Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Thomas N.: «Es tut mir Leid, was ich da verursacht habe»

Bild: Sibylle Heusser/Keystone

Heute hat der Prozess gegen den mutmasslichen Vierfachmörder Thomas N. begonnen. Vier Tage wird die Verhandlung vorraussichtlich dauern, von der Befragung der Gutachter heute Dienstag bis zur Urteilsverkündung am Freitag. watson ist vor Ort und berichtet an dieser Stelle laufend vom Prozess.

13.03.18, 14:54 13.03.18, 18:47


Ticker: Rupperswil-Prozess (Tag 1)

*Name der Redaktion bekannt

Wie Gewalt- und Sexualtäter verwahrt werden können

Kleine Verwahrung: Wenn eine Tat mit einer psychischen Erkrankung im Zusammenhang steht, kann eine stationäre therapeutische Massnahme ausgesprochen werden. Diese kann jeweils über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren angeordnet und nach deren Ablauf jeweils verlängert werden. Dabei wird die eigentliche Freiheitsstrafe aufgeschoben.

Ordentliche Verwahrung: Wenn ein Gericht eine ordentliche Verwahrung ausspricht, steht die Therapie des Täters nicht mehr im Vordergrund, sondern der Schutz der Bevölkerung. Bei einer ordentlichen Verwahrung muss einmal im Jahr überprüft werden, ob sie noch gerechtfertigt ist.

Lebenslängliche Verwahrung: Seit einer Volksabstimmung 2004 gibt es die lebenslange Verwahrung. Die Absicht: Extrem gefährliche Sexual- und Gewalttäter sollen ihr Leben lang weggesperrt werden können. Nämlich dann, wenn sie dauerhaft als untherapierbar gelten. (fvo)

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

118
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
118Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. 13.03.2018 18:46
    Highlight P.S. Wenn ich zum Beispiel auf einem schön gedeckten Tisch ein Glas umstosse, entschuldige ich mich mit den
    Worten : Es tut mir leid.



    «Es tut mir leid, was ich getan habe.»

    Thomas N. bringt den gleichen Satz für eine andere Begebenheit.

    Nun gut, jeder muss selber wissen, welche Worte wann angebracht sind. Ich finde seine Worte banal.
    21 7 Melden
    • Gringoooo 13.03.2018 22:12
      Highlight Gibt es denn irgendwelche Worte, welche eine Entschuldigung ausdrücken können für solch eine schreckliche Tat?

      Ich weiss es nicht ... Aber ich kenne keine Worte auf der Welt, die mir als Angehörigen (wenn ich einer wäre) helfen würden.

      Muss jeder selbst wissen
      14 1 Melden
    • N. Y. P. 14.03.2018 07:38
      Highlight Ich bin Deiner Meinung. Es gibt keine Worte.

      Als Angehöriger würde ich auf so eine Entschuldigung pfeiffen.

      Als ob es ein Reuebeweis ist, wollen alle immer wissen, ob sich jemand entschuldigt hat.
      6 2 Melden
  • Nosgar 13.03.2018 17:24
    Highlight Den Aussagen nach badet er sich eher in Selbstmitleid, denn in Reue. Die Aussagen beschönigen zudem sein Verhalten. Der hat noch gar nichts gelernt, wenn er denn überhaupt mal was lernen wird. Ich habe aber das Vertrauen in das Gericht, dass es nicht auf diesen Täter reinfällt und ihn korrekt bestraft, so dass er nie wieder irgendwem gefährlich werden kann.
    38 1 Melden
  • Mélisande 13.03.2018 16:59
    Highlight Mich hat bisher immer gestört, dass in den Medien der Fokus so auf den Morden lag.
    Thomas N. ist in erster Linie ein Pädophiler, der es auf Knaben zwischen 11 und 15 abgesehen hatte. Die Morde und der Geldraub waren Neben- oder Folgetaten davon, wenn natürlich auch fatale und schreckliche.
    36 47 Melden
    • Swizzi 13.03.2018 17:48
      Highlight Beim lesen Ihres Kommentars wird mir übel!
      34 32 Melden
  • slick 13.03.2018 16:56
    Highlight Bis in 20 Jahren gibt es vielleicht technische Hilfsmittel, die es einem potenziellen Täter verunmöglichen eine Tat zu begehen? Dann könnte man gefahrlos auf eine Verwahrung verzichten. #blackmirror
    12 28 Melden
    • phreko 13.03.2018 17:34
      Highlight Hast du minority report gesehen? Von wegen "potentielle Täter".
      3 7 Melden
  • Angelle 13.03.2018 16:12
    Highlight Die Möglichkeit zur Therapie ist auch ein Schutz der Bevölkerung. Denn so sehr dies (fast) alle verdrängen wollen sind auch Täter ein Teil dieser Bevölkerung. Und unter den "Richtigen" Umständen kann jeder zum Täter werden (wenn auch käumlichst in so extremem Masse wie hier vorliegt)
    62 25 Melden
    • Swizzi 13.03.2018 17:49
      Highlight Da stehen mir die Haare zu Berge!
      12 38 Melden
    • Hashtag 13.03.2018 18:28
      Highlight Wieso Swizzi?
      7 3 Melden
    • trio 13.03.2018 18:40
      Highlight @Swizzi
      Und wieso?
      6 3 Melden
    • Sophia 14.03.2018 16:38
      Highlight Angelle, dein Kommentar ist einfach nur gut!
      Zu was Menschen, auch keine "potentielle" Täter fähig sind, haben wir doch in unserer jüngsten Geschichte gesehen, wo friedliche Famlienväter Menschen massenweise umbrachten. Wie erschreckend einfach wir zu Hyänen werden können, zeigt auch das Stanford-Prison-Experiment. Wir sollten uns niemals über andere erheben! Ein TV Experiment um Rassismus zeigte auch, wie leicht wir "ausarten". Ein Teilnehmer berichtete: «Das Schlimmste war, dass ich konstatieren musste, dass ich gegen meine persönlichen Werte gehandelt habe.»
      0 0 Melden
  • River 13.03.2018 16:03
    Highlight Thomas N. eine Therapie zu verweigern, ihn lieber wegsperren in ein einsames Loch oder gar die Todesstrafe anzufordern ist nicht im geringsten konstruktiv. Ihn zu therapieren und versuchen zu resozialisieren beinhaltet auch Forschung an dieser Sorte Persönlichkeit. Es bringt immer neue Erkenntnisse um in Zukunft andere Maßnahmen zu ergreifen. Vielleicht auch Früherkennung und eben auch das erkennen von Kausalitäten. Ihn zu nihilieren bringt gar nichts. Nicht für die Zukunft oder für irgendwas. Ihn zu behandeln bringt neue Erkenntnisse.
    104 44 Melden
    • donmadridsista 14.03.2018 00:59
      Highlight was für ein dummer einwand - natürlich ist es unumgänglich verbrechen und die täter soweit möglich zu analysieren um präventiv gegen ähnliche vorgehen zu können : allerdings ist offensichtlich keinerlei interesse des täters vorhanden - irgendetwas zur verhinderung auch nur im ansatz ähnlich gestörter verbrechen zu vermeiden. auf den absurdesten teil deines kommentars ,ihm noch den wunsch - ihn wieder in die gesellschaft integrieren zu versuchen - im sinne einer resozialisierung - ist blanker hohn und derart naiv zu glauben - das ihn sonicht sein einziges gerechtes urteil ereilt -dankdemvolk...
      6 3 Melden
  • flyingdutch18 13.03.2018 15:29
    Highlight In den USA würde so ein Täter je nach Bundesstaat zu lebenslang ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt. Die Frage der Verwahrung würde sich dort nicht stellen. Man kann das amerikanische Strafrecht sonst ablehnen, aber hier würde es die einzig richtige Antwort geben.
    74 115 Melden
    • Sandro Lightwood 13.03.2018 17:20
      Highlight Ja haben auch echt ne tolle Rückfallquote und so.
      23 5 Melden
    • Resistance 13.03.2018 18:28
      Highlight In manche staaten würde es vermutlich die todestrafe geben.
      8 0 Melden
  • nödganz.klar 13.03.2018 15:14
    Highlight Nochmals für alle die es nicht kapieren: Für eine lebenslange Verwahrung muss schlüssig nachgewiesen werden, dass der Täter auch in Zukunft NICHT und NIEMALS therapiert werden kann. Nur, wer weiss, welche Therapiemethoden uns in 20 Jahren zur Verfügung stehen? Niemand, genau. Vielleicht kann dann so ein Verhalten/Pädophilie, im Gehirn selber gezielt eliminiert werden. Deswegen reicht die ordentliche Verwahrung, er wird wohl eher nicht in absehbarer Zukunft frei sein.
    109 30 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 13.03.2018 15:46
      Highlight Ich will ja jetzt nicht spitzfindig werden, aber die lebenslange Verwahrung lässt die von dir erwähnte Hintertür offen. Es geht um die untherapierbarkeit nach heutigem Forschungsstand.
      53 8 Melden
    • huck 13.03.2018 17:01
      Highlight "Wohl eher in absehbarer Zukunft"
      Merkst Du selber, oder?
      8 7 Melden
    • Sven Leutenegger 13.03.2018 19:06
      Highlight Mir eigentlich egal ob es "heilbahr" ist oder nicht. Ich finde nicht dass so ein Mensch es verdient hat eine 2. Chance zu erhalten. Ein Bekannter von mir kannte diese Familie gut. So jemanden freizulassen wäre einfach nicht gerecht.
      20 5 Melden
    • nödganz.klar 13.03.2018 20:07
      Highlight @huck

      Was soll ich merken? Übrigens hast du mich falsch zitiert.
      5 3 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 13.03.2018 21:39
      Highlight Silent:
      Der Status von lebenslänglich verwahrten Straftätern wird mit Inkrafttreten der Gesetzesänderung nicht mehr regelmässig überprüft. Zu einer Überprüfung kommt es erst, wenn ein mehrstufiges Verfahrens dafür spricht: Eine Fachkommission muss entscheiden, ob neue wissenschaftliche Erkenntnisse eine Besserung durch Therapie des Täters erwarten lassen. Erst dann kann eine entsprechende Behandlung erfolgen und falls diese erfolgreich ist, kann ein Gericht die Verwahrung in eine gewöhnliche Verwahrung oder eine stationäre Behandlung umwandeln.
      https://www.humanrights.ch/
      4 1 Melden
    • huck 13.03.2018 22:08
      Highlight Es geht mir nicht um das Wort "nicht", das ich nicht zitiert habe, sondern um die Worte "wohl eher" und "in absehbarer Zukunft".
      Das genügt mir in keiner Art und Weise, das müsste meiner Meinung nach heissen: "ganz sicher wird er nie mehr frei sein".
      4 0 Melden
  • Ms. Song 13.03.2018 15:03
    Highlight Ich kann mir das gar nicht mehr durchlesen. Über den Fall, grob den Prozess und das Urteil zu berichten ist absolut legitim. Alles in so einer Detailliertheit zu tickern geht mit persönlich zu weit. Sorry, aber das grenzt für mich an Voyeurismus. Für den unbeteiligten Leser beinhaltet dies ja keine relevanten Infos. Die wenigstens von uns haben die fachliche Fähigkeit das ganze zu beurteilen. Und alles andere ist Zurschaustellung der Tat, der Opfer und des Täters zur Unterhaltung des Pöbels.
    111 64 Melden
    • Theor 13.03.2018 16:59
      Highlight Ich sehe durchaus Vorteile einer so nahen Berichterstattung. Erstens interessiert es mich als Jurist selber. Da praktisch nur Medienvertreter zur Verhandlung zugelassen wurden, bekomme ich so immerhin auch was mit.

      Für den Normalbürger bringt die Berichterstattung zweierlei: Erstens sehen sie die Nutzlosigkeit der Verwahrungsinitiative und zweitens sehen sie, woran und vor allem an welchen Akteuren es scheitert, nämlich an mutlosen Gerichtsgutachtern. Die "Kuscheljustiz" ost eben doch nicht immer der Bösewicht. Wir können uns auch nicht über Fachexpertisen hinwegsetzen, auch wenn wir wollten.
      59 8 Melden
  • Gar Manarnar 13.03.2018 14:37
    Highlight Wieso klammern sich hier alle an diese Verwahrung? Der Typ kommt auch so kaum mehr frei.

