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Greenscreen? Pah, Anfänger! So hat man früher im Film getrickst

Zur Stummfilmzeit war die Filmtechnik noch nicht so ausgereift und es erforderte einiges an Kreativität und Aufwand bereits einfachste Spezialeffekte umzusetzen.



«Safety Last!» (1923)

Ein paar abgedrehte Stunts haben die Darsteller damals ja schon durchgezogen, aber war Harold Lloyd wirklich so verrückt und hat sich an diese Uhr in schwindelerregender Höhe gehangen?

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gif: imgur

In gewisser Weise, ja ... da es noch keinen Greenscreen und keine Rückprojektion gab, musste wirklich vor Ort gefilmt werden. Allerdings konnte mit der Perspektive getrickst werden.

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«Little Lord Fauntleroy» (1921)

Mary Pickford küsst sich selber auf die Wange? Eine Doppelgängerin? Nein.

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Durch eine schwarze Silhouette auf einer Glasscheibe wurde der Film an Stelle der zweiten Mary Pickford nicht beleuchtet. Bei einem zweiten Durchgang musste sie sich dann exakt so positionieren, dass sie in den unbelichteten Bereich passte, bevor der Film nochmals belichtet wurde. Aus 15 Stunden Arbeit wurden schliesslich 3 Sekunden Film.

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«Ella Cinders» (1926)

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Dieselbe Technik wurde auch hier angewendet, damit sich die Augen unabhängig voneinander bewegen konnten.

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«Metropolis» (1927)

Für seine monumentalen Kulissen nutzte Fritz Langs «Metropolis» das sogenannte Schüfftan-Verfahren.

Dabei reflektiert ein Spiegel die Kulisse in die Kamera, bevor dann mit einem Messer die Spiegelschicht da entfernt wird, wo die Schauspieler stehen. Besonders praktisch für riesige Kulissen, die man nicht in Original-Grösse bauen kann.

Bild

bild: wikipedia

Das selbe Verfahren hat Peter Jackson übrigens auch für die «Herr der Ringe»-Trilogie verwendet. Heute wird die Technik aber fast nicht mehr eingesetzt.

«Modern Times» (1936)

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Charlie Chaplin setzte bei dieser Szene auf ein «Matte Painting». Ein Teil der Kulisse wurde auf eine Glasplatte gemalt, die dann zwischen Chaplin und der Kamera aufgestellt wurde.

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«The Black Pirate» (1926)

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Mit einem angewinkelten Segel und einem Gegengewicht gelang es Douglas Fairbanks, so geschmeidig nach unten zu gleiten. Flugzeugpropeller sorgten für den nötigen Wind in den Segeln.

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«Sherlock Jr.»

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Buster Keaton war bekannt für seine waghalsigen Stunts. Bei dem hier hat allerdings auch er getrickst. Der obere und untere Bildausschnitt wurden getrennt aufgenommen.

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Der Schluss mit der kollabierenden Brücke war dann wieder ein Stunt von Buster Keaton persönlich.

Genauso wie das hier:

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«The Ten Commandments» (1923)

Das Meer zu Teilen scheint für Moses ohne CGI ein Ding der Unmöglichkeit. Aber die schlauen Füchse, die diesen Film drehten, haben einfach Wasser in eine Gelatineform geleert und den Film dann einfach rückwärts abgespielt. 

«Ben Hur» (1925)

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Karl Struss war ein wichtiger Kinematograf des frühen Films und der erste Kameramann, der einen Oscar erhielt. Unter anderem entdeckte er, dass man mit einer Änderung des Farbfilters das Make-Up der Schauspieler unsichtbar werden lassen konnte. So heilte Jesus im Film diese Leprakranken.

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gif: imgur

Auch ein cooler Effekt: Französischer Künstler verwandelt hässliche Häuser in Kunstwerke

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Echt oder fake? Französischer Künstler verwandelt hässliche Häuser in Kunstwerke
quelle: a-fresco.com / a-fresco.com
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(luc, via imgur)

Film, Serien, Netflix und Co.

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