Schweiz
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Päckli-Flut aus China, Swiss-Flottenausbau und E-Voting: Die Stories der Sonntagspresse

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Die Schlagzeilen der Sonntagspresse.  Bild: KEYSTONE



Engpass bei Impfstoffen

In der Schweiz häufen sich laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» Versorgungsengpässe bei Medikamenten. Derzeit sind laut dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung zehn Impfstoffe und 17 Antibiotika nicht mehr verfügbar. «In letzter Zeit häufen sich Engpässe», bestätigte zudem Mark Witschi, Leiter der Sektion Impfempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit, der Zeitung. Die Knappheit treffe vor allem Spitäler. Schweizer Kliniken konnten im Schnitt 120 Medikamente pro Jahr nicht wie gewünscht beziehen. Beunruhigend sei in diesem Zusammenhang besonders die lange Dauer der Lieferengpässe von durchschnittlich zwei Monaten.

Kriminelle Ausländer kaum härter angefasst

Laut einer Untersuchung der «SonntagsZeitung» sind noch keine Wirkungen der vom Stimmvolk befürworteten Ausschaffungsinitiative auszumachen. Eine Umfrage der Zeitung unter 17 Kantonen habe ergeben, dass sich die Zahl der Ausschaffungen krimineller Ausländer in der Periode Oktober 2016 bis Oktober 2017 auf dem Niveau der Vorjahre befinde. Mit dem schärferen Regime kam es zu rund 450 Verurteilungen zur Ausschaffung krimineller Ausländer, wovon rund 400 tatsächlich vollzogenen wurden. Einige Kantone monierten allerdings, für eine Bilanz sei es noch zu früh.

Nach Pleite von Air Berlin: Swiss baut Flotte aus

Nur wenige Tage nach der Übernahme von Air Berlin durch die Lufthansa zeichnet sich ab, wie die Schweizer Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss vom Verschwinden der Konkurrenz profitieren dürften. Um Flüge der Air Berlin übernehmen zu können, soll die Flotte der Swiss um drei Maschinen vom Typ Airbus A319 wachsen, wie die SonntagsZeitung berichtet. Den Ausbau will die Lufthansa-Tochter stemmen, indem sie drei Flugzeuge, die ursprünglich durch Maschinen der Bombardier C-Series ersetzt werden sollten, nicht wie geplant an die Leasingfirma zurückgibt. Die Edelweiss-Flotte soll nach den Plänen der Luft­hansa um zwei zusätzliche Airbus A320 vergrössert werden.

China-Päckli fluten die Schweiz

Die Anzahl Pakete aus China, die die Post täglich verteilt, erreicht neue Höchstwerte. «Im ersten Halbjahr verarbeitete die Post täglich 45'000 Kleinwarensendungen aus Asien», sagt Post-Sprecher Oliver Flüeler zur Sonntgszeitung. Im Vorjahr waren es noch 32'000, eine Zunahme um 40 Prozent. Der Grossteil der Lieferungen kommt aus China. Der wichtigste Verursacher für diesen Anstieg hat einen Namen: Aliexpress, der Billig-Online-Shop des chinesischen Internetgiganten Alibaba.

E-Voting des Bundes ist nicht sicher

Namhafte Sicherheitsexperten warnen laut der «SonntagsZeitung» vor dem E-Voting-Projekt des Bundes. Darunter sei auch René Droz, langjähriger Leiter der Computer Emergency Response Teams des Schweizer Militärs. Er komme in einem 24-seitigen Bericht zu dem Schluss, dass das Risiko einer Manipulation von digitalen Wahlen für die Schweiz derzeit schlicht untragbar sei. Droz stellte seinen Bericht dem Bund zur Verfügung, denn der arbeitet derzeit einen Gesetzesrahmen aus, damit E-Voting auch für eidgenössische Abstimmungen eingesetzt werden kann.

Immer mehr Schweizer benötigen Hilfe im Ausland

Eine zunehmende Zahl von Schweizern sorgen im Ausland laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» für Zwischenfälle, die Staatshilfe auslösen. Im Jahr 2007 kümmerte sich das Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) um 463 neue Fälle von Schweizern, die im Ausland in Not gerieten. 2016 waren es aber bereits 819 Neufälle. Dazu gehörten 241 Fälle von Schweizern, die inhaftiert wurden oder 237 Landsleute, die im Ausland starben. Bundesbern musste zudem 40 mal nach Vermissten suchen. 19 Schweizer wurden Opfer eines Verbrechens, und es gab sogar 17 Entführungen. Per Ende September kamen im laufenden Jahr weitere 649 Dossiers hinzu.

Weniger Geld für ETH

Der ETH-Bereich soll 2018 laut einer Meldung des «SonntagsBlick» mit 50 Millionen Franken weniger auskommen als 2017. So sehe es der Budgetentwurf von Finanzminister Ueli Maurer vor. Der Präsident des ETH-Rats, Fritz Schiesser, habe aber wenig Verständnis für diese Sparvorschläge, weil der Bund bereits 2016 mehr Mittel versprochen hatte. Wenn der Bund nun eine Kehrtwende macht, erschwert dies eine nachhaltige Finanzierung von neuen Forschungsgebieten, sagte Schiesser. Er will nun in Bundesbern intervenieren.

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