    Man könnte meinen das Gericht kann nur zwischen lebenslanger Verwahrung und Freilassung entscheiden.
    123 8 Melden
    • Tattooo 13.03.2018 23:09
      Highlight Das "kaum" lässt die möglichkeit offen. ...
      5 1 Melden
    • Gar Manarnar 14.03.2018 08:11
      Highlight Ja, aber das "kaum" = wenn er zu alt oder zu krank ist, um noch was anzustellen.
      0 2 Melden
  • Walser 13.03.2018 12:51
    Highlight Ihr könnt aufhören zu spekulieren. Der Mörder wird niemals lebenslang verwahrt. Dies aus dem einfachen Grund dass die Richter und auch die Experten von Anfang an der Initiative diesen Ermessensspielraum wollten aber nicht bekamen. Nun erklären sieeinfach alle als therapierbar. Und das Volk wird jedem dieser Monster irgendwann wieder ausgesetzt sein.
    43 142 Melden
  • meliert 13.03.2018 12:46
    Highlight Thomas N. darf nicht mehr in unsere Gesellschaft, er ist schlicht zu gefährlich.
    97 40 Melden
    • phreko 13.03.2018 17:37
      Highlight jetzt: Ja.

      In 50 Jahren: Wer weiss? Du?
      24 11 Melden
  • Roland Bach 13.03.2018 12:38
    Highlight Unsere Psychologen/Psychiater sind ja der Meinung das man alles und jeden therapieren kann, die machen es den Verurteilten nur noch einfacher sie an der Nase herum zu führen, und unseren Richtern ist es wichtiger nicht als Hardliner darzustehen, als die Bevölkerung vor schwerstkriminellen zu schützen, indem man sie verwahrt.
    42 96 Melden
  • Christian Künzi 13.03.2018 12:29
    Highlight Das Wichtigste ist der Schutz der Bevölkerung - dagegen ist die "Therapie - Möglichkeit" egal!
    50 41 Melden
  • estelle_pink 13.03.2018 12:27
    Highlight Hmmmm
    Gutachter 1: IQ liegt bei 105
    Gutachter 2: An der Intelligenz liegt es nicht, die ist überdurchschnittlich

    Haben die mit demselben Typen gesprochen?
    33 56 Melden
    • pazüsen 13.03.2018 14:55
      Highlight Naja, gemäss Definition ist ein IQ von 100 Durchschnitt. 105 sind also leicht überdurchschnittlich.
      64 6 Melden
    • Pafeld 13.03.2018 15:30
      Highlight IQ von 100 entspricht per Definition dem Bevölkerungsdurchschnitt. Ein IQ von 108 ist also über der Streuung und somit überdurchschnittlich.
      22 4 Melden
    • estelle_pink 13.03.2018 15:36
      Highlight Auch wenn der Durchschnitt bei 100 liegt, wird erst ein IQ ab 115 als "überdurchschnittlich" bezeichnet. Bis 114 nennt man es "hohes Niveau im Normalbereich"

      Narzisstische Menschen wirken oft intelligenter, als sie tatsächlich sind.



      46 6 Melden
    • Hr. Döpfel 13.03.2018 16:52
      Highlight Und Licht ist schneller als Schall. Deshalb wirken manche Menschen intelligent, bis sie zu reden anfangen.
      27 1 Melden
  • Nausicaä 13.03.2018 12:20
    Highlight 'unglaubliches Durchhaltevermögen'? Wurde das wirklich so gesagt oder falsch gehört? Im Bezug auf seine Studien? Er hat ja keine seiner Studien abgeschlossen.
    Und dann kommt gleich was mit 'extremer Perfektionismus', was doch ein komplett anderer Schuh ist? Häh? Könnte mich ein Fachmann / Fachmännin aufklären?
    48 2 Melden
    • lilie 13.03.2018 14:50
      Highlight Das Durchhaltevermögen bezog sich auf den Job als Juniorentrainer und auf das Studium (wird aber nicht ausgeführt, was genau der Gutachter damit meinte).

      Der Perfektionismus ist tatsächlich ein anderer Schuh, das ist vielleicht vom Journalisten etwas unglücklich geschrieben.

      Einen gewissen Zusammenhang gibt es aber doch: Menschen mit zwanghaften Zügen (denen der Perfektionismus zugeschrieben wird) sind oft eben auch sehr ehrgeizig und verfolgen ein Ziel hartnäckig.
      33 0 Melden
    • Nausicaä 13.03.2018 15:27
      Highlight Das mit dem Job als Juniorentrainer kann ja sein, aber in Bezug auf das Studium? Er hat ja keines durchgezogen, das ist für mich das Gegenteil von 'unglaubliches Durchhaltevermögen'.
      Aber vielleicht meint er ja, dass er vom Plan, ein Studium durchzuziehen, jahrelang nie abliess und immer mal wieder etwas dafür unternahm.
      'Unglaubliches Durchhaltevermögen' ist trotzdem die völlig falsche Bezeichnung, mMn.

      Beim Rest stimme ich dir zu.

      23 1 Melden
    • lilie 14.03.2018 13:56
      Highlight @Nausicäa: Es ist wirklich nicht ganz nachvollziehbar. Das einzige, was mir dazu einfällt, ist, dass er sich an fünf verschiedenen Studiengängen versuchte (und offenbar immer scheiterte, warum weiss ich jetzt auch nicht). Auch jetzt überlegt er, einen weiteren Studiengang zu beginnen (Wirtschaft).

      Ich weiss nicht, wie man dem sagen sollte, aber es ist zumindest sehr auffällig, dass er es immer wieder versucht, trotz Misserfolg.

      Das kann man positiv sehen (als Hartnäckigkeit o.Ä.), aber auch evt. eine gewisse Zwanghaftigkeit, vielleicht sogar Unbelehrbarkeit darin erkennen.
      3 0 Melden
  • lilie 13.03.2018 12:03
    Highlight Die Unterschiede der Gutachter, ob es sich um eine narzisstische Störung oder nur um narzisstische Züge handelt, ist irrelevant. Wesentlich ist, ob die Gutachter beide zum Schluss kommen, ob er therapierbar ist. Das andere sind geringfügige Differenzen in der Beurteilung der Gesamtstörung, welche sich nur unwesentlich auf das Urteil auswirken sollten.
    47 5 Melden
  • Madison Pierce 13.03.2018 11:54
    Highlight Wir müssen uns schon die Frage stellen, ob wirklich jeder Straftäter eine zweite Chance verdient hat, oder ob es Verbrechen gibt, für die man wirklich lebenslang ins Gefängnis gehört.

