Schweiz
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«Dr. Tod» will Sterbemaschine in der Schweiz lancieren 

Philip Nitschke (70) hat als einer der ersten Ärzte überhaupt Suizidhilfe geleistet. Jetzt will der Australier eine neue Maschine für Sterbewillige lancieren – ausgerechnet in der Schweiz

Samuel Schumacher / Nordwestschweiz



Sein Projekt ist haarsträubend, seine Erfindung beängstigend. Doch Philip Nitschke wirkt völlig gelassen, wenn er von seiner neuen Suizidmaschine erzählt: «Der Sarco», sagt der australische Arzt, «macht es möglich, mit Eleganz und Stil zu sterben.»

Der Satz sitzt. Nitschke rückt die Brille zurecht und setzt zur Erklärung an. Sein Sarco ist eine futuristisch anmutende Sterbekapsel für Suizidwillige, die sich auf Knopfdruck mit Stickstoff füllt. Nach einer Minute sei man bewusstlos, nach fünf Minuten tot, sagt Nitschke. Der Sarco sieht aus wie ein aufgemotztes «Putschiauto» einer Chilbibahn. Doch die Kapsel ist nicht zum Spielen da, sondern zum Töten. Und wenn es nach Nitschke geht, dann soll sie das ausgerechnet in der Schweiz tun.

Philip Nitschke (70) will mit seiner Suizidmaschine «Sarco» eine Alternative zur herkömmlichen Sterbehilfe bieten. Schweizer Sterbehilfeorganisationen sind skeptisch.

Philip Nitschke (70) will mit seiner Suizidmaschine «Sarco» eine Alternative zur herkömmlichen Sterbehilfe bieten.  Bild: aargauer zeitung/samuel schumacher

Der Arzt, der in seiner Heimat den Übernamen «Dr. Tod» trägt, steht in einer Hotellobby am Flughafen Zürich und freut sich über das mediale Interesse an seiner Erfindung. Nitschke hat in den 90er-Jahren als einer der ersten Ärzte überhaupt eine sterbewillige Person beim Suizid assistiert und kämpft bis heute für eine Liberalisierung der Sterbehilfegesetze.

In Zürich macht er nur einen kurzen Zwischenstopp. Er ist auf der Durchreise nach Neuseeland. Dort steht eine Kollegin vor Gericht, weil sie einem Sterbewilligen illegal die tödliche Substanz Natrium-Pentobarbital besorgt haben soll: jenes Medikament, das auch Schweizer Sterbehilfeorganisationen verwenden, um ihren Patienten einen sanften Tod zu ermöglichen. Nitschkes Kollegin drohen 14 Jahre Haft. Er will ihr beim Prozess beistehen.

Tesla der Sterbehilfe

Der kleine Mann mit dem aufgeweckten Blick und dem breiten australischen Akzent kennt die juristischen Tücken der Sterbehilfe-Branche aus eigener Erfahrung. Nachdem Australien die Sterbehilfe Ende der 90er-Jahre verboten hatte und Nitschke mit seiner Organisation «Exit International» dennoch weiterhin für einen liberalen Umgang mit dem Thema weibelte, hat auch er regelmässig Besuch von der Polizei erhalten.

Philip Nitschke (70) will mit seiner Suizidmaschine «Sarco» eine Alternative zur herkömmlichen Sterbehilfe bieten. Schweizer Sterbehilfeorganisationen sind skeptisch.

«Sarco»: Nitschkes Suizidmaschine Bild: ZVG

Sein Sterbehilfebuch «Die friedliche Pille» wurde in Australien verboten, nachdem sich mehrere junge Menschen mit den darin beschriebenen Methoden das Leben genommen hatten. 2014 entzog ihm die zuständige Behörde seine Arzt-Lizenz, weil er einen mutmasslichen Serienmörder, der bei ihm um Rat nachfragte, nicht von seiner Selbstmordabsicht abbrachte.

Nitschke prozessierte erfolgreich gegen den Entscheid, erhielt aber die Auflage, sich nicht mehr länger für Suizidhilfe einsetzen zu dürfen. Daraufhin verbrannte er demonstrativ seine Arzt-Lizenz und wanderte in das liberale Holland aus, wo er seither auf einem Hausboot wohnt und weiter an Suizidmethoden tüftelt.

2017 kam ihm die Idee mit dem Sarco: Gemeinsam mit dem holländischen Designer Alexander Bannink entwarf er das Gerät. Nitschke beschreibt es als «Euthanasie-Maschine der Zukunft». Das amerikanische Magazin «Newsweek» nannte es den «Tesla der Sterbehilfe». Freitod-Gegner verurteilen die Maschine als «mobile Gaskammer».

«Wir stellen die Maschine zur Verfügung. Der Rest liegt in den Händen der Patienten.»

Der Sarco befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. Im April soll das erste funktionstüchtige Modell stehen. «Ich garantiere jetzt schon, dass der Sarco zu hundert Prozent funktionieren wird», sagt Nitschke. Die Maschine soll sich dereinst mit einem 3D-Drucker herstellen lassen. Sterbewillige könnten sich die Baupläne erwerben und müssten danach bloss einen Online-Test ausfüllen und beweisen, dass sie zurechnungsfähig sind, erklärt er.

«Der Sarco macht es möglich, mit Eleganz und Stil zu sterben»

Philip Nitschke über seine Erfindung, Sterbehilfe in der Schweiz und den friedlichen Tod. Video: © Samuel Schumacher

Danach erhielten sie einen für 24 Stunden gültigen vierstelligen Code. Nachdem man den Code eingibt, strömt der Stickstoff in die Kapsel, in der man sich nach seinem Ableben auch gleich beerdigen lassen kann. Der Tod komme schmerzlos, ohne bittere Medikamente, zu Hause im eigenen Garten oder am Lieblingsort mit schöner Aussicht durch den transparenten Sarco-Deckel.

Sterben als Menschenrecht

Die Schweiz, findet Nitschke, sei dank ihrer liberalen Sterbehilfebestimmungen der ideale Ort, um sein neues Gerät zu lancieren. Tatsächlich ist die sogenannte indirekte aktive Sterbehