallergrösste Problem in deinem Leben die Tatsache ist, dass dein Tischnachbar eine Wurst ohne Fleisch isst, dann kannst du dich doch relativ glücklich schätzen.
    • Tscheggsch? 15.06.2017 15:36
      Highlight Highlight Also in Ihrem Statement müssen nun auch 99% der komplett friedlichen Omnivoren für einen kompletten Vollpfosten geradestehen, der Veganer/Vegetarier anpöbelt. Irgendwie. Ich begreife das sowieso nicht. Ich wurde wegen meiner vegetarischen Ernährung noch nie angepöbelt...
    • Melsqy 15.06.2017 17:52
      Highlight Highlight Nein, das sehe ich leider gar nicht. Weil hier eine ganz grosse Lobby offensichtlich ein Gericht dazu gebracht hat, diesen Gesetzesentscheid zu fällen. Da dürften sehr viel mehr als nur ein einzelner "Vollpfosten" dahinter gewesen sein.
    • Qui-Gon 21.06.2017 15:37
      Highlight Highlight Man darf Vegetarisches nicht als Käse anschreiben. Korrekt, ist ja auch keiner. Aber jeder darf immer noch essen, was er will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • _PP_ 15.06.2017 12:38
    Highlight Highlight Toll, Jacqueline!! Du sprichst mir wirklich und wahrhaftig aus der Seele!

    Es ist manchmal wirklich anstrengend und mühsam, wie mensch sich dauernd rechtfertigen muss, wenn bekannt wird, dass mensch vegi/vegan ist. Dauernd und ständig wird mensch dafür angefeindet, als würde es andere Personen etwas angehen, was ich esse oder wie konsequent ich bin!
  • Trouble 15.06.2017 12:38
    Highlight Highlight Leute, die sich nicht um Sprache kümmern, sind mir unsympathisch. Fleisch ist Fleisch, Käse ist Käse, Milch ist Milch. Tschuldigung, aber das ist halt so.
    • grünergutmensch 15.06.2017 13:06
      Highlight Highlight so what? mandelmilch ist auch milch wie auch kuhmilch milch ist, oder ist dieser begriff geschützt? oder geht dann der begriff fruchtfleisch auch nicht in deinen augen?
    • Black hat (minus hat) 15.06.2017 13:07
      Highlight Highlight Die Sprache ist lebendig und passt sich an. Tschuldigung, aber das ist halt so.
  • Martiis 15.06.2017 12:38
    Highlight Highlight Darf sich ein Fleischesser, der Fleischimitate ablehnt, eine Kunstlederjacke kaufen?
    • atomschlaf 15.06.2017 12:49
      Highlight Highlight Hmm... Kunstlederjacken sind doch etwa seit den 70er-Jahren out oder habe ich da was verpasst?
    • Martiis 15.06.2017 13:07
      Highlight Highlight Lass es ein Brillenetui aus Kunstleder, ein Schrank aus Holzimitat, Vanilleeis mit künstlichem Vanillin, Fruchtsaft mit künstlichen Säurungsmitteln oder Modeschmuck sein.
    • demokrit 15.06.2017 13:31
      Highlight Highlight Das hängt von seinen ökologischen Präferenzen ab.
  • Baccaralette 15.06.2017 12:38
    Highlight Highlight Ham' ja sonst keine Probleme, wie z.B. dass Teile Afrika GAR NICHTS zu essen haben und deshalb sterben. Oder alljährliche Überschwemmungen in Asien oder Lateinamerika. Oder FGM (female genital mutulation). Oder Menschen, die andere vor den Zug stossen möchten und ihnen dann in den Kopf schiessen..

    Schon mal darüber nachgedacht? Ist doch Wurst wie die Wurst heisst..
    • Baccaralette 15.06.2017 16:15
      Highlight Highlight ..ihr könnt mich blitzen wie ihr wollt, Fakt ist trotzdem: DAS ist ein First world problem!
  • atomschlaf 15.06.2017 12:37
    Highlight Highlight "Ich habe nichts unterschrieben, als ich Vegetarierin wurde. Nicht, dass ich ein besserer Mensch sein werde als andere."
    Genau so führen sich aber viele Vegetarier und Veganer auf.
    Ich habe überhaupt kein Problem mit vegetarischer Ernährung. Es gibt viele Tage an denen ich selbst kein Fleisch esse. Auch habe ich lieber ein gutes vegetarisches Gericht als minderwertiges Fleisch.
    Aber diese oft zu beobachtende, herablassende Selbstgefälligkeit nervt ganz gewaltig.

