Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wer hat eigentlich das Fondue erfunden? 7 überraschende Fakten zu dem Schweizer Nationalgericht

Präsentiert von

Markenlogo

Fondue ist das Schweizer Nationalgericht schlechthin. Die Käsespeise, die nur gemeinsam genossen wirklich mundet, ist für viele ein Synonym für behaglichen Genuss. Hier ein paar Tatsachen rund um den geschmolzenen Käse, die nicht jeder schon kennt. 

Wer hat's erfunden – Savoyarden oder Schweizer?

Fondue Savoyarde

Die Käsemischung beim Fondue Savoyarde besteht zu je einem Drittel aus savoyardischem Greyerzer oder Emmentaler, Beaufort und Comté.  Bild: Wikimedia/Camille Gévaudan

Die Schweiz reklamiert die Erfindung des Fondues für sich. Sie ist damit aber nicht allein: Auch in Savoyen beansprucht man diese Ehre für sich. Wären Berner und Walliser, die im 16. Jahrhundert das nördliche Savoyen erobert hatten, nicht von ihren Miteidgenossen verraten worden, könnte das Gebiet heute zur Schweiz gehören – und der Streit um die Fondue-Urheberschaft wäre eine rein schweizerische Angelegenheit. 

Sicher ist: Fondue stammt aus dem Bereich der Westalpen; also eine Region, die die Romandie in der Schweiz, Savoyen in Frankreich sowie Piemont und das Aostatal in Italien umfasst. 

Fondue ist nicht nur Käse

Schokoladenfondue

Fondue gibt's mittlerweile auch in süss: Als Schokoladenfondue zum Beispiel. Wer's mag ... 

Das Wort «Fondue» stammt, wie so viele Bezeichnungen für feine Dinge aus dem kulinarischen Bereich, aus dem Französischen («fondre» = schmelzen, «fondu» = geschmolzen). Ursprünglich wurde der Begriff nur für Käse verwendet, aber inzwischen hat sich sein Bedeutungsfeld tüchtig erweitert und steht allgemein für Gerichte, bei denen es darum geht, in mundgerechte Stücke zerteilte Leckereien in erhitzte Flüssigkeiten zu tunken. Meistens geschieht das in geselliger Runde, vermutlich weil Essen aus dem gleichen Topf verbindend wirkt. 

Abwechslung macht das Leben süss

Appenzeller Fondue

Das Appenzeller Fondue besteht aus – nun ja – Appenzeller Käse.  Bild: Youtube

Fondue ist nicht gleich Fondue. Je nach verwendeter Mischung schmeckt der geschmolzene Käse anders. Die beliebtesten Variationen sind: 

Variationen gibt es auch beim Wein. Für ein Champagner-Fondue kommt statt trockenem Weisswein Schaumwein – zum Beispiel Champagner – in die Käsemischung. Will man das Fondue dagegen ganz ohne Alkohol zubereiten, nimmt man Süssmost oder Brühe. Dann sollte man jedoch noch Zitronensaft zugeben, damit der Käse nicht zäh wird.

Moment, hier ein kurzer Hinweis für all jene, die jetzt Hunger haben:

Na, hast du auch schon Lust bekommen? Dann stellt sich nur noch eine Frage:

Was soll ich den Gästen lieber auftischen: Käsefondue oder Raclette? Egal, für was du dich entscheidest, mit unserer Käseauswahl liegst du auf jeden Fall richtig. Die ganze Fondue-Raclette-Welt auf einen Blick >>

Und schon geht's weiter mit den Fondue-Fakten ...

Kirsch hilft nicht beim Verdauen

Fondue Kirsch Brot Glas

Bremst zwar die Magentätigkeit, ist aber doch ziemlich fein: Kirsch zum Fondue.  Bild: davidlebovitz.com

Viele Fondue-Köche geben der Mischung zum Abschmecken noch einen Schuss Kirsch bei. Kirsch wird zudem oft noch in einem Schnapsglas serviert; der Alkohol gilt als Mittel gegen den schwer im Magen liegenden Käse. Dies ist ein Irrtum, wenn auch ein populärer. Alkohol wirkt eher gegenteilig und bremst die Magentätigkeit

Anstelle von Wein und Schnaps eignet sich Schwarztee als ideales Begleitgetränk. Kalte Getränke dagegen sind – vor allem wenn in grossen Schlucken getrunken – dem Wohlbefinden nicht zuträglich.  

Die «Religieuse» gilt als Delikatesse

Fondue, Religieuse, Croûton

Delikatesse zum Schluss: Die «Religieuse» vom Caquelonboden.  Bild: fondues.net

Fondue-Novizen verraten sich zuweilen dadurch, dass sie die Kruste, die der Käse am Boden des Caquelons bildet, als «verbrannt» bezeichnen. Doch solange diese Kruste, die man «Croûton», «Religieuse», «Nonne» oder «Grossmutter» nennt, nur leicht angebrannt ist, gilt sie für Kenner als Delikatesse, die herausgekratzt und verzehrt wird. 

Manche Geniesser geben zusätzlich noch ein Ei ins Caquelon, während andere dies unnötig finden. Besonders im Unterwallis beschränkt man sich nicht auf ein Ei, sondern verrührt daneben noch Anisschnaps mit dem letzten Fünftel der Fonduemasse. 

