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Berns Trainer Kari Jalonen gibt Anweisungen im ersten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Donnerstag, 6. April 2017, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Allmächtiger Bandengeneral: SCB-Coach Kari Jalonen. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Warum der SC Bern auf eine «Jalonen-Depression» zusteuert

Der SC Bern kann sich nicht mehr von seinem Erfolgstrainer Kari Jalonen (58) emanzipieren. Das ist der tiefere Grund für den unsinnigen Antrag auf sechs Ausländer.



In der idealen Welt ist der Trainer der wichtigste Angestellte der Sportabteilung. Der Sportchef ist sein Vorgesetzter. Der Trainer tut, was der Sportchef vorgibt. Beispielsweise in so grundsätzlichen Bereichen wie der Förderung von jungen, talentierten Spielern. Oder anders gesagt: Der Hund wedelt mit dem Schwanz.

In der wirklichen Welt ist der Trainer oft zu mächtig. Er setzt seine eigene Philosophie durch und der Sportchef dient ihm zu. Oder anders gesagt: Der Schwanz wedelt mit dem Hund.

Bei international erfolgreichen, charismatischen Trainerpersönlichkeiten ist die Gefahr gross, dass der Trainer als Bandengeneral zu mächtig wird. Diesen Fall haben wir beim SC Bern. Dort wedelt der Schwanz schon seit zwei Jahren mit dem Hund.

Der grosse Kari Jalonen hat die ganze SCB-Sportabteilung nach seinen Vorstellungen umgebaut und inzwischen die Anstellung von drei Assistenten aus Finnland durchgesetzt: Mikko Haapakoski, Samuel Tilkanen und Akki Näykki. Das hat es so in der SCB-Geschichte noch nicht gegeben.

Portrait von SC Bern Assistenztrainer Mikko Haapakoski, am Dienstag, 14. August 2018 vor dem Training in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Jalonens Assistent: Mikko Haapakoski. Bild: KEYSTONE

Weitaus folgenschwerer: Nicht mehr SCB-General Marc Lüthi oder sein Sportchef Alex Chatelain bestimmen die sportliche Strategie. Sondern der Trainer. Kari Jalonen will Spieler, die sein «Schablonen-Hockey» fehlerfrei umsetzen. Ohne zu murren auch dann, wenn sie nur sporadisch eingesetzt werden.

Dazu sind eigentlich erfahrene, sogenannt «fertige» Spieler in der Lage. Kari Jalonen kann das Personal sehr wohl entwickeln und besser machen. Aber er geht vom hohen Standard seiner finnischen Heimat aus. Der ist für junge Schweizer Spieler meistens zu hoch.

Die Folgen sind im Kader sichtbar. Schweizer mit enormem Potenzial aus der eigenen Nachwuchsabteilung finden beim Welttrainer aus Finnland nur ganz selten Gnade.

Abgänge junger Spieler

Marco Müller (24) hat den SCB im Frühjahr 2017 verlassen. Soeben hat er Ambri zum ersten Mal als Captain geführt, gegen Lugano den Ausgleich zum 1:1 vorbereitet und im Penalty-Schiessen den entscheidenden Treffer versenkt (2:1 n. P.).

Ambri's player Marco Mueller, right, scores a penalty shot against Lugano's goalkeeper Elvis Merzlikins, left, during the regular season game of the National League Swiss Championship 2018/19 between HC Ambri Piotta and HC Lugano, at the ice stadium Valascia in Ambri, Switzerland, Tuesday, November 13, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Marco Müller (rechts) im Duell gegen Luganos Elvis Merzlikins.

Samuel Kreis (24) hat den SCB im Frühjahr 2017 verlassen. Soeben war er beim Deutschland Cup zusammen mit Andrea Glauser der beste Verteidiger im Nationalteam.