    Was Tofu-Würste und anders Möchtegernfleisch angeht: I don't care - mindestens solange das Zeug deutlich gekennzeichnet ist.
    • Blizzard_Sloth 15.06.2017 12:54
      Highlight Highlight In etwa so, wie es nervt wenn einem als Veganer/Vegetarier die ganze Zeit Militanz-Vorwürfe gemacht werden. Ich persönlich habe wenige Leute kennengelernt, die andere Menschen zum Veganismus bekehren wollten. Jedoch dutzende Fleischesser, welche mich wieder zum Omnivoren machen wollten. Dies vielmals aus "Angst um meine Gesundheit". Dass ich aber seit Jahren Raucher bin, stört sie nicht.

      Von den Idioten welche einem dauernd Fleisch vor's Gesicht halten, und die immer gleichen Witze erzählen, ganz zu schweigen.

      Das mit der Überheblichkeit funktioniert auf beide Seiten.
  • SVARTGARD 15.06.2017 12:36
    Highlight Highlight Mensch frisst Fleisch!
    • Hustler 15.06.2017 13:06
      Highlight Highlight Stimmt. Man isst es ;)
    • grünergutmensch 15.06.2017 13:09
      Highlight Highlight hey schau der realität ins auge, die gesellschaft wandelt sich und steht der massentierhaltung und dem raubbau unseres planeten, mindestens in unseren breitangraden, je länger je mehr, notgedrungen, kritisch gegenüber! aufwachen!
    • Hustler 15.06.2017 13:16
      Highlight Highlight @Braunerwinzling Ja genau ich verzichte dieses Wochenende auf Fastfood und das Bürgerfestival lasse ich auch sausen. Nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • LarsBoom 15.06.2017 12:35
    Highlight Highlight
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  • Tommyboy Jones 15.06.2017 12:34
    Highlight Highlight Vegiwurst ist mir wurst. Wer das essen will der soll. Gleiches gilt allerdings auch umgekehrt. Aber ganz ehrlich: jemand der eine Wortkreation wie "veganes Rindsfilet" vom Stapel lässt hat mächtig einen an der Waffel😝
  • StealthPanda 15.06.2017 12:30
    Highlight Highlight Aus aktuellem Anlass rund um dieses plötzliche Phänomen Vegan, Vegetarier usw.
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    • Lord_ICO 15.06.2017 13:04
      Highlight Highlight Desto mehr Gluten im Getreide ist, desto besser sind die Backeigenschaften des Mehls. Firmen wie Monsanto, haben in den letzten 30-40 Jahren durch die "Weiterentwicklung" des Getreides, den Glutengehalt extrem erhöht. Wie bei allem, macht hier die Menge das Gift und unser Körper reagiert auf diesen Anstieg.
      Falls du mal mit einem Mehl aus einer Ursorte backen darfst, wirst du merken, das der Teig viel weniger aufgeht und weniger luftig ist.
      Natürlich übertreiben es viele, doch ist Zöliakie immer weiter verbreitet und dies liegt vor allem an der Getreide-Industrie.
    • StealthPanda 15.06.2017 13:16
      Highlight Highlight Herzlichen Dank das wusste ich nicht. Jedoch frage ich mich wieder. Wie kriegt man dann Maisbrote fluffig die kein Gluten enthalten?

      Und ich dachte immer die Fluffigkeit von Brot hängt von der Menge an Hefe ab.
    • StealthPanda 15.06.2017 14:08
      Highlight Highlight Alles klar. Ich danke für das hinzugekommene Wissen. =)
      Benutzer Bild
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  • p4trick 15.06.2017 12:26
    Highlight Highlight Vegie Wurst ist ja auch ok!
    Duden:
    1) Nahrungsmittel aus zerkleinertem Fleisch [mit Innereien, Blut] und Gewürzen, das in [künstliche] Därme gefüllt wird
    2) etwas, was wie eine Wurst aussieht, die Form einer länglichen Rolle hat

    Definition 2 kann man also auf alles anwenden.

    Beim Käse siehst aber anders aus:
    1) aus Milch (von Kühen, Schafen oder Ziegen) hergestelltes Nahrungsmittel, das als Brotbelag oder auch -aufstrich gegessen wird
    2) (umgangssprachlich abwertend) Unsinn, dummes Zeug

    Ein Veganer Käse ist also wennschon ein veganischer Unsinn und Unsinn darf nicht Lebensmittel sein :-)
  • SuicidalSheep 15.06.2017 12:23
    Highlight Highlight Mir doch Wurst was Vegies essen.
  • flugsteig 15.06.2017 12:23
    Highlight Highlight Reissack, China, umgefallen, irgendjemand?
    • Luca Brasi 15.06.2017 12:58
      Highlight Highlight Der ist wenigstens vegan für unsere tierliebenden Mitbürger. Oder etwa, nicht? ;)
    • Menel 15.06.2017 13:49
      Highlight Highlight ...aber was ist, wenn er auf einen Käfer gefallen ist?
  • Luca Brasi 15.06.2017 12:21
    Highlight Highlight Überzeugende und schlüssige Argumentation.
    Ich glaube das Kernproblem sind die Begrifflichkeiten.
    Ein Karnivore hat in den meisten Fällen nichts dagegen, wenn ein Vegetarier/Veganer das isst, was er/sie will.
    Der Karnivore hat aber das Gefühl einem Etikettenschwindel aufzusitzen, wenn er geschmacklich nicht so tolle (nicht alle!) "vegane Kopieprodukte" unachtsam einkauft oder zu einem Grillabend mit im Text erwähnten Würsten eingeladen wird.
    Aber grundsätzlich stimme ich dem Text zu und es gibt ja auch schlecht verarbeitete Fleischprodukte.
    Punkt für Frau Büchi von einem Karnivoren. ;)
    • RedWing19 15.06.2017 12:40
      Highlight Highlight Ich denke kaum, dass du ein Karnivore bist ;)
    • _PP_ 15.06.2017 12:40
      Highlight Highlight Als würde ein*e Karnivor*in TATSÄCHLICH darauf reinfallen, dass in einer Vegi-Wurst kein Fleisch ist, oder dass Soja-Milch gar keine Kuhmilch ist... klar!
    • Luca Brasi 15.06.2017 12:56
      Highlight Highlight @_PP_: Wenn Vegis einen zu "Wurst und Bier" an einen Grillabend einladen und dann im Text erwähnte Würste serviert werden, könnte man sich zumindest ein wenig verschaukelt vorkommen, sofern man vorgängig nicht aufgeklärt wurde. ;)
      @RedWing19: Da sagt mir der leckere Burger vor mir etwas anderes. Mmmm…Rind…
      Aber grundsätzlich bin ich Omnivore, omnivorisch? Was auch immer...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 15.06.2017 12:18
    Highlight Highlight Das Problem ist eher das ein Vegetarier/Veganer der mal ein echtes Schnitzel oder ein Hamburger essen will schnell stigmatisiert wird!

    Wer konsequent aus freiem Willen Vegetarisch oder sogar Vegan lebt der verzichtet bewusst auf Fleisch oder tierische Produkte.
    Es geht um die Regel und nicht um Sonderfälle die aus Gründen die sich ihrer Kontrolle entziehen so ernähren müssen!

    Wer zum grössten Teil vegetarisch/vegan lebt sollte wohl auch so ehrlich zu sich selbst sein und das auch wahrnehmen, das ändert dann nichts daran Hackfleisch, Burger und Schnitzel Fleischprodukte sind!
  • Spektor 15.06.2017 12:16
    Highlight Highlight Jacqueline ich feier dich! 🤘
  • chnobli1896 15.06.2017 12:15
    Highlight Highlight Der Tofugraben... Klasse :-) Toleranz auf beiden Seiten würde hier (wie so oft) nicht schaden.

