Schweiz
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Operationssaal im Berner Inselspital: Unser Gesundheitswesen ist zunehmend unbezahlbar. Bild: KEYSTONE

Warum sich das Gesundheitswesen so schwer therapieren lässt

Lange hat die Schweizer Bevölkerung die steigenden Krankenkassenprämien als Preis für eine gute medizinische Versorgung geschluckt. Jetzt scheint eine Schmerzgrenze erreicht, doch ein Patentrezept gibt es nicht.

24.04.18, 10:29 25.04.18, 06:23

Über die CVP lässt es sich leicht lästern. Die Partei befindet sich seit Jahren im Niedergang, eine Trendwende ist höchstens in Ansätzen erkennbar. Für einmal darf man den Christlichdemokraten aber ein Kränzlein winden. Mit der Volksinitiative für eine Kostenbremse im Gesundheitswesen, die sie an der Delegiertenversammlung am Samstag im zugerischen Cham präsentiert hat, trifft die CVP einen Nerv.

Der Anstieg der Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien sei «das Sorgenthema Nummer eins» in der Bevölkerung, sagte Parteipräsident Gerhard Pfister. Das ist nicht aus der Luft gegriffen. In der jüngsten Ausgabe des Zürcher Politbarometers, das von der NZZ und dem Forschungsinstitut Sotomo erhoben wird, stehen die Krankenkassenprämien an erster Stelle.

CVP-Nationalrätin Ruth Humbel zeigt, dass die Krankenkassenprämien weit stärker gestiegen sind als die Löhne und Preise. Bild: KEYSTONE

Bei der persönlichen Befindlichkeit wird das Thema noch höher eingestuft als bei der allgemeinen Beurteilung. Dafür mag es «externe» Gründe geben: Die Umfrage wurde Anfang Dezember 2017 durchgeführt, als die Prämienrechnung für das neue Jahr in die Briefkästen flatterte. Und bei anderen Sorgenthemen wie Arbeitslosigkeit und Zuwanderung hat sich die Lage entspannt.

Der stillschweigende Pakt

Dennoch lässt es sich nicht bestreiten, dass bei den Krankenkassenprämien für viele eine Schmerzgrenze erreicht ist. Die letzte Woche vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen für 2016 sprechen für sich: Die Gesundheitsausgaben haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Sie betrugen 80.7 Milliarden Franken, was 803 Franken pro Person entspricht.

Lange gab es in der Schweiz eine Art stillschweigenden Pakt: Wir erhalten eine hochwertige medizinische Versorgung und schlucken dafür die stetig steigenden Prämien. Die Verbilligungen nahmen den grössten Druck aus dem System. Deshalb scheiterte auch die Linke mit ihren Initiativen für eine Einheitskasse oder einkommensabhängige Krankenkassenprämien.

Nun wackelt dieser «Pakt», und zwar bedenklich. Eine vierköpfige Familie zahle jährlich bis 20'000 Franken für die Krankenversicherung, erhielt man an der DV der CVP vorgerechnet. Das ist für den Mittelstand zunehmend untragbar. Als Folge davon zahlen immer mehr Menschen die Prämien gar nicht, oder sie wählen eine hohe Franchise, die sie sich im Notfall nicht leisten können.

Gesundheitsminister Alain Berset im Gespräch mit BAG-Chef Pascal Strupler. Bild: KEYSTONE

«Wir haben ein gutes, aber zu teures Gesundheitswesen», klagte die Aargauer Nationalrätin Ruth Humbel. Noch deutlichere Worte wählte Pascal Strupler, der Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), im Interview mit watson: «Wenn wir jetzt nichts Entscheidendes unternehmen, besteht die Gefahr, dass wir unser Gesundheitssystem an die Wand fahren.»

Alle verteidigen ihre Pfründe

Über die Diagnose ist man sich weitgehend einig, ebenso über die Ursachen der Kostenexplosion. Da ist zum einen die Demographie: Immer mehr Menschen in der Schweiz werden immer älter. Hinzu kommt der medizinische Fortschritt. Häufig ausgeblendet wird ein weiterer Punkt: Das heutige System setzt falsche Anreize. Je mehr man anbietet, umso mehr profitiert man.

Im Schweizer Gesundheitswesen mischen zu viele Parteien mit, die ihre Pfründe mit Klauen, Zähnen und Hellebarden verteidigen. «Wir müssen an allen Ecken des Gesundheitssystems ansetzen und alle Akteure in die Pflicht nehmen: Spitäler, Ärzte, Kantone, den Bund, die Versicherer und letztendlich auch die Patienten», sagt BAG-Chef Strupler. Das klingt so weit gut.

Gesundheitsdirektoren als Sündenböcke

Am Samstag in Cham gab es nur drei Wortmeldungen zur CVP-Initiative, aber die hatten es in sich. Der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister sprach sich für die Kostenbremse aus, liess aber durchblicken, dass der «schwarze Peter» nicht an die Kantone gehen dürfe. Worauf eine Delegierte aus dem Aargau schimpfte, die Kantone hätten «ihre Verantwortung nicht wahrgenommen».

CSS-Chefin Philomena Colatrella provozierte einen Shitstorm. Bild: KEYSTONE

Das wiederum liess der Tessiner Regierungsrat Paolo Beltraminelli nicht auf sich sitzen: «Gesundheitsdirektoren sind die unbeliebtesten Regierungsräte. Wenn einer abgewählt wird, ist es zu 90 Prozent der Gesundheitsdirektor.» Das musste Anton Grüninger – ein CVP-Mann – 2004 in St.Gallen erfahren. Er wollte Regionalspitäler schliessen und bezahlte dafür mit der Abwahl.

Solche Erfahrungen dämpfen den Reformwillen. Dazu sind die verschiedenen Interessengruppen sehr gut organisiert, sie verfügen über eine grosse Lobbymacht in der Politik.

Die Krankenkassen

Sie müssen die Prämien einziehen und sind damit der liebste Prügelknabe im Gesundheitswesen. Daran sind sie nicht unschuldig. Zwar ist die Jagd nach «guten Risiken», die überspitzt gesagt nur einzahlen und nichts beziehen, zunehmend unattraktiv geworden. Aber noch immer zahlen sie Erfolgsprämien für dubiose Makler, die mit ihrem «Telefonterror» die Bevölkerung nerven.

Und zu oft begnügen sie sich mit Symptombekämpfung. Dafür steht etwa der kontroverse Vorschlag von CSS-Chefin Philomena Colatrella für eine Mindestfranchise von 5000 oder gar 10'000 Franken. Er ist nicht nur chancenlos, sondern suggeriert auch, dass die Krankenkassen lieber auf ihre Versicherten «losgehen», statt die Leistungserbringer in die Pflicht zu nehmen.

Die Pharmabranche

Der Roche-Turm in Basel, das höchste Gebäude der Schweiz, symbolisiert die Macht von Big Pharma. Bild: KEYSTONE

Sie verfügt über viel Macht und wehrt sich mit der «Arbeitsplatzkeule» regelmässig gegen eine Senkung der hohen Medikamentenpreise. In der Regel hat sie damit Erfolg. Ein zaghafter Versuch von Gesundheitsminister Alain Berset, Parallelimporte vom Medikamenten zuzulassen, scheiterte laut «Tages-Anzeiger» bereits an der bürgerlichen Mehrheit im Bundesrat.

