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Schweiz

Abgelaufenes Fleisch neu etikettiert: Warenhaus in fast 4000 Betrugsfälle verstrickt

Abgelaufenes Fleisch neu etikettiert: Warenhaus in fast 4000 Betrugsfälle verstrickt

Fünf Angestellte eines Aargauer Warenhauses haben abgelaufenes Fleisch neu verpackt. Weil der Schwindel aufflog, haben sie nun ein Verfahren am Hals.
16.01.2017, 16:0316.01.2017, 16:09
Matthias Hug / az
Ein Metzger legt am Dienstag, 31. Juli 2007, in seinem Laden in Stuttgart ein Stueck Fleisch in die Verkaufstheke. Die Verbraucher muessen sich nach Ansicht von Bauernpraesident Gerd Sonnleitner an st ...
Bild: AP

In einem Aargauer Warenhaus wurden abgelaufene Fleischprodukte neu etikettiert und sogar konventionelles Fleisch als Bio-Fleisch ausgegeben, wie an der Pressekonferenz der Kantonspolizei vom Montag bekannt gegeben wurde.

Das Delikt: Es handelt sich um 3920 Betrugsstraftaten und gleich viele Fälle von Urkundenfälschung.

Auf Anfrage der «AZ» sagt Fiona Strebel, Sprecherin der Aargauer Oberstaatsanwaltschaft, dass ein Strafverfahren gegen fünf Mitarbeiter des Warenhauses am Laufen ist.

Ihnen wird vorgeworfen, während fünf Jahren Fleisch mit abgelaufenem Verkaufs- und Verbrauchsdaten neu etikettiert und wieder zum Verkauf angeboten zu haben. Pro Woche seien so rund 3 bis 4 Kilogramm Fleisch umgepackt worden.

Nach aktuellem Ermittlungsstand lagen die Ablaufdaten der neuverpackten Produkte jeweils einige Tage zurück. Die Höhe der Deliktsumme kann noch nicht beziffert werden.

Jetzt auf

Von dem Betrug betroffen sei, so Strebel, nur eine einzelne Filiale einer Warenhauskette. Um welches es sich genau handelt, will sie jedoch aufgrund des Amtsgeheimnisses nicht sagen.

Fälle von Neu-Etikettierung werden jeweils auf Verdacht untersucht, heisst es beim Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau. Etwa, wenn bei einer Routineinspektion etwas auffällt oder das Amt für Verbraucherschutz eine entsprechende Meldung erhält. (aargauerzeitung.ch)

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