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LuganoÕs player Jani Lajunen, left, fights for the puck with Zurich's player Fabrice Herzog, right, during the first match of the playoff final of National League between HC Lugano and ZSC lions, at the ice stadium Resega in Lugano, on Thursday, April 12, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Ein heisser Tanz war das erste Spiel des Playoff-Finals noch nicht. Bild: TI-PRESS

Analyse

Diese 3 Punkte muss Lugano umsetzen, damit der Playoff-Final doch noch zum Spektakel wird

Gross waren die Erwartungen an den Playoff-Knüller zwischen Lugano und den ZSC Lions. Gross auch die Ernüchterung nach dem ersten Spiel – Spektakel und Emotionen suchte man vergebens. Das lag zum grössten Teil an den Tessinern. 



Playoff-Final! Spannung, Spektakel, tolle Chancen und krachende Checks? Weit gefehlt. Das gestrige erste Spiel in der Final-Affiche zwischen Lugano und den ZSC Lions endete mit 1:0 für den Gast aus Zürich und lebte einzig von der Spannung. Die Vorfreude war gross, die Enttäuschung war es auch. 

Dieser Eindruck wird bestätigt, wenn man sieht, dass sich die spektakulärste Aktion des Abends 20 Sekunden vor dem Ende der Partie ereignete. Luganos Playoff-Top-Torjäger Grégory Hofmann sprang als Torhüter für Elvis Merzlikins ein und rettete gleich zwei Mal vor dem eigenen leeren Kasten.

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Gregory Hofmann mit dem doppelten Save. Video: streamable

Insbesondere den ZSC Lions dürfte das egal gewesen sein. Sie haben das wichtige erste Spiel auswärts gewonnen. Doch die Luganesi müssen über die Bücher und einiges ändern, wenn sie sich in dieser Serie noch durchsetzen wollen. 

Emotionen

Was war im Vorfeld dieser Serie geschrieben worden. Ein «heisser Tanz» sollte die Serie werden und an den legendären Final von 2001 erinnern. Gestern in der Resega war es mehr ein gemütliches Senioren-Schunkeln als ein heisser Flamenco. Die Emotionen fehlten im Spiel über weite Strecken. Luganos Topskorer und Edel-Provokateur Maxim Lapierre war kaum sichtbar und auch die anderen Tessiner hielten sich vornehm zurück.

Lugano’s player Maxime Lapierre, centre, reacts during the first match of the playoff final of the National League between HC Lugano and ZSC Lions, at the ice stadium Resega in Lugano, on Thursday, April 12, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay

Wo ist Maxim Lapierre? Der Lugano-Topskorer blieb gestern mehrheitlich unsichtbar. Bild: TI-PRESS

Im gesamten Spiel gab es insgesamt fünf Strafen, zwei davon gegen den ZSC. Dabei ist eine der grössten stärken Luganos das Powerplay. Um dieses auszuspielen, müssen sie den Zürchern aber mehr unter die Haut gehen. Sie müssen die Löwen kitzeln, sie bedrängen und – mit fairen Mitteln – provozieren.

Schussvolumen & Schussorte

Insgesamt gaben die beiden Teams gestern 106 Schussversuche ab. Dazu gehören Schüsse, die aufs Tor gingen, aber auch solche, die geblockt wurden oder am Kasten vorbei flogen. Auch diese Zahl belegt die niedrige Intensität des Spiels. Im Halbfinal zwischen dem ZSC und Bern waren es durchschnittlich 128 Schussversuche pro Spiel. Biel und Lugano kamen in ihrem Halbfinal auf 116 Abschlüsse pro Partie. 

Dabei hat Lugano nur 41 Mal den Abschluss gesucht, die ZSC Lions 65 Mal. Die «Bianconeri» hatten also auch hier ein deutliches Defizit zu verzeichnen. Ein weiteres Problem der Tessiner war der Ort der Schussabgabe. Der «Z» kam wesentlich öfter direkt vor dem Tor zum Abschluss als das Heimteam. Der einzige Treffer der Partie fiel wenig überraschend aus einer solchen Position. Da müssen die sich Luganesi in den nächsten Spielen deutlich verbessern.

Alle Schussversuche Luganos

shot location lugano

quelle und Bild: sihf.ch

Alle Schussversuche des ZSC

shot location zsc lions

quelle und Bild: sihf.ch

Intensität

Um eine Reaktion zu zeigen, müssen die Tessiner also vor allem die grundlegende Intensität erhöhen. Nicht nur im Angriff mit den fehlenden Schüssen, auch sonst waren die Gastgeber zu wenig präsent. Die ZSC Lions konnten ihr Spiel jeweils mühelos aufbauen. 

