Schweiz
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FILE - In this Sept. 29, 2015, file photo, Elon Musk, CEO of Tesla Motors Inc., introduces the Model X car at the company's headquarters in Fremont, Calif. Tesla Motors customers will get enhanced radar and other features in an over-the-air software update that starts Wednesday, Sept. 21, 2016. The update makes the Model S sedan and Model X SUV more reliant on radar than cameras when driving in Tesla's semi-autonomous Autopilot mode. Teslas made after October 2014 have radar. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez, File)

Elon Musk, Chef von Tesla Motors, bei der Präsentation des Model X. Bild: AP/AP

Basler Polizei kauft Teslas für 980'000 Franken – und so reagiert Elon Musk

Elon Musk freut sich öffentlich darüber, dass die Basler Polizei sich für seine E-Autos entschieden hat. Und garantiert, die «Bad Guys» könnten nun nicht mehr entkommen.

Nicolas Drechsler / bz Basel



Elon Musk ist ein beschäftigter Mann. Der 20-fache Milliardär schiesst seine Elektro-Autos der Marke Tesla in die Erd-Umlaufbahn, will zum Mars reisen, die Autoindustrie revolutionieren, Energieprobleme lösen und hat gerade ein Medienunternehmen gegründet. Dazwischen findet er aber auch noch Zeit, die Basler Polizei und die Schweiz zu loben, weil man in Basel Tesla-Autos als neue Polizeiwagen beschaffen will. Schlau sei das:

Dass Musk sich freut, ein paar Autos in die Schweiz zu verkaufen, ist ja logisch. Aber auch schön, wenn einer der grossen Trendsetter der Welt Basel bescheinigt, Stil zu haben. 

Die Reaktionen auf Musks Tweet:

Weniger euphorisch sind einige andere Reaktion von Musks über 20 Millionen Followern auf Twitter. Die fragen nach, ob denn die Bösen Buben in der Schweiz sich nicht auch Teslas kaufen würden. Und ob Schweizer Polizisten auf Verfolgungsjagden Käse knabbern würden und mit Sackmessern bewaffnet seien. 

Bleibt die bange Frage, ob Tesla für einmal rechtzeitig liefern kann? Musk Firma ist berüchtigt dafür, Liefertermine nicht einzuhalten.

Teslas statt Diesel-Pikettkombis

Die Basler Polizei betankt ihre Alarmpikett-Autos künftig an der Steckdose: Sieben Tesla-Kombis (Modell X-100D) sollen die heutigen Diesel-Kombis ersetzen. Die Elektroautos seien unter dem Strich ökonomisch und ökologisch die bessere Wahl.

Zwar koste ein Tesla X samt polizeilichem Ausbau im Ankauf mit rund 140'000 Franken pro Stück fast 50'000 Franken mehr als ein vergleichbares Dieselauto mit Ausbau. Aber bei den gesamten Betriebs- und Unterhaltskosten sei es günstiger. «Deutlich höher» sei zudem der Wiederverkaufswert; Stauraum und Nutzlast seien gross.

Das ausgewählte Modell hat laut Mitteilung «mindestens 500 Kilometer» Reichweite pro Stromladung. Im Schnitt legten die Alarmpikettfahrzeuge 200 Kilometer im Tag zurück - Basel-Stadt ist als Stadtkanton mit nur zwei Landgemeinden überschaubar. Sechs Ladestationen an drei Polizeistandorten werden noch installiert.

Dem Entscheid seien «eine gründliche Abklärung und Praxistests» vorausgegangen. Über Sicherheitsvorkehrungen gegen das Hacken der Fahrzeugelektronik mochte ein Polizeisprecher keine Auskunft geben; alles wesentliche sei geprüft worden.

Voll erneuerbarer Strom

Der Legislaturplan der Basler Regierung gibt unter anderem eine ökologische Vorbildfunktion der Verwaltung vor. Die Industriellen Werke Basel liefen voll erneuerbaren Strom. Die dem Tesla vorab attestierte «bessere Fahrleistung» - Top-Elektroautos gelten als beschleunigungsstark - dürfte den Entscheid erleichtert haben.

Ein Alarmpikett-Fahrzeug der Polizei müsse hohe Anforderungen erfüllen, hiess es weiter. Derzeit sei nur ein Anbieter in der Lage, diese zu erfüllen. Deshalb sei die Vergabe des Beschaffungsauftrages über 980'000 Franken freihändig statt per Ausschreibung erfolgt.

Die ersten drei der neuen Pikettfahrzeuge werden im Herbst erwartet, die restlichen vier im kommenden Jahr. Auf die Frage, ob das Modell denn lieferbar sei, sagte der Sprecher: «für uns schon». In den üblichen vier Jahren Nutzungsdauer bei der Basler Polizei spulen Pikettautos übrigens insgesamt gegen 300'000 Kilometer ab.

Mangels Motorenlärm sind Teslas leise, dennoch hat die Beschaffung bereits politischen Lärm ausgelöst: Die SVP beklagte sich am Freitag per Interpellationsankündigung über die freihändige Beschaffung. Die Partei bezweifelt zudem die Eignung als Polizeiautos und mit Verweis auf die Batterie auch die positive ökologische Einschätzung.

(bzbasel.ch/oli/sda)

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • EvilBetty 23.03.2018 11:51
    Highlight Highlight Durch diverse AutoMechaniker und Polizisten im Bekanntenkreis, weiss ich wie Polizeifahrzeuge behandelt werden. Wie verhält sich ein Tesla, wenn man damit eine Treppe runterfährt? Die Akkus sind ja im Fahrzeugboden verbaut?
  • ujay 23.03.2018 05:54
    Highlight Highlight BMW, Mercedes, Audi SUVs sind in der Anschaffung teurer. Die haben noch nicht mal ein realistisches E Fahrzeug im Angebot und hinken Tesla 10 Jahre hintennach. Auf lange Sicht ist der Tesla viel günstiger, in jeder Hinsicht.
  • Le_Urmel 22.03.2018 21:38
    Highlight Highlight Wieso sind also aufgeregt? Ist doch bescheiden von den Baslern, sie hätten ja auch Bentleys kaufen können
  • Joachim Wiedemann 22.03.2018 20:29
    Highlight Highlight Lieber Pleitekisten anstatt wärschafte Technik die Jahre durchhält. Gratulation Behörde.
    • nödganz.klar #161 22.03.2018 21:34
      Highlight Highlight der Stammtisch hat entschieden! Preiset den Stammtisch!
    • Raembe 22.03.2018 21:58
      Highlight Highlight Jahre, really?
  • Pasch 22.03.2018 19:53
    Highlight Highlight Ach neeei nit es Loblied auf die Parkplatzpolizei....

    #crimecity_nr1
  • Asmodeus 22.03.2018 19:20
    Highlight Highlight Wie verhalten sich die Teslas wenn sie vor dem Joggeli angezündet werden?

    Ist ja bald wieder ein Spiel gegen den fcz
  • Matrixx 22.03.2018 19:07
    Highlight Highlight Das Positive:
    Du kannst den Tesla via Autopilot auf Streife schicken und im Bett liegen bleiben.

    Nein, ernsthaft: Elektroautos sind doch eh die besten Autos für Observationen und unbemerkte Razzias, zumal sie so leise sind, dass man sich damit anschleichen kann.
  • screnbrake 22.03.2018 19:01
    Highlight Highlight "Über Sicherheitsvorkehrungen gegen das Hacken der Fahrzeugelektronik mochte ein Polizeisprecher keine Auskunft geben; (...)"

    -Muss er auch nicht.

    Ein Tesla braucht wegen des Elektroantriebs keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen, da vergleichbare Autos mit konventionellem Antrieb vergleichbar viel Elektronik verbaut haben. Motor und Akku sind nur zwei neue elektrische Komponenten, welche zu den tausenden Sensoren und Chips eines modernen Autos hinzukommen.
  • hoorli 22.03.2018 18:20
    Highlight Highlight Wäre noch interessant zu wissen welche 'Diesel-Kombis' die Polizei nun genau ersetzt. Skoda Octavia? Rein interessehalber.
  • Thisguy 22.03.2018 17:54
    Highlight Highlight Gratuliere der Basler Polizei zu diesem Schritt! Schön, dass eine Behörde in der Schweiz fortschrittlich sein kann.
    Jetzt nur noch Solarzellen auf die Dächer der Polizeiwachen, damit niemand mehr wegen den hohen Stromkosten jammern kann.

    Ein grosses Danke an die nichtfortschrittlichen die es verhindern wollen...
    Ein bisschen Bashing gehört ja anscheinend zum guten Ton
    • murrayB 22.03.2018 19:25
      Highlight Highlight Solarzellen sind Giftflächen auf Dächern mit grünem Image! Und wo kommt der Strom im Winter her?
    • crik 22.03.2018 21:22
      Highlight Highlight @ murrayB: Was sind "Dächer mit grünem Image"?
    • p4trick 22.03.2018 23:13
      Highlight Highlight @murrayB auch im Winter bei bewölktem Himmel auf einer Fläche von 10*10m mindestens 15kW Strom generiert werden. Wenn die Sonne scheint im Winter bis zu 50. Und das sind Werte vor 7 Jahren da hat sich aber bei den Pannels einiges getan.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heieiei 22.03.2018 17:43
    Highlight Highlight Ich würde meinem Kunden das gleiche sagen wenn sie für dieses Geld einkaufen..

    WTF?!
  • Teslanaut 22.03.2018 17:09
    Highlight Highlight Keine Angst! Der Liefertermin wird eingehalten. Unser Model X wird sogar 3 Wochen vor angekündigtem Termin nächsten Mittwoch ausgeliefert :-))
    @andrew1: keine Sorge - entwickeln müssen erst mal die anderen Hersteller. Der Akku wird erst in etwa 10 Jahren fällig zum ersetzen. Zudem sind 8 Jahre Garantie bei unbegrenzter km-Leistung. Zum Wiederverkaufswert - den Model S, drei jährig mit rund 80'000km haben wir gemäss AutoScout24 weit über dem Preis vergleichbarer Audi's, BMW und Mercedes verkauft. Und wie sich das gerechnet hat - und es rechnet sich auch mit elektrischen Nissan/Opel/Renault.
    • Daniel (2) 22.03.2018 20:25
      Highlight Highlight Tesla, SpaceX, diese Firmen wurden nicht einfach so aus Profitgier ins Leben gerufen, dass das Auto Tesla den Namen Tesla hat seinen Urapeung der Namensnennung von Nikola Tesla. Spannend ist jetzt dass Nikola Tesla dazumal die leistungsstärkste Radioantenne baute um Signale von der Erde ins all zu schicken, dies war eines seinee grössten Projekte. Dass nun derselbe Gründer eine private Raumfahrtfirma gründet ist meiner Meinung nach kein Zufall. Die Welt braucht Leute wie Elon Musk! Voran dem Fortschritt fern der gewinnorientierter Eintagsfliege! Danke Elon! Übrigens...bin aus Basel :) big Fan!
    • Joachim Wiedemann 22.03.2018 20:32
      Highlight Highlight Schön wenn du daran glaubst. In 8 Jahren will keiner mehr einen Tesla, dann kanm man ihn gratis vom Mars holen.
    • ujay 23.03.2018 05:45
      Highlight Highlight @Daniel. Tesla ist eine gewinnorientierte Firma wie alle Anderen auch. Eine AG, die den Aktionären verpflichtet ist. Dein Idealismus in Ehren, aber dein Kommentar ist Träumerei.
  • Quacksalber 22.03.2018 16:47
    Highlight Highlight Wir Basler sind einfach cool.
    • Der müde Joe 22.03.2018 17:15
      Highlight Highlight Nei
    • Normi 22.03.2018 18:08
      Highlight Highlight nur die Polizei ;-)
    • Jein 22.03.2018 18:28
      Highlight Highlight Das hört man oft von euch Basler, aber irgendwie hab ich noch nie den Satz "IHR Basler seit einfach cool" gehört... :p
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 22.03.2018 16:30
    Highlight Highlight Basel tickt halt anders.
    • p4trick 22.03.2018 23:16
      Highlight Highlight Ist Basel Deutschland oder Frankreich?
    • Snowy 23.03.2018 08:37
      Highlight Highlight Weder Deutschland, Frankreich noch Schweiz.
  • infomann 22.03.2018 16:29
    Highlight Highlight Warum muss sich immer alles rechnen.
    Uns wurde Jahrzehnte vorgegaukelt Atomstrom sei so günstig, heute wissen wir dass es eine der teuersten Art ist um Strom zu produzieren
    • Yes. 22.03.2018 17:07
      Highlight Highlight Immer noch günstiger als fossile Brennstoffe, wenn man die Konsequenzen der Klimaerwärmung miteinberechnet.
    • word up 22.03.2018 18:11
      Highlight Highlight @Yes. definitiv! ;)
    • Steriouser 22.03.2018 19:26
      Highlight Highlight Die Atomkraftwerken waren ja auch nie nur als „Strom“ Erzeuger konzipiert und gebaut worden. Hauptziel war die Produktion von Waffenfähigem Material für Atomwaffen. Es gibt Konzepte für das erzeugen von Atomenergie, die sicherer und günstiger im Unterhalt, militärisch aber uninteressant sind.
  • andrew1 22.03.2018 16:02
    Highlight Highlight Nur leider wird sich das nie rechnen. Es ist schon so das der unterhalt geringer ist. Aber wenn man den akku wechseln muss kodtet es gut und gerne 30000 fr. Zudem wird der wiederverkaufswert gegen 0 gehen weil sich e-fahrzeuge rasant weiterentwickeln. Zu guter letzt wird der strom auch je länger je teurer dank einergiewende und abgaben.
    • popcornmaschine 22.03.2018 16:20
      Highlight Highlight Verschiedene Taxiunternehmen haben mit Teslas ohne Problem schon 300'000 km erreicht ohne Akkuwechsel. Der Tesla muss also nur gerade mal 6 Rappen pro Killometer günstiger sein als etwa ein BMW x5 um günstiger zu sein, was auch bei höheren Strompreisen locker um ein Vielfaches möglich ist.
    • tschoo 22.03.2018 16:34
      Highlight Highlight Ein Tesla ist kein Smartphone, den Akku muss man nicht einfach so mal nach zwei Jahren auswechseln. Ausserdem gibt Tesla 8 Jahre Garantie auf Batterie und Antrieb.

      Strompreisentwicklung ist in der Gesamtrechnung vermutlich eher zu vernachlässigen und der Wiederverkaufswert eines Teslas wird in den nächsten Jahren nicht "gegen 0" gehen.
    • Flötist 22.03.2018 17:01
      Highlight Highlight @andrew1 Wow, deine Einsicht solltest du der Polizei mitteilen, bevor sie einen Fehler begehen, weil sich das ja niemals rechnet.

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