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Berns Simon Moser jubelt nach dem Sieg (3-2), beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem HC Biel und dem SC Bern, am Samstag, 3. November 2018, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SCB-Captain Simon Moser musste nach einem Check gegen Langnaus Anton Gustafsson vom Eis.  Bild: KEYSTONE

SCB-Titan Simon Moser – hart genug für die NHL

Der Titan Simon Moser ist einer der härtesten und fairsten Spieler der Liga. Gut, hat ihn die Hockey-Justiz freigesprochen.



Eine Szene für Hockey-Lehrstunden. Eingefangen von der TV-Kamera. SCB-Captain Simon Moser (29) kassiert nach einem Check gegen Langnaus Anton Gustafsson (28) in der 34. Minute des Derbys einen Restausschluss.

Eine Szene, durchaus typisch für den Titanen (187 cm, 97 kg). Sein gleich grosser und fast gleich schwerer Gegenspieler (187 cm/95 kg) bleibt auf dem Eis liegen. Er kann die Partie nicht mehr fortsetzen und nach dem Spiel wird eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. Der Schwede mit Schweizer Lizenz fällt für unbestimmte Zeit aus.

Tigers Anton Gustafsson, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem EHC Biel, am Dienstag 2. Oktober 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Anton Gustafsson konnte die Partie nicht mehr fortsetzen.  Bild: KEYSTONE

Die Schiedsrichter schicken Simon Moser in die Kabine (5 Minuten plus Restausschluss). Sie können die Szene nicht – wie wir – noch und noch in der Wiederholung sehen. Es ist in Echtzeit praktisch unmöglich zu erkennen, ob der Check korrekt ist oder nicht. Der Entscheid der Schiedsrichter ist nicht zu kritisieren.

Warum eine Szene für eine Hockey-Lehrstunde? Weil hier erstens in seltener Qualität zu sehen ist, was erlaubte Härte ist. Der Check ist ein legales Mittel, um einen Gegenspieler vom Puck zu trennen. Anton Gustafsson führt die Scheibe, darf also gescheckt werden und muss in dieser Situation mit einem Check rechnen.

Der Check geht nicht gegen den Kopf, Simon Moser springt nicht auf und hat auch nicht die Ellenbogen oben. Es ist ein Zusammenprall Körper gegen Körper. Raues, uriges, sauberes Hockey. Rumpelhockey.

Berns Simon Moser beim Eishockey National League Spiel zwischen dem SC Bern und dem HC Lausanne, am Samstag, 6. Oktober 2018, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Simon Moser. Bild: KEYSTONE

Der SCB-Captain ist einer der wenigen Schweizer Stürmer, der mit internationaler Härte spielt. Geradlinig, oft schmerzhaft für die Gegenspieler. Aber im Rahmen der Spielregeln. Er hat in der höchsten Liga in der Qualifikation noch nie mehr als 50 Strafminuten verbüsst.

Die Szene ist zweitens auch deshalb eine Lehrstunde, weil eine Besonderheit zu sehen ist, die auch zu unserer Liga gehört: eine gewisse Sorglosigkeit.

Der 1000er-Klub des Schweizer Eishockeys:

Anton Gustafsson konzentriert sich so auf die Scheibe, dass er von Simon Mosers Angriff überrascht wird. Wer vor dem gegnerischen Tor frei den Puck hat, muss ganz einfach die Umgebung im Auge haben und auf einen Check gefasst sein. Es ist die gefährlichste Zone für den angreifenden Stürmer. Aber in unserer Lauf- und Tempoliga ist die Gefahr, von einem Check erwischt zu werden, halt verhältnismässig klein und die «Kultur» des Auffangens von Checks, des richtigen Verhaltens in der Gefahrenzone oder entlang der Bande nach wie vor nicht hoch entwickelt.

Nashville Predators defenseman Michael Del Zotto, left, celebrates with Simon Moser (5), of Switzerland, after Moser scored a goal in the third period of an NHL hockey game against the Winnipeg Jets on Saturday, March 1, 2014, in Nashville, Tenn. (AP Photo/Mark Zaleski)

Simon Moser (rechts) 2014 im Dienste der Nashville Predators Bild: AP/FR170793 AP

Simon Moser ist inzwischen zweifacher Silberheld. Er scheiterte in der Saison 2013/14 beim ersten Versuch, die NHL zu erobern (6 Spiele/1 Tor/1 Assist für Nashville). Inzwischen wäre er mit ziemlicher Sicherheit gut genug für die wichtigste Liga der Welt. Er hat in seinem Spiel die ideale Kombination aus Tempo, Technik, Intelligenz, Mut und Härte. Simon Moser ist der wichtigste Schweizer Feldspieler beim SC Bern.

Oder wer es gern martialisch mag: er ist auch hart genug für die NHL.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tim-titig 27.11.2018 10:13
    Highlight Highlight Wenn ich dann mal Zeit habe, werde ich Bedauern haben mit euch SCB Fans, nur weil ihr resigniert seit, da die Tigers gewonnen haben wegen eines falschen Entscheides gegen Moser😂
  • Andy14 27.11.2018 09:30
    Highlight Highlight Für den SCB wäre das aber ganz schlecht, das würde dann bedeuten, dass der Klub einen weiteren Spieler verlieren würde, der nur schwer zu ersetzen wäre. 6 Ausländer gibt es ja nicht. Für Bern zu hoffen, das er bleibt..
  • FR90 27.11.2018 09:04
    Highlight Highlight Er mag ein top und harter Spieler sein. Aber fair war er noch nie!
    • MW666 27.11.2018 12:04
      Highlight Highlight Wann war er nicht fair? Gib mir bitte 3 Bespiele!!

