DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Was es mit dem Sriracha-Kult auf sich hat (und weshalb dieser völlig gerechtfertigt ist)

Bild: shutterstock
Und was man alles damit anstellen kann.
24.06.2020, 19:5929.06.2020, 08:35

Tương Ớt Sriracha (Vietnamesisch für «Sriracha scharfe Sauce») ist mehr als nur ein weiteres Beispiel der vielen, vielen Chilisaucen dieser Welt. Nein, Sriracha ist Kult. Mit gutem Grund, denn es gibt wahrlich vieles, das daran einzigartig ist.

Zum einen der Geschmack: Die perfekte Balance zwischen Schärfe, Würze und ein klein wenig Süsse. Delicious.

Zudem ist die Geschichte dieses Familienbetriebs sehr, sehr cool. Die inzwischen weltweit bekannte Marke mit dem Güggel geht nämlich auf einen Mann zurück: David Tran.

Bild: AP/AP

Dieser verkaufte bereits 1975 selbstgemachte Chilisauce in seinem heimatlichen Saigon. Als nach dem Vietnamkrieg das kommunistische Regime die chinesischstämmige Bevölkerung zu unterdrücken begann, flüchteten etliche – von den internationalen Medien Boat People genannt – über den Seeweg in diverse südostasiatische Länder und hofften dort auf die Aufnahme in Drittstaaten. So auch David Tran: 1978 wartete er in einem überfüllten taiwanesischen Frachter namens Huey Fong in der Bucht Hongkongs auf die Aufnahme, die sich mehr als einen Monat hinzog. Schliesslich wurde ihm in den USA Asyl gewährt und alsbald belieferte der umtriebige David die Restaurants von Los Angeles' Chinatown mit seiner Chilisauce.

Bald einmal wurde seine «Sriracha» genannte Sauce so populär, dass Tran eine eigene Firma gründete: Huy Fong Foods – nach dem Schiff benannt, auf dem er den Weg in die Freiheit gefunden hatte. 40 Jahre später macht Huy Fong Foods einen Millionenumsatz, ist aber weiterhin in Irwindale in Los Angeles County beheimatet. Tran hat sämtliche Übernahmeangebote von zahlungskräftigen Multis stets abgelehnt und bleibt bei seinem nachhaltigen Familienbetrieb. Die Jalapeños, welche die Hauptzutat bilden, sind von lokalen Bauern. Und der Preis für eine Flasche Rooster Sauce (wie man sie familiär wegen dem Güggel-Logo nennt) ist seit Mitte der Achtziger gleich geblieben: 3 Dollar.

Bild: shutterstock

Auch hat Tran sein Rezept nie patentieren lassen, denn seiner Meinung nach ist die Sauce mitnichten seine Erfindung. Benannt hat er sie nach dem thailändischen Küstenort Si Racha. Und dort gibt es selbstredend eine Version der Chilisauce – die ebenfalls auf vietnamesische Einwanderer zurückgeht. Sriraja Panich, wie die Thai-Version heisst, ist etwas weniger scharf, aber hat etwas stärkeren Knoblauch-Geschmack.

Bild: shutterstock

Es ist aber die Huy-Fong-Version, die etliche Nachahmer gefunden hat – unter anderem den Hongkonger Multi Lee Kum Kee. Doch der Fan-Kult gilt ausschliesslich David Trans Familienbetrieb. Es gibt Fanclubs, Festivals ... und einen Dok-Film:

Und Songs. Viele davon, sogar!

Kein Wunder, denn das Zeugs ist nun mal hammergut – und so vielseitig einsetzbar! Guckt mal:

Sriracha über Fried Rice, Ramen undsoweiter – klar! Passt!

Bild: shutterstock

Aber ebenso passt Sriracha auf Eier zum Zmorge. Mmmh.

Bild: shutterstock

Oder Zmorgespeck mit Ahornsirup und Sriracha ... und das gleich auf einem Zuckerguss-Donut drauf:

Was noch?

Sriracha Mayonnaise!

Sowas muss man nicht, wie im Bild gezeigt, fertig kaufen. Etwas Mayo und Sriracha nach Geschmack zusammenmischen kann jeder. Es ist grossartig auf Burgern, Hotdogs, Sandwiches und und und. Ach ja: Sriracha-Ketchup geht auch.

Ebenso Sriracha-Knoblauchbrot (Rezept), Russische Sriracha-Eier (Rezept) ... oder das hier:

Jap – Toast mit Avocado und Sriracha-Pilzen. You know you want it.

Oder probiere einen Sriracha-Lada – ein Michelada mit Sriracha!

1 / 9
Michelada, der ultimative Sommerdrink – so geht's:
quelle: watson/eng / watson/eng
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

(Nimm' einfach einen gehörigen Gutsch Sriracha statt mexikanische Chilisauce.)

Natürlich auch Sriracha-Buttered Shrimp (Rezept):

Bild: shutterstock

Oder Honey Sriracha Chicken (Rezept) oder Sriracha-Miso-Lachs (Rezept). Und zum Apéro sind Sriracha-Röstmandeln fein (Rezept). Oder natürlich:

Sriracha-Popcorn! Yeah!

Übrigens – so spricht man's richtig aus:

Ohne das erste ‹r›. Nicht ganz unwichtig.

Bei uns kostet so eine 481-Gramm-Flasche leider etwas mehr als 3 Dollar ... nämlich 4.95 Franken beim Grossverteiler. Was aber auch kein Vermögen ist. Los! Tut euch den Gefallen! Schenkt eurem Leben mehr Schärfe!

Food! Essen! Yeah!

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese abgefahrenen Pringles-Flavours gibt es!

1 / 24
Diese abgefahrenen Pringles-Flavours gibt es!
quelle: soranews24.com / soranews24.com
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Corona-Cuisine: Indian-Spiced-Rice

Abonniere unseren Newsletter

Chips, Fischstäbli und Co. – 4 Retro-Sandwiches, die besser als ihr Ruf sind
Wie bitte? Pommes-Chips in einem Sandwich? Da staunst du, gell? Am meisten staunst du, wenn du's erst mal probierst, wetten?

Wisst ihr, Leute, es gab mal eine Zeit, da gab's nur eine Sorte Müsli im Supermarkt, Rucola war noch nicht erfunden worden und Vollkornbrot gab's höchstens in jenen wenigen Kupfer-Wolle-Bast-Reformhaus-Läden, die von suspekten Hippies mit behaarten Achseln geführt wurden.

Zur Story