Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Frankreichs Staatsanwalt fordert 3,7 Milliarden Euro von der UBS



Im Steuerhinterziehungsprozess gegen die UBS am Pariser Strafgericht fordert die französische Staatsanwaltschaft eine gewaltige Summe von der Grossbank. Die UBS solle eine Geldstrafe von 3,7 Milliarden Euro zahlen.

Der Schweizer Bank warf Staatsanwalt Serge Roque am Donnerstag vor, sie habe bewusst Konten für Kunden gehalten und verwaltet, die Steuern hinterziehen wollten. Ein anderer Staatsanwalt – Eric Russo – sagte am Ende des Verfahrens: «Steuerhinterziehung ist nichts anderes als Diebstahl an der Öffentlichkeit.»

Banken verdienten es daher, strafrechtlich verfolgt und bestraft zu werden. Und zwar in Höhe des Schadens, den die Gesellschaft erleide. Die mögliche Höchststrafe wurde gar auf neun Milliarden Euro beziffert.

Die Anklage forderte zudem für sechs gegenwärtige und frühere UBS-Manager bedingte Gefängnisstrafen von sechs bis 24 Monaten sowie Geldstrafen von 50'000 bis 500'000 Euro.

Staat als Zivilkläger

Davor hatte bereits der französische Staat, der als Zivilpartei in dem Verfahren auftritt, eine Entschädigung von 1,6 Milliarden Euro von der UBS verlangt. Der Betrag solle als Entschädigung für ein umfangreiches «System des Betrugs und der Geldwäsche» fliessen, hatte am Mittwoch der Anwalt des Staats, Xavier Normand-Bodard, erklärt.

Die UBS habe ein ausgeklügeltes Betrugs- und Geldwäschereisystem aufgebaut, indem die Bank im Namen des Bankgeheimnisses behauptete, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu wissen.

Die UBS soll laut der Anklage zwischen 2004 und 2012 illegal Bankberater nach Frankreich geschickt haben, um Reiche in eine Filiale der UBS France zu locken. Die Kunden seien an Empfängen, Jagdgesellschaften oder an Sportanlässen angesprochen worden, um sie von der Eröffnung von Schwarzgeld-Konten in der Schweiz zu überzeugen.

Insgesamt soll die Grossbank französische Kunden dazu angestiftet haben, mehr als zehn Milliarden Euro am Fiskus vorbeizuschmuggeln. Im Juli 2014 hatte die Bank eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müssen.

UBS: «Irrationaler Betrag»

Die UBS hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen und spricht am Donnerstag von einem «irrationalen Betrag», der gefordert werde. «Die Forderungen entsprechen den fehlerhaften Schlussfolgerungen der Klageschrift und sind keine Überraschung», so die Bank wörtlich in einem Statement.

Die Anklage beruht teilweise auf Aussagen und Dokumenten von ehemaligen Mitarbeitenden. Diese haben laut der UBS zu keinem Zeitpunkt Beweise für ihre Anschuldigungen vorgelegt und seien vor Gericht nicht einmal angehört worden.

Die Plädoyers der Verteidigung sind kommende Woche angesetzt. Die UBS werde sich dort mit faktischen und juristischen Argumenten zur Wehr setzen. Mit einem Urteil ist voraussichtlich erst später zu rechnen. (sda/awp/tam)

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link to Article

Der Wakkerpreis geht an die Stadt Langenthal

Link to Article

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link to Article

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link to Article

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link to Article

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link to Article

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link to Article

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link to Article

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link to Article

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link to Article

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link to Article

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link to Article

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link to Article

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link to Article

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link to Article

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link to Article

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link to Article

Kanadier in China zum Tode verurteilt 

Link to Article

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link to Article

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link to Article

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link to Article

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link to Article

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link to Article

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link to Article

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link to Article

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link to Article

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link to Article

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link to Article

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link to Article

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link to Article

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link to Article

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link to Article

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 09.11.2018 07:51
    Highlight Highlight Verspricht uns der Französische Staat auch, den uralten Schrott-Reaktor in Fessenheim vom Netz zu nehmen, wenn er die 9 Milliarden Bussgeld von der UBS bekommt?
    Dann würde ich sagen: "Deal!"
    Aber vermutlich investiert der Französische Staat dieses Geld wieder anderswo, in die Armee der "Grande Nation".
    Seufz!
    Es spielt eh keine Rolle, welche Art von Mafia das meiste Geld bekommt.
    Wir "Abgehängten" sind so oder so die Angeschmierten.
    Ich kämpfe als Minimallohn-Empfänger gerade mit einem Cheflein darum, wer einen kleinen Schaden bezahlen soll, der in einer Stress-Situation entstanden ist...
  • marcog 08.11.2018 22:56
    Highlight Highlight Was soll das heissen, "irrationaler Betrag"? Wenn die Bank den Kunden hilft, ein paar Milliarden zu verstecken, muss sie hoffentlich eine entsprechende Busse bezahlen. Im Gegenteil: die Bussen scheinen bei Banken ja teilweise schon fast im Business Plan eingerechnet zu sein. Da läuft doch etwas falsch!!
    • rodolofo 09.11.2018 07:53
      Highlight Highlight Geld stinkt nicht.
      Aber es kann seinen Wert verlieren.
      Das Geld, welches die UBS anhäuft und verwaltet, ist zu einem grossen Teil wertlos.
      Denn dieses Geld ist Schurkengeld.
  • meemorable 08.11.2018 22:48
    Highlight Highlight andere quellen reden von 1.7mia - woher kommen die 3.7 @watson ?
  • Halb Wissen 08.11.2018 21:20
    Highlight Highlight Ich muss mir endlich die Zeit nehmen diese Gesellschaft zu verlassen. Habs mir schon zu lange vorgenommen.

«Faktor Mensch ging völlig vergessen» – Boni kommen aus der Mode

Die Bâloise hat es getan, die Migrosbank und auch Tamedia: Sie haben sich von individuellen Boni für die Mitarbeitenden verabschiedet. Damit stehen sie für einen neuen Trend. «Die Bonuskultur ändert sich derzeit rasant», sagte HCM-Chef Stephan Hostettler an einem Mediengespräch am Freitag.

Die Bezahlung habe einen grossen Einfluss auf die Firmenkultur, sagte Hostettler. Mit der Umstellung der Entlöhnungssysteme wollten die Unternehmen die Teamarbeit wieder fördern. «Es gibt ein Umdenken im …

Artikel lesen
Link zum Artikel