Die Ärzteschaft

Sie wehrt sich gegen jegliche Einschränkung der freien Arztwahl und hat in einer «diabolischen» Allianz mit der Linken 2012 die moderate Managed-Care-Vorlage zu Fall gebracht. Auch beim Ärztetarif Tarmed bremsen die Mediziner. «Wenn ihr die Tarife senkt, erhöhen wir die Menge», zitierte CVP-Ständerat Erich Ettlin am Samstag namentlich nicht genannte Ärzte.

«Das ist Körperverletzung!», schimpfte der Obwaldner. Tatsächlich verstossen unnötige Behandlungen gegen das ärztliche Berufsethos. Dennoch sind solche Praktiken fast schon Alltag. In der Schweiz werden mehr Hüft- und Knieoperationen vorgenommen als im übrigen Europa. Dabei wäre eine «konservative» Behandlung bei Kniebeschwerden oft ebenso wirksam und vor allem günstiger.

Die Kantone

Die Schweiz hat die höchste Spitaldichte in Europa. Eine Bereinigung wäre problemlos möglich, doch oft leistet die Bevölkerung wie erwähnt Widerstand. Und die Spitäler selbst kämpfen nicht nur gegen ihre Schliessung, sie leisten sich auch einen «Rüstungswettlauf». Alle wollen möglichst alles anbieten, auch wenn es die Fallzahlen nicht rechtfertigen.

Die Kantone lassen es zu oft geschehen, das zeigt das Trauerspiel um die Herztransplantationen. In der Schweiz gibt es jährlich 30 bis 40 Fälle, weshalb Experten eine Konzentration an einem Standort vorschlugen, genauer am Inselspital in Bern. Die Universitätskliniken in Lausanne und Zürich aber wehrten sich erbittert und letztlich erfolgreich für ihre Transplantationsmedizin.

Logisch und trotzdem umstritten

Der Zürcher FDP-Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger will immerhin Mindestfallzahlen einführen, um Gelegenheitsoperationen zu verhindern, was Patientenschützer ausdrücklich begrüssen. «In der kleinräumigen Schweiz braucht es nicht überall alles. Nur im Notfall muss man schnell in einem Spital sein», sagte Heiniger im Interview mit der Schweiz am Wochenende.

So weit, so logisch. Ausser für die Anbieter. Zehn Zürcher Regionalspitäler haben Klage gegen die Mindestfallzahlen eingereicht. Das illustriert die ganze Misere in der Schweizer Gesundheitspolitik: Alle finden, es müsse gespart werden. Und alle finden, der andere müsse damit anfangen.

Ambulante OPs sollen Kantone entlasten

Video: srf

Das Schweizer Gesundheitswesen liegt nicht auf der Intensivstation, wie es die SRF-«Arena» in gewohnt reisserischer Manier angekündigt hat. Aber es siecht vor sich hin und wird immer kränker. Daran wird auch die CVP-Initiative für eine Kostenbremse kaum etwas ändern. Konkrete Massnahmen enthält sie nicht, und weil die Schweiz kein Verfassungsgericht kennt, besteht die Gefahr, dass sie toter Buchstabe bleibt.

Widersprüchliche Prämienzahler

Als Druckmittel könnte sie etwas bewirken, aber ein Wundermittel ist sie nicht. Mehr ausrichten könnten die Patienten oder Prämienzahler, indem sie nicht jede ärztliche Behandlung einfach schlucken, das Generikum dem teuren Originalmedikament vorziehen oder für eine Operation einen längeren Weg in Kauf nehmen, etwa von St.Gallen nach Bern.

Allerdings könnten die steigenden Prämien auch einen fatalen Reflex bewirken: Je mehr wir zahlen, umso mehr wollen wir herausholen. So hält laut Umfragen eine Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor an der freien Arztwahl fest, obwohl ebenfalls eine Mehrheit aus Spargründen ein Versicherungsmodell wie HMO oder Telemedizin gewählt hat, das diese Wahlfreiheit einschränkt.

Für Pascal Strupler vom BAG kann es ohnehin nur darum gehen, den Schaden zu begrenzen: «Dass die Prämien sinken, ist nicht realistisch.» Die Gefahr ist nicht gebannt, dass das System irgendwann gegen die Wand fährt.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • P. Hodel 26.04.2018 18:47
    Highlight "Die Gesundheitsausgaben haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Sie betrugen 80.7 Milliarden Franken, was 803 Franken pro Person entspricht."

    Ah, ok.
    Und warum habe ich meinen Anteil der Kosten innert 2 bis 3 Monaten geleistet, bezahle aber den Rest des Jqhres immer noch Prämien?
    0 0 Melden
  • Theor 25.04.2018 07:44
    Highlight Letzten Endes sind es doch die Politiker, dabei muss man es gar nicht zu sehr aufschlüsseln. Egal ob Krankenkassen, Pharmabranche, Ärtzteschaft oder Kantonsregierung. Alle werden sie nur symbolisiert durch einen Kopf im Parlament, den wir zwar gewählt haben, der sich aber null für uns einsetzt.
    1 0 Melden
  • Dan Ka 25.04.2018 07:26
    Highlight Spannend, dass der BAG Chef die Medipreise in seiner langen Liste nicht erwähnt... 🧐
    1 0 Melden
  • andybelle 25.04.2018 00:40
    Highlight In Holland musst man immer zuerst zum Hausarzt. Ohne Anmeldung vom Hausarzt kein Termin beim Orthopäden*, Gynäkologen*, Dermatologen* (*=gilt auch für die weibliche Bezeichnung) etc. Manchmal etwas mühsam, weil man manchmal nur zum Hausarzt gehen muss, um einen Termin beim Spezialisten zu vereinbaren. Im Grossen und Ganzen aber sinnvoll und kostensenkend.
    4 3 Melden
  • Rookie 24.04.2018 21:13
    Highlight Umwandlung der KK in eine reine Spitalversicherung. Eine Lösung für die chronisch Kranken dranhängen und gut ist. Dann sinken die kosten um für jedes "wehwehli" zum Arzt zu rennen sofort.
    5 3 Melden
  • Maracuja 24.04.2018 20:45
    Highlight Und stillschweigend wurde ärztlich verordnete Komplementärmedizin definitiv in den Leistungskatalog aufgenommen, obwohl eigentlich bis Ende 2017: „Ab dem 1. August 2017 werden damit ärztliche Leistungen der Akupunktur, anthroposophischen Medizin, Arzneimitteltherapie der Traditionellen Chinesischen Medizin, klassischen Homöopathie und Phytotherapie mit dem Vermerk "Leistungspflicht: Ja" in der KLV aufgeführt. Die Befristung der Leistungspflicht bis 31. Dezember 2017 und die Auflage der Evaluation werden entsprechend ersatzlos gestrichen“. (Quelle: bagadmin).
    6 0 Melden
  • Sharkdiver 24.04.2018 20:21
    Highlight Dass Problem: alle verteidigen ihre Pfründen inkl. Der Schweizer Bürger. Keiner will was tun. Ich bin überzeugt man könnte die Prämien massivsenken und zwar so:
    30% der Kosten (Ambulant und Stationär) von den Kantonen bezahlt (aktuell 50% bei Stationär und 0% Ambulant von den Kantone bezahlt)
    Gesundheitssteuer von 0.3-0.5% auf Tabac, Alc, Zucker, Salz, Gesätigte Fette, Fastfood, Treibstoffe etc.
    Medipreise nach unten analog Deutschland
    Hilfsmittelpreiseregelmässig anpassen
    Ev. 0.3% Lohnabzug

    4 6 Melden
  • Maracuja 24.04.2018 19:42
    Highlight <Für einmal darf man den Christlichdemokraten aber ein Kränzlein winden>