«Wir wollten Emotionen vermeiden»

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Mike Künzle im Interview nach dem Match. Video: YouTube/MySports

In den nächsten Spielen müssen die Luganesi wacher sein. Sie müssen mehr und besser skaten und versuchen die Zürcher in jeder Situation sofort unter Druck zu setzen.

Talentierte Spieler wie Fredrik Pettersson, Pius Suter oder Roman Wick wurden kaum bedrängt. Sie bekamen zu viel Zeit und zu viel Platz. Damit schaufelst du dir gegen ein Team wie die Lions dein eigenes Grab. Um es mit den Worten von watson-Eismeister Klaus Zaugg zu sagen: Lugano muss schlicht «böser» werden, als es der ZSC ist.

Wenn ihnen das gelingt, dann sind auch die Lions mehr gefordert, als sie es gestern waren. Und dann gibt es vielleicht doch noch den heissen Tanz, den viele erwartet haben.

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Warumdennnicht? 13.04.2018 15:03
    Highlight Highlight Vielleicht liegt es ja auch am ZSC. Zug und Bern hatten ja das gleiche Problem wie jetzt Lugano. Die Topspieler konnten sich nicht entfalten und oft war es emotionslos, wenn der Z geführt hatte.
    • Simsalabum 13.04.2018 16:03
      Highlight Highlight Das Spiel von gestern ist nicht mit der spannenden Halbfinalserie zu vergleichen.
  • Sloping 13.04.2018 14:58
    Highlight Highlight Was mir aufgefallen ist: Die Angriffsauslösungen, die Passpräzision und Puckbehandlung bei Lugano waren mangelhaft. War dies allenfalls auf eine gewisse Nervosität und den Druck das Heimspiel zu gewinnen zurückzuführen? Andernfalls könnte man auch argumentieren, dass dies Folgen der aufsässigen Spielweise des Z waren, insbesondere deren Forechecking. Die Partie plätscherte gestern irgendwie dahin. Lugano hätte aus meiner Sicht auch mal ein Zeichen in Form eines krachenden Checks etc. setzen sollen, um die Spieler und auch das Publikum aus der immer grösser werdenden Lethargie zu befreien.
  • rescue me 13.04.2018 14:45
    Highlight Highlight Von Lugano kam gestern echt erschreckend wenig. Hätte erwartet dass da ein Feuerwerk kommt nachdem sie sich gegen Biel in Laune geschossen haben. Mal schauen was für eine Reaktion bei Spiel 2 kommt. Wenn sie weiter so emotionslos auf dem Eis rumkürvlen, wird der ZSC wohl wieder gewinnen wenn sie weiter so abgeklärt spielen.
  • supi 13.04.2018 14:27
    Highlight Highlight Die drei Punkte stimmen sicher, auf der anderen Seite sind die Löwen einfach gut drauf.
    Ich bin sicher wenn Lugano sich steigert wird auch Züri eine Schippe drauflegen können. Hätte Lugano die verletzten Spieler nicht, würde mehr drinliegen.

    Gut gefallen hat mir der Kampfgeist von Cunti .. war nicht immer so damals in ZuriGO .. und das IntiPestoni spielen durfte hat mich gefreut .. auch gestern hatte er wieder zwei gute Möglichkeiten .. aber der Unglücksrabe trifft einfach nicht mehr ..
    • Warumdennnicht? 13.04.2018 15:01
      Highlight Highlight Hätte Lugano die verletzten Spieler.
      Ja und was wäre, wenn Zürich mit Nilsson und Blindenbacher spielen könnte?
    • AllknowingP 13.04.2018 16:46
      Highlight Highlight Hätte Hätte Fahrradkette.
    • sombrelli 13.04.2018 16:47
      Highlight Highlight Genau meine meinung..entweder sind es die verletzten die fehlen oder dass spieler von der olympiateilnahme noch müde sind...oder, oder😀🤗
    Weitere Antworten anzeigen
  • kanu 13.04.2018 14:19
    Highlight Highlight Die Ausgabe Z 17/18 ist aber nicht so einfach aus der Reserve zu locken, Zug und Bern versuchten es auch schon. Sehe für Lugano eher in der Effizienz eine Chance, sonst sind sie zu dünn besetzt und die Energie wird Ihnen eher ausgehen
    • supi 13.04.2018 14:31
      Highlight Highlight .. die ZSC Play-Off Version .. meinst Du wohl 😉 .. wie schnell sind die trüben Herbsttage im Hasta vrrgessen ..
    • sombrelli 13.04.2018 16:49
      Highlight Highlight Na und...hauptsache zur rechten zeit bereit

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