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Wawrinka StanSlam Road to

Jedes Jahr ein Grand-Slam-Titel. Logisch, was 2017 passiert, oder?

Kommentar

Kann Wawrinka auch Wimbledon gewinnen? Klar! Stan, hol dir den #StanSlam

Er hat es wieder getan! Stan Wawrinka sichert sich seinen dritten Grand-Slam-Titel. Und wie bei den zwei vorhergehenden konnte niemand damit rechnen. Damit steht der Romand noch einen Sieg vom Karriere-Slam weg. Wimbledon fehlt noch. Aber kann er in Südwestlondon gewinnen?



Stan Wawrinka knackt Novak Djokovic am US Open und sichert sich mit 6:7, 6:4, 7:5, 6:3 seinen dritten Grand-Slam-Titel. Der Titel kommt überraschend. Wawrinka galt hinter Andy Murray und Novak Djokovic höchstens als dritter Anwärter. Der Titel 2014 in Australien war eine Sensation, der Coup 2015 beim French Open eine faustdicke Überraschung und jetzt folgt sowas wie die endgültige Bestätigung, wenn es die denn noch gebraucht hat.

Alle Turniersiege von Stan Wawrinka

Während Wawrinka in New York seinen Triumph noch feiert, kommt bei uns natürlich unweigerlich die Frage auf: Kann er auch Wimbledon gewinnen? Kann Stan Wawrinka tatsächlich den Karriere-Slam, den #StanSlam komplettieren?

Ja, er kann. 

Stan the (big-match) Man!

Der 31-Jährige hat alles, was es braucht, auch wenn es bisher gar nicht den Anschein machte. Denn Wawrinka hat sich in den letzten Monaten die allerwichtigste Eigenschaft für grosse Siege erarbeitet: Die Stärke bei den Big Points.

Für zwischendurch: Eindrückliche Zahlen zu Wawrinkas US-Open-Triumph

Seine drei Major-Finals? Alle gewonnen. Seine letzten elf Endspiele? Allesamt gewonnen. 17 Breakbälle gegen Djokovic? 14 davon abgewehrt. 14! Gegen Djokovic! Dabei galt der Serbe in den letzten Jahren als genau der Mann, der die wichtigen Punkte bucht. Genauso wie Federer zu seinen besten Zeiten. 

Die zweite ganz wichtige Eigenschaft für grosse (unerwartete) Erfolge: Wawrinka kann leiden. Eigentlich ist er sogar sowas wie das personifizierte Stehaufmännchen. Symbolisch dafür steht sein Tattoo auf dem linken Unterarm: 

«Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better.»

Immer versucht. Immer gescheitert. Egal. Versuch es weiter. Scheitere wieder. Scheitere besser.

Stan Wawrinka, of Switzerland, prepares for a serve from Novak Djokovic, of Serbia, during the men's singles final of the U.S. Open tennis tournament, Sunday, Sept. 11, 2016, in New York. (AP Photo/Darron Cummings)

Wawrinkas Lebensmotto auf seinem Unterarm. Bild: Darron Cummings/AP/KEYSTONE

Auch nach dem Finalsieg in Flushing Meadows sagte er: «Es gibt kein Geheimnis. Wenn du die Nummer 1 schlagen willst, musst du alles geben. Du musst akzeptieren, dass du leiden wirst, und du musst es fast geniessen zu leiden.»

Tippt der Finger an die Schläfe, wissen alle, was es geschlagen hat

Die dritte Eigenschaft: Die Rückhand. Seit Jahren die beste der Welt. Auch gegen Djokovic wieder. Da flogen dem Serben die Bälle nur so um die Ohren. Dieser Paradeschlag ist auch in Wimbledon wichtig.

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So geht das: Herrlicher Rückhand-Passierschlag von Stan Wawrinka. Video: streamable

Und die vierte Eigenschaft: Alle wissen, dass Wawrinka alle schlagen kann. Überall und jederzeit. Was geht den Gegnern wohl durch den Kopf, wenn sie den berühmten Finger Wawrinkas an dessen Schläfe tippen sehen? Sie dürften genauso erstarren vor Ehrfurcht wie früher, wenn sie gegen Federer oder bis vor wenigen Wochen noch gegen Djokovic antreten mussten und eigentlich schon vorher wussten: Heute verliere ich.

Stan Wawrinka, of Switzerland, reacts after a point to Novak Djokovic, of Serbia, during the men's singles final of the U.S. Open tennis tournament, Sunday, Sept. 11, 2016, in New York. (AP Photo/Darron Cummings)

Na, zittert ihr schon bei diesem Anblick? Bild: Darron Cummings/AP/KEYSTONE

Die mit Abstand grösste Herausforderung

Aber so schön sich das alles liest: Wimbledon ist mit Abstand die schwierigste Aufgabe für den Romand. Wawrinka hat keinen überragenden Service. Auf Rasen ist sein Spiel deutlich am schwächsten. Zudem sind auf dem heiligen Rasen Spieler wie Milos Raonic, Nick Kyrgios, Tomas Berdych, Jo-Wilfried Tsonga oder vermutlich auch wieder Juan Martin Del Potro fähig den Schweizer mit ihrem Aufschlag wegzuballern. Eigentlich scheint es unmöglich für Stan in «SW19» zu triumphieren.

Aber das war es beim Australian Open 2014 auch.

Und beim French Open 2015. 

Und beim US Open traute man es ihm auch nicht zu. 

Er ist halt noch immer irgendwie nur der Sidekick von Roger Federer

Schafft Wawrinka den #StanSlam und gewinnt Wimbledon?

In diesem Jahr scheiterte Wawrinka in Wimbledon in der 2. Runde an Juan Martin Del Potro. Zuvor war sein Bestergebnis der Viertelfinal 2013 und 2014. Beim ersten Versuch scheiterte er im Schweizer Duell an Roger Federer. Der Match war eng, 2014 schied er mit 9:11 im entscheidenden fünften Satz gegen Richard Gasquet aus. Kurz: Es fehlte zweimal sehr wenig für die Halbfinalqualifikation.

Und wenn er sich dann an die Schläfe tippt? Viel Glück für alle Gegner!

So feiert Stan den US-Open-Titel

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