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Ice crew personnel clean up promotional bracelets that were thrown onto the ice during the third period of Game 3 between the Philadelphia Flyers and the Washington Capitals in the first round of the NHL Stanley Cup hockey playoffs, Monday, April 18, 2016, in Philadelphia. Washington won 6-1. (AP Photo/Matt Slocum)

In der Schweiz kommen Eismeister mit alten Skijacken, in der NHL übernehmen Cheerleader in kurzen Röcken die Eisreinigung. Bild: Matt Slocum/AP/KEYSTONE

Bitte aus der NHL übernehmen! Werfen Fans Gegenstände aufs Eis, gibt's eine 2-Minuten-Strafe

Weil die Philadelphia Flyers auf dem Weg zur nächsten Niederlage gegen die Washington Capitals sind, toben ihre hässigen Fans. Sie werfen Armbänder, die vor dem Spiel verteilt wurden, aufs Eis und provozieren damit eine Strafe für ihr Team.



Aus der packenden NLA-Finalserie zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano sind viele Eindrücke haften geblieben. Einer davon ist ein negativer: Die diversen Unterbrüche in Spiel 3 in Lugano, als Tessiner Anhänger pausenlos Gegenstände aufs Eis warfen. Der Schiedsrichter-Rapport listet auf, dass es sich insbesondere um «Schweizer Münzen, Euro-Münzen, Lira, Kaffee-Automaten-Jetons, Nussschalen, Bierbecher und Papier» gehandelt hat.

Bild

Kübelweise Abfall auf dem Eis der Resega.
bild: srf

Negative Konsequenzen hat das Gebaren der Zuschauer keine. Aber Lugano-Trainer Doug Shedden nützt es auch nichts, dass seine stark forcierten schwedischen Stürmer zusätzliche Verschnaufpausen erhalten: Lugano verliert 2:3 nach Verlängerung.

Stadionspeaker: «Zeigt Anstand!»

Wie man die Unsitte der aufs Eis fliegenden Gegenstände auch bekämpfen kann, zeigt die NHL. Dort gab's dafür in der Nacht beim 6:1-Sieg der Washington Capitals in Philadelphia eine Zwei-Minuten-Strafe für das Heimteam, weil sich die Anhänger schlecht benahmen. «Delay of the Game» heisst es offiziell.

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Die Spieler regen sich auf, die Reporter regen sich auf – und die Fans jubeln, als der Speaker die Strafe verkündet.
nbc

Zwei Mal flogen Plastikarmbänder, die vor dem Spiel verschenkt wurden, aufs Eis. Der Aufruf des Speakers, Anstand zu zeigen, verhallte ungehört. Als zum dritten Mal Armbänder geworfen wurden, reichte es den Schiedsrichtern.

Ein Armband streift Washingtons Dmitri Orlow, während er gerade vom Arzt behandelt wird.

Soll das Werfen von Gegenständen aufs Eis auch in der Schweiz bestraft werden?

«Nicht gut für das Image»

Capitals-Coach Barry Trotz kritisierte die Fans und sprach von einer schlechten Werbung fürs Eishockey. «Wir waren landesweit im Fernsehen. Ich denke nicht, dass so etwas gut für das Image unseres Sports ist.»

Eine Premiere ist die Strafe im Übrigen nicht. Erst vor wenigen Wochen kassierten die Florida Panthers zwei Strafen im gleichen Spiel, weil ihre Anhänger Plastikratten aufs Eis warfen.

Die Armbänder, die für die Show vor dem Spiel verteilt wurden. Die Flyers nahmen Abschied vom verstorbenen Klubbesitzer Ed Snider.

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Der ursprüngliche Zweck der Armbänder: Ihr Einsatz vor dem Spiel. YouTube/Serge Maslennikov

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