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ETH-Professorin hat jahrelang Doktoranden gemobbt – jetzt soll sie entlassen werden



Die ETH Zürich leitet gegen eine Professorin des ehemaligen Instituts für Astronomie ein Entlassungsverfahren ein. Dieser Entscheid stützt sich auf die umfassende Administrativuntersuchung, welche die Schulleitung vor einem Jahr in Auftrag gegeben hat.

«Der Untersuchungsbericht belegt, dass es sich um inakzeptables Verhalten handelt, das wir nicht tolerieren.»

ETH-Präsident Lino Guzzella

Die von einem unabhängigen externen Experten durchgeführte Administrativuntersuchung habe schwerwiegendes pflichtwidriges Verhalten über einen längeren Zeitraum hinweg festgestellt, teilte die ETH am Mittwoch mit. Der Untersuchungsführer empfiehlt eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses. 

«Der Untersuchungsbericht belegt, dass es sich um inakzeptables Verhalten handelt, das wir nicht tolerieren», sagt ETH-Präsident Lino Guzzella. Insider sprachen von Clanwirtschaft innerhalb der ETH: Die Rede ist von persönlichen Angriffen, ständiger Kontrolle, überrissenen Erwartungen an die Erreichbarkeit und unfruchtbaren Diskussionen bis tief in die Nacht.

Frauen sollen von der Professorin aufgefordert worden sein, weniger Zeit für Make-up und mehr für die Forschung zu verwenden. Dabei soll es selten um Forschung gegangen sein, sondern vielmehr um Zwischenmenschliches. «Schon eine vermeintlich falsche Körperhaltung ihr gegenüber konnte zu langen Diskussionen führen», erzählt eine ehemalige Postdoktorandin. (whr)

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Video: srf/SDA SRF

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bernhard K. 01.11.2018 18:53
    Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass Professoren und Professorinnen meist nach fachlichen und nicht charakterlichen Qualitäten ausgewählt werden. Ausserdem müssen sie sich jahrelang in einem hoch kompetitiven Umfeld hochdienen. Das dafür eine gewisse Rücksichtslosigkeit hilft, kann auch in Grosskonzernen beobachtet werden. Einmal im Amt, bekommen sie sehr viel Macht bei wenig Kontrolle und vorallem wenig Sanktionsmöglichkeiten von der Universität. Das öffnet dem Missbrauch Tür und Tor.
  • Sissi Macheath 31.10.2018 18:59
    Highlight Highlight Das Traurige an dieser Geschichte wird sein, dass solche Professoren nur noch Asiatische Doktoranden nehmen werden. Weil die schweigen und nicht wie die ‘Schweizer’ sich beklagen werden. Habe es während meines Doktorates an der ETH selber beobachten müssen. Sollte jetzt nicht xenobobisch verstanden werden: Die Ausbildung ist mangelhaft und Englisch kann auch keiner wirklich gut wir schweizer Doktoranden mussten denen alles beibringen und wurden dafür echt scheisse behandelt. Man sollte sich schon fragen wo die Steuergälder fliessen. Hauptsache keiner Beklagt sich.
  • Urs457 31.10.2018 18:00
    Highlight Highlight Uff, endlich reagiert die Hochschule. Unglaublich, wie lange sich Führungskräfte halten können, die seit Jahren Studenten und Studentinnen drangsaliert und marginalisiert haben.
  • Alterssturheit 31.10.2018 15:19
    Highlight Highlight Die Sterne waren ihr nicht gut gesinnt...
  • Christian Mueller (1) 31.10.2018 13:19
    Highlight Highlight Sie kann ja auf Astrologie umsatteln...
    • nilsnektarine 31.10.2018 18:41
      Highlight Highlight Telefon 5.- CHF pro minute, fix 😄👌
  • elnino 31.10.2018 12:18
    Highlight Highlight Und sie bekommt bestimmt eine saftige Entschädigung! Wäre spannend, wenn Watson das herausfinden könnte
    • Hierundjetzt 31.10.2018 13:29
      Highlight Highlight Sie ist gemäss Verordnung Bundespersonal angestellt (Öffentlich Rechtlich) ETH = Bundesbetrieb. Zudem ist die Verfehlung von Ihr ausgegangen.

      Eher unwahrscheinlich, dass da irgendwas „saftet“
    • Der Kritiker 31.10.2018 14:12
      Highlight Highlight Hierundjetzt, das seh ich anders. Vermutlich wurde im Rahmen eines Vergleichs eine Lösung gefunden, um zivilrechtlichen Klagen, auch wenn sie vielleicht unberechtigt sein dürften, aus dem Wege zu gehen.
    • mariof 31.10.2018 15:30
      Highlight Highlight Mich würde mehr interessieren, ob die geschädigten Mitarbeitenden und Doktorierenden eine Wiedergutmachung erhalten.
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