Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Arbeitslosenquote bleibt tief ++ Ein Drittel mehr offene Stellen als im Vorjahr

09.07.18, 08:25 09.07.18, 09:24


Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Juni auf der Stelle getreten. Insgesamt waren 2,4 Prozent der Erwerbstätigen arbeitslos gemeldet – wie schon im Mai. Damals war die Quote auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Saisonbereinigt verharrte die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent.

Insgesamt waren im Juni 106'579 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das sind 2,6 Prozent weniger als im Vormonat und ein Fünftel weniger als im Vorjahr, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte.

Die Zahlen sind keine Überraschung. Die meisten von AWP befragten Ökonomen hatten eine Quote von 2,4 Prozent erwartet, einzig die UBS-Ökonomen rechneten mit 2,3 Prozent. Bei der saisonbereinigten Quote prognostizierten die Experten 2,6 bis 2,7 Prozent.

Zahlen wieder auf korrektem Bestand

Zum Zehnjahrestief trugen sowohl die gutlaufende Wirtschaft als auch die saisonale Entwicklung bei. Von März bis Mai hatte zudem ein neues, automatisiertes Erfassungssystem für Abweichungen bei den Daten gesorgt. Im Juni sei die Einführung des neuen Systems nun abgeschlossen worden, schreibt das Seco. Damit hätten sich die Zahlen wieder auf den korrekten Bestand eingespielt. Die leicht überhöhten Rückgänge der Vormonate seien in Form eines leicht abgedämpften Rückgangs wieder kompensiert worden.

Die Zahl der Jugendarbeitslosen ging im Juni gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 23,9 Prozent zurück. Insgesamt waren 10'737 15- bis 24-Jährige arbeitslos gemeldet. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen über 50-Jährigen sank gegenüber Mai um 2,9 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 14,1 Prozent. Ihre Arbeitslosenquote liegt damit bei 2,3 Prozent.

Ein Drittel mehr offene Stellen als im Vorjahr

Den Arbeitslosen stehen zudem erneut mehr Jobausschreibungen zur Verfügung: Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich zum Vorjahr um 10,9 Prozent auf 16'854. Innert Jahresfrist legten sie damit um über einen Drittel zu.

In Branchen mit einer erhöhten Arbeitslosigkeit erhalten registrierte Stellensuchende seit Anfang Juli einen Vorsprung auf offene Stellen. Im Zuge der Umsetzung der «Masseneinwanderungsinitiative» müssen Arbeitgeber aus solchen Branchen offene Stellen dem RAV melden. Diese gemeldeten Stellen stehen während fünf Tagen ausschliesslich den registrierten Stellensuchenden zur Verfügung.

Zu wenig Adrenalin am Arbeitsplatz? Hier wird dir geholfen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Trump will Auto-Zölle – die Industrie ist erzürnt

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pasch 09.07.2018 10:09
    Highlight Und die Ausgesteuerten...?
    5 1 Melden
    • axantas 09.07.2018 13:15
      Highlight Die Ausgesteuerten sind nicht arbeitslos, sondern ausgesteuert. Die kann man gar nicht mehr erfassen, weil sie eben ausgesteuert sind.

      Die zu erfassen würde die Quote nur in die Höhe treiben, also lässt man sie weg.

      Ist das nicht wunderbar? So einfach bringt man die Statistik ins Lot, die Quote runter und die Behörden sind zufrieden.
      6 2 Melden
    • Tikvaw 09.07.2018 15:48
      Highlight Auch Ausgesteuerte können sich beim RAV immer noch als Arbeitssuchend melden und sind dann in der Statistik drin.

      Solche die sich nicht mehr als arbeitssuchend melden können logischerweise auch nicht korrekt erfasst werden. Da man, als blödes Beispiel, nicht wissen kann ob der Ausgesteuerte ein Multimillionär ist der sich nun einfach paar Jahre "Auszeit" gönnt oder jemand der alle Hoffnung aufgegeben hat und sich deshalb nicht mehr bemüht.
      3 2 Melden
    • axantas 09.07.2018 16:41
      Highlight "oder jemand der alle Hoffnung aufgegeben hat und sich deshalb nicht mehr bemüht."

      Es geht da tatsächlich mehr um die definitiv entsorgten....
      2 3 Melden
    • Tikvaw 09.07.2018 17:07
      Highlight Die "Entsorgten" sind aber eben nur mittels Hochrechnung erfassbar, deshalb gibt das BfS dafür extra eine Erwerbslosen-Statistik heraus.

      Bei den Zahlen der Seco hier im Artikel, handelt es sich um um diejenigen, die sich auch tatsächlich offiziell als Arbeitssuchend melden und ist keine Hochrechnung.

      Das wird auch ganz klar Angegeben.

      Das heisst:

      - Die Behauptung hier seien keine Ausgesteuerte dabei ist falsch.
      - Die Behauptung Ausgesteuerte werden vom Staat bewusst "verschwiegen", um es besser aussehen zulassen ist ebenfalls falsch.
      3 1 Melden
  • Alterssturheit 09.07.2018 08:36
    Highlight Und wir erhalten zur Zeit um die 300 Bewerbungen für eine offene Stelle "Sachbearbeitung". Dies in knapp einer Woche....Aber diese Damen und Herren sind vermutlich auch nicht arbeitslos, nur ausgesteuert....
    5 4 Melden

Abweisende Vegetarier, skeptische Metzger – das Laborfleisch hat fast keine Freunde

Die Nachricht machte am Dienstagmorgen schnell die Runde. Die Coop Tochter Bell Food Group investiert in kultiviertes Rindfleisch. Mit rund 2.3 Millionen Franken beteiligt sich der Schweizer Fleischproduzent am holländischen Start-up Mosa Meat, das bereits seit Jahren am Fleisch tüftelt, das kein Leben auf dem Gewissen hat. Am Fleisch, das die ganze Branche auf den Kopf stellen könnte.

Der Schweizer Fleisch-Fachverband SFF winkt ab. «Wir sehen mittelfristig keine Bedrohung für die …

Artikel lesen