    Man soll es nicht machen wie die USA mit langen Haftstrafen und fehlender Resozialisierung.

    Zweite Chance nach Raserunfall? Ja. Nach Totschlag von Frau im Suff? Ja, nach Therapie. Aber nach geplantem, sadistischem fünffachen Mord? Meiner Meinung nach nein.

    Nicht nur weil der Staat extrem viel Geld sparte, sondern weil es mir ungerecht erschiene, wenn so ein Täter wieder frei rumlaufen dürfte.
    89 30 Melden
    • dickmo 13.03.2018 12:05
      Highlight @Madison Pierce: Staat spart nicht unbedingt. Lebenslanger Vollzug ist ziemlich teuer. Therapie lohnt sich bei Tätern bis 25 Jahre immer. Selbst wenn jeder zweite Rückfällig wird, ist es insgesamt günstiger, als alle bis ans Lebensende zu inhaftieren. Weitere Faustregel: Reduktion der Rückfallrate einer Gefängnisbevölkerung um 2 Prozent holt alle Therapiekosten wieder rein. Siehe auch: https://www.derbund.ch/zuerich/region/So-viel-darf-ein-Carlos-kosten/story/31214332
      69 38 Melden
    • Eric Lang 13.03.2018 12:09
      Highlight Habe ich etwas verpasst?!?
      Wer war den das fünfte Mordopfer?
      Bei aller Aufregung, sollten wir doch bitten bei der Wahrheit bleiben.
      61 15 Melden
    • Dinolino 13.03.2018 12:16
      Highlight Seit das Vorgehen der Tat detailliert beleuchtet wurde, bin ich der Meinung dieses Monster hat jeglichen Anspruch auf Therapie/Resozialisierung verwirkt. Ich schäme mich auch Mensch zu sein. Dies inmitten unserer Gesellschaft in der Schweiz schockiert mich zutiefst. Hier sollte es nicht um Geld gehen. Der Vergleich Carlos zu diesem Monster ist empathielos gegenüber allen Opfern beider Verbrecher.

      32 40 Melden
    • Roland Bach 13.03.2018 12:46
      Highlight Dickmo, was interessiert uns das Geld, solche Menschen dürfen nie wieder unter Leute, der hat eiskalt den mord von 4 Menschen geplant und durchgeführt, was um himmels willen muss passieren damit unsere Gutachter und Justiz einsehen das nicht alle Menschen resozialisiert werden können? Brauchen wir einen 20-Fachen Mord mit anschliessender Massenvergewaltigung?
      55 24 Melden
    • meliert 13.03.2018 12:49
      Highlight @dickmo: günstiger! was ist wenn Thomas N. in 35 Jahren bestialisch Ihre Frau Sohn/Enkel umbringt, sind Sie dann immer noch der gleichen Meinung?
      41 40 Melden
    • Eskimo 13.03.2018 12:50
      Highlight @Dickmo
      Selbst wenn jeder 2. Rückfällig wird lohnt sich die Therapie....?
      Was ist mit den Opfern des Rückfälligen? Sind die egal?
      Therapie lohnt sich schon. Aber nur für die Therapeuten!
      48 24 Melden
    • dickmo 13.03.2018 13:31
      Highlight @Abbaio: In der Theorie ist das so, ja. In der Realität eher nicht. Kaum ein Strafvollzugskonkordat hebt 59er auf, kaum ein Strafvollzugsamt bewilligt noch Ausgänge für Verwahrte, geschweige denn Entlassungen auf Bewährung. In Zürich seit Brun nicht mehr, im Aargau seit Lucy nicht mehr. Und Umdenken und Professionalisierung im Umgang mit gefährlichen Sexual- und Gewaltstraftätern haben nach den Fällen Adeline und Marie auch im Sorgenkind Westschweiz Einzug gehalten.
      47 2 Melden
    • Madison Pierce 13.03.2018 14:48
      Highlight @dickmo: Danke für den Link, sehr interessant!

      Zwei Anmerkungen:

      - Die Fälle sind nicht ganz vergleichbar: "Carlos" muss so oder so wieder entlassen werden und könnte weitere (kostenintensive) Taten begehen. Beim aktuellen Fall steht "lebenslange Haft" gegen "Therapie und evtl. spätere Freilassung".

      - Die volkswirtschaftlichen Kosten für Alarmanlagen etc. einzuberechnen ist schwierig, wenn man einen Einzelfall betrachtet.

      Aber ja, 50 Jahre Haft à 250 Fr./Tag sind teurer als 15 Jahre Therapie à 600 Fr./Tag. Du hast mich zum Rechnen animiert, hätte gedacht das Gegenteil vermutet.
      10 1 Melden
  • Saubihun 13.03.2018 11:09
    Highlight Vollkommen irrelevant, ob Thomas N. therapierbar ist oder nicht. Wir alle, als Teil der öffentlichen Gesellschaft fühlen uns bedroht und wollen ihn nicht mehr in unserer Mitte. Was ist uns schlussendlich wichtiger: Individuelle Rechte eines Schwerstverbrecher oder der Ruf nach Schutz unserer Gesellschaft vor solch' extremer Gewalttäter?
    347 139 Melden
    • Radesch 13.03.2018 11:22
      Highlight @Saubihun

      Urteile werden nicht danach gefällt, was du, ich oder die Gesellschaft will. Ja die Gerichte will. Wir haben diese Kompetenzen bewusst an Gerichte abgegeben. Auch in einem solch grausamen und unverständlichen Fall gelten die Gesetze. Auch diese abscheuliche Tat wurde durch einen Menschen begangen und deswegen hat dieser auch Menschenrechte.