Switzerland's Samuel Kreis during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Samuel Kreis im Dienste der Nationalmannschaft.  Bild: KEYSTONE

Dario Meyer (21) und Luca Hischier (23) sind im letzten Sommer nach Davos geflüchtet. Beide sind keine Leistungsträger. Aber bei weitem gut genug für die Rolle eines Ergänzungsspielers.

HC Davos Stuermer Dario Meyer waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Davos am Dienstag, 30. Oktober 2018, in Rapperswil. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Dario Meyer (im Vordergrund). Bild: KEYSTONE

Für mehrere hochkarätige Talente aus anderen Klubs ist der SCB unter Kari Jalonen kein Thema. Weil es kaum Aussichten gibt, unter dem finnischen Trainer zu Eiszeit und Verantwortung zu kommen. Sie wechseln nach Langnau, Ambri, Zug oder Biel.

Marc Lüthi widerspricht dieser Argumentation nicht auf der ganzen Linie. «Wir waren 2016 und 2017 Meister und da war es schwierig, junge Spieler einzubauen.» Er sagt aber auch, die Situation so dramatisch darzustellen, sei dem Hang des Chronisten zur Polemik geschuldet.

Berns Matthias Bieber, rechts, im Duell mit Fribourgs  Jonas Holos im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem HC Fribourg-Gotteron, am Freitag, 26. Oktober 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der «teure» Matthias Bieber (rechts) in der Partie gegen den HC Fribourg-Gottéron. Bild: KEYSTONE

Der SCB lässt also die Spieler gehen, die er ausgebildet hat und die er dann später allenfalls teuer wieder «zurückkaufen» muss. Und ersetzt sie mit teuren «fertigen» Mitläufern wie Matthias Bieber (32), Daniele Grassi (25) und Gregory Sciaroni (29).

Der SCB gehört inzwischen zu den schlimmsten Lohntreibern für Mitläufer. Das ist auch der Grund, warum das Geld für mehrere grosse Transfers fehlt und der angekündigte Wechsel von Leonardo Genoni nach Zug in der Chefetage Panik ausgelöst hat.

Berns Goalie Leonardo Genoni, waehrend dem Eishockey National League Spiel zwischen dem SC Bern und den HC Genf-Servette, am Dienstag 13. November 2018, in der Post Finance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Leonardo Genoni wird Bern verlassen. Bild: KEYSTONE

Der SCB braucht, um seine Spitzenposition mittelfristig zu halten, nicht einen, sondern zwei oder besser drei Transfers von Spitzenspielern.

Wenn wir das alles wissen, dann macht Marc Lüthis Antrag auf sechs Ausländer durchaus Sinn: Zwei zusätzliche Ausländer würden es dem SCB ermöglichen, zwei vergleichsweise günstige Ausländer aus Dänemark oder Norwegen einzukaufen. Marc Lüthi sagt: «Es gibt Ausländer, die wären froh, für 50'000 Franken hier zu spielen.»

Statt eigene Talente und Schweizer Mitläufer also «Billigarbeiter» aus dem Ausland. Und was macht der SCB, wenn die ZSC Lions, Zug oder Lugano sechs ausländische Leistungsträger einkaufen? Eben.

Zwei zusätzliche Ausländerlizenzen würden es auch leichter machen, Leonardo Genoni durch einen ausländischen Goalie zu ersetzen. Aber hätte dann der SCB nicht auch bei sechs Ausländern einen weniger unter den Feldspielern als Zug oder die ZSC Lions, wenn eine Lizenz für den Torhüter gebraucht wird? Eben.

Eine Folge dieser Transferpolitik: formidable Resultate in der Gegenwart (Meister 2017, Qualifikationssieger 2017 und 2018) auf Kosten der Konkurrenzfähigkeit in der Zukunft.

Der SCB hat jetzt schon mit einem Schnitt von 28,63 Jahren die zweitälteste Mannschaft der Liga und taumelt unter Kari Jalonen in eine Überalterung. Zwei andere Spitzenteams – Zug (25,8 Jahre) und die ZSC Lions (26,21 Jahre) – sind signifikant jünger und entwicklungsfähiger.

Das muss Kari Jalonen nicht kümmern. Er macht alles richtig. Denn er will den Erfolg kurzfristig im Jetzt und Heute und um jeden Preis. Nach Vertragsablauf 2020 kümmert ihn der SCB nicht mehr. Aber die Erfolgsbilanz in Bern bleibt in seiner persönlichen Statistik. Er ist im europäischen Eishockey, was Pep Guardiola, Helenio Herrera oder Ottmar Hitzfeld im Fussball. Oder wenigstens fast.

Es ist eine der grössten Herausforderungen im Sport-Business, den Mittelweg zwischen Erneuerung und kurzfristigem Erfolg zu finden. Deshalb gibt es kaum dauerhaften Erfolg. Selbst grosse Hockeyunternehmen brauchen Atempausen und geraten ab und an in Krisen. Die Kunst ist es, zu verhindern, dass diese Krisen zu tief und zu lange werden.

SC Bern Cheftrainer Kari Jalonen reagiert im Eishockeyspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern am Freitag, 21. September 2018, im Zuercher Hallenstadion. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Kari Jalonens Vertrag läuft 2020 aus. Bild: KEYSTONE

Der SCB provoziert unter dem Diktat von Kari Jalonen – es wird erst im Frühjahr 2020 enden – mittelfristig und ohne Not eine schwere, lang andauernde Krise. Die Position des SC Bern als Spitzenklub ist spätestens ab 2020 nachhaltig erschüttert.

Die Erfolge unter Kari Jalonen werden den SCB teuer zu stehen kommen. Dank dem Votum der Liga gegen sechs Ausländer nicht noch teurer. Und natürlich wird sich der SCB von der «Jalonen-Depression» erholen. Trainer kommen und gehen, grosse Klubs wie der SCB bleiben bestehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tim-titig 16.11.2018 12:40
    Highlight Highlight Manchmal frage ich mich echt weshalb im Eishockey immer auf möglichst altes Kraut gesetzt wird. In jedem anderen Beruf will man nur möglichst junges Gemüse.
  • Saasi 16.11.2018 12:00
    Highlight Highlight MR92. Jalonen macht jetzt einen guten Job, aber längerfristig wird der SCB für die Jalonen Zeit richtig büssen, auch wenn es einige SCB Freaks momentan noch nicht so weit sehen wollen. Der HCD beispielsweise muss momentan unten durch, wird aber trotzdem nicht absteigen, zu gross ist aus meiner Sicht die Differenz von NA zu SL in dieser Saison.
    AdC baut gerade dass nächste HCD der Zukunft zusammen. Wird sich schon in 1-2 Jahren auszahlen. Alle labbern das AdC nicht mehr der Richtige sei. Ist es Jalonen beim SCB? Der zerstört den SCB auf lange Sicht und Chalet und Lüthi schauen zu und grännen.
  • Linksanwalt 16.11.2018 09:57
    Highlight Highlight Sehe ich genau so. Erinnert mich stark an Harold Kreis, der auch gerne nur die «fertigen» Spieler aufs Eis schickt – trügerische Erfolgsquoten. In Bern wird das ein ganzes Stück Arbeit, die alte und kurzfristig erfolgreiche Mannschaft umzustrukturieren.
  • patmosi 16.11.2018 08:48
    Highlight Highlight Wie wahr, wie wahr!
  • Best of 7 16.11.2018 07:37
    Highlight Highlight Dass der SCB in der Vergangenheit vieles richtig gemacht hat, sollte jedem der das Schweizer Hockey verfolgt klar sein. Aber es sollte auch jedem klar sein, dass in den letzten paar Jahren, der SCB viel mehr falsch gemacht hat als richtig. Und dieser Fehler hat einen Namen, Jalonen! Wegen dem Geld jammern aber keine Junge nachnehmen. Den SCB kann ich in der jetzigen Situation nicht mehr ernst nehmen, auch den Cholle Marc nicht mehr.
  • BeatBox 16.11.2018 00:32
    Highlight Highlight Only time will tell, and not the SamiChlaus ;-)

    Die letzten Titel von Bern wurden alle mit „überalterten“ Teams gewonnen, man kann sie eben auch „erfahren“ nennen ;-)

    Jalonen muss liefern in dieser Saison und in den Final kommen, mal sehen ob er dies schafft, ich würde ihn nicht zu früh abschreiben.

