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Cristiano Ronaldo bei seinem Fallrückzieher-Tor gegen Juventus im April.
Cristiano Ronaldo bei seinem Fallrückzieher-Tor gegen Juventus im April.Bild: EPA ANSA

7 Dinge, die du zu Ronaldos Mega-Transfer von Real Madrid zu Juventus wissen musst

10.07.2018, 21:3411.07.2018, 11:16

Cristiano Ronaldo wechselt per sofort von Real Madrid zu Juventus Turin. Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu einem der grössten Transfers der Fussball-Geschichte.

Ist es der teuerste Transfer der Fussball-Geschichte?

Nein, Ronaldo wechselt für 112 Millionen Euro nach Turin – die Summe setzt sich zusammen aus 100 Millionen Gebühr an Real und noch einmal 12 Millionen als Solidaritätsbeitrags gemäss den FIFA-Bestimmungen und Nebengebühren. Die offizielle Ausstiegsklausel war übrigens auf eine Milliarde festgesetzt.

Damit belegt CR7 Platz 5 der teuersten Transfers der Fussball-Geschichte. Viel darüber, wie sich der Fussballmarkt verändert hat, zeigt aber die Tatsache, dass Ronaldo 2009, damals schon ein Weltstar, für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid wechselte. Jetzt, mit 33 Jahren, ist er 11 Millionen teurer.

Die 10 teuersten Transfers der Fussball-Geschichte
1. Neymar von Barcelona zu PSG: 222 Mio.
2. Mbappé von Monaco zu PSG: 180 Mio.
3. Coutinho von Liverpool zu Barcelona: 125 Mio.
4. Dembélé von Dortmund zu Barcelona: 115 Mio.
5. Ronaldo von Real Madrid zu Juventus: 112 Mio.
6. Pogba von Juventus zu Manchester United: 105 Mio.
7. Bale von Tottenham zu Real Madrid: 101 Mio.
8. Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid: 94 Mio.
9. Higuain von Napoli zu Juventus: 90 Mio.
10. Neymar von Santos zu Barcelona: 88,2 Mio.
quelle: transfermarkt.ch

Ist Ronaldo jetzt Spitzenverdiener?

Gemäss Medienberichten soll Ronaldo jährlich 30 Millionen Euro verdienen. In Madrid waren es «nur» 21 Millionen pro Jahr. 

Doch auch mit seinem Gehalts-Upgrade liegt Ronaldo weiter hinter Neymar, der bei PSG 36,8 Millionen Euro jährlich erhält. Lionel Messi soll – ohne Prämien – ähnlich wie Ronaldo gegen die 30 Millionen Euro verdienen.

Ronaldo verdient bei Juventus zwar mehr als bei Real, aber weniger als Neymar in Paris.
Ronaldo verdient bei Juventus zwar mehr als bei Real, aber weniger als Neymar in Paris.Bild: EPA/EFE

Das Gehalt bezieht sich nur auf das Geld, welches die Spieler vom Verein erhalten. Mit Marketing-Einnahmen ist Ronaldo deutlich die Nummer 1, dann kommt er nämlich auf 94 Millionen Euro pro Jahr. 

Wer ersetzt Ronaldo in Madrid?

Mit dem Abgang von Ronaldo ist klar: Die «Königlichen» haben Geld und vor allem einen freien Platz für einen neuen Superstar. Real Madrid wird mit Sicherheit bald ein grosses Kaliber präsentieren. Aber wer könnte es sein?

Neymar:
Es gibt schon länger Gerüchte, dass Neymar zu Real Madrid wechseln könnte. Der Brasilianer habe eine Vorliebe für die Königlichen, heisst es. Doch der 26-Jährige wäre wohl sehr teuer, zudem hat PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi verlauten lassen, dass Neymar zu 2000 Prozent bei PSG bleiben wird.

Wechselt einer der PSG-Superstars zu Real Madrid?
Wechselt einer der PSG-Superstars zu Real Madrid?Bild: EPA/EPA

Kylian Mbappé:
Der 19-jährige Franzose gilt als Favorit bei den Fans. Mbappé würde aber wohl noch teurer werden als Neymar. Es wird über eine mögliche Ablöse von 300 Millionen Euro diskutiert. 

Harry Kane:
Der Captain von Englands Nationalmannschaft ist heiss begehrt. Doch der Topskorer ist bei Tottenham mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet. Ob ihn die Londoner bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen? Sehr fraglich.

Wer verlässt Juventus?

Ronaldo ist der 8. Offensivspieler bei Juventus. Klar, dass mindestens ein Stürmer oder Flügel gehen muss. 

Bleiben mit höchster Wahrscheinlichkeit:

  • Douglas Costa (27), wurde in diesem Sommer erst fix von Bayern München verpflichtet.
  • Federico Bernardeschi (24), den einzigen Italiener in der Offensive wird Juve wohl nicht abgeben.
  • Paulo Dybala (24), heiss begehrt, doch Juventus hat immer wieder betont, dass er absolut unverkäuflich sei. Soll Ronaldos kongenialer Partner werden.