      Moser ist bestimmt einer der fairsten Spieler überhaupt in der Liega! Was kann er dafür, wenn sich der Gegenspieler dumm verhält und/oder er halt nicht so gross und kräftig ist wie Moser?
  • Herren 27.11.2018 08:48
    Highlight Highlight Endlich mal ein sauber argumentierter Artikel ohne Polemik vom Eismeister. Bitte mehr davon.
  • desmond_der_mondbaer 27.11.2018 07:35
    Highlight Highlight Wie gesagt, eine verdammte Sauerei. Ein paar Minuten später erhält Andersson ganz klar einen Elbogen mitten ins Gesicht und nichts wurde gepfiffen. Warum solche unqualifizierte Holzfäller Spiele pfeiffen lassen?!
  • AllknowingP 27.11.2018 07:17
    Highlight Highlight Ich finde 4 Refs auf dem Eis müssten sehen das die Aktion (jedenfalls die auf dem Eis) i.O ist.... oder wie können das die Refs in der NHL, KHL, SHL etc. ?!?
  • powerplay 27.11.2018 06:43
    Highlight Highlight simu ist ein top spieler- zweifellos! der late hit gegen glauser und die kopf-ab geste nach dem restausschluss zeugen aber eher von geringer gehirn-aktivität...
    • HotIce 27.11.2018 07:06
      Highlight Highlight Da gibt es so manch andere auch - quer durch alle Klubs.
    • Ruggedman 27.11.2018 07:41
      Highlight Highlight Derby? Emotionen und so?
    • redliner 27.11.2018 11:33
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu dir war ich dort, die Geste von ihm war eine Reaktion auf die Pöbeleien (Scheibenwischer, Stinkefinger etc.) der Langnauer Schauspieler-Bank. Erwähnenswert noch der Entscheidfindungsprozess vom erneut sackschwachen Massy und Wiegant die überhaupt nichts gesehen haben: Auskunft beim Tigers Teamarzt einholen und rausschicken, unglaublich!
  • ove8 27.11.2018 06:36
    Highlight Highlight Der Schiedsrichter kam die Zene nicht wider und wider anschauen, dass ist korrekt. Aber das Schweizer Fernsehe kann es und sagt trotzdem mit diesem Check gegen den Kopf. Ganz schwach.
    • MARC AUREL 27.11.2018 09:11
      Highlight Highlight Ganz schwach ist dass ihr nicht objektiv urteilen könnt! Die Geste von Moser ist sicher nicht schön passiert aber wenn die Emotionen kochen und sollte nicht überbewertet werden! Der Check war fair und der Fehler bei Gustafasson zu suchen der einfach falsch reagiert und die Augen nicht offen hat oder wie war dass bei Blum der von hinten gecheckt und hart kritisiert wurde? Zieht eure SCL -BRILLE oder eure Abneigung gegen Bern ab!
    • ove8 27.11.2018 09:57
      Highlight Highlight Hallo Marc, verstehe deine Antwort nicht ganz?
      Für mich wahr es auch eine harter aber fairer Check.
      Habe nur gesagt finde es schwach vom Schweizer Fernsehe wo sagt es sei gegen den Kopf obwohl sie die Zene immer und immer wider anschauen können.
    • Socceroo04 27.11.2018 10:04
      Highlight Highlight @Aurel. Ob sich Gustafsson korrekt oder eben nicht korrekt verhalten hat ist beidseitig eine Mutmassung, Fakt ist aber, dass er verletzt ausgeschieden ist. Ist es nicht so, dass eine Aktion mit Verletzungsgolge automatisch zum Restausschluss führt? Ich erinnere mich da an verschiedene Szenen ähnlicher Art, sogar solche bei denen Spieler gegnerische Stöcke welche sie selber hochgeschlagen haben, ins Gesicht bekommen haben und der Gegner unter die Dusche geschickt wurde. Der Restausschluss von Moser ist ein harter aber kein Fehlentscheid, dass keine weiteren Sperren folgen aber auch korrekt.
  • sidthekid 27.11.2018 06:20
    Highlight Highlight Ja, auch die Kopf-Ab-Geste seinen Ex-Kollegen gegenüber fand ich äusserts „fair“.
    User Image
    • Mia_san_mia 27.11.2018 08:02
      Highlight Highlight Oh so schlimm 😭
    • Väterchen 27.11.2018 09:30
      Highlight Highlight Er deutet dass er ihn nicht am Kopf sondern im unteren Hals Brustbereich erwischt hat. Was dann in jeder Wiederholung zu sehen war. Aber der tiger-neymarsson war halt nicht gefasst und die Erschütterung seines hirnes war wohl eher vom Aufprall aufs Eis geschuldet. Wo er dann minutenlang ein wenig höcklete.
    • sidthekid 27.11.2018 10:41
      Highlight Highlight Mit euch zu diskutieren bringt eh nichts. Das weiss wohl bald jeder aus der Watson-Hockey-Community, da lass ich es lieber gleich sein. 🙄
    Weitere Antworten anzeigen

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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