Schweiz
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Lehrlinge verdienen im Durchschnitt 764 Franken und gehen damit (meistens) sorgfältig um



Der erste eigene Lohn ist etwas ganz besonderes. Sorgen, dass die Lernenden ihr selbstverdientes Geld einfach verprassen, muss man sich nicht machen. Laut einer Umfrage des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken gehen die Jungen sehr sorgsam mit ihrem ersten Geld um.

Die Lehrlingslöhne in der Schweiz lägen überwiegend zwischen 500 und 1'000 Franken monatlich, teilte der Verband am Dienstag mit. Im Durchschnitt habe jeder Lernende 764 Franken zur Verfügung. Da neun von zehn Lehrlingen noch zuhause wohnen würden, sei der Grundbedarf an Wohnen und Essen ganz oder teilweise abgedeckt. Rund die Hälfte bekomme zudem finanzielle Unterstützung durch die Familie.

Ein Drittel ist sparsam

Gut ein Drittel der Lernenden sind sehr vorsichtig mit ihrem Geld und legen jeden Monat etwas davon zurück, erklärte der Verband weiter. Nur 6 Prozent gingen sehr locker mit ihrem Lohn um. Die grosse Mehrheit von knapp 60 Prozent finde Sparen zwar wichtig, setze dies in der Praxis aber nicht immer um.

Die Mehrheit bestreite ihre Ausgaben für den Ausgang, Hobbys, Kleidung, Mittagessen und Handy selbst, nur ein Drittel gebe derweil einen Teil des Lohnes für Kost und Logis bei den Eltern ab. Mit steigendem Alter und damit höherem Lohn weite sich dann die Verantwortung für das eigene Budget aus.

Familie hilft bei Finanzfragen

Bei Finanzfragen stehen den Lehrlingen in den meisten Fällen zuerst die Eltern mit Rat und Tat zur Seite. Denn die finanziellen Verpflichtungen und Möglichkeiten, die mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres einhergingen, bereiteten den jungen Erwachsenen doch einige Schwierigkeiten. Gleichzeitig bemängelt rund die Hälfte der Befragten die ungenügende Vermittlung von Finanzwissen in der Schule. (whr/awp/sda)

Lehrlinge von anno dazumal

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Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

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    Alle Leser-Kommentare
  • E-Smoking 11.09.2018 11:22
    Highlight Highlight Meine 17 Jährige Tochter ist nun im zweiten Lehrjahr und legt von beginn weg monatlich 200 CHF direkt auf ihr Sparkonto. Solange sie in der Ausbildung ist und das macht, lege ich monatlich von mir auch noch 200 drauf. Natürlich darf sie sich davon auch bedienen, zum Beispiel für die bevorstehende Autoprüfung. Den Sommerurlaub auf Cran Canaria konnte sie sich sogar vom Lohnkonto leisten. Bin froh dass sie das so im Griff hat.

    Als sie 14 war hat sie in Lohn- und Sparkonto bekommen und ich habe ihr das Sackgeld immer am 25. Überwiesen. Die Handyrechnung musste sie selbst zahlen. Nicht falsch.
  • Melodle 11.09.2018 10:59
    Highlight Highlight Ich finde diesen Artikel ziemlich nichtssagend. Interessant wäre doch zu wissen: Wofür geben die Jugendliche ihr Geld aus: Verpflegung? Kleidung? Ausgang? Handy? Oder sparen sie viel und investieren in Weiterbildungen? Gibt es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern?

    Hier wurd meiner Meinung nach Potenzial verschenkt. Die 764 Fr. finde ich wenig hilfreich.
    • E-Smoking 11.09.2018 12:46
      Highlight Highlight Ich kann dir das von meiner Tochter sagen. Die Löwenanteile gehen etwa in der Reihenfolge drauf für VBZ Abo, Klamotten, Coiffeur, Ausgang, Nägel, unterwegs Essen und Handy drauf. (Handy hat sie aber eine günstige Flat für 25.00/Mtd) - so verbraucht sie im Schnitt um die 700 CHF, den Rest spart sie. KK zahle ich ihr noch bis zum Ende der Ausbildung. Zu Hause abgeben muss sie nix, sie hilft dafür viel mit zu Hause und auch bei mir im Betrieb. Somit kompensiert sich das fair.
    • Troxi 11.09.2018 14:02
      Highlight Highlight Also bei mir ist es so, dass ich für sämtliche möglichen jährliche Ausgaben ein eigenes Konto führe. So lege ich pro Monat Rund 800 Franken im 4.Lj auf die Seite. Ausgaben habe ich bei Konsum, GA, Schule, Hobby, Münzsammlung, Steuer und Haushalt. KK kommt bald hinzu. Für grössere Anschaffungen zB Handy oder Nintendo Switch mache ich es so, dass ich auf Anfang Monat einen Hunderter von der Bank hole. Das Münzfach im Portmonnaie wird täglich geleert und die restlichen Noten werden Ende Monat rausgenommen und in ein Kasseli gesteckt für die jeweilige Anschaffung.

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