    Wohl eher ein Trauerkranz für diese ominöse Kostenbremse, bei der völlig unklar ist, wo exakt die Bremse angezogen werden soll. Die CVP hat wohl realisiert, dass die Prämienzahler mittlerweile so stark ausgepresst wurden, dass sie bald einer linken Initiative zustimmen könnten. Dem versucht die Partei der Gesundheitslobbyisten mit ihrer Initiative zuvorzukommen. Falls diese durchkommt, werden sich die Prämienzahler die Augen reiben, wenn dann die Bremse bei ihnen ansetzt, nicht bei den Profitmachern des Gesundheitswesens
    10 1 Melden
    • Imagine 25.04.2018 09:13
      Highlight Schon spannend, dass die eher nebulöse Initiative der CVP so viel Text bekommt, während die Initiative „für ein von den Krankenkassen unabhängiges Parlament“ in den deutschschweizer Medien kaum je erwähnt wird .... Wenn schon, dann sollte man im Parlament ansetzen, wo so viele Interessensvertreter (und wenige VolksvertreterInnen) sitzen.

      https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis480.html
      1 0 Melden
  • DichterLenz 24.04.2018 19:20
    Highlight - Regionalspitäler schliessen -> Aufschrei
    - Pharma droht mit Wegzug -> Aufschrei
    - Arztberuf wird weniger lukrativ -> Aufschrei
    - Leute über 80 (oder 90?) nicht mehr kostspielig operieren -> Aufschrei

    Es geht nicht, ohne dass jemand verzichten muss.
    20 1 Melden
  • Alnothur 24.04.2018 18:55
    Highlight "Er wollte Regionalspitäler schliessen und bezahlte dafür mit der Abwahl." - schon klar, man will in jedem Kaff ein Spital mit modernster Ausstattung, aber bloss nichts dafür bezahlen.
    21 0 Melden
  • Lami23 24.04.2018 18:47
    Highlight Ich lese immer nur "die Ärzte wollen zu viel Geld verdienen". Euch ist aber schon klar, dass es auch Ärzte gibt, deren Einkommen nicht von ihren Patienten abhängig ist? Und das sind nicht wenige.
    20 1 Melden
  • axantas 24.04.2018 17:59
    Highlight Nun ja, das beste Beispiel hatte wir in der Tat bei dem Vorstoss von Alain Berset wegen der Parallelimporte. Abgeschmettert im Parlament, Thema versenkt, nichts unternommen.

    So ändert sich natürlich niemals etwas - abgesehen vom baldigen Kollaps.
    29 2 Melden
  • Maya Eldorado 24.04.2018 17:52
    Highlight Folgender Kostentreiber ist auch nicht zu vernachlässigen:
    Das betrifft die Pharmabranche.
    Sie machen tolle Medikamente. Die weniger schöne Seite ist, dass diese Nebenwirkungen haben, die uns oft gar nicht bekommen. Die Pharmabranche freuts. Sie kann Medis gegen die Nebenwirkungen verkaufen.
    Noch schlimmer: Es können auch Folgekrankheiten daraus entstehen. Das ist dann noch perfider.
    9 13 Melden
    • Katzenseekatze 24.04.2018 18:59
      Highlight So ist es! Dominoeffekt mit Krankheiten. Hier wird verdient.
      5 7 Melden
  • coupal 24.04.2018 17:51
    Highlight man könnte sich ja mal über die Finanzierung unterhalten, bsp. Alk-Abgabe, Tabak-Abgabe, Fettfood-Abgabe alles Verursacher von unseren modernen Krankheiten. Wer also viel säuft und raucht zahlt entsprechend mehr für die Reparatur seiner Herz- Kreislaufbeschwerden. Wäre doch eine gerechte Sache und man könnte sich ein Gesundheitswesen leisten dass einer modernen Gesellschaft würdig ist.
    14 14 Melden
  • P1erre991 24.04.2018 17:33
    Highlight Die Lösung liegt auf der Hand! Alle, wirklich alle wollen viel zu viel verdienen. Die Apotheken die Pharmaindustrie die Ärzte und die Spitäler! Die einzigen die draufzahlen sind die Patienten und das Spitalpersonal das sich für die Bosse krank schuftet. Und dann sind da noch die ganz bösen die Krankenkassen und ihre Lobbyisten in den Regierungen und im National und Ständerat, alles Schmarotzer. Schluss damit.
    12 10 Melden
    • äti 24.04.2018 19:21
      Highlight Schluss damit: wie?
      6 0 Melden
  • UrsK 24.04.2018 16:40
    Highlight Man hat mit dem Wechsel vom KUVG zum KVG falsche Strukturen geschaffen, einerseits. Andererseits war das KUVG ein Subventionsgesetz mit minimalem Leistungskatalog, während man mit dem KVG ein Maximalleistungskatalog definiert hat. Dass das nicht kostenneutral funktionieren konnte, wäre eigentlich vorauszusehen gewesen. Ein Lösungsansatz wäre: Fertig Kantönligeist, schweizweit gleiche Tarife für Ärzte, Spitäler etc., Parallelimporte bei Medikamenten, Einheitskasse. Aber leider ist das politisch nicht opportun.
    24 2 Melden
  • R. Peter 24.04.2018 16:33
    Highlight Ist eigentlich klar, wo im Gesundheitswesen welche Kosten entstehen und wie sich diese entwickeln? Die Leistung werden ja nicht teurer (sind im Warenkorb der Konsumentenpreise enthalten), sondern es muss sich um eine Mengenausweitung handeln.
    11 3 Melden
    • Alnothur 24.04.2018 18:58
      Highlight Richtig. Jedes hinterletzte Spitälchen will halt immer das modernste MRI-Gerät, das sie nicht auslasten können, und die Leute rennen mit einer Erkältung in die Notfallstation.
      13 3 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 21:04
      Highlight Alnthur, das ist keine Antwort auf meine Frage sondern nur eine weitere Stammtischparole wie sie gerade in Mode zu sein scheint. Gibt esverlässliche Daten dazu? Sind diese öffentlich einsehbar? Sind es Notfälle, Operationen, Psychische Erkrankungen? Stationär? beim hausarzt oder Spezialisten,? etc.
      10 1 Melden
    • Gubbe 25.04.2018 13:39
      Highlight Ach, die Leistungen werden nicht teurer, nur die Mengenausweitung? Ist das einsehbar und warum? Ein Arzt ist schon lange ausgelastet, die zu ihm gehörenden Geräte auch. An der Mengenausweitung kann es nicht liegen.
      1 0 Melden
  • Bombenjunge 24.04.2018 14:56
    Highlight Die Pharmabranche ist unser Feind.
    Jeder Politiker der damit verbandelt ist, ist unser Feind.
    Abwählen wäre die einzige Lösung die wirkt.
    16 19 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 16:29
      Highlight Wer in Freind und Freund denkt disqualifiziert sich gleich selber. Danke.
      28 9 Melden
    • Bombenjunge 24.04.2018 16:53
      Highlight Tja Peter, Du glaubst wohl noch die Pharma will unser Bestes. Wer es jetzt noch nicht begriffen hat wird es nie begreifen oder ist neoliberal.
      8 22 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 17:14
      Highlight Bombenjunge, dann verzichte doch du auf Medikamente und Impfungen, die durch die böse Pharmaindustrie (ja, die wollen auch Geld verdienen) entwickelt wurden. Bereits erhaltener Impfschutz direkt bei dir oder indirekt durch die Gesellschaft darfst du behalten - wir sind ja grosszügig. Was hälst du davon?
      22 7 Melden
  • buenaventura_d 24.04.2018 14:14
    Highlight Einkommensabhängige Prämien -> Problem gelöst.
    16 23 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 16:30
      Highlight Nein, Problem umverteilt. Ob es damit gelöst ist wage ich zu hinterfragen.
      40 5 Melden
    • Katzenseekatze 24.04.2018 19:01
      Highlight Die Höhe der Prämien wäre fair. Mindestens das.
      7 5 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 21:00
      Highlight Katze, warum st das fair? Sollen wir auch Strom, Essen, Wasser, Miete, Haftpflicht, Auto/SBB Abo, etc. Einkommensabhängig verrechnen? Was fair ist und was nicht ist nicht so trivial.
      6 1 Melden
  • Scenario 24.04.2018 14:08
    Highlight Aus meiner Sicht funktioniert es nicht, wenn man nur auf einer Seite ansetzt... Es sind verschiedene Faktoren, die zu steigenden Prämien führen. Da gibt es verschiedene Massnahmen, die ergriffen werden können.

