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Das war's mit der Leichtathletik-EM: Rechtsextremer Schweizer Sprinter verliert Lizenz



Nach den Rassismus-Vorwürfen wird der Schweizer Sprinter Pascal Mancini von den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin ausgeschlossen. Zudem verliert er die Lizenz.

Pascal Mancini from Switzerland reacts after the men's 100m semifinal, at the second day of the European Athletics Championships in the Letzigrund Stadium in Zurich, Switzerland, Wednesday, August 13, 2014.  (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Pascal Mancini wird nicht an der Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin starten können.  Bild: KEYSTONE

Zuerst wurde er aus dem Aufgebot für die 4x100-m-Staffel von Swiss Athletics eliminiert, danach auch von der 100-m-Distanz. Der 29-jährige Freiburger hat Schlagzeilen produziert, weil er auf seinem Facebook-Profil streitbare Beiträge mit rechtsextremem Gedankengut verbreitet hatte.

«Wenn noch einer ‹Schlitzauge› zu mir sagt ...»

Video: watson/Bunni Khun, Emily Engkent

Mancini, dessen Gesinnung dem Verband bekannt ist, weshalb er eine spezielle Vereinbarung unterschreiben musste, sieht sich jedoch keiner Schuld bewusst. Vielmehr macht er die Medien für das Ganze verantwortlich. Auf Facebook schreibt er unter anderem: «Eine Chance weniger für das Schweizer Team auf eine Medaille. Aber ich bin nicht überrascht, was mir passiert ist. Ich wusste immer, dass ich das Unattackierbare attackiere. Ich suche keine Konfrontation, aber ich habe keine Angst davor. Sie werden nie das brennende Feuer der Wahrheit auslöschen, das in mir brennt.»

Der Schweizer Verband, der nichts von den Postings wusste, hat nach eingehender Prüfung festgestellt, dass Mancini gegen die Vereinbarung verstossen hat.

Am späten Dienstagabend bestätigte der Verband Swiss Athletics dann auch entsprechende Massnahmen in einem Communiqué. Demnach hat der Zentralvorstand entschieden, gegen Mancini ein Disziplinarverfahren zu eröffnen und ihm mit sofortiger Wirkung die Lizenz zu entziehen. Damit wird er an den Europameisterschaften von nächster Woche nicht starten können. Der Zentralvorstand ist nach eigenem Bekunden der Ansicht, dass die Verfehlungen des Athleten in Verbindung mit seiner bekannten Gesinnung nicht zu tolerieren sind. (sda)

Hier zerstören Rechtsextreme ein Roma-Lager in der Ukraine

Video: srf

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