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Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft in Planica: Erfolgreicher Flugmeilen-Sammler.
Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft in Planica: Erfolgreicher Flugmeilen-Sammler.Bild: APA

Hast du schon mal überlegt, wie weit ein Skispringer in einem Winter fliegt? Weit!

Der Traum vom Fliegen ist seit Ewigkeiten der grösste Traum der Menschheit. Kaum jemand kommt ihm so nahe wie die besten Skispringer der Welt. Im Laufe einer Saison läppern sich ganz schön viele Kilometer zusammen, die sie in der Luft verbringen.
27.03.2017, 12:5027.03.2017, 12:54

Bevor wir zur Auflösung kommen, einfach mal eine kurze Frage:

Was denkst du, wie weit Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft in diesem Winter in allen Wettkämpfen zusammen geflogen ist?

Hast du richtig geschätzt? Der Österreicher Stefan Kraft ist in diesem Winter in allen Weltcup- und WM-Bewerben zusammengezählt exakt 9745 Meter in der Luft gewesen (Quelle: FIS).

Diese Distanz entspricht exakt 30 Mal der Länge des 325 m hohen Eiffelturms in Paris. Oder um anders zu verdeutlichen, wie weit Kraft in der Luft war, einige Beispiele aus der Schweiz:

9745 m für Zürcher: Vom Uetliberg bis nach Wallisellen

9745 m für Berner: Vom Stade de Suisse bis nach Frauenkappelen

9745 m für Basler: Vom Barfüsserplatz bis nach Aesch

9745 m für St.Galler: Einmal fast quer durch die Stadt

9745 m für Luzerner: Vom Pilatus bis zum Löwendenkmal

9745 m für Romands: Weiter als der Murtensee

Für die 9745 Meter wurden nur Krafts Wettkampfsprünge addiert – aber weder Qualifikationen noch Trainings berücksichtigt. So kam der Gesamtweltcupsieger 2016/17 auf insgesamt 64 Sprünge. Krafts weitester war der neue Skiflug-Weltrekord, aufgestellt im norwegischen Vikersund. Erst nach sagenhaften 253,5 Metern hatte der Österreicher wieder festen Boden unter den Füssen.

Weltrekord: Kraft steht einen Satz auf 253,5 m.Video: YouTube/Zockerfreak Ski & F1 Interviews

Kraft war der dominierende Springer der soeben beendeten Saison. Er gewann neun Weltcup-Bewerbe, stand bei zwölf weiteren auf dem Podest. Der 23-Jährige gewann an der WM in Lahti beide Einzel-Bewerbe, holte Silber im Mixed- und Bronze im Teamwettbewerb.

Ammann für nächsten Winter zuversichtlich

Wesentlich bescheidener fällt Simon Ammanns Bilanz aus. Der doppelte Doppel-Olympiasieger aus dem Toggenburg weist einen 11. Platz als Saison-Bestleistung aus. In seinen 43 Wettkampfsprüngen war Ammann zusammengezählt 6209,5 Meter in der Luft. Weil er bei der Landung oft patzte, resultierte am Ende bloss Rang 29 in der Weltcup-Gesamtwertung. Schlechter beendete Simon Ammann eine Saison zuletzt im Winter 1999/2000.

Ammann erkennt zwar die Wolken, sieht aber lieber noch den blauen Himmel.
Ammann erkennt zwar die Wolken, sieht aber lieber noch den blauen Himmel.Bild: EPA/EXPA

Für den mittlerweile 35-Jährigen gibt es dennoch kein Grund, nun aufzugeben. Im Gegenteil. Zum Saisonende hin war eine Aufwärtstendenz zu erkennen, die Ammann zuversichtlich stimmt. In Planica sagte er, dass er nun eine klare Strategie habe, in welche Richtung es mit der Materialabstimmung und all den anderen Sachen gehen soll. «Ich werde früher in Einsiedeln auf die Schanze gehen als in den vergangenen Jahren», kündigte er bereits an.

Im Fokus hat Ammann bestimmt die Olympischen Spiele, die nächsten Winter im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden. Geht es nach der «Ammann'schen Gleichung», darf sich die Sport-Schweiz darauf freuen. Die sieht nämlich nach medaillenlosen Spielen wie zuletzt in Sotschi einen Doppel-Triumph bei den folgenden Wettkämpfen vor …

Die «Ammansche Gleichung»
1998 Nagano: Keine Medaille
2002 Salt Lake City: Doppel-Gold
2006 Turin: Keine Medaille
2010 Vancouver: Doppel-Gold
2014 Sotschi: Keine Medaille
2018 Pyeongchang: ?

Die Karriere von Simon Ammann

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Die Karriere von Simon Ammann
quelle: keystone / arno balzarini
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