Verbleib nicht gesichert:

  • Mario Mandzukic (32), in Turin für seine Kampfbereitschaft geliebt. Kann Stürmer oder Flügel spielen. Könnte wechseln, da der Stammplatz in Gefahr ist.
  • Marko Pjaca (23), letzte Saison in der Rückrunde an Schalke 04 ausgeliehen und dort meist Ersatz. Gut möglich, dass er wieder ausgeliehen wird.
  • Juan Cuadrado (30), letzte Saison oft von Verletzungen geplagt. Eigentlich Stammspieler, würde bei einem allfälligen Transfer aber sicher einige Millionen einbringen.
  • Gonzalo Higuain (30), vor zwei Jahren für 90 Millionen von Napoli zu Juventus gewechselt. Spielte bei Real Madrid schon mit Ronaldo zusammen. Die Frage ist, ob Juve das Geld aus seinem Verkauf braucht. Chelsea soll 60 Millionen bieten.

Was sagt Ronaldo zum Wechsel?

Die Stimmen zum Wechsel und Ronaldos Abschiedsbrief findest du hier:

Die «Marca» wusste bei Ronaldo Bescheid

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Die «Marca» wusste beim Ronaldo-Wechsel Bescheid
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Kann Ronaldo bis 2022 so gut sein?

Ronaldo ist bereits 33-jährig, was eigentlich ein stolzes Alter für einen Fussballer ist. Allerdings ist das bei Ronaldo etwas anders. Er ist mit seinen 33 Jahren der beste Fussballer der Welt und kann sicher noch zwei Jahre auf diesem Niveau spielen. Der Mann, der so akribisch auf seinen Körper achtet, dürfte auch in drei oder vier Jahren noch zu den Besten der Welt gehören. 

Sein Ehrgeiz ist ungebrochen, solange das Duell um den grössten Fussballer der Geschichte mit dem zwei Jahre jüngeren Messi noch andauert, wird Ronaldo in Topform sein. Wenn einem Spieler zuzutrauen ist, auch mit 37 Jahren noch zu den Besten zu gehören, dann ist es Cristiano Ronaldo.

Wie lange kann Ronaldo mit seinem durchtrainierten Körper auf Top-Niveau spielen?
Wie lange kann Ronaldo mit seinem durchtrainierten Körper auf Top-Niveau spielen?Bild: EPA/EFE

Weshalb ausgerechnet Juventus?

Der wahrscheinlichste Grund für einen Ronaldo-Wechsel zu Juventus ist wohl, dass er sich in einer neuen Liga beweisen möchte. In der Premier League und der Primera Division hat er dies bereits getan, nun kann er auch in Italien Rekorde brechen. In Madrid hat er zuletzt drei Mal in Serie die Champions League gewonnen, schafft er das nun auch mit Juventus, welches seit 1996 auf den zweiten Titel in der Königsklasse wartet, arbeitet er weiter an seinem Denkmal.

In Madrid fühlte sich Ronaldo zudem zu wenig für seine Verdienste geliebt. In Turin erhofft er sich mehr Anerkennung. Nach seinem Fallrückzieher-Tor im April erhielt er vom Juventus-Publikum Standing Ovations. Ronaldo zeigte sich nach der Partie gerührt von den Reaktionen der gegnerischen Fans. 

Ronaldo zeigt sich vom Applaus der Juve-Fans beührt.
Ronaldo zeigt sich vom Applaus der Juve-Fans beührt.Bild: EPA/ANSA

Zudem hatte Juventus schon 2003 Interesse am damals 18-jährigen Ronaldo gezeigt. Der Transfer war sogar schon fast fix. Verträge und Papiere waren bereit und Ronaldo war happy, hiess es. Doch Marcelo Salas, der im Gegenzug als Tausch von Juventus zu Sporting Lissabon wechselt sollte, weigerte sich. So kam es, dass Ronaldo kurze Zeit später für 19 Millionen Euro zu Manchester United wechselte.

Jetzt, 15 Jahre später hat es aber doch noch geklappt. Cristiano Ronaldo wechselt zu Juventus Turin.

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pana
10.07.2018 20:24registriert Juni 2015
Ich behaupte die Standing Ovations in Turin haben da wahrscheinlich eine grössere Rolle gespielt, als man denken würde. Ronaldo hat (fast) alles erreicht, Geld braucht er auch keines mehr. Von gegnerischen Fans gefeiert zu werden, hat ihn stark beeindruckt.
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Zanzibar
10.07.2018 20:55registriert Dezember 2015
Juve auf einen Schlag ein heisser Kandidat für den CL-Titel. Wie bitter wäre das bitte für Gigi?
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exeswiss
10.07.2018 22:24registriert Januar 2015
"Der wahrscheinlichste Grund für einen Ronaldo-Wechsel zu Juventus ist wohl, dass er sich in einer neuen Liga beweisen möchte. In der Premier League und der Primera Division hat er dies bereits getan, nun kann er auch in Italien Rekorde brechen."

das ist das, was für mich ronaldo gegenüber messi zum grösseren fussballer macht. im gegensatz zu messi bleibt er nicht seit seiner jugend in seinem safespace, sondern geht in diverse ligen fussball spielen.
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