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Besser als Apple Pay und Twint? Das musst du über Samsung Pay wissen

Bequem und sicher mit dem Samsung-Handy bezahlen: Das ist demnächst auch in der Schweiz möglich. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten.



«Dank Samsung Pay wird Bezahlen im Alltag zukünftig noch schneller und einfacher – sei es nun im Supermarkt, am Kiosk, im Fachhandel oder im Restaurant.»

Samsung Schweiz

Wann ist der Bezahldienst hierzulande verfügbar?

Ab Dienstag, 23. Mai 2017.

Wer sich nicht so lange gedulden will, kann sich schon heute auf der Samsung-Website für das «Early Access»-Programm registrieren, um den mobilen Bezahldienst auszuprobieren.

Wo ist der Haken?

Zwar wird Samsung Pay an allen Bezahl-Terminals in der Schweiz funktionieren. Um den Service zu nutzen, braucht's aber eine Kreditkarte eines Unternehmens, das mit Samsung kooperiert.

80 Prozent der Kreditkarten geben die grossen Anbieter wie Viseca von der Aduno Gruppe (gehört den Kantonalbanken und weiteren Banken), Swisscard oder die UBS heraus. Diese verweigern sich jedoch Samsung und Apple. Sehr wahrscheinlich um den eigenen Bezahldienst Twint nicht zu konkurrenzieren.

Welche Schweizer Kreditkarten sind denn nun an Bord?

Laut Ankündigung kann Samsungs Bezahldienst mit Kreditkarten von Visa Schweiz und Mastercard genutzt werden. Allerdings sind zum Start keine grossen Kartenherausgeber dabei, nur:

Bankkunden, die Samsung Pay trotzdem schon verwenden wollen, sind gezwungen, eine zusätzliche Kreditkarte zu verwenden. Es gibt Karten mit Jahresgebühr und Prepaid-Angebote. Wobei dabei allerdings erneut lästige Gebühren anfallen.

Bild

screenshot: samsung

Warum sollte mich Samsung Pay interessieren?

Mobile Payment ist bequem und sicher – oder willst du ein Leben lang auf Portemonnaie und Kreditkarte aufpassen, wenn du eh das Handy dabei hast? Ausserdem ist mobil bezahlen auch schneller:

Mobile Payment ist sicherer als Plastikkarten und Bargeld. Zwar kann auch das Handy verloren gehen, doch bleibt die missbräuchliche Verwendung des Bezahldienstes verwehrt. Erst nachdem man sich auf dem Gerät als rechtmässiger Nutzer authentifiziert, kann man zahlen.

Mit welchen Geräten funktioniert Samsung Pay?

Samsung Pay wird mit folgenden neueren Galaxy-Smartphones und -Smartwatches funktionieren:

Samsung erwähnt in der Medienmitteilung, dass der Bezahldienst auch mit Smartwatches funktionieren werden, in der Auflistung der Geräte fehlen allerdings konkrete Angeben. Hingegen wird in der Medienmitteilung von Cornércard die neuste Samsung-Smartwatch erwähnt.

Wer eine Galaxy Gear S3 sein Eigen nennt, kann den Bezahldienst in naher Zukunft vermutlich auch mit diversen Android-Smartphones nutzen (allerdings muss Android 4.4 oder neuer installiert sein). 

Mit dem iPhone und der Gear-App geht's hingegen nicht.

Was ist mit Apple Pay?

Apple ist auch beim Mobile Payment der grosse Konkurrent von Samsung. Die beiden Smartphone-Giganten liefern sich rund um den Globus einen Wettstreit und versuchen, mit sicheren und möglichst benutzerfreundlichen technischen Lösungen zu punkten. Und im Hintergrund wird intensiv mit den Kreditkarten-Herausgebern und Finanzdienstleistern verhandelt. 

Der grosse Konkurrent Apple Pay ist hierzulande seit Juli 2016 offiziell verfügbar. Allerdings herrscht Patt-Stellung zwischen dem US-Konzern und hiesigen Banken, so dass noch immer einige der populärsten Kreditkarten nicht verfügbar sind.

Apple Pay funktioniert mit:

Beim iPhone genügt es, zweimal den Home-Button zu drücken und sich per Fingerabdruck zu authentifizieren. Beim Samsung-Handy wischt man auf dem Display nach oben (Swipe) und hält den Finger auf den integrierten Fingerabdruck-Scanner.

Aus Nutzersicht wichtig ist: Sensible Daten wie etwa die Kreditkarten-Nummer oder der CSV-Code werden verschlüsselt auf dem Gerät gespeichert. Und während des Bezahlvorgangs werden nur einmalig gültige Sicherheitscodes übertragen.

Ob Samsung Pay so sicher ist wie Apple Pay, entzieht sich der Kenntnis des Autors. Im vergangenen Jahr gab es Berichte über eine Sicherheitslücke, die es offenbar ermöglichte, gewisse Daten (Token) während des Bezahlvorgangs abzufangen. Sensible Informationen liessen sich damit aber nicht stehlen.

Und Twint?

Der von den wichtigsten Schweizer Finanzinstituten gemeinsam entwickelte Smartphone-Bezahldienst Twint soll nach Anlaufschwierigkeiten dieses Jahr durchstarten. Allerdings muss man für das kontaktlose Bezahlen das Mobilgerät entsperren und die Twint-App starten, um anschliessend die Transaktion manuell zu bestätigen. Der Bezahlvorgang ist also einiges aufwändiger als bei der Konkurrenz.

Die ziemlich verwirrende Twint-Vorgeschichte und eine Klarstellung

So beurteilt ein Schweizer Experte die Chancen

Telekom-Fachmann Ralf Beyeler vom Internet-Vergleichsdienst Verivox hat Samsung Pay mit den Konkurrenz-Angeboten verglichen und kommt zu folgenden Urteilen:

In welchen Ländern ist Samsung Pay bereits verfügbar?

Die internationale Verfügbarkeit ist ein grosser Vorteil von Apple Pay und Samsung Pay: Wenn man ins Ausland reist, kann man praktisch überall bequem und sicher mit dem eigenen Smartphone zahlen. Voraussetzung ist bei Apple Pay ein modernes Kassen-Terminal, das in der Lage ist, kontaktlose Transaktionen über die NFC-Technologie abzuwickeln. Bei Samsung Pay gehts dank MST-Integration auch mit älteren Terminals.

«Mit Samsung Pay kann dank den Technologien Near Field Communication (NFC) und Magnetic Secure Transmission (MST) an praktisch allen 44 Millionen Visa-Terminals weltweit bezahlt werden.»

quelle: medienmitteilung visa schweiz

Samsung Pay wurde bereits lanciert in:

Dieses Jahr folgen:

Wo ist Apple Pay verfügbar?

Apple Pay wird laut Apple-Website in 14 Ländern offiziell angeboten. Wobei Taiwan (vermutlich aus politischen Gründen) nicht als eigenständiges Land aufgeführt wird. Damit sind es 15.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Likos 27.04.2017 22:44
    Highlight Highlight Twint hat schon nette Ideen und ist Online auch nicht ganz unpraktisch. Das Aufladen ist aber nervig, vor allem wenn man mal etwas mehr Geld braucht (auch mit direkter Bankanbindung).
    Zahlen an einer Kasse dagegen ist (wenn überhaupt mal verfügbar) ein ziemliches Desaster und dauert länger als jede "Kleingeldoma". Die Beacons sind quasi nie aktiv und die Kassierer haben oft keine Ahnung was sie tun müssen.

    Samsung und Apple Pay sind da technisch viel praktischer, aber wenn sich jede Bank querstellt... Bleibe ich halt bei Bargeld.
  • Gipfeligeist 27.04.2017 20:42
    Highlight Highlight Lohnt sich das Nutzen von Twint?
    • mister_michael 28.04.2017 21:20
      Highlight Highlight Nein, die Twintnutzer haben enorm lange zum zahlen. Zudem unterstützen relativ wenige Läden Twint. Zudem können Sie die anderen Dienste auch im Ausland nutzen! Ich nutze Apple Pay und bin davon absolut überzeugt. Falls Sie ein kompatibles Samsung Smartphone oder ein iPhone haben, nutzen Sie am besten den Bezahldienst des Herstellers.
  • Tanuki 27.04.2017 18:20
    Highlight Highlight Schade, ich hätte gerne damit bezahlt, aber leider ist meine Kreditkarte nicht dabei.
    • mister_michael 28.04.2017 21:22
      Highlight Highlight Einfach Kreditkarte wechseln. War bei Viseca und habe deswegen gewechselt. Bei Cornercard ist der Service deutlich besser. Zudem sind sie dort offen für neue Technologien.
  • Saperlot 27.04.2017 15:14
    Highlight Highlight Ich bin eigentlich jemand, der sowas gerne benutzen möchte. Bin aber mit dem eingebauten RFID oder NFC in der Kreditkarte mehr als zufrieden. Viel einfacher als das Mobil zücken, Fingerabdruck geben, etc..
    • Freddie 27.04.2017 16:05
      Highlight Highlight Das Tolle am Mobile ist, dass man NFC einfach ausschalten kann, ergo sicherer. Weiter muss ich auch kein Portemonnaie mitnehmen.
  • aye 27.04.2017 14:43
    Highlight Highlight «Voraussetzung ist natürlich ein modernes Kassen-Terminal, das in der Lage ist, kontaktlose Transaktionen über die NFC-Technologie abzuwickeln.»