    Und auch 2021 wird es Spieler geben, die beim SCB spielen wollen um vor der grossen Tribühne ihr Können zu beweisen!
    • Best of 7 16.11.2018 07:43
      Highlight Highlight Super, 3 Minuten vor einer grossen, stillen Tribühne sein können beweisen. Ich könnte mir vorstellen, dass ca 15 Minuten vor einer kleineren aber lauteren Tribühne sein Können zu beweisen um einiges aufregender ist. Aber jedem das seine, dream on.
  • emptynetter 15.11.2018 22:36
    Highlight Highlight In diesem Fall machen sie in Davos oben alles richtig. Erneuern grad die Mannschaft, um in ein paar jahren gestärkt wieder ein spitzenteam zu sein. Mit dem gleichen Trainer.
  • greenfields 15.11.2018 22:29
    Highlight Highlight Das habe ich schon vor längerer Zeit gesagt, die Rechnung für die Jalonen-Zeit wird erst nach dessen Abgang serviert werden. Was logischerweise immer noch viele SCB-Anhänger, die nur in der Gegenwart, d.h. eigene Nasenspitze, leben, aber nicht darüber hinaus denken, vehement abgestritten. Wenn dann noch völlig überflüssigerweise noch auf Jalonen's Erfolge mit der finnischen Nationalmannschaft hingewiesen wird, zeigt es auch auf, wie wenig diese Leute verstehen. Als Nationaltrainer konnte Jalonen die Besten unter den Besten aussuchen, die er nicht mehr weiter fördern und entwickeln musste.
    • Severin Mori 16.11.2018 12:27
      Highlight Highlight Man kann aber auch übertreiben wo man will! Fakt ist, die letzten 2 Jahre und auch die bisherige Saison waren sehr ordentlich! Meister, HF dazu Quali immer Top! Was soll der SCB jetzt aktuell tun? Den Coach Feuern wie damals Larry Huras nur halt diesmal mit der Begründung, die Zukunft sei wichtiger? Jeder Coach hat doch seine Ideen und seine Lieblingsspieler, auch ich bin dafür das wir stetig mit 4 Linien Spielen (klares SCB Erfolgsgeheimnis) aber ich bin nicht der Coach u maase mir nicht an einen zu kritisieren der keinerlei grosse Misserfolge hatte! 🤷‍♂️
  • kendo 15.11.2018 22:17
    Highlight Highlight ....ja dann sind wir mal gespannt wie das weitergeht mit dem SCB ..gut argumentierter Beitrag des Eismeisters... aber mir scheint dass er eine Polemikdiät macht.. kommt schon fast wie ein Schönwetterspieler daher ;-)
  • MR92 15.11.2018 22:02
    Highlight Highlight So jetzt ist aber mal Schluss mit den Verschwörungen. Jalonen macht einen super Job. Er weiss was er will und eine klare Linie. Was die Junge betrifft, so vergisst man, dass in Bern bis letzte Saison mit zwei Nationalverteidiger, einem kanadischen Olympiafahrer, einem mehrfachen deutschen WM-Fahrer und Amdersson sowie Gerber sechs ausgezeichnete Verteidiger zur Verfügung standen. In der Offensive gingen gar 8 Stammspieler an Olympia. Demnach haben Spieler wie Müller und Kreis auch wenig Geduld bewiesen, was Burren und Heim aktuell deutlich besser machen und auch belohnt werden!