      Und selbst wenn die lebenslange Verwahrung nicht ausgesprochen wird, kommt er nicht wieder raus. Die Hürden für eine Freilassung sind auch bei einer ordentlichen oder einer kleinen Verwahrung so hoch, dass er wahrscheinlich nie mehr rauskommt.
      121 19 Melden
    • Rumpelstilzchen 13.03.2018 11:33
      Highlight Die individuellen Rechte jedes Individuums. Nennt sich Rechtsstaat. Aber lasst den Schauprozess beginnen.
      74 10 Melden
    • Ms. Song 13.03.2018 11:36
      Highlight Wie würdest du den Fall sehen, wenn der Täter z.B. dein Bruder wäre? Ein Mensch besteht nicht nur aus seiner Tat und Schuld. Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem die Menschenrechte gewahrt werden. Lebenslange Haftstrafen sind nur so lange gut, wie die Richter deine Meinung vertreten und nach deiner Moral urteilen. Schau mal in den Staaten, wie viele Leute da für vergleichbar geringe Verbrechen ewig sitzen. Wir sollten nicht auf den Zug aufspringen.
      71 73 Melden
    • Platon 13.03.2018 12:47
      Highlight @Saubihun
      Zum Glück ist es völlig irrelevant was du denkst!
      46 10 Melden
    • Theor 13.03.2018 12:48
      Highlight @Pond

      Solche theoretischen Fragen sind völlig irrelevant. Das Gericht ist der Absoluten Objektivität verpflichtet. Wenn einer der Beteiligten persönlich in den Fall involviert wäre, müsste er in den Ausstand treten.
      39 2 Melden
    • Ms. Song 13.03.2018 13:44
      Highlight @Theor es geht auch nicht um den Richter oder Gutachter, sondern um Saubihun. Ich frage ihn, ob er immer noch so extrem urteilen würde, wenn der Täter nicht nur das "Monter aus den Medien", sondern ein Angehöriger, ein vollständiger Mensch wäre. Es geht mir darum, dass die Leute versuchen den Täter als Mensch zu sehen. Ein Mensch mit einem Recht darauf, dass die Gerichte nach geltenden Gesetzen und nicht aus Rache urteilen. Das ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft.
      40 6 Melden
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 13.03.2018 14:44
      Highlight Die (Justiz) lassen ihn eh nicht mehr raus.
      7 4 Melden
    • kiv314 13.03.2018 15:10
      Highlight Jeder hat das Recht fair behandelt zu werden. Ob jemand wieder Frei kommt entscheidet die Justiz und das ist gut so.
      15 7 Melden
    • trio 13.03.2018 18:54
      Highlight Etwas weiterdenken bitte.
      Er war sich ja schon vorher bewusst, das seine Neigung nicht normal ist, sich aber aus Angst und Scham nicht therapieren liess.
      Ob wir wollen oder nicht, es hat noch viele Pädophile mehr in der Schweiz, ein wahrscheinlich grosser Teil ist unauffällig. Das Ziel ist es doch, eben genau diese zu einer Therapie zu bewegen, BEVOR etwas passiert.
      So wie Sie das erläutern ist es ja egal, sobald jemand zur Therapie geht müsste er lebenslang eingesperrt werden. Die Frage ob therapierbar oder nicht stellt sich ja nicht.
      Geht also irgendwie nicht auf!
      2 3 Melden
  • N. Y. P. 13.03.2018 11:05
    Highlight Der Täter wird umfassend abgeklärt, befragt, betreut, dann im Bau jahrelang therapiert, begleitet und darauf vorbereitet, wieder geläutert in die Zivilisation entlassen zu werden.
    Es wird den Staat ein paar Millionen kosten.
    Das ist eine Feststellung.

    Weiss jemand wie die Hilfestellung
    des Staates auf der Opferseite
    aussieht ?
    430 61 Melden
    • ARoq 13.03.2018 11:19
      Highlight Die Opfer haben die selben Rechte wie der Täter.
      Worauf willst du hinaus?
      26 84 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 13.03.2018 11:19
      Highlight Relativ dürftig. Es können Leistungen gemäss OHG (Opferhilfegesetz) geltend gemacht werden. Evtl. eine Genugtuungsleistung an nahe Angehörige. Der Betrag ist allerdings nicht sehr hoch und ein Rückforderungsrecht gegenüber dem Täter in gleicher Höhe geht auf den Kanton über: Das bedeutet, dass unter Umständen die weitergehenden Zivilforderungen gegen den Täter hinter dem Anspruch des Kantons zurücktreten. Falls die finanziellen Verhältnisse des Täters knapp bemessen sind, kann das dazu führen, das die Angehörigen des Opfers ihre Zivilforderungen nicht geltend machen.
      55 2 Melden
    • satyros 13.03.2018 11:22
      Highlight Ja, das Opferhilfegesetz sieht Unterstützung vor. Dies vor allem für den Fall, dass der Täter, der ja eigentlich dafür aufkommen müsste, nicht zahlen kann, bzw. die Kosten bei ihm nicht eingetrieben werden können. Neben einer Genugtuung für die Opfer und ihre Angehörigen ist explizit vorgesehen, dass der Staat für die Anwaltskosten im gesamten Verfahren aufkommt und für die Psychotherapie- und medizinischen Kosten. Es kann auch weiterer Schadenersatz geltend gemacht werden. Daneben gibt es noch staatlich finanzierte Opferhilfeberatungsstellen, die Opfer und Angehörige unterstützen.
      54 2 Melden
    • N. Y. P. 13.03.2018 11:38
      Highlight @olmabrotwurschtmitbürli
      @satyros

      Danke für die sachlichen Antworten.

      @ARoq
      Ich frage, wie die Hilfestellung für die Opferseite aussieht. Und habe zwei sachliche Antworten erhalten.
      Punkt.
      Weil ich mich für die Opfer interessiere, witterst Du Polemik.
      57 5 Melden
    • ARoq 13.03.2018 12:55
      Highlight @N.Y.P.
      Die Polemik in deiner Frage ist offensichtlich. Wenn es dir um die Opfer ginge, hättest du den ganzen ersten Abschnitt deines Kommentars ersparen können.
      28 21 Melden
    • mogad 13.03.2018 13:22
      Highlight Auch wenn ich mich wiederhole: Wozu mit Riesenaufwand die Schuld abklären wenn keine Sühne folgt, oder eine ungenügende, sodass das Gerechtigkeitsgefühl der Meisten verletzt wird? Sühne ist mMn die Voraussetzung für die Re-Integration in die Gesellschaft und nicht die Phsychotherapie allein. Die Strafe gleicht das Unrecht aus. Wie stehen denn die Waagschalen der Justizia?
      10 27 Melden
    • N. Y. P. 13.03.2018 13:30
      Highlight @ARoq

      Bin nicht ganz Deiner Meinung.

      Ich wollte die Kosten bewusst einander gegenüberstellen. Deshalb Feststellung der Kosten beim Täter und noch die Frage, was auf der Opferseite finanziell passiert/ansteht.

      Kann sein, dass diese simple Gegenüberstellung als polemisch empfunden wird.
      12 4 Melden
    • Kayenta 13.03.2018 15:02
      Highlight Für die Opfer wird denkbar wenig bis gar nichts getan. Der junge Mann, der von Carlos derart zusammengeschlagen wurde, so dass er sein Leben lang behindert ist, bekommt nichts. Carlos wurde therapiert , mit 24-Stunden-Betreuung und einer eigenen Wohnung, hat Thai-Box-Lektionen besuchen dürfen, etc. etc. Von den hochbezahlten Therapeuten hat sich sich keiner einen Deut um das Opfer geschert und keiner hat die Verantwortung für die gescheiterte sogenannte Therapie für CHF 30 000.00 im Monat übernommen. Das Opfer geht den sog. Therapeuten – mit Verlaub – am A. vorbei.
      21 10 Melden
    • kiv314 13.03.2018 15:08
      Highlight Careteams die sich um die Opfer kümmern und sonst nicht besondeners. Vlt Schmerzensgeld und Kosten für Anwalt etc.
      7 0 Melden
    • lilie 13.03.2018 15:16
      Highlight Ich habe folgenden ausführlichen Artikel über das Opferhilfegesetzt gefunden. Es beschreibt, wer Anrecht auf Opferhilfe hat, wohin man sich wenden kann und welche Unterstützung man erearten darf (Beratung, juristische, therapeutische und finanzielle Hilfe):

      https://www.beobachter.ch/gesetze-recht/opferhilfe-die-unterstutzung-danach

      Ich denke, ein wesentlicher Anteil ist, dass die "Behandlung" der Täter in den Medien ausführlich beschrieben wird, während man aus Personenschutzgründen nur wenig über die Betreuubg der Opfer erfährt.

      Und das ist sicher richtig so.
      15 1 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 13.03.2018 15:48
      Highlight Das Problem ist, dass Opfer von Gewaltverbrechen (oder Angehörige) auf einem Grossteil des (finanziellen) Schadens sitzenbleiben, wenn der Täter nicht finanziell sehr gutgestellt ist. Z.B. wenn ein finanzieller Versorger (Eltern, Ehegatten etc.) stirbt oder arbeitsunfähig wird oder wenn die Straftat zur Pflegebedürftigkeit führt. Da reichen die Leistungen der Opferhilfe nirgends hin.

      Anders bei einem Verkehrsunfall, da ist immerhin in der Regel eine Motorfahrzeughaftpflichtversicherung greifbar.

      Mit den Kosten des Strafvollzuges würde ich das aber nicht vermengen.
      7 0 Melden
    • ChiefJustice 13.03.2018 16:14
      Highlight Kannst Du im Opferhilfegesetz (OHG) sowie in der Strafprozessordnung nachschauen. Der Opferschutz ist hierzulande - entgegen der landläufigen Meinung - ziemlich ausgebaut.
      5 1 Melden
    • N. Y. P. 13.03.2018 16:26
      Highlight @olmabrotwurschtmitbürli
      Das ist einfach traurig. Sollte es so sein, dass die Unterstützung nirgends hinreicht.

      @Lilie
      Das ist eine interessante Begründung, wieso man vielfach das Gefühl hat, es werde immer sehr viel für die Täter getan.
      8 0 Melden
    • satyros 13.03.2018 16:27
      Highlight Für den Versorgeschaden und für dauernde Invalidität gibt's zusätzlich noch die Unfallversicherung, die Pensionskassen und AHV/IV. Natürlich kann man im Opferhilfebereich noch mehr machen. Aber die Darstellung, dass Opfer von Straftaten einfach so im Stich gelassen werden, stimmt nicht.
      7 1 Melden
    • satyros 13.03.2018 16:29
      Highlight Noch ein Wort zur Behandlung der Täter und deren Kosten: Das ist ja im Grunde genommen auch Opferschutz. Man versucht - und das häufig erfolgreich - künftige Taten zu verhindern.
      10 2 Melden
    • N. Y. P. 13.03.2018 18:19
      Highlight @lilie

      Danke für den Link.

      Das war eine umfassende Information öber die Opferhilfe.

      Die Soforthilfe finde ich sehr nützlich. Wenn Du zum Beipiel sofort eine Unterkunft brauchst.

      Die Leistungen der Opferhilfestellen können medizinischer, psychologischer, sozialer, materieller oder juristischer Art sein. Sehr umfassend also.
      3 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 13.03.2018 19:50
      Highlight @satyros

      Ich möchte Ihnen nicht widersprechen, dass es weitere soziale Auffangnetze gibt.

      Aber gerade bei Gewaltopfern gibt es auch Lücken. Beispielsweise, wenn ein Kind betroffen ist.

      Damit will ich nicht davon ablenken, dass der Staat dank dem OHG immerhin etwas leistet, auch wenn der Schaden allein durch den Straftäter zu verantworten ist.