    Nein eben nicht, denn Samsung hat in den Geräten zusätzlich die MST-Technologie verbaut. Damit kann das Durchziehen des Magnetstreifens simuliert werden. Steht ja auch im direkt darauf folgenden Satz:

    «Mit Samsung Pay kann dank den Technologien Near Field Communication (NFC) und Magnetic Secure Transmission (MST) an praktisch allen 44 Millionen Visa-Terminals weltweit bezahlt werden.»

    Dies ist ein grosser Vorteil gegenüber beispielsweise Apple Pay.
    Play Icon
    • @schurt3r 27.04.2017 14:54
      Highlight Highlight Yep, danke.
      Habs im Artikel präzisiert.
  • LeKnut 27.04.2017 14:21
    Highlight Highlight Wieso wird hier eigentlich Twint so sehr damit verglichen? Apple Pay und Samsung Pay bieten (zumindest) derzeit nur Zahlungsmöglichkeiten mit Kreditkarten. Mit Twint kann ich online shoppen, ohne eine Kreditkarte überhaupt zu besitzen, indem ich mein Konto hinterlege. Zudem kann ich im Coop oder anderen Länden damit zahlen, und habe Loyalty/Coupons hinterlegt.

    + eine Richtigstellung: Kredit- und Charge-Karten der Swisscard funktionieren alle, bis auf die Credit Suisse-Karten. D. h. Miles & More Mastercard & Amex, oder die neutralen Mastercard und Amex funktionieren ohne Probleme.
  • Der_Die_Das 27.04.2017 13:06
    Highlight Highlight Im Gegensatz zu Apple- / Samsung-Pay kann TWINT nur in der Schweiz eingesetzt werden. Deswegen schon werde ich TWINT nie aktivieren!
  • Taiyou 27.04.2017 12:58
    Highlight Highlight Man sollte anmerken, dass Twint dank der Fusion mit Paymit noch dessen Vorzüge geniesst.
    Wenn es ums Aufteilen von Ausgaben (z.B. im Restaurant) geht, geniesst Twint ganz klar einen Vorteil gegenüber Apple Pay oder Samsung Pay.
    • Bene883 27.04.2017 15:06
      Highlight Highlight Was bringt mir aufteilen mit TWINT? Es geht genau gleich schnell, wenn alle ihr Handy kurz ans Zahlungsterminal halten (bspw. macht 36.50 pro Person) zahlt halt jeder 36.50 (plus tip) direkt statt einer für alle und dann untereinander Geld hin- und her schieben.
    • Freddie 27.04.2017 16:08
      Highlight Highlight Dauert länger?
      Auch wenn ein Kollege etwas in Bar bezahlt, kann ich es ihm schnell senden. In der WG die Einkäufe aufteilen und vieles mehr.
      Meistens brauche ich es, wenn ich kein Bargeld dabei habe und es dem Kollege zurückzahle.
  • Wolf2000 27.04.2017 12:51
    Highlight Highlight Hat noch niemand begriffen, um was es beim bargeldlosen Zahlungsverkehr geht? Hallo Leute!!!! Ihr übergebt die Kontrolle der Elite. Und falls es mal eine mega Eruption der Sonne gibt (ein Magnetsturm), ist euer Guthaben gelöscht. Aber bitte macht wie ihr wollt...
    • nick11 27.04.2017 13:31
      Highlight Highlight Du hast ein Konto bei einer Bank? Dann hast du die Kontrolle schon abgegeben. Und Geld daheim bunkern ist auch nicht die beste Idee...
    • Bene883 27.04.2017 15:07
      Highlight Highlight Genau, wenn alle Guthaben gelöscht sind sind deine Banknötli unter dem Kopfkissen ja so viel wert... Alles was dann noch zählt ist Materieller Besitz und Wertvolle Rohstoffe (Gold etc.)
    • Freddie 27.04.2017 16:08
      Highlight Highlight Also Kronkorken 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 27.04.2017 12:20
    Highlight Highlight Apple Pay wird auch automatisch aktiviert, wenn man das Handy neben den NFC Terminal hält. Dann muss man die Zahlung nur noch per Fingerabdruck freigeben. Vielleicht als Ergänzung.
    Und wie ist es mit der Sicherheit? Wird bei Samsung Pay die Kreditkarte ganz hinterlegt oder per Gerätenummer ans Konto gebunden?
    • @schurt3r 27.04.2017 12:30
      Highlight Highlight Danke für die Präzisierung.

      Zu Samsung Pay: funktioniert auch mit Tokens und einem speziell verschlüsselten Bereich (analog der Secure Enclave bei Apple) , und es werden keine Kreditkarten-/Personen-Daten abgelegt.
    • Posersalami 27.04.2017 14:55
      Highlight Highlight Irgendwo werden die KK Daten aber abgelegt?! Die Frage ist nur, wo.

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