  • Tikkanen 15.11.2018 19:58
    Highlight Highlight ...guter Artikel Chlöisu👍🏻 Leider muss auch ich nah dis nah feststellen dass der Käru den SCB nicht wirklich weiterbringt🤔Heuer spielt Jalonen schon schier die ganze bisherige Quali mit drei Linien. Und das auch gegen Lotterteams wie Gotteron und Servette😥Aber dass ist nur möglich weil der mudrige Chalet dem Käru nicht die Stange halten kann, im Gegenteil er tanzt völlig nach Jalonen‘s Pfeife🤢

    Item, Hopp Bärn😎🍻
    • Bergler19 15.11.2018 21:03
      Highlight Highlight Immer wieder schön zu sehen, dass es euch Bernern Glückshormone ausschüttet, wenn ihr Gottéron bashen könnt (wenn auch zu unrecht aktuell). Wir mögens euch gönnen, ist ja auch eure Fankultur ;-)
    • Best of 7 16.11.2018 07:50
      Highlight Highlight Bergler, nicht ernst nehmen. Er basht gegen jeden anderen Verein auch. Und nein, nicht jeder Berner ist wie Tikkanen. Da gibts auch ganz viele Normale.
  • Sloping 15.11.2018 19:46
    Highlight Highlight Der SCB ist an den Lohnexzessen grösstenteils selbst Schuld: Statt einen jungen Torhüter günstig aufzubauen, engagiert man den über 30 jährigen Caminada. Statt eigenen Talenten Eiszeit zu geben, stehen die Ausländer und Nationalspieler so lange auf dem Eis, bis sie spätestens im Playoff ausgelaugt sind. Kein Wunder geben sich die Talente mit einstelligen Minuteneinsätzen pro Spiel nicht zufrieden und wandern ab. Der SCB verkauft seine Zukunft zu Gunsten des vermeintlichen aktuellen Erfolgs. Jalonen ist Oldschool, Zeit für den SCB die Zukunft anzugehen. Und die wird ziemlich teuer.
    • marak 15.11.2018 20:08
      Highlight Highlight Old School ist vielleicht der falsche Ausdruck. Gehen wir davon aus, dass KZ recht hat und die Qualität der Jungen nicht jene der Finnen hat (was ja mit Blick auf die U-Natis stimmt), dann ist er vielmehr nicht fähig/willens die Tatsachen des hiesigen Umfeldes zu akzeptieren. Ob "stur" der bessere Begriff ist? Da bleibt der Herr nicht lange in der Schweiz. Der Ruck durch das ganze Eishockey Richtung Zukunft ist nochh nicht erfolgt. Lieber diskutiert man über die Ausländerzahl.
    • Patrick59 15.11.2018 20:48
      Highlight Highlight ..oder AdC schafft mit Davos den Verbleib in der NLA ( für mich bleibt es die NLA ), verlässt Davos, lädt ein Jahr lang seine Batterien auf und fängt dann beim SCB ein neues Kapitel seiner Trainerkarriere an. Wenn es Marc Lüthi schafft, eine so starke Persönlichkeit im Club zu dulden, wäre es sicher eine win-win Situation. Es wäre auf jeden Fall spannend zu sehen ob es klappen würde.
    • PizzaPestoni 15.11.2018 21:24
      Highlight Highlight AdC beim SCB? Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, seine Philosophie würde eher zum ZSC oder zum EVZ passen (Beide ein Farmteam, welches versteht, junge Spieler NLA ready zu machen)


      Nichts desto trotz wäre es eine durchaus intressante Konstellation, ihn in Bern als Trainer (und vermutlich auch als Sportchef 😏) werken zu lassen.

      Die Überalterung bei Bern ist aber eine Tatsache, die auf mittelfristige Zeit zu einigen Probleme führen wird, da stimme ich dem Chronisten (für einmal) voll und ganz zu !!
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