      3 1 Melden
    • satyros 14.03.2018 08:20
      Highlight @olmabrotwurschtmitbürli: Ich will auch nicht behaupten, dass die Opferhilfe in der Schweiz lückenlos ist. So finde ich es stossend, dass Schadenersatzansprüche ausserhalb der längerfristigen Hilfe nur bis max. 100'000.- gedeckt sind. Gerade bei schweren Gewaltverbrechen, die eine dauernde Invalidität zur Folge haben, können so Deckungslücken entstehen. Dies vor allem auch, da die Unfallversicherer eine harte Praxis haben, was durch sie gedeckt wird und was als "Luxusausgabe" in die "Selbstverantwortung" der Versicherten falle.
      3 0 Melden
    • Sophia 14.03.2018 16:06
      Highlight Mein Gott, N:Y:P, das alles geschieht doch nicht des Täters wegen, sondern für uns alle! Willst du den Mann denn einfach laufen lassen um Geld zu sparen? Dein Frage finde ich echt doof!
      0 0 Melden
    • N. Y. P. 14.03.2018 21:17
      Highlight Sophia,
      über 400 User finden meine Frage nicht doof.
      Lies die Folgekommentare. Da findest Du reichlich Antworten.
      0 0 Melden
  • Scaros_2 13.03.2018 10:58
    Highlight @Watson

    Wie und was führt zur definition therapierbar oder untherapierbar. Kann das mal jemand erläutern? Wie kommen psychologen dazu das man einem Menschen noch helfen kann oder nicht? Als Laie auf dem Feld ist das verflucht schwer dies zu differenzieren finde ich
    37 0 Melden
    • dickmo 13.03.2018 11:20
      Highlight @Scaros_2: Gutachter müssen beurteilen, ob ein Täter mittels Therapie sein Rückfallrisiko soweit reduzieren kann, dass er keine Gefahr mehr darstellt. Urbaniok machte das nach seiner Check-Liste Fortress, Knecht nach eher neuropsychiatrischem Ansatz. Dass jemand komplett untherapierbar sei, sagt eigentlich kein Gutachter direkt. Aber Urbaniok kann auf seiner Checkliste so niedrige Erfolgschancen errechnen, dass es implizit "untherapierbar" heisst. Und Knecht sagte im Fall von Markus Wenger, dass bei ihm der altersbedingte Testosteronrückgang effektiver sei als jede Therapie = untherapierbar.
      42 1 Melden
    • Scaros_2 13.03.2018 11:24
      Highlight Klingt komplex - Aber ich frage mich schon ob sich das Lohnt, einem Menschen der solche Verbrechen begangen hat die Zeit zu widmen, den Versuch zu starten zu Therapieren, unmengen von Geld auszugeben und nie zu wissen ob es Erfolg hat.

      Vielleicht bin ich da zu hart aber in meinen Augen hat es ein Mensch nicht verdient.

      Human wegsperren und Ende.
      45 24 Melden
    • dickmo 13.03.2018 11:29
      Highlight @Scaros_2: Es sind verschiedene normative Dienstleistungen des Rechtsstaates gegeneinander abzuwägen, die ein ich würde mal sagen vierdimensionales Spannungsfeld öffnen: 1. Sühne für die Opfer und Hinterbliebenen 2. Strafe für den Täter 3. Wiedereingliederung von Straftätern (meistens günstiger als wegsperren, besonders bei jungen Straftätern) 4. Verhältnismässigkeit. 5. Schutz der Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern.
      44 2 Melden
    • dickmo 13.03.2018 11:37
      Highlight @dickmo: Sorry. Fünf Eckpunkte sind es geworden.
      21 0 Melden
    • Gringoooo 13.03.2018 11:43
      Highlight Analogie zu körperlichen Krankheiten;
      Es gibt Krankheiten die sind mit guten Erfolgsaussichten Heilbar (Beinbruch, Grippe etc.). Es gibt aber auch unheilbare Krankheiten, bei welchen man höchstens die Sympthome mildern kann oder den Ausbruch zu verhindern/ verzögern (HIV/AIDS).
      Dabei kann die Wissenschaft jedoch immer Fortschritte machen - es gibt also kein absolutes Urteil.

      Bei den psychischen Störungen ist es ähnlich (aber nicht gleich).
      Pädophilie ist zwar unheilbar, kann eventuell aber "unterdrückt" werden. Dabei kommt es aber auf die Person an (Therapierbarkeit - quasi Heilungschance)
      24 2 Melden
  • Unchruut 13.03.2018 10:40
    Highlight Gilt Pädophilie generell als nicht heilbar? Oder was wird hier überhaupt mit heilbar gemeint? Wäre ‚geheilt‘, wenn der pädophile Mensch nicht zum Täter wird? Oder wenn er gar nicht mehr diese Neigung verspürt?
    152 8 Melden
    • p4trick 13.03.2018 10:55
      Highlight Ist Pädophilie nicht eine Neigung wie Hetero oder Homosexuell? Daher keine Krankheit und kann daher auch nicht therapiert werden?
      60 4 Melden
    • thzw 13.03.2018 11:00
      Highlight Pädophilie ist eine sexuelle Orientierung wie Homosexualität. Man kann in einer Therapie höchstens darauf hin arbeiten, dass der Betroffene seinen Trieb nicht auslebt und so keine anderen Menschen schädigt.
      65 3 Melden
    • Nausicaä 13.03.2018 11:02
      Highlight Pädophilie meint die Neigung, Kinder und Jugendliche sexuell anziehend zu finden. Das ist nicht selbst gewählt und soweit ich weiss nicht therapierbar. Viele Pädophile leiden an ihrer Veranlagung, ohne dieser jemals nachzugehen.
      Päderasten dagegen sind diejenigen Menschen mit pädophiler Veranlagung ist, die der Neigung auch nachgehen, heisst sich an Minderjährigen vergehen oder Minderjährigen-Pornos konsumieren. Erst bei diesen besteht ein Strafbestand.
      47 0 Melden
    • Kaiserin 13.03.2018 11:03
      Highlight Das mit der Heilbarkeit kann ich dir aus therapeutischer Sicht nicht beantworten. Aber als wichtige Fakten folgendes: etwa nur die Hälfte der Sexualdelikte an Kindern wird von Pädophilen begangen. (Die übrigen handeln aus anderen Gründen als sexuelle Präferenzen, so sind Kinder etwa leichter kontrollierbar etc.) Zudem leben nur etwa die Häfte der Pädophilen ihre Neigung tatsächlich aus. Dh etwa die Hälfte wird nicht straffällig... Von dem her kann man einen Pädophilen eben schon dahingehend therapieren, dass er nicht mehr seiner Neigung gemäss straffällig wird.
      25 5 Melden
    • AustinOsmanSpare 13.03.2018 11:08
      Highlight "Zudem leben nur etwa die Häfte der Pädophilen ihre Neigung tatsächlich aus" so ein Seich. Ich bin sicher, dass es viel mehr Pädophile gibt, die ihre Neigung NICHT mit Kindern ausleben.