    - Parallelimporte von Medikamenten erlauben
    - Zulassung von neuen Medikamenten & Behandlungsmethoden an EU Richtlinien anpassen
    - Verbot von Prämien jeglicher Art an Versicherungsbroker
    - Kleine Behandlungszentren etablieren, die rund um die Uhr offen sind und die die Spitäler entlasten (-> Bsp. Kanton Zug... wenn mein Hausarzt um 6 zu hat, kann ich nirgends hin, ausser ins Spital...
    22 2 Melden
  • Denk nach 24.04.2018 13:30
    Highlight Weiter muss man die fehlende Transparenz bei Parteien und Politiker bezüglich Wahlkampfspenden anprangern, man weiss nicht wer woher finanziell unterstützt wird... Das macht es auch nicht einfach die richtigen Politiker zu wählen...
    16 3 Melden
  • aglio e olio 24.04.2018 13:21
    Highlight "Allerdings könnten die steigenden Prämien auch einen fatalen Reflex bewirken: Je mehr wir zahlen, umso mehr wollen wir herausholen."

    Naja, ich weiss nicht.
    Jetzt zahl ich schon soviel Prämie, dann will ich aber auch mal so richtig krank sein. Mit superteurer Chemo und allem drum und dran. 🤔
    15 6 Melden
    • Katzenseekatze 24.04.2018 19:02
      Highlight Freue dich nicht zu früh. Ist nicht lustig.
      7 0 Melden
    • aglio e olio 24.04.2018 20:49
      Highlight Freude wollte ich nicht vermitteln. Dafür ist das Thema zu ernst.
      Der Sarkasmus sollte nur die m.M.n. absurde Behauptung, welche ich zitierte, in Frage stellen.
      Für einen Wohnungsbrand könnte ich mich auch nicht erwärmen, trotz Versicherung.
      Sorry, falls das nicht rüberkam.
      5 1 Melden
  • Graustufe Rot 24.04.2018 13:15
    Highlight Meine Vorfahren waren Bauern und Holzschnitzer in den Alpen. Der nächste Doktor war weit entfernt, Auto gabs nicht, Rettungsheli schon gar nicht. Im Winter war man eingeschneit, da musste man sogar die Toten bis zu Schneeschmelze im Keller lagern. ABER: die Menschen hatten unzählige Hausmitteli. Es gab die Kräutermedzin aus dem eigenen Garten! Und heute? Da rennt man halt wegen einem Wespistich in den Notfall.
    13 28 Melden
    • Wilhelm Dingo 24.04.2018 16:57
      Highlight Deine Vorfahren hatten deshalb eine Lebenserwartung von 40 Jahren im Jahre 1850.
      46 6 Melden
    • Mr.President 24.04.2018 21:38
      Highlight Die waren aber glücklichen und Krankheiten wie Depression oder Alzheimer/ Parkinson hab’s nicht ( da man schon vorher ins Gras biss, oder die Rüebli von unten zählte :)
      7 4 Melden
  • Schwalbekönig 24.04.2018 12:59
    Highlight Auch wenn man ein Problem lösen würde, käme das ganze System nicht zu einem Stopp. Innovation und Überalterung werden in Zukunft weiterhin die Kosten in die Höhe treiben. Ich denke daher wird es früher oder später auf eine Rationierung hinauslaufen. Bis es soweit ist, wäre es wünschenswert wenn gewisse Interventionen greifen.
    10 2 Melden
    • IchSageNichts 24.04.2018 21:54
      Highlight Rechne mal 30 Jahre 2% Anstieg pro Jahr und dann 4%.
      2 0 Melden
  • Graustufe Rot 24.04.2018 12:50
    Highlight "Kostenbremse im Gesundheitswesen"? Was nie diskutiert wird sind Kontrollen und Interventionen durch die Krankenkassen. In meiner Familie passiert grad Folgendes: Einem Krebspatienten im Endstadion wird von der Chirurgie im Spital eine Operation nach der andern aufgeschwatzt. Jetzt hat er die Notbremse gezogen und Nein gesagt. Seither bekommt er nur noch Assistenzärzte zu sehen! Da sollte die KK frühzeitig eingreifen und unnötige aber lukrative Operationen zu vermeiden suchen. Aber wie soll das gehen, wenn die Spitäler gezwungen werden, möglichst viel Geld zu verdienen!?
    25 3 Melden
    • Pond 24.04.2018 16:51
      Highlight Ich bin chronisch krank. Der Chefarzt wollte mir das betroffene Organ ersetzen. Ich habe abgelehnt. Seither bekomme ich auch nur noch Assistenzärzte zu sehen und zwar jedes mal einen anderen. Für den Chef war lediglich die sehr aufwändige OP interessant. Leider komme ich so auf keinen grünen Zweig. Jeder Assitenzarzt will sich erst einmal meine Geschichte anhören, schlägt Behandlungen vor, die längst ausprobiert wurden und das wars. Eigentlich reine Geldverschwendung.
      33 1 Melden
    • elk 24.04.2018 16:58
      Highlight Wenn man deine Gedanken weiterspinnt, hat am Ende die Krankenkasse die Entscheidungsgewalt über die Behandlung. Das wäre eine ziemlich dystopische Vorstellung: Sachbearbeiter XY entscheidet aus der Ferne, welche Operation nun zu kostspielig ist und welche nicht und gibt entsprechend sein Einverständnis.
      17 1 Melden
    • Graustufe Rot 25.04.2018 17:45
      Highlight @elk. Verstehe! Ihnen gefällt nicht, was ich geschrieben habe. Deshalb schreiben sie jetzt am Kern meiner Aussage vorbei. Meine Aussage ist: es werden totkranken Patienten Operationen aufgeschwatzt, die sie gar nicht mehr wollen und die keinen Sinn mehr machen! Um auf Druck der Politik möglichst viel Geld zu verdienen! Jemand sollte da intervenieren und einverstanden, es sollte nicht gerade die Büroangestellte in Ausbildung sein! Denn das ist es ja, was Sie zu diesem ernsten Thema zu sagen haben! Mehr fällt Ihnen nicht dazu ein!
      1 3 Melden
  • Gubbe 24.04.2018 12:49
    Highlight Das Bett im Spital kostet 1500-2000 Franken/Tag. Das Zimmer hat breitere Türen, einen Sauerstoffanschluss, einen kleinen Fernseher, Festnetztelefone (wer braucht die) und Nachttischlampen. Ein höhenverstellbares Bett. Ja, sogar ein WC / Lavabo/Dusche. Ein Tischchen und 2 Stühle sollten es auch sein. Auch die Mahlzeiten seien inkludiert. Toll! Ein sehr gutes Hotel kostet auch ab 1000 Fr./Tag. Ein Zimmervergleich erübrigt sich wohl. Wieso sind Spitalplätze so teuer?
    6 20 Melden
    • BoJack 24.04.2018 17:11
      Highlight Hast du auch an das Pflegepersonal gedacht, bzw. die pflegerischen Ressourcen welcher ein Patient in Anspruch nimmt?
      21 0 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 17:20
      Highlight Weil darin auch viel Fachpersonal und eine rund um die Ihr Betreeuung enthalten ist.