Fondue als Fertigprodukt gibt's seit 1955

Gerber Fleur des Alpes, 1906

Die Firma Gerber war Pionier bei der Herstellung von Käse-Konserven, den Vorläufern des Fertigfondues. Der erste erhitzte und unter Vakuum abgefüllte Hartkäse in einer Blechdose, «Fleur des Alpes», wurde 1906 patentiert.  Bild: BernerLandbote.ch

1952 kamen erste Fondue-Konservendosen auf den Markt. Sie gingen vermutlich überwiegend ins Ausland und waren relativ teuer. Kurz darauf, 1955, brachte die Firma Zingg AG das erste Fertigfondue auf den Markt. 1960 zog die Firma Gerber nach und lancierte Fertigfondue in der Schachtel. Ab Mitte der 60er Jahre verpackte die Firma Zingg Fondue in Beutel – die Convenience-Variante des Schweizer Nationalgerichts. 

Gusseisen-Caquelons sind am besten

Fondue, Caquelon

Sieht man in der Deutschschweiz eher selten: Caquelon aus Gusseisen.  Bild: Shutterstock

Fondue bereitet man im Caquelon zu. Der Topf, in dem der Käse zuerst geschmolzen und aus dem er dann gegessen wird, besteht vorzugsweise aus Gusseisen, Steingut, Keramik oder Porzellan. Wichtig ist, dass das Material die Hitze nur langsam ins Innere weiterleitet, sodass der Käse langsam schmilzt. Ausserdem muss der Boden des Caquelons eine bestimmte Mindestdicke aufweisen. Sonst brennt der Käse an, wenn das Fondue auf dem Rechaud weiter erhitzt wird. Caquelons aus Gusseisen sind etwas weniger anfällig dafür, das Fondue zu verbrennen, als Steingut-Caquelons. 

Chli stinke muess es!
Hier findest du die gesamte Fondue-Raclette-Palette von Coop auf einen Blick >>

Das könnte dich auch interessieren: Food! Essen! Yeah!

Wenn du auch nur 10/14 in diesem fiesen Food-Quiz schaffst, bist du richtig gut imfall

Link zum Artikel

Ich habe mein erstes 1970er- Kochbuch gefunden und probiere nun ein paar Rezepte

Link zum Artikel

Dieses uralte Pasta-Rezept hat nur 4 Zutaten und ist der HAMMER

Link zum Artikel

Wie Baja Fish Tacos zu meinem Lieblings-Quarantäne-Rezept wurde

Link zum Artikel

Ihr alle müsst sofort Pasta alla Norma kochen. Weil geil. 🍆🍆🍆

Link zum Artikel

Was es mit dem Sriracha-Kult auf sich hat (und weshalb dieser völlig gerechtfertigt ist)

Link zum Artikel

Wir vermissen dich, Anthony Bourdain! Kochen wir dir zu Ehren ein paar deiner Rezepte

Link zum Artikel

Heikler Esser? Wie viele dieser «unbeliebten» Speisen magst du? Mach' das Quiz!

Link zum Artikel

Wie viele dieser europäischen Spezialitäten kennst du? Mach' das Foodie-Quiz!

Link zum Artikel

Was die watsons so in ihrer Quarantäne-Cuisine auf die Teller zaubern

Link zum Artikel

Ihr habt uns gesagt, was bei euch im Vorratsschrank ist: Hier kommen die Rezepte dazu

Link zum Artikel

Zeig' uns deinen Vorratsschrank und wir sagen dir, was du kochen sollst

Link zum Artikel

Das sind sie: Baronis Basic-Tipps für einen besseren Pasta-Alltag

Link zum Artikel

15 Rezepte, die du als Erwachsener beherrschen solltest

Link zum Artikel

Sagt mal, bin ich hier der Einzige, der Brunch doof findet?

Link zum Artikel

Millenials werden in diesem Retro-Food-Quiz so was von abkacken ... und du?

Link zum Artikel

Ich war am Cooper's Hill Cheese Rolling ... und OMG, WAR DAS GEIL

Link zum Artikel

Superfood ist gar nicht so super wie ihr alle tut

Link zum Artikel

Sorry, liebe Vegetarier, Parmesan ist nun mal NICHT vegetarisch

Link zum Artikel

Meine Tochter (10) hat den superveganen Gutmenschburger getestet und meint ...

Link zum Artikel

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

Link zum Artikel

Du achtest auf Kalorien? Schön. Möchtest du nun Avocado oder Nutella?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emma Amour

So ist es, einen Mann zu daten, der krasse Panik vor Bakterien hat

Er sei «ein bisschen speziell», sagte mir meine Freundin Iris, bevor sie mich ans Blinddate mit dem Bruder ihres Freundes schickte. «Du kannst das aber handeln», meint sie. Und irrt sich.

Iris schnallt nicht, warum ich immer noch Single bin. Mehr noch: Iris findet es nicht gut, dass ich Single bin. Vor allem während Corona muss das doch das Letzte sein, meint sie. Ich gebe zu, es ist in der Tat mit Corona ein bisschen härter als ohne.

Weil das Leben und die potentielle Fortpflanzung aber weitergehen müssen, bin ich ausgewählten Dates nicht abgeneigt. Sich zum Spaziergang und Kaffee to go zu treffen ist das neue Durchtanzen. Mit sehr viel Optimismus.

Sei's, wies ist.

Iris jedenfalls …

Artikel lesen
Link zum Artikel