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Kommentar

Darum sollten Lehrer es besser sein lassen, splitternackt mit Bananen zu posieren

Ein Zürcher Primarlehrer verärgert mit halbnackten Bildern auf Instagram die Eltern seiner Schulkinder. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Lehrer in den sozialen Netzwerken für Wirbel sorgt. Doch in diesem Fall wurde der Bogen überspannt. 



Ein Bund Bananen, der knapp sein bestes Stück bedeckt: Wieder sorgt ein Instagram-Profil eines Primarschullehrers, das viel Haut zeigt, für rote Elternköpfe. 

Wir erinnern uns: Vor zwei Jahren geriet die Aargauer Primarlehrerin Morena Diaz ins Kreuzfeuer von Medien und Lehrerverbänden. Diaz postete für ihre über 71'000 Follower regelmässig Bilder im Bikini oder in Unterwäsche. Für die Präsidentin des Aargauer Lehrerverbands waren Diaz' Bilder im Netz ein No-Go.

«Lieber eine Lehrerin im Bikini als eine, die nicht weiss, was Instagram ist», kommentierte watson damals die Diskussion. 

Der Aufschrei der Lehrerverbände wegen Diaz' Profil  war übertrieben. Nacktheit ist grundsätzlich kein Problem – und auf Instagram ohnehin omnipräsent. Die Bilder von der Aargauer Lehrerin Diaz sind harmlos. Sie zeigen nicht mehr, als die Schüler bei einem Besuch mit der Lehrerin in der Badi sowieso sehen würden.

Bild

bild: instagram/m0reniita

Anders die Bilder des Zürcher Primarlehrers, auf die «20 Minuten» aufmerksam machte. Er fasst sich mit einer Hand in die Unterhose oder versteckt splitternackt sein bestes Stück vor einem Bund Bananen. Der Lehrer zeigt sich in intimen und sexualisierten Posen. Posen, in denen ihn seine Schüler ohne Instagram nie sehen würden. 

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bild: instagram/gelöschterbenutzer

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bild: instagram/gelöschterbenutzer

Natürlich hat jede Lehrperson Recht auf ein Privatleben. Wäre das Profil des Zürcher Lehrers nicht öffentlich einsehbar gewesen, würde sich die Diskussion hier erübrigen. War es aber. 

Es war nur eine Frage der Zeit, bis seine 12-jährigen Schüler die Bilder entdecken und auf dem Pausenhof rumzeigen würden. Und weil Primarschüler zu jung sind, um die Bilder richtig einzuordnen, reagieren sie womöglich irritiert oder aus Überforderung belustigt auf die Posts. 

Und genau das schadet der Erziehungsfunktion des Lehrers. Denn er gilt immer als öffentliche Person mit einer besonderen Verantwortung. Bilder von Geschlechtsteilen, die nur knapp mit Bananen bedeckt sind, lassen sich nicht mit seiner Rolle als Lehrer vereinbaren. Alles was bleibt, ist ein Imageschaden für den jungen Lehrer – und hoffentlich ein Zeichen an zukünftige Lehrer, welche Bilder nicht öffentlich auf Instagram gepostet werden sollten. 

Zu wenig Personal in Schweizer Kindergärten

Video: srf

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