      Erwartest vom Hotel und Spital echt die selbe Leistung? Dann lass deine Lungentzündung/ Beinbruch/ Sepsis doch in Zukunft im Hotel deiner Wahl behandeln.👍😎
      28 0 Melden
    • Alnothur 24.04.2018 19:01
      Highlight Unter Anderem wegen den teuren Spitalbetten werden ja auch so viele Behandlungen wie möglich ambulant durchgeführt.
      8 0 Melden
    • Holzkopf 24.04.2018 19:21
      Highlight Die Grossteil der Kosten im stationären Bereich sind immer die Personalkosten. Damit ein Spitalbetrieb funktioniert, braucht es nicht nur Pflege und Ärzte, Hebammen, Physiotherapeuten usw., es braucht auch: Reinigungskräfte, Techniker jeder Art, div. Sekretariate, Empfang/Porte, Personaladministration, Patientenadministration, IT, Sozialarbeiter, Patiententransport, Wäscherei, Zentralsterilisation, Spitalapotheke, Labor, Küche, Abwasch, Gärtnerei, Security...man könnte noch seitenweise hier Berufe aufzählen, ohne die eine Klinik nicht funktionieren würde.
      13 1 Melden
    • Gubbe 25.04.2018 09:04
      Highlight In meinem bevorzugten Spital, Hirslanden Klinik Linde, wird der Betrieb wie in einem Hotel geführt. Dies funktioniert tadellos. Nur patientenrelevante Arbeiten wie Spritzen und Blutdruck, werden vom Fachpersonal ausgeführt. Die meisten von "Holzkopf" aufgezählten Berufe, gibt es in guten Hotels auch.
      1 3 Melden
  • Pond 24.04.2018 12:44
    Highlight Wie gesagt, so lange 90 jährigen noch künstliche Hüftgelenke und Bypässe operiert werden, wird sich nichts ändern. Man sollte ernsthaft darüber nachdenken, die Leistungen im Alter zu deckeln. Den alten Leuten werden zig Behandlungen und OPs angedreht. Sie vertrauen ihren Ärzten blind und lassen einfach machen. Da verdienen sich alle eine goldene Nase dran. Im Ausland ist es teils schon gang und gäbe, dass man gewisse OPs im Alter nicht mehr macht.
    20 5 Melden
    • N. Y. P. 24.04.2018 16:33
      Highlight @Pond, wenn Du 80 bist und einen Herzinfarkt hast, könntest Du schon mal mit gutem Beispiel vorangehen und auf die Bypasse verzichten.
      Nein, im Ernst, das System ist abartig krank. Nur, es ist niemand gewillt, es zu reformieren.
      16 2 Melden
    • Pond 24.04.2018 16:46
      Highlight @N.Y.P arbeitest du im Gesundheitswesen? Hast Du eine Ahnung, was alles für unnötige OPs gemacht werden? Mein Grossvater war 88 Jahre alt und litt unter schwerem Alzheimer. Es war absehbar, dass er nicht mehr allzu lange leben wird und er war schon lange auf 24 Stunden Betreuung angewiesen. Sie wollten ihm tatsächlich noch ein künstliches Hüftgelenk andrehen. Einem alten Menschen, der nicht mehr versteht um was es geht, der das Hüftgelenk nicht mehr lange hätte nutzen können (wenn überhaupt) und der die OP vielleicht gar nicht lange überlegt hätte. Reine Geldmacherei.
      17 4 Melden
    • N. Y. P. 24.04.2018 17:26
      Highlight Ich bin ganz Deiner Meinung. Das war reine Geldmacherei mit dem Hüftgelenk. Und viele andere unnötige Dinge werden gemacht.

      Aber bei den Bypässen wäre ich doch vorsichtig. Die sind doch lebenswichtig, damit die Pumpe optimal funktioniert.
      13 1 Melden
    • Lami23 24.04.2018 18:43
      Highlight Sind sie. Aber ohne ein Hüftgelenk kannst du unter umständen nicht mehr, oder nur mit starken Schmerzen gehen. Das bedeutet gut und gern noch drei Jahre Bettlägrigkeit, was die Lebensqualität doch stark einschränkt. Darum ist das mit der Altergrenze auch so schwierig.
      9 0 Melden
    • äti 24.04.2018 19:31
      Highlight Verstehe ich nicht: da gibt es doch im ' Vorsorge-Vertrag' die "Patientenverfügung" wo man genau das regeln kann und Ärzte entlasten. Macht das denn niemand?
      9 0 Melden
  • Posersalami 24.04.2018 12:42
    Highlight "ein Patentrezept gibt es nicht."

    Richtig, wie für jedes komplexe Problem gibt es nicht DIE Lösung. Darum ist eine Reformation auch so schwer! Es profitieren zu viele Parteien am Status quo. Prämien einsparen heisst in diesem Fall nämlich, Gewinne verkleinern. Mit einem bürgerlichen Parlament wird es das aber nicht geben, darum wird die Leistung zusammen gestrichen werden.
    7 1 Melden
  • N. Y. P. 24.04.2018 12:39
    Highlight 2018 :
    «Wenn wir jetzt nichts Entscheidendes unternehmen, besteht die Gefahr, dass wir unser Gesundheitssystem an die Wand fahren.»

    2019 :
    «Wenn wir jetzt nichts Entscheidendes unternehmen, besteht die Gefahr, dass wir unser Gesundheitssystem an die Wand fahren.»

    2020 :
    «Wenn wir jetzt nichts Entscheidendes unternehmen, besteht die Gefahr, dass wir unser Gesundheitssystem an die Wand fahren.»

    2021 :
    «Wenn wir jetzt nichts Entscheidendes unternehmen,..»

    2022 :
    «Wenn wir jetzt..

    2023 :
    «Wenn..

    Laber, laber und nochmals laber. Ich kann dieses Gewäsch nicht mehr hören..
    20 1 Melden
  • öpfeli 24.04.2018 12:18
    Highlight - wieder vermehrt sich & und dem Körper vertrauen. Man muss nicht gleich zum Arzt rennen
    - Ärzte sollen sich mehr Zeit für genauere Diagnosen nehmen -Bsp: Kollegin hatte Herzmuskelentzündung, war schwach etc, Arzt empfahl ihr mehr Sport & bewusstere Ernährung. Sie machte das. Folge war Koma und etliche Besuche beim Spazialisten. Kosten gewaltig.
    - bewusster Leben, weniger Stress, bessere Ernährung.
    - Psyche & Körper wieder als zusammenhängend betrachten
    - Gesundheit sollte kein Business sein
    8 8 Melden
  • Raphael Stein 24.04.2018 12:12
    Highlight Frau Humbel, dass die Prämien stärker steigen als die Löhne konnten wir selber herausfinden.

    Eigenartigerweise bin ich in Frankreich günstiger versichert und das weltweit und erst noch privat. Die "allgemeine" Geschichte in F entspricht langsam dem Standart von einem 3. Welt Land.

