Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Fifty Shades Effect»: Penis-Rettungen kosteten London seit 2012 über eine Million 😖 



50 shades

Augen zu und durch, nun ja, eher rauf: Vor zu engen Penisringen und Handschellen ohne Schlüssel darf man nicht die Augen verschliessen. Bild: screenshot/universal pictures

Die Londoner Feuerwehr schlägt Alarm: Seit April 2016 musste die Retter neun Mal ausrücken, um Männer von Ringen zu befreien, die an deren Penis feststeckten. Das sind genau so viele Fälle, wie es in den beiden Jahren zuvor zusammen gab.

Der Grund dafür ist klar: Für die Feuerwehr ist «Fifty Shades of Grey» Schuld daran, dass plötzlich wieder mehr Menschen in ausgesprochen intimen Situationen in eine mitunter peinliche Notlage geraten. Der zweite Film um die Studentin Anastasia Steele und den Milliardär Christian Grey ist gerade in die Kinos gekommen.

Drum prüfe, wer sich sich ganz fest bindet

2013/2014 musste die Londoner Feuerwehr vier Männern ihre Männlichkeit retten – genau so viele wie im Jahr darauf. 2015/2016 stieg die Zahl dieser Einsätze auf fünf – und nun sind es schon neun Penisring-Entfernungen, obwohl der aktuelle Zeitraum noch bis April geht.

Auch die Zahl derjenigen, die sich von Handschellen haben befreien lassen müssen, steigt: Statt 15 solcher Einsätze im Jahr 2014/2015 gab es 2015/2016 bereits 27 Fälle, in denen die Feuerwehr schweres Gerät einsetzen musste.

Bild

Statistiken für den Zeitraum 2008 bis 2017. Für Details den Stadtteil anklicken.

Als 2015 das vierte Buch der Serie mit Namen «Grey» herauskam, hatte die Hauptstadt-Feuerwehr extra eine eigene Kampagne lanciert, um das Bewusstsein für derartige Notfälle zu schärfen. «Fifty Shades of Red» veröffentlichte etwa eine Karte von London, die zeigt, welche Stadtteile – sagen wir mal so – am experimentierfreudigsten waren.

Die Aktion hat einen guten Grund – ausser der Rettung primärer männlicher Geschlechtsteile. Die Einsätze kosten den Steuerzahler ein hübsches Sümmchen. In den vergangenen fünf Jahren sind Rechnungen von über einer Million Franken angefallen.

Genauer gesagt waren es:

Dabei befreiten die wackeren Feuerwehrleute Penisse aus wahnsinnigen Objekten der Wollust: Während das Glied im Staubsauger eine schmutzige Angelegenheit, aber nichts Neues ist, muss man sich doch über jenen Mann wundern, der seinem Dödel in einem Toaster Erleichterung verschaffen wollte. Die Rettungskräfte nennen das Phänomen «Fifty Shades Effect».

Was bleibt nach der einschneidenden Warnung, die jene Zahlen darstellen? «Unser Rat ist einfach», sagt Feuerwehrmann Dave Brown: 

«Wenn ein Ring nicht passt, versuche nicht, ihn mit Gewalt aufzuziehen.»

Dave Brown, Brigade Director of Operations der Londoner Feuerwehr, spricht über Offensichtliches.

Die Begründung: «Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern verschwendet auch die Zeit der Rettungskräfte, wenn sie gerufen werden müssen.»

(phi)

Nimm mich hart: 50 Nerds Of Grey

Smog, Smog, Smog: Chinas 50 Shades of Grey

In Brooklyn wurde der kleinste Penis gekürt, also der Mann mit dem kleinsten ... Ach, ihr wisst schon

Das könnte dich auch interessieren:

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Das berühmte Dorf «Fucking» ändert seinen Namen

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Warum 60 Ökonomen finden, dass es jetzt einen Lockdown braucht – sie aber ungehört bleiben

In einem offenen Brief an den Bundesrat fordern 60 Ökonominnen einen erneuten Lockdown. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass so nicht nur weniger Menschen sterben, sondern auch der wirtschaftliche Schaden kleiner sei. Ihr Aufruf erhielt internationale Aufmerksamkeit.

Während der zweiten Corona-Welle hat sich die Schweizer Regierung für den schwedischen Weg entschieden: Sanfte Massnahmen, die vor allem auf Eigenverantwortung beruhen, sollen die hohen Infektionszahlen runterbringen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Schaden klein halten. Einen zweiten Lockdown – so wie er in einigen Nachbarländern aufs Neue verordnet wurde – will kaum jemand. Allen voran nicht die Wirtschaftsvertreter, die seit Beginn der Pandemie vor einer schlimmen wirtschaftlichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel