Krypto-Blog
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Das grosse Problem von Online-Casinos – und die einfache Lösung

13.06.18, 18:32 14.06.18, 11:31


Misstrauen.

Das ist das grosse Problem von Casinos im Allgemeinen und Online-Casinos im Speziellen. Auch Gelegenheitsgambler Patrick T. leidet darunter.

Mechanische Spiele wie Roulette können, mit einem gewissen Aufwand, manipuliert werden. Zum Beispiel mit Elektromagneten im «Kessel», die in Verbindung mit einer Überwachungssoftware für Gewinnzahlen sorgen, die fürs Casino günstig sind.

Das Problem solcher Installationen: Kriegt das Casino überraschenden Besuch vom Kontrolleur des Lizenzgebers oder Gast Patrick T. äussert einen Verdachtsmoment und fordert das Hochheben der Drehscheibe, lassen sich die Spuren der Manipulation nicht mehr beseitigen. Der Betrug fliegt auf.

Deshalb geniessen staatlich lizenzierte Casinos im deutschsprachigen Raum auch bei Patrick T. einen ziemlich guten Ruf.

Roulette mit Magneten

Video: YouTube/zennmann

Ein Fall von Betrug?

Video: YouTube/Wp

Rein elektronische Glücksspiele, wie man sie von Online-Casinos kennt, spielen in Sachen Betrugsmöglichkeiten in einer anderen Liga. Software kann blitzschnell und ohne Spuren zu verwischen ausgetauscht werden.

Zwar kommen bei staatlich lizenzierten Online-Casinos in der Regel geprüfte Zufallsgeneratoren zum Einsatz. Doch die Welt der Softwaremanipulation ist gross. Das digitale Hochheben der Drehscheibe, das Veröffentlichen des Programm-Codes, bringt nichts. Patrick T. versteht das Kauderwelsch von Programmiersprachen nicht genügend, um eine etwaige Gaunerei aufzudecken. Die Folge ist: Patrick T. hegt gegenüber Online-Casinos generelles Misstrauen.

Trotz Misstrauen erwarten Experten, dass der weltweite Online-Glücksspielmarkt bis 2020 auf 60 Milliarden Franken ansteigt. Nicht auszudenken, wie hoch diese Zahl wäre, könnte die Branche ihr Misstrauensproblem loswerden.

Die Lösung: Smart Contracts und die Blockchain

Das Problem auf den Punkt gebracht: Spieler müssen dem Online-Casino vertrauen, dass es nicht falsch spielt.

Doch war da nicht so ein System, das in letzter Zeit oft in den Medien besprochen wird und das dafür sorgt, dass man Drittanbietern wie zum Beispiel Banken nicht mehr vertrauen muss?

Richtig: die Blockchain. Oder noch richtiger für den Online-Casino-Fall: die Blockchain mit Smart Contracts.

Wie wir mittlerweile alle wissen (sonst einfach den obigen Artikel lesen), ist die Blockchain ein «trustless system»: ein Daten-Transaktions-System, bei dem der Kunde kein Vertrauen gegenüber einem Drittanbieter benötigt (und trotzdem nicht befürchten muss, dass er übers Ohr gehauen wird).

Smart Contracts – der Name ist ein bisschen irreführend – sind nichts anderes als Wenn-Dann-Verträge. Sobald alle Bedingungen (alle «Wenns») eines Vertrages erfüllt werden, kommt es zu einer im Vertrag festgeschriebenen Handlung (zum «Dann»).  

Smart Contracts auf der Blockchain sind Wenn-Dann-Verträge, bei denen die involvierten Parteien niemandem vertrauen müssen (und trotzdem nicht zu befürchten haben, sie würden ... ich glaube du hast es begriffen).

Genau ein solches Konstrukt ist die Lösung für das Vertrauens-Dilemma der Online-Casinos. 

Und so sieht der Smart Contract für den unsrigen Fall aus: Das Casino schreibt im Vertrag die Gewinnchance fest. Patrick T. kann diese jederzeit einsehen. Weil die Gewinnchance im Vertrag auf der Blockchain gespeichert ist, ist sie unveränderlich. «Wenn» Nr.1 ist also die Gewinnchance.

«Wenn» Nr. 2 ist der Einsatz des Glücksspielers.

Sind die beiden «Wenns» erfüllt, kommt es zur Auslösung des Vertrages – zum «Dann» – dann kommt es zum Glücksspiel.

Hurra. Patrick T. kann nun getrost online gamblen (Natürlich nur bei einem Schweizer Anbieter. Wir lachen zwar gerne über den staatlich eingeschränkten Internet-Zugang in China und Nordkorea, bewegen uns aber freiwillig darauf zu. Egal. Sorry.) 

Verbissene Blockchain-Puritaner (wie Bitcoin-Entwickler Jimmy Song) würden einwenden, dass das «trustless system» in diesem Fall unterbrochen wurde, weil dem Aussteller des Smart Contracts (also einer Drittpartei) vertraut werden muss, dass er den Vertrag korrekt aufsetzt. Und aus (s)einer philosophisch-asketischen Perspektive hat er damit sogar recht.

Pragmatischer allerdings ist es, einem öffentlich einsehbaren, standardisierten Online-Gambling-Smart-Contract zu vertrauen, der in Stein gemeisselt ist und im Verlaufe der Zeit tausendfach geprüft wird, als einem Code, der das Licht der Öffentlichkeit nie erblickt, nur höchst sporadisch kontrolliert wird und danach jederzeit verändert werden kann.

Online-Gambling-Projekte auf der Blockchain gibt es selbstverständlich bereits. Sie gehören unter anderem zu den erfolgreichsten Anwendungen von Smart Contracts bisher.

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Simon Probst 14.06.2018 11:56
    Highlight Bis letzte woche wurde online-casinos noch verteufelt und schlecht geredet. jetzt wo die ch-casinos am drücker sind, wird plötzlich werbung dafür gemacht - natürlich rein zufällig :)
    7 5 Melden
  • Patrick Toggweiler 13.06.2018 23:58
    Highlight Liebe Krypto-watsons

    Es ist in diesem hoch komplexen Feld nicht immer einfach, das richtige Mass an Vereinfachung zu wählen. Euer Wissenstand klafft etwa so auseinander, wie die Kurse vom Januar und heute. Es mag sein, dass ich hin und wieder zu sehr verallgemeinere / vereinfache – dann motzt. Es mag sein, dass ich hin und wieder zu viel voraussetze – dann motzt. Auf jeden Fall aber: Benutzt weiter unsere Kommentarspalte. Ich bin extrem froh um euer Feedback, nehme es ernst und versuche euch jeweils Antworten zu liefern, sofern mir nicht schon die Community zuvorgekommen ist.
    35 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 14.06.2018 12:00
      Highlight Hi, hab meinen Kommentar gelöscht, nicht weil zu stark/wenig vereinfacht wurde, sondern weil dies einfach zu falsch ist: 'Das digitale Hochheben der Drehscheibe, das Veröffentlichen des Programm-Codes, bringt nichts. Patrick T. versteht das Kauderwelsch von Programmiersprachen nicht genügend, um eine etwaige Gaunerei aufzudecken.'

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kerckhoffs%E2%80%99_Prinzip

      Eine Open Source Lizenz ist eine notwendige Bedingung für Vertrauen in Software.

      PS: Dieser Punkt ist auch entscheidend bei der Diskussion um Schul- und Verwaltunssoftware.
      4 0 Melden
    • Patrick Toggweiler 15.06.2018 10:07
      Highlight Open Source ist mega wichtig. Ich glaube du hast mich da falsch verstanden. Es bringt nichts, wenn der Code stets versteckt ist und Patrick T. in einem Verdachtsfall verlangt, den Code zu publizieren. Das Bild für Open Source wäre eher, mit einer stets durchsichtigen Drehscheibe zu spielen.
      0 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 15.06.2018 10:55
      Highlight Das Argument 'OSS bringt nichts, ich kann es ja doch nicht überprüfen, weil ich kein Informatik Studium haben' steht relativ deutlich da und lilie macht sofort den selben Gedankengang.

      Das Bild mit der stets durchsichtigen Drehscheibe ist auch nicht ganz richtig:

      Bei OSS kann man die Scheibe hochheben und untersuchen, ob ein Betrug vorhanden ist.

      Bei Closed Source ist das ganze betoniert und niemand kann jemals Beweise finden.

      ^^ Aber ich will dich eigentlich nicht kritisieren oder so.
      0 0 Melden
  • Tikvaw 13.06.2018 21:20
    Highlight Eins ist zumindest auch mit der Blockchain klar: Die (Spiel-) Bank gewinnt immer!
    8 0 Melden
  • lilie 13.06.2018 20:04
    Highlight Tut mir leid, s Zwänzgi isch nöd abe: Wie soll denn Wenn #1 (Gewinnchance) erfüllt werden? Die Gewinnchance des einzelnen kann erheblich vom Mittelwert abweichen. Damit ist kein Betrug nachzuweisen.

    Oder hab ichs nicht kapiert? 🤔
    13 2 Melden
    • Patrick Toggweiler 13.06.2018 21:37
      Highlight Es ist ein bisschen vereinfacht ausgedrückt.
      4 2 Melden
    • Alnothur 13.06.2018 22:48
      Highlight lilie: der "smart contract" ist eigentlich kein Vertrag im klassischen Sinne, sondern ein Programm, welches auf der Blockchain selber (bzw. den Rechnern sämtlicher Blockchain-Teilnehmer) ausgeführt wird. Sprich, der Gewinn wird quasi in aller Öffentlichkeit ausgerechnet.
      6 1 Melden
    • lilie 14.06.2018 06:53
      Highlight @Patrick: Das erklärt immer noch nichts. ;)

      @Alnothur: Ich erklär mal, warum ichs nicht kapier, dann sieht man vielleicht, wo mein Denkfehler ist.

      In anderen Kommentaren wurde das Beispiel "Münzwurf" verwendet. Die Gewinnchance ist also 50%.

      Ich spiele und verliere.

      Wie kann ich nun dem Programm nachweisen, dass es z.B. heimlich nur eine Gewinnchance von 47% programmiert hat? Gar nicht, denn dazu müsste ich sehr, sehr lange spielen.

      Selbst wenn meine Gewinnrate nach 100 Spielen nur bei 45% liegt, bedeutet das nichts, weil das innerhalb der statistischen Varianz liegt.

      Oder?
      4 0 Melden
    • Alnothur 14.06.2018 13:25
      Highlight (1/2) lilie: das ist so korrekt, wenn wir von klassichen Online-Casinos reden, bei denen du auf deren Webseite spielst, und der Gewinn auf deren Server ausgerechnet wird.

      Hier ist es nun aber so, dass es gar kein Server mehr gibt, sondern nur: die Blockchain (bzw. alle Rechner gemeinsam, die den Client dazu haben), der "Smart Contract" (also das offen einsehbare Programm, "die Würfel"), das Casino-Konto und du. Das Programm liegt unveränderlich auf der Blockchain, und kann von allen eingesehen werden.

      Also nehmen wir an, du möchtest fünf WatsonCoins Wetteinsatz zum Würfeln geben:
      3 1 Melden
    • Alnothur 14.06.2018 13:25
      Highlight (2/2) du schickst die Anfrage an die Blockchain "5 WatsonCoins an den Smart Contract 'Würfeln'". Nach den im Smart Contract festgelegten Regeln wird nun nachprüfbar gewürfelt, und zwar von der kompletten Blockchain (bzw. z.B. "60% der Blockchain-Teilnehmer", die fast alle auf das selbe Ergebnis kommen müssen). Zufallswert könnte z.B. die Millisekunde seit 1970 sein, in der der erste Teilnehmer gerechnet hat. Je nach Ausgang steht dann im Smart Contract "überweise 10 coins von Watson an lilie" oder "überweise 5 von lilie an Watson". (minus eine kl. Gebühr als Entschädigung fürs Rechnen der TN).
      3 2 Melden
    • lilie 14.06.2018 14:04
      Highlight @Alnothur: OK, ich versuche das nachzuvollziehen. Mein Punkt bleibt aber der gleiche: Wie weiss ich, dass das Programm nicht manipuliert ist? Ich bin keine Informatikerin, ich werde das Programm auch dann nicht verstehen, wenn es offen einsehbar ist. Da müsste ich mich auch wieder auf Dritte verlassen, die in der Lage sind, das Programm zu lesen und festzustellen, wenn daran etwas manipuliert wurde (und vermutlich gäbe es unter den Spielern solche Leute, so dass ein Betrug auffliegen würde; aber wie gesagt: Ich selber hätte nicht den Hauch einer Chance).
      1 0 Melden
    • Ueli der Knecht 14.06.2018 15:23
      Highlight lilie: Beim Münzwurf bemerkst du immerhin das Vertrauensproblem. Das lässt sich mit "sicheren Einwegfunktionen" lösen. Das sind Funktionen, die keine Umkehrfunktion haben.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Einwegfunktion

      Alice (Casino) und Bob (Spieler) einigen sich vorab auf eine solche Einwegfunktion f.

      Aus dem Resultat y=f(x) lässt sich der Input x nicht zurückrechnen.

      Alice wirft nun eine Münze, und nimmt dann irgendeine Zahl x, bei Kopf eine gerade, bei Zahl eine ungerade.

      Nun rechnet sie y=f(x) und gibt Bob das Resultat y bekannt. Bob kann aus y nicht auf x schliessen.

      ./.
      2 1 Melden
    • Ueli der Knecht 14.06.2018 15:24
      Highlight Nun kann Bob seinen Tipp nennen, Kopf oder Zahl.

      Alice teil Bob nun mit, ob sein Tipp stimmt oder nicht; gleichzeitig gibt sie ihm auch das x bekannt. Bob sieht nun, ob x gerade (Kopf) oder ungerade (Zahl) ist.

      Bob kann f(x) nachrechnen, und überprüfen, ob es mit dem y übereinstimmt, welches er vorhin von Alice erhalten hat. Er würde sofort merken, wenn Alice in betrogen hätte.

      Insofern ist Betrug ausgeschlossen, und Bob und Alice können über das Telefon Münzwurf spielen.

      Das Beispiel zeigt aber auch, dass (nur) für die Zufallsfunktion eigentlich gar keine Blockchain nötig wäre.
      1 1 Melden
    • Ueli der Knecht 14.06.2018 15:31
      Highlight Alnothur: ich hoffe, du bemerkst die enorme Ressourcenverschwendung, wenn die gesamte Blockchain würfelt, wo man das auch ganz ohne Blockchain sicher hinkriegen würde.

      Die in der Blockchain offenliegende Zufallsfunktion ist ein nicht zu unterschätzender Angriffsvektor, umsomehr Computer stets nur deterministische Berechnungen machen können, und daher Zufall immer nur Pseudozufall sein kann.

      In diesem Sinne finde ich, mangelt es an vielen Blockchain-Casinos, weil sie praktisch nur die Zufallsfunktion (und den Zahlungsverkehr) in die Blockchain auslagern, ansonsten aber zentralisiert bleiben.
      1 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 14.06.2018 16:27
      Highlight > Ich bin keine Informatikerin, ich werde das Programm auch dann nicht verstehen, wenn es offen einsehbar ist.

      Du hast drei Möglichkeiten:

      - Du vertraust der Masse, d.h. dass irgendwann schon irgendwer den Betrug aufdecken wird. Und der Aufwand für den Betrug darum viel höher ist.
      - Du versuchst Vertrauen aufzubauen, zu jemandem, der es versteht. Das kann auch mit Geld geschehen.
      - Du wirst theoretische Informatikerin, spielst mit und gewinnst.

      Wir anderen gewinnen hier nichts: https://www.ioccc.org/ Aber, dass wir manchmal sehr mühsam tun können, bevor wir was glauben, solltest du wissen.
      5 0 Melden
    • lilie 14.06.2018 18:01
      Highlight @Ueli der Knecht (ist dein Avatar aber nicht eigentlich der Schellenursli? 🤔): OK, das mit der Einwegfunktion scheint mir nachvollziehbar. Ich hoffe, ich finde sie im Programmcode (oder wo immer ich danach suchen muss). 😏

      @You will not: Jaaa, ich trau euch auch zu, dass ihr einen Betrug bemerkt, aber kollektiv darüber schweigt, weil ihr einen Weg gefunden habt, wie ihr eure Gewinnchancen erhöhen könnt und deshalb ganz zufrieden seid, wenn alle anderen weniger Chancen haben. 😉

      IOCCC: Seh ich das richtig, das ist ein Wettbewerb für schlechte Programmierung? Ihr sind doch nöd ganz bache. 🤣
      1 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 15.06.2018 09:15
      Highlight Wir schweigen sicher nicht kollektiv und wenn was auffliegt, dann detailliert und öffentlich.

      Im anderen Fall glaubst du, dass ein Paar wenige von uns sich nicht kaufen lassen, obwohl die anderen keine Möglichkeit haben etwas genauer zu untersuchen.

      Denk auch an Konsumentenschutzorganisationen, die dir helfen können oder nicht können.

      Es geht beim ältesten Wettbewerb im Internet nicht um schlechte Programmierung, sondern darum, zu verstecken, was ein Programm tatsächlich tut.
      2 0 Melden
    • Patrick Toggweiler 15.06.2018 10:21
      Highlight @lilie: Ich hoffe dir wurde geholfen :-)
      2 0 Melden
    • lilie 15.06.2018 10:32
      Highlight @Patrick: Ja, danke, ich glaube, ich habe es jetzt besser verstanden. 🙂

      Vielen Dank @Alnothur, @Ueli und @You will not für eure Bemühungen und eure Geduld! 👍😀
      1 0 Melden
    • lilie 15.06.2018 13:43
      Highlight @You will not: Meine Bemerkung zum kollektiven Betrug war nicht so bierernst gemeint. ;)

      Im Internet wäre das auch schwer zu erreichen, denn es müsste ja nur einer etwas ausplaudern, und schon wäre die Sache gelaufen.
      2 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.06.2018 13:45
      Highlight Du siehst es richtig, lilie: IOCCC ist ein Wettbewerb für schlechten, bzw. unleserlichen und unverständlichen Programmierstil, um auf ironische Weise zu zeigen, dass es auch wichtig ist, einen gut leserlichen Programmierstil zu pflegen. Und um geplagten Programmieren einen Ort anzubieten, wo sie unleserlichen Code ihrer Kollegen entsorgen können.

      Bei meinem Avatar meint Googles KI, es sei ein Girl, vielleicht sogar eine Hexe (http://bit.ly/2JNXskf). ;)
      0 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 15.06.2018 18:20
      Highlight > unleserlichen Code ihrer Kollegen
      Was? Hast du tatsächlich schon mal einen Gewinner studiert?

      > bierernst
      Weisst du, die Sache ist traurig, viel trauriger als Internetsperren und Spielsüchtige zusammen:

      https://www.vbs.admin.ch/de/themen/integrale-sicherheit/secure-center.html

      Weder der Download, noch das Ziel OS ist Opensource. Wie vertraust du jetzt dem 'Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
      Informations- und Objektsicherheit IOS'?
      0 0 Melden
    • lilie 15.06.2018 18:25
      Highlight @Ueli der Knecht: Also was jetzt, unleserlicher Code oder ein Programm, dessen Zweck verschleiert werden soll?

      Und da darfst fremden Code bei einem Weetbewerb verwenden???

      Avatar: Haha, ja du könnteat natürlich auch eine Hexe sein. Aber ich tippe immer noch auf den Schellenursli:

      http://kulturschuppen.ch/veranstaltung/1262/schellen-ursli 😊
      1 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.06.2018 21:05
      Highlight lilie: Unleserlicher Code verschleiert den Zweck. Schau dir mal die Beispiele an (das sind die Files, die "prog.c" heissen).

      zB. das Mädel hier: Gemäss Angaben des Autors ist sie eine Seestern-Generatorin...
      "Feed her some input through stdin to get lots of sea star patterns in stdout"
      https://www.ioccc.org/2015/yang/prog.c

      Man darf natürlich auch seine Kollegen beim Contest anmelden. Es gibt keine Regel, die das verbieten würde.

      Ohjaa.... der Schellenursli gleicht mir wirklich...
      So ein Süsser... hehehe....
      1 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.06.2018 21:15
      Highlight Ywnbatuyrc.: Mit unleserlichem Code der Kollegen bezog ich mich auf eine Zielsetzung des IOCCC:

      "* To provide a safe forum for poor C code. :-)"

      Bezüglich diesem VBS-Sicherheitstool gebe ich dir voll recht. Das ist eben die Denke von Betonköpfen.

      Ich finde es höchst bedenklich, dass das VBS W7 und W10 einsetzt. Diese Betonköpfe merken vielleicht nicht einmal, dass das Trojaner sind.

      Ich hab schon an anderer Stelle erklärt, warum Parmelin mit seiner Cybertruppe scheitern wird. Weil nämlich die fähigen Köpfe in ihm einen Kollaborateur vermuten, und er sie daher nicht kriegen wird.
      0 0 Melden
    • lilie 15.06.2018 21:34
      Highlight @Ueli der Knecht: Schätzchen, du kannst mir hier den elegantesten Code der Welt posten oder den miesesten* - ich kann das nicht unterscheiden. Darum gings mir doch die ganze Zeit. ;)

      * Ich hab ihn mir aber trotzdem angeschaut! Sieht.... ähm, interessant aus... 🤔🤪
      3 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.06.2018 22:33
      Highlight lilie: Dieser Code versteht ausser dem Autor auch sonst niemand. Ein Programmierer würde diesen Code re-strukturieren (umschreiben), um ihn leserlich zu machen und dann evtl. zu verstehen.

      Tatsache ist aber, und das kannst du auch ohne Fachwissen ohne weiteres feststellen, dass dieser Code öffentlich ist. Jeder darf ihn lesen. Jeder, der will, kann den Code prüfen.

      Ein Quellcode ist noch kein ausführbares Programm. Es muss noch in Maschinencode übersetzt werden. All das muss öffentlich und von jedermann überprüfbar sein. Dann ist es verlässlicher als blindes Vertrauen in eine Blackbox.
      3 0 Melden
    • lilie 16.06.2018 06:49
      Highlight @Ueli: Haha, ok! Aber wenn man jetzt dieses Programm laufen lassen würde - würde es etwas zu? Ich meine, funktioniert es tatsächlich? Oder ist es nur wirres Gebrabbel, das Eingeweihten zeigt, was für einen Mist man in ein Programm schreiben könnte, eine Art Scherzcode oder sowas?

      Ich stelle mir das vor wie ein Satz, der entweder grammatikalisch zwar korrekt ist, aber einfach inhaltlich keinen Sinn ergibt - oder ein Satz, wo auch die Grammatik flöten gegangen ist, und man nur noch die Genialität des Irrsinns beurteilen kann, mit dem die Wörter zusammengestrickt wurden.
      2 0 Melden
    • Ueli der Knecht 16.06.2018 13:33
      Highlight lilie: Die IOCCC-Gewinner funktionieren. Die Programme sind syntaktisch (grammatikalisch) korrekt, und ergeben Sinn, der aber ziemlich verschleiert ist. Stilistisch gelten sie als Verbrechen. ;)

      Das Seesterngeneratorin kannst du bei Online-C-Compilern ausprobieren. zB. da:
      https://onlinegdb.com/S1lECwMZX

      Du musst ihr etwas Input füttern, dann produziert sie etwas, das mit viel Fantasie Seesterne sein könnten. ;)

      Das ist ziemlich Nonsens. Aber andere Gewinner machen durchaus auch sinnvolles.

      zB. 2015, burton: hex/dezimal-rechner
      https://onlinegdb.com/SyApZuMb7

      Input zB: (5+6)*7
      =77 0x4d
      2 0 Melden
  • ströfzgi 13.06.2018 20:04
    Highlight Hä? Check nur ICH das nöd? 😄
    14 2 Melden
    • Ueli der Knecht 13.06.2018 21:27
      Highlight Soll ich's dir erklären? Wir könnten zB. ein Spiel spielen.

      Dein Einsatz ist 10 Franken.

      Du sagst mir Kopf oder Zahl, und ich werfe dann eine Münze. Wenn es das ist, was du gesagt hast, bekommst du deinen Einsatz zurück, und ich gebe dir dazu nochmals 10 Franken. Und wenn du falsch getippt hast, behalte ich deinen Einsatz.

      Wirst du mir trauen? Wohl kaum, denn ich werde betrügen. Wenn du Kopf sagst, werde ich behaupten, ich hätte Zahl geworfen. Und umgekehrt.

      So ungefähr funktionieren Online-Casinos. Man muss denen einfach mal blind trauen.

      Hast du trotzdem Lust mit mir zu spielen?
      2 2 Melden
  • Peter Mü 13.06.2018 19:11
    Highlight .... staatlich eingeschränkten Internet-Zugang in China und .. ist leider schon gang und gäbe bei uns. Bei uns ist es einfach ein technischer Fehler. Alle seriösen "fake news" oder "Verschwörungstheoretiker" Sites können nicht erreicht werden, wenn sie wieder einmal etwas veröffentlichen, was von der Zensur her nicht erlaubt ist. z.B das Institute for Political Economy (Herr Paul Craig Roberts, ehemaliger Staatsekrtär der USA) ist immer wieder "technisch" nicht erreichbar. In solchen Momenten weiss ich dann ganz genau, dass die echten Fake News aus Washington kommen.
    5 18 Melden
    • The Hat Guy 14.06.2018 12:49
      Highlight Achtung Herr Mü, schon bald wird auch Ihr Kommentar aus technischen Gründen nicht mehr verfügbar sein!

      Mit freundlichen Grüssen,
      die Rothschild-Illuminaten
      1 0 Melden
  • Ueli der Knecht 13.06.2018 18:57
    Highlight "Das grosse Problem" → okay.
    "die einfache Lösung" → echt jetzt?

    Ich bin zwar gleicher Meinung, aber nur soweit, dass Smart Contracts das Problem lösen können. Das scheint mir aber nicht einfach.

    "Gambling Using Smart Contract — Why Is It Difficult?"
    https://medium.com/@agosh.saini/gambling-using-smart-contract-why-is-it-difficult-88079cbb86de

    "Online-Gambling-Projekte auf der Blockchain gibt es selbstverständlich bereits. Sie gehören unter anderem zu den erfolgreichsten Anwendungen von Smart Contracts bisher."

    Kennt jemand Beispiele?
    8 4 Melden
    • Patrick Toggweiler 13.06.2018 21:31
      Highlight Edgeless, Funfair, Etheroll ...
      6 1 Melden
    • Patrick Toggweiler 13.06.2018 23:46
      Highlight Für die Casinos ist die Lösung durchaus einfach – sie greifen auf Systeme zurück, die zum Beispiel von Funfair angeboten werden. Dass Funfair eine Höllenarbeit hatte, und zum Beispiel das Problem der State Channels (sie nennen es Fate Channels) lösen musste (was sie nach meinem Kenntnisstand grandios gemacht haben), ist unbestritten. Da hast du natürlich Recht, Ueli der Knecht. Das hätte ich etwas präziser ausdrücken können.
      2 0 Melden
    • Ueli der Knecht 14.06.2018 01:08
      Highlight Ich weiss nicht recht, Patrick. Das Fate Channel-Konzept tönt überzeugend. Aber solange es nicht open-source ist, scheint mir das ungefähr so vertrauenswürdig wie ein normales Offshore-Online-Casinos. Man muss sich einfach auf deren Wort verlassen.

      Etherolls gefällt mir konzeptionell ganz gut, vorallem weil es voll open-source ist. Dafür weniger skalierbar und ziemlich ineffizient. Aber richtig für Puristen. Eine echte DApp.

      Edgeless gefällt auch. Ich frage mich aber, warum eine DApp (wie auch FunFair) eine Casino-Lizenz braucht. Da geht doch das D verloren, und übrig bleibt nur eine App.
      5 1 Melden
    • Patrick Toggweiler 15.06.2018 10:19
      Highlight Ich glaube FunFair versucht nicht selber ein Casino zu werden (sie werden zwar eins aufsetzen) sondern eher sowas wie ein Gütesiegel für Online-Casinos. Bisschen in der Art, wie ein Franchise-Unternehmen. Die Lizenzen ermöglichen es Interessenten den unendlichen Papierkram zu ersparen. Und ohne Lizenzen läuft nichts im Glücksspielgeschäft...
      0 0 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 13.06.2018 18:54
    Highlight @Patrick, Weshalb werden in dem Artikel keine dieser Projekte genannt/vorgestellt wie bsp. Funfair oder Augur?
    5 1 Melden
    • Patrick Toggweiler 13.06.2018 21:33
      Highlight Ich will nicht shillen. Es geht ja nur um den Ansatz. Der ist bei vielen ungefähr gleich.
      9 0 Melden
    • Ueli der Knecht 14.06.2018 02:56
      Highlight Die WM-Wetten im Augur sind interessant... ;)
      1 0 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 14.06.2018 06:23
      Highlight @patrick, du kannst ruhig ein paar Projekte vorstellen zu dem Thema, am besten vergleichst du dann die Projekte miteinander nicht im Artikel, machst ein Fazit zu jedem und am Schluss noch welches dich am meisten interessiert hat + Disclaimer. Solange du objektiv über die Projekte schreibst kommt niemand dahergerannt und wird dir Vorwürfe machen zu Shillen.
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    • Patrick Toggweiler 15.06.2018 10:27
      Highlight @Destiny: Sobald ich so konkret über Projekte berichte, muss ich meine Positionen offen legen. Und das ist ein Dilemma, denn du kannst dir ja vorstellen, dass ich in die meiner Meinung nach besten Projekte investiert habe :-).
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  • Madison Pierce 13.06.2018 18:43
    Highlight Verstehe das nicht ganz: man legt Gewinnchance und Einsatz unveränderbar fest. OK. Aber wie verhindert man, dass der Anbieter einen manipulierten Zufallsgenerator einsetzt?

    Sollen alle Spielresultate öffentlich sein, so dass jeder nachprüfen kann, ob die Gewinnquote nicht zu viel unter der Gewinnchance liegt?
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    • Ueli der Knecht 13.06.2018 21:16
      Highlight Es gibt ein Protokoll, wie man über's Telefon sicher (d.h. manipulationsresistent) Münzwerfen kann. Bob (der Spieler) sagt zB. "Kopf" und Alice (das Casino) wirft die Münze. Das geht natürlich analog auch mit Lotterie und so, ist aber trotzdem nicht ganz so easy, wie sich das Patrick vorstellt. ;))

      "Manuel Blum: COIN FLIPPING BY TELEPHONE
      A PROTOCOL FOR SOLVING IMPOSSIBLE PROBLEMS"
      http://users.cms.caltech.edu/~vidick/teaching/101_crypto/Blum81_CoinFlipping.pdf

      (Hier darf allerdings Alice den Zufallsgenerator (eine Münze) verstecken; in einem Smart Contract ginge das nicht.)
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    • Alnothur 13.06.2018 22:46
      Highlight Weil bei einem solchen Vertrag der Zufallsgenerator-Algorithmus im Vertrag selbst festgeschrieben ist, und "auf der Blockchain" (sprich: sämtlichen Blockchain-Teilnehmern, juhui Stromrechnung) ausgeführt wird.
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    • Ton 13.06.2018 23:15
      Highlight Der Code von Blockchains ist öffentlich, deshalb braucht es keine Drittpartei, der man vertrauen müsste.
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    • Ueli der Knecht 15.06.2018 01:08
      Highlight Ton: Wenn es keine Drittpartei braucht, warum braucht es denn die Blockchain?

      Die Frage ist ernst gemeint. Zwei Parteien: das Casino und der Spieler. Die Blockchain wäre eine Drittpartei. Braucht es die wirklich?

      Ich glaube nicht.

      Alnothur meint, "weil der Zufallsgenerator-Algorithmus auf der Blockchain ausgeführt wird."

      Aber obiges Münzwurf-Protokoll von Blum zeigt, dass dies auch ohne Blockchain ginge (was viel effizienter wäre).

      Kennt ihr Yaos Millionärsproblem? Das geht auch ohne Drittpartei.

      Blockchain tönt gut und ist verlockend, aber oft gar nicht nötig (und ineffizient).
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    • Alnothur 15.06.2018 13:29
      Highlight Richtig, ohne Blockchain ginge es viel effizienter. Nun, der Vorteil der Blockchain ist, dass es eine Datenbank ist, die durch die Tatsache, dass sie verteilt ist und auf jedem Rechner eine komplette, durch Prüfsummen gesichterte Kopie liegt, unveränderlich ist. Diese garantierte Unveränderlichkeit macht sie zur vertrauenswürdigen Drittpartei. Und ja, natürlich kann man das auch anders machen, aber dann gewinnt man kein Marketing-Bingo ^^
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