    Auch ich als Veganer bin froh wenn ich nach Hause kommen kann und meine Pasta mit einer (Soja-)Rahmsauce und (industriell hergestelltem Ersatz-)"Käse" essen kann wenn ich keinen Bock auf kochen habe. Ich ging bis anhin auch immer davon aus, dass ich damit niemandem schade (ausser meiner Gesundheit vielleicht). Gleiches gilt doch auch für den veganen Veggie-Kebab-Ersatz und das Geschnetzelte aus Dinkel welche ich noch in meinem Kühlschrank habe?!
  • remeto 15.06.2017 12:15
    Highlight Highlight Esst was ihr wollt - aber es liegt auch im Interesse von Veganern an einer korrekten Produktdeklaration festzuhalten. Nur so wird verhindert, dass Anbieter unter dem Vorspiegeln von falschen Tatsachen Produkte anbietet die nix mit dem Ursprung zu tun haben und den Konsumenten täuschen. Das gilt für Orangensaft genau gleich wie für Leberwurst. Am Schluss kauft ihr sonst "Mindful Orangensaft" und im Kleingedruckten steht, dass es Zuckerwasser mit Lebensmittelfarbe ist, welcher von einem nettten Menschen besonders achtsam verrührt wurde. Eine Orange kam aber nie damit in Berührung.
    • LoriihTown 15.06.2017 12:26
      Highlight Highlight Vegis und Veganer schauen schon so Orangensaft genauer an, da Säfte oft mit Gelatine geklärt sind, was aber nicht deklarationspflichtig ist ;)
  • Jasjmin 15.06.2017 12:12
    Highlight Highlight Danke, danke, danke!
  • The fine Laird 15.06.2017 12:12
    Highlight Highlight Jetzt bin ich verwirrt. Vegi-Wurst oder Veggie-Wurst?
    • Pasch 15.06.2017 12:32
      Highlight Highlight Fetschi!!
    • Melsqy 15.06.2017 12:35
      Highlight Highlight Vegi-Wurst = Vegetarische Wurst, Veggie-Wurst = Gemüse-Wurst (vom Anglizismus "Veggies" für Vegetables = Gemüse).
  • balabala 15.06.2017 12:11
    Highlight Highlight Esst was auch immer Euch lieb ist, aber wo Wurst drauf steht sollte auch Fleisch drin sein.

    Ich würde mich nie für etwas besseres halten wegen meinen Essgewohnheiten.
    Den meisten "Veg-was auch immer" geht es aber leider nicht so. Darum werden Sie auch weiterhin mit dem Fleischimitat-bashing leben müssen.
    • Merida 15.06.2017 12:29
      Highlight Highlight Wenn etwas die Form einer Wurst hat, ist das doch eine Wurst. Was drin ist sollte man halt noch dazu schreiben: Leberwurst, Schweinswurst, Tofuwurst, Geflügelwurst, Quornwurst etc.
    • p4trick 15.06.2017 12:31
      Highlight Highlight Nach Duden gibt es eine zweite Definition: "etwas, das die Form einer länglichen Rolle hat."
      Das muss kein Fleisch enthalten
    • öpfeli 15.06.2017 12:38
      Highlight Highlight Jetzt wirds wahrscheinlich Blitze hageln 😁 rein Essenstechnisch kann sich ein Fleischesser nicht als etwas Besseres fühlen. Fleisch, Milch, Fisch, Honig etc. hängt (und da gibt es keine Diskussion) mit Tod und Leid zusammen. Und mit Verschwendung. Google z.b. mal Getreideanbau für Tiere o.ä.

      UND der Begriff Wurst ist nicht geschützt. Es kann auch anderes als Fleisch beinhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 15.06.2017 12:10
    Highlight Highlight Gibts eigentlich echte Karnivoren unter uns Menschen?
    • RedWing19 15.06.2017 12:40
      Highlight Highlight Wohl kaum ;)
    • chnobli1896 15.06.2017 12:42
      Highlight Highlight Das sind wohl eher Omnivoren..
  • Yippie 15.06.2017 12:10
    Highlight Highlight Leben und leben lassen!

    Trifft es wohl ganz gut in diesem Zusammenhang.
    • Nuka Cola 15.06.2017 12:53
      Highlight Highlight Sieht das Schwein etwas anders ;)
    • Datsyuk * 15.06.2017 12:57
      Highlight Highlight Nur für die Tiere gilt das nicht.

      ?
    • efrain 15.06.2017 13:18
      Highlight Highlight Fressen und fressen lassen!
  • LoriihTown 15.06.2017 12:08
    Highlight Highlight Danke.
  • whatthepuck 15.06.2017 12:08
    Highlight Highlight Sag's ihr doch persönlich?
  • Gender Bender 15.06.2017 12:06
    Highlight Highlight Bravo!
  • owlee 15.06.2017 12:05
    Highlight Highlight Danke, Jacqueline! Du sprichst mir aus der Seele.

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