Schweiz
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Und runter gehen die Renten: Bundesrat senkt Mindestzinssatz auf 1 Prozent



ARCHIV - ZUM SOZIALBERICHT 2016 VOM SCHWEIZER KOMPETENZZENTRUM SOZIALWISSENSCHAFTEN, FORS, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Eine Person in einem Anzug beobachtet eine alte Frau am Paradeplatz, Zuerich am Freitag, 21. August 2015. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Renten sinken erneut. Der Mindestzinssatz wird gesenkt.  Bild: KEYSTONE

Der Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge sinkt 2017 von heute 1,25 auf 1 Prozent. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Empfehlung der zuständigen Kommission übernommen.

Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten mindestens verzinst werden muss. In der Eidg. Kommission für berufliche Vorsorge waren Vorschläge von 0,5 bis 1,25 Prozent diskutiert worden. Die Mitglieder einigten sich schliesslich auf 1 Prozent.

Angesichts der aktuellen Negativverzinsung von Obligationen guter Qualität sei ein Zinssatz von 1 Prozent vergleichsweise attraktiv, argumentierte sie. Entscheidend für die Festlegung des Satzes ist die Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Die Rendite der Bundesobligationen ist gemäss Mitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) weiter gefallen und auf rekordtiefe Werte gesunken. Die Verzinsung der 7-jährigen Bundesobligationen betrug Ende September 2016 minus 0,73 Prozent. Ein Jahr zuvor lag die Verzinsung noch bei minus 0,39 Prozent.

Tiefe Zinsen im Bereich der Anleihen liessen sich weltweit beobachten. Die Performance der Aktienmärkte sei sowohl 2015 als auch in diesem Jahr unbefriedigend. Gemäss BSV konnte hingegen mit Immobilien «eine ansprechende Rendite erzielt werden». Allerdings betrage der Anteil Immobilien am Vorsorgevermögen nur 18 Prozent.

Bei der Bekanntgabe des Vorschlags der Kommission Anfang September hatte der Schweizerische Versicherungsverband SVV die Empfehlung von 1 Prozent als «deutlich zu hoch» kritisiert. Kritik kam auch vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund: Die Versicherten müssten sich erneut auf tiefere Renten einstellen, hiess es im September. (sda)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 26.10.2016 15:12
    Highlight Highlight Die Pensionskassenpflich gehört ersatzlos gestrichen. Sie ist zu einer reinen Abzockemaschine für Pensionskassenmanager geworden.
    Ich werde dadurch mit Staates Segen bestohlen um viele Tausend Franken.
    • LeChef 26.10.2016 16:33
      Highlight Highlight Ironie?
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 27.10.2016 07:52
      Highlight Highlight Mein voller Ernst. Ich nehme soviel aus der PK heraus und stecke es in mein Haus, wie ich nur kann.
      Da ist das Geld viel sicherer und wirft viel mehr Rendite ab und ich kann es sicher vererben.
      PK-Gelder sind fremdverwaltete Zwangsersparnisse vom sauer verdienten Lohn weggenommen und den Lohnabhängigen vorenthalten, bis über den Tod hinaus, falls als Rente bezogen. Es geht nicht mehr lange, dann wird der Kapitalbezug des eigenen PK-Vermögens unmöglich gemacht. Zusammen mit dem stetig sinkenden Umwandlungssatz und bald erhöhten AHV-Alter werden dann die privaten PK-Vermögen ausgeraubt.
    • LeChef 27.10.2016 09:18
      Highlight Highlight Sorry, du kommst einfach nicht draus. Ich versuche es so einfach wie möglich zu schreiben: Wer auch nur durchschnittlich lange lebt, wird mit dem heutigen, zu hohen Umwandlungssatz mehr aus der PK rausholen, als sein Sparkapital. Nur für Leute die sehr früh sterben ist die Rente ein schlechtes Geschäft. Diese Möglichkeit besteht, da hast du recht, aber Versicherungen haben nunmal so an sich, dass der Payoff im Voraus unsicher ist (sonst bräuchte es keine Versicherung). Du solltest froh sein, ist die PK obligatorisch, denn wer nicht spart, liegt sonst einfach der Sozialhilfe auf der Tasche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • amore 26.10.2016 14:02
    Highlight Highlight Der Bund könnte aber auch allen Rentnerinnen und Rentnern die jährliche Mitgliedschaftsgebühr von EXIT schenken.
  • AdiB 26.10.2016 12:53
    Highlight Highlight Und irgendwan wird die rente eine kugel in die stirn sein. So spart man ja natürlich am besten wenn alle rentner beim erreichen des rentenalter tot sind.

Offen gesagt

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Viola Amherd ist die erste VBS-Vorsteherin der Nachkriegszeit, bei der man nicht das Gefühl hat, sie wolle möglichst schnell wieder weg. Das verleiht ihr Glaubwürdigkeit. Glaubwürdigkeit, die sie nutzen muss, um das Reduit endgültig einzureissen.

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