      Ev. im Rollenspiel, oder mit Comics oder Geschichten oder was auch immer. D.h. Sie sind sich der Verantwortung bewusst. Trifft nun die Präferenz auf Intelligenz und Narzissmus, dann haben wir den GAU.
      28 2 Melden
    • Tikvaw 13.03.2018 11:15
      Highlight Nein, nicht generell.
      Wenn die Pädophilie z.B. aufgrund einer Entwicklungsstörung besteht, z.B. wenn die (psychische) Sexualität der Person, im Kindesalter stehen geblieben ist, kann durch die Überwindung der sexuellen Entwicklungsstörung auch die pädophile Neigung weggehen.

      Wenn es aber eine reine Paraphilie im Sinne von "Geschmack" ist, dann ist es nicht "heilbar" (weil es dann "rein technisch" gesehen, keine Krankheit ist) und verschwindet nicht.
      Diese Person kann dann nur "lernen" damit umzugehen und es nicht auszuleben.

      Da gibt es aber natürlich noch wesentlich mehr Differenzierungen.
      27 2 Melden
    • Datsyuk 13.03.2018 12:07
      Highlight Die Neigung ist angeboren. Das ist damit gemeint.
      13 0 Melden
    • Theor 13.03.2018 12:43
      Highlight Pädophilie gilt als chronische Krankheit und nicht als "Störung" - daher ist sie in der Tat "nicht heilbar" - ich gehe davon aus, dass der Richter die Frage nur gestellt hat, weil er sie im Protokoll haben wollte.
      6 4 Melden
    • Theor 13.03.2018 12:44
      Highlight Wobei nein, "chronische Krankheit" ist auch falsch eingestuft. Das war wertend von mir.

      Es ist eine sexuelle Präferenz. Dennoch nicht heilbar.
      10 2 Melden
    • el heinzo 13.03.2018 12:51
      Highlight @Kaiserin Wo hast du diese Zahlen denn her? Und was ist mit den Sexualdelikten an Kindern, die durch andere Kinder / Minderjährige verübt werden? Die kommen in deiner "Auflistung" gar nicht erst vor. Meines Wissens ist das aber ein sehr substantieller Anteil. Weiss evtl. jemand, wo man eine glaubwürdige Statistik dazu finden könnte?
      4 0 Melden
    • Snus116 13.03.2018 12:59
      Highlight Heilbar wäre, wenn ein Pädophiler kein Verlangen nach Kinder mehr hätte, was auszuschliessen ist. Pädophilie bedeutet aber nicht, dass jeder Pädophile zum Täter wird. Es gibt viele Pädophilie, die wissen, das ihr Verlangen in unserer Gesellschaft nicht ausgelebt werden darf. Ich glaube solche Straftäter haben in der Regel noch eine andere psychische Erkrankung, sodass sie Täter werden. Es gibt zudem viele Pädophilie, die Suizid begehen, da sie vor sich selbst Angst haben und ihr Verlangen nicht verstehen können.
      13 1 Melden
    • LouAna 13.03.2018 14:40
      Highlight Pädophilie selbst gilt grundsätzlich als nicht heilbar. Mit heilbar meint man, dass der Mensch die Neigung nicht mehr verspürt. Pädophilie ist grundsätzlich therapierbar, damit meint man, dass der Mensch zwar pädophil bleibt, aber keine Straftaten in diesem Zusammenhang ausübt.
      8 0 Melden
    • Lexxus0025 13.03.2018 16:24
      Highlight Pädophilie ist in den meisten fällen eine sexualität und ist genauso wie heterosexualität und homosexualität nicht heilbar.
      Pädophile können jedoch therapiert werden, insofern als das sie ihre triebe nicht ausleben. Viele pädophile besuchen freiwillig eine therapie, in dem wissen dass sie ansonsten schaden anrichten würden. Dieser täter ist aber nicht einfach „nur“ pädophil, hier kommen wohl noch persönlichkeitsstörungen zu tragen was die sache recht kompliziert macht, insbesondere weil narzistische ps eher schwer therapierbar ist.
      4 0 Melden
    • Citation Needed 13.03.2018 19:48
      Highlight Die Charité Berlin hat Pädophilieprogramme und war damit jahrelang in den Medien. Es geht dort nie ums heilen (weil das auch gemäss Charité nicht gehe, sonst könnte man Schwule, Bisexuelle oder Heteros umpolen, das kann man aber nicht. Man kann nur dafür sogen, dass jemand die Neigung nicht auslebt, will heissen, seine Sexualität unterdrücken lernt, denn jede Form des Auslebens ist automatisch strafbar.
      5 0 Melden
    • Sophia 14.03.2018 16:14
      Highlight Du fragst etwas, was doch im Bericht steht: Pädophilie ist genauso wenig heilbar wie Psoriasis oder Homosexualität. Was man vielleicht erreichen kann, ist, dass der Pädophile seine Neigung in den Griff bekommt und nicht mehr straffällig wird, das ist alles. Ob's gelingt, ist ebenfalls nicht sicher. Wie vor dem Mensch gar nichts sicher ist, nicht mal unsere Kinder! Der Waffenlobby in den USA sind Kinder auch völlig egal und Neigung zum Waffenbesitz zu kurieren wäre im Gegensatz zur Pädophilie einfach!
      1 1 Melden

Wird der Vaterschaftsurlaub wieder abgelehnt?

Das Parlament tut sich schwer damit, den Männern auch nur das Minimum an Vaterschaftsurlaub zuzugestehen.

Der Vaterschaftsurlaub hat im Parlament einen schweren Stand. Zwei Dutzend Vorstösse dazu wurden abgelehnt, mal knapp, mal sehr deutlich. Mit der Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub gelang es den Initianten, Druck aufzubauen. Zwar sieht der Bundesrat nach wie vor keinen Handlungsbedarf. Frisch gebackene Väter dürfen demnach weiterhin nur einen freien Tag beziehen. Zuletzt hat jedoch der Ständerat erklärt, dass Vätern wenigstens zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zustehen …

Artikel lesen