    28 4 Melden
  • sir_kusi 24.04.2018 12:10
    Highlight Ein weiteres oder sogar das grösste Problem ist die Aufteilung der Kompetenz zw. Bund und Kantonen. Bundesgesetzt (KVG, VVG, Tarmed) bestimmen die Preise und Modalitäten auf der Kostenseite. Die Angebote bestimmen aber alleine die einzelnen Kantone (Spitäler, Leistungsvereinbarungen). Das ist auch der Grund, warum eine eidg. Initiative die jene der CVP nur auf der Kostenseite ansetzen kann. Für alles andere müssten in jedem Kanton einzelne Initiativen gemacht werden. Deshalb wäre eine vollkommene Entmachtung der Kantone wohl ein erster (wenn auch sehr radikaler) Schritt.
    108 1 Melden
    • Graustufe Rot 24.04.2018 12:58
      Highlight Es braucht eine gesamtschweizerische Spitalplanung! Doch da steht der Kantönligeist dagegen.
      10 1 Melden
  • NaSkivaL 24.04.2018 12:07
    Highlight Warum nicht noch mal ein Versuch mit einer Initiative zu einer einkommensabhängigen Einheitskasse? Was spricht dagegen?
    Würden die Leute das jetzt immer noch an der Urne abschmettern?
    Oder findet sich niemand, der sich die Arbeit mit der Initiative machen mag?
    65 23 Melden
    • Amboss 24.04.2018 12:30
      Highlight Wieso nicht nochmals eine Initiative zur Einheits-Krankenkasse?
      - Weil es null Einsparung bringt, im Gegenteil, man die erst teuer aufbauen muss.
      - Weil der Grund für die Kostenzunahme nicht bei den KK liegt, sondern bei der bezogenen Leistungen. Und die fallen an, ob sie jetzt via Einheits-KK oder via KK abgerechnet werden.
      - Weil sich die Politik dann wieder Jahrelang um die schwierigen Fragen drückt und statt dessen um etwas diskutiert was keinerlei Einsparung bringt, während dem die Prämien munter steigen.
      -
      10 6 Melden
    • Schwalbekönig 24.04.2018 12:39
      Highlight Die Kosten umverteilen löst keine Probleme. Zudem haben wir mit den Prämienverbilligungen schon heute eine gewisse einkommensabhängige Bezahlung/Umverteilung. Zu guter Letzt ist nicht erwiesen, dass eine Einheitskasse günstiger wäre.
      7 4 Melden
    • Posersalami 24.04.2018 12:43
      Highlight Zuvor müssten sie der Pharmabranche und allen verbandelten Politikern aber verbieten Propaganda zu betreiben. Ansonsten wird wieder massiv Angst gemacht werden wie beim letzten mal. Der Schweizer stellt dann ja jeweils gerne das Denken ein.
      5 6 Melden
    • Pond 24.04.2018 12:55
      Highlight Dann zahlen die Alten, die die meisten Kosten verursachen, einfach am wenigsten. Dann haben wir wieder einen Bereich, in dem die Jungen die Altern finanzieren müssen. Für eine Einheitskasse bin ich jedoch auch. So viel Geld geht für Verwaltungen, Verwaltungsräte, Manager, Werbung und Provisionen drauf.
      7 8 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 17:24
      Highlight Pond, wie viel ist „so viel Geld“ denn genau? Tip: keine 5% der Prämien...
      6 2 Melden
    • RedWing19 24.04.2018 17:54
      Highlight @ Pond: du willst tiefere Verwaltungskosten und plädierst für eine (staatliche) Einheitskasse? Dein ernst? Dann recherchier mal, wie hohe Verwaltungskosten die staatlichen Versicherungen haben.
      7 3 Melden
    • äti 24.04.2018 19:19
      Highlight Rückbauen von bestehenden Profit-Centren ist politisch (verbandelt) und vertraglich aufwändig. Ansonsten denke ich, gute und interessante Lösung.
      0 3 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 20:56
      Highlight äti, selbst im unmöglichen Fall, dass die „Profitcentren“ völlig aufgehoben würden und auch die Nachfolgelösung keinen franken kosten würde, würdest du einmalig gerade 5 Prämienprozent sparen...
      3 0 Melden
    • äti 24.04.2018 23:11
      Highlight Ich denke eher an Risiko-Ausgleich (je grösser, je besser) und weniger Spezialisierung von Kassen (zB auf Junge fokussiert oder wenig Zusatz-Versicherung oder Städtischer Zuschnitt etc). Ist nicht der jährliche Kassenwechsel (wir tun das nicht) eher ein Aufwandtreiber?
      1 1 Melden
    • R. Peter 25.04.2018 06:56
      Highlight Äti, die jährliche Wechselkosten (Werbung, Wechsel-Prämien, Bearbritungslosten) bewegen sich im Promillenereich der Prämien. Natürlich könnte man die Einsparen, die Frage ist zu wechlem Preisen und Folgekosten und ob die Hauptkostentreiber nicht anderswo liegen.

      Ich hab oben eine Frage dazu gestellt aber noch keine seriöse Antwort erhalten.
      1 0 Melden
    • äti 25.04.2018 21:07
      Highlight Peter, es geht weniger um die Wechselkosten, als um die 'Scheinkonkurrenz'. Man will lediglich mit neuen Prämienzahlern das Risiko optimieren. Und diese Verschiebungen lässt man sich sogar etwas kosten, mir sagt das bloss, es muss sich lohnen. Würden die Kassen wirklich zusammen arbeiten (gegen Kostentreiber, mit einheitlichen Verträgen ) würden sie sich auch nicht mehr unterscheiden können. Höchstens noch bei den Zusatzversicherungen. Die wahren Kostentreiber können nur die KK ermitteln, die haben alle Daten dazu.
      0 1 Melden
    • R. Peter 25.04.2018 22:31
      Highlight Äti, die KK unterscheiden sich im KVG nicht und dürfen dort auch keine Gewinne erzielen. Gewinne werden in der VVG gemacht, die ev. bei der gleichen Versicherung wie die KVG abgeschlossen wird. Selbst wenn die Konkurrenz nur Schein wäre (was ich nicht glaube), schüfe sie kaum Mehrkosten.

      Sollten tatsächlich nur die KK alle Daten hätten, sollten wir ohnehin keine weiteren Schritte mrhr jnternfhmen bevor diese nicht öffentlich einsehbar werden. Ich glaube siesind es, ich weiss abef nicht, wo ich diese finde.
      1 0 Melden
    • Amboss 26.04.2018 08:20
      Highlight @äti: Sorry aber da steckt einiger Unsinn drin.
      - Die KK haben dem BAG sehr detailliert Auskunft zu geben. Die Kostentreiber sind exakt bekannt.
      - Aufgabe der KK ist einzig, Prämien einzuziehen und die Leistungen zu bezahlen. Zu definieren, welche Leistungen wie hoch verrechnet werden dürfen ist Sache der Politik, rsp. des BAG.
      Das wär ja echt unmöglich, skandalös wenn da Kassen unkontrolliert irgendwelche Verträge machen würden...

      Das mit der Scheinkonkurrenz und mit dem Kampf um Zusatzversicherungen mag sein. Kann auch ärgerlich sein, aber ist kein Kostentreiber.
      0 0 Melden
  • Clay 24.04.2018 12:03
    Highlight mich würde noch intressieren um wieviel die Kosten angestiegen sind seit die Spitäler privatisiert wurden und diese nun dank den Spitalmanagern Gewinne einfahren müssen.
    Auch was die Apotheken den Krankenkassen verrechnen, wenn ein Patient auf ein Rezept beispielsweise Verbandsmaterial für wenige Franken bezieht.
    51 4 Melden
    • Graustufe Rot 24.04.2018 13:00
      Highlight Die Spitäler müssen auf Teufel komm raus Geld verdienen, weil sie sonst von der "Spitalliste" fliegen und schliessen müssen. Also was passiert? Es werden massenhaft unnötige Operationen gemacht. Und den Aerzten schaut niemand auf die Finger. Die können Leistungen verrechnen, die nie erbracht wurden. Keiner merkts, wird Alles bezahlt.
      9 2 Melden
    • Katzenseekatze 24.04.2018 22:09
      Highlight Selbstbedienungsladen und -Mentalität.
      1 1 Melden
  • Sarkasmusdetektor 24.04.2018 11:35
    Highlight Das Grundproblem ist doch, dass es auch im Gesundheitswesen längst nur noch um Gewinne geht. Die Ärzte wollen möglichst viel verdienen, die Kassen möglichst wenig bezahlen und die Spitäler möglichst viele teure Operationen durchführen. Der Patient ist eigentlich nur ein störender Kostenfaktor.
    125 13 Melden
    • Harri Hirsch 24.04.2018 12:27
      Highlight ...und der Patient hätte gerne die ‚beste‘ , modernste, teuerste Behandlung!
      Schliesslich zählt er ja so viel Prämien, da sollen ‚die‘ auch mal was bezahlen!
      4 1 Melden
    • Katzenseekatze 24.04.2018 18:57
      Highlight Patienten sind ein Geldbring-Faktor ✔️
      2 0 Melden
    • Dan Ka 25.04.2018 07:29
      Highlight Evtl. doppelt da Verbindungsprobleme -> Darum sollte der Rubel für Gesunde fliessen, nicht für Kranke. Bin absoluter Laie in dem Thema und habe nur Mal von diesem Konzept in China gehört. Scheint mir aber spannend als Grundsatz. Wer/Was es schafft zu heilen oder Patienten gesund zu bringen/halten verdient, die Andern gehen leer aus.
      0 0 Melden
    • JoeyOnewood 25.04.2018 07:56
      Highlight Der Gewinn aus dem System ist bei weitem nicht der grösste Kostentreiner. Fake News.
      0 0 Melden
  • sintho 24.04.2018 11:15
    Highlight "Allerdings könnten die steigenden Prämien auch einen fatalen Reflex bewirken: Je mehr wir zahlen, umso mehr wollen wir herausholen."
    Genauso ist es. Es ist ein Teufelskreis, aus dem wie erst herauskommen, wenns knallt..
    45 4 Melden
  • Amboss 24.04.2018 10:54
    Highlight Insgesamt eine sehr treffende Analyse.
    Letzlich kann man es aber auch sagen, wie es ist: Die Gesundheitskosten lassen sich nicht einschränken. Ist schlichtweg unmöglich.
    Denn der medizinische Fortschritt führt dazu, dass sich immer mehr Krankheiten behandeln und therapieren lassen, woran früher die Leute einfach gestorben sind (und ab da an nichts mehr kosteten).

    Letztlich sehe ich nur einen Ausweg: Man definiert eine Grenze (Prozentsatz des Einkommens / Maximalbetrag oder dgl.), bis zu welcher die KK-Prämien vom Prämienbezahler zu bezahlen sind. Was darüber geht bezahlt der Staat.
    36 11 Melden
    • Posersalami 24.04.2018 12:46
      Highlight Unsinn, natürlich kann man die Kosten einschränken.

      Wie wäre es zB., der Pharmaindustrie, Spitälern usw. sagen wir 3/4tel der in der Schweiz erzielten Gewinnen gleich wieder abzuschöpfen? Wieso nicht? Die abgeschöpften Milliarden stecken wir in die Prämienverbilligung.

      Dann kann die Industrie weiter Zillionen Gewinn machen mit teuren Medikamenten und OPs und finanziert damit der untern Hälfte der Schweizer eine günstige Prämie.
      3 4 Melden
    • tagomago 24.04.2018 12:56
      Highlight Oder ab 80 nur noch Morphium sonst nichts
      3 2 Melden
    • Scenario 24.04.2018 14:01
      Highlight @Amboss:
      "Denn der medizinische Fortschritt führt dazu, dass sich immer mehr Krankheiten behandeln und therapieren lassen, woran früher die Leute einfach gestorben sind (und ab da an nichts mehr kosteten)."

      So einfach ist das nicht... Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass man in der Medizin einfach nicht will, dass es günstiger wird... wieso sind Dienstleistungen oder andere Produkte in anderen Branchen aufgrund des technischen Fortschritts immens günstiger geworden und wieso klappt das in der Medizin nicht?
      1 4 Melden
    • Amboss 24.04.2018 16:49
      Highlight @Posersalami: Mit blindem Wettern gegen alle erreicht man in dieser Frage rein gar nichts.

      @Scenario: Wieso es in der Medizin nicht klappt, dass es günstiger wird? Weil auch der Anspruch steigt.
      Etwa in der Art: Hatte jemand Knieprobleme, konnte man früher nichts machen, war er halt mit 70 im Rollstuhl. Kosten: 1 Rollstuhl
      Heute setzt man ein künstliches Kniegelenk ein.
      Kosten: Kniegelenk, Operation, Therapie + 1 Rollstuhl (10 Jahre später).

      So einfach ist das: Ist mehr möglich, wird mehr konsumiert. Und möchte man dies einschränken, hat man Zweiklassenmedizin, was auch niemand will.
      6 0 Melden
    • R. Peter 24.04.2018 18:55
      Highlight poser, wie wärs wenn wir einfach dir sagen wir 3/4 deines Lohnes abschöpfen? Meinen Segen hast du...
      4 0 Melden
  • meine senf 24.04.2018 10:54
    Highlight Ein Beispiel, dass ich erlebte:

    Grösseres, harmloses aber zu überwachendes Muttermal auf dem Rücken. Hautärztin meinte, man könne das entfernen, das sei aber schon eine kleinere Operation. Entsprechend darauf verzichtet.

    15 Jahre später störte es mich doch. Nur wegen Hausarzt-Modell zum Hausarzt gegangen. Der zückte einfach sein Skalpellchen und entfernte das Muttermal ohne weiteren Aufwand, Betäubung oder Schmerzen innerhalb von einer Minute. Sache erledigt, der ganze Termin dauerte 5 Minuten und kostete wohl 50x weniger, als wenn die Hautärztin ihre "Overkill-Operation" abgerechnet hätte.
    109 15 Melden
    • Iambatman 24.04.2018 12:21
      Highlight Nunja, vielleicht liegt das daran, dass beim Dermatologen eine histopathologische Sicherung durchgeführt wird, das ästhetische Resultat garantiert besser ausfällt und bei einer tiefwachsenden Malignität eine korrekte Resektion durchgeführt wird. Sorry, aber nur weil du Glück hattest, heisst das nicht, dass dies immer so ist. Zudem hatte der HA die Zeitachse zum Ausschluss eines Malignoms (keine starke Dynamik im Muttermal --> sehr wahrscheinlich gutartig). Bitte informieren, bevor man sich beklagt. Gewisse medizinische Entscheidungen sind durchaus komplexer, als sie erscheinen.
      17 1 Melden
    • Matti_St 24.04.2018 12:53
      Highlight Ich erlebe genau das Gegenteil. Jahrelange Therapie, dann dich unters Messer.
      Hätte mein damaliger Arzt mich genauer bei einem Spezialisten untersuchen lassen, hätte das ganze einige tausend Franken weniger gekostet.
      11 0 Melden
    • meine senf 24.04.2018 18:04
      Highlight Wahrscheinlich wäre der ideale Weg irgendwo dazwischen gewesen. Der Hausarzt war wohl etwas sehr unbekümmert (ich glaube ich kam nicht einmal dazu, die Geschichte zu erzählen, bevor er sagte, "ah warten Sie mal - das haben wir gleich"), während die Hautärztin es wohl schon auch aus kommerzionellen Interessen grösser machte.

      Eine geringe Wahrscheinlichkeit einer winzigen Narbe auf dem Rücken zu vermeiden würde ich als Luxus, der nicht mehr in die Grundversicherung gehört, bezeichnen. Eine seriöse Abklärung hingegen nicht.
      2 0 Melden
  • Loe 24.04.2018 10:50
    Highlight Für mich fehlt ein ganz wichtiger Punkt: Das Volk, welche sich gegen Gesundheitserziehung (nicht wegen jeder Bagatelle zum Arzt rennen!) wehrt und immer nur das Beste für sich selber will (gleichzeitig aber gegen jeden Anderen, der was Teures bekommt, wettert)!

    es hilft nur wenn man überall ansetzt, und nicht nur an einem Punkt. Sonst können wir's auch gleich lassen und uns auf amerikanische Verhältnisse freuen (noch viel teuerer und wenig effizient)
    33 3 Melden
    • Musikliebhaberin 24.04.2018 13:52
      Highlight Ich gehe auch öfters wegen Dinge zum Arzt, wo ein Arztbesuch unnötig ist. Das Problem ist, dass ich ab einem Tag ein Arztzeugnis abgeben muss. Mein Arzt erzählte, dass sich diese Zahl stark erhöht hat. Gibt es dazu evtl. Zahlen wie viel das kostet?
      13 0 Melden
    • Loe 24.04.2018 19:02
      Highlight Ich kann das ja verstehen, dass dies mit dem Arztzeugnis mühsam ist. Allerdings sollte es bei einem guten Vertrauensverhältnis mit dem Hausarzt doch möglich sein, dass er einem ein Zeugnis für wenige Tage zusenden kann - ich selber kenne das zumindest so. Wäre auf jeden Fall billiger und effizienter (aber halt leider nicht immer möglich).
      Zahlen dazu würde ich auch sehr spannend finden, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es möglich ist, solche zu erheben.
      0 1 Melden
    • Loe 24.04.2018 19:06
      Highlight Ach und noch was: ich selber glaube nicht, dass solche "unnötigen" Arztbesuche wegen einem Zeugnis das System wesentlich teurer machen. Ich sehe das Problem eher darin, dass gefühlt immer mehr Leute eine riesen Diagnostik (Labor, Bildgebung etc) wünschen, was dann wirklich schnell ins Geld gehen kann. (Und Spitäler machen die Diagnostik natürlich auch, weil gibt Geld - ein Rattenschwanz also)
      3 0 Melden
  • Ricco Speutz 24.04.2018 10:49
    Highlight Tja... Wie will man ein System regulieren, was neben der Rüstung die grösste Wirtschaftsmacht ist? Zu viele, die was ändern können verdienen selbst daran.
    Im Gesundheitswesen wird nichts verdient, wenn die Leute gesund sind, ergo muss man ständig neue Grippe-Viren und psychische Störungen "erfinden". Bore-out- Syndrom, Schlafstörungen, ADHS, Burn-Out und was weiss ich alles. Anstatt eine vernünftige Work-Life-Balance, ausgeglichener Lebensstil und für die, die viel "Pfupf" haben anstatt Beruhigungsmittel Sport und Holzhacken... Geht mit dem Kind morgens joggen, bevor es in die Schule geht!
    19 35 Melden
    • Iambatman 24.04.2018 12:25
      Highlight Diese Störungen und Viren werden nicht erfunden, sondern neu umschrieben oder entdeckt. Wenn die Lösung so einfach wäre, wie dem Patienten zu sagen "habe doch eine vernünftige Work-life-balance", dann erklär mir doch, warum solche Störungen zu schweren Depressionen und zum Teil leider Suizid führen? Ricco Speutz, sei froh, dass du keine solchen Probleme hast, aber zeige doch ein wenig Empathie gegenüber Leuten, die solche Probleme haben oder sogar daran sterben - und ein wenig Verständnis, dass solche Krankheiten in einer modernen Gesellschaft nicht bagatellisiert, sondern therapiert werden.
      10 1 Melden
    • FrancoL 24.04.2018 12:37
      Highlight Nun das ist wohl die Sicht eines Menschen der meint gesund zu leben und zur Zeit gesund ist. Nun den Bedarf an Medizin sollte man am Ende des Lebens abchecken, denn ich kenne eine menge Menschen die völlig gesund gelebt haben aber in den letzten 10 bis 15 Jahren ihres Lebens hohe Gesundheitskosten generiert haben.
      Ich glaube auch kaum dass alle Menschen in der läge sind eine "eine vernünftige Work-Life-Balance" zu verfolgen. Wenn ich auf meinen Baustellen mich so umsehe, dann denke ich immer wieder ja wo sollen diese die Balance suchen.
      Aber klar die Riccos die haben da die Lösung.
      5 0 Melden
    • Schwalbekönig 24.04.2018 12:47
      Highlight Die Personen welche unter ADHS leiden sind sicherlich froh zu wissen, dass es ihre Erkrankung gar nicht gibt und jetzt geheilt sind. Habe auch gehört Karottensaft helfe gegen Allerlei!
      8 0 Melden
    • Snowy 24.04.2018 13:25
      Highlight Neben der Rüstung die grösste Wirtschaftsmacht? ?

      In der Schweiz stimmt die Aussage sowieso nicht, aber selbst bei anderen Ländern bin ich skeptisch.
      Quelle?
      0 0 Melden
    • phreko 24.04.2018 14:37
      Highlight Glaube kaum, ADHS und Burn-Outs der grosse Kostentreiber sind. Aber bei dir können damit wohl gleich mehrere Milliarden gespart werden, oder?

      Wusste gar nicht, dass die Grippe eine erfundene Krankheit ist. Sind das alles bloss Simulanten? Auch die die sterben?

      Zu einer Lösung trägt dein Post jedenfalls nicht bei.
      4 0 Melden

Kein Importverbot für Quälpelz: «Die Argumente des Bundesrats sind fast schon pervers»

Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit für ein Importverbot von Pelzen aus tierquälerischer Produktion. In einem Bericht zeigt er sich zufrieden mit der 2013 eingeführten Deklarationspflicht. Für Tierschützer Michael Gehrken von der Alliance Animale ist das ein Ausdruck der «tierfeindlichen Linie» der Regierung. Eine Volksinitiative soll Abhilfe schaffen.

Herr Gehrken, wie bewerten Sie den Bericht des Bundesrats zur Deklarationspflicht und Importen von Pelz?Michale Gehrken: Man musste leider damit rechnen, dass sich der Bundesrat nicht für ein Importverbot von Pelzen aus tierquälerischer Produktion aussprechen würde. Der Bericht liegt auf der tierfeindlichen Linie, die in Bundesbern immer noch vorherrscht, wenn es darum geht, das Tierwohl und wirtschaftliche Partialinteressen gegeneinander abzuwägen. Aber sogar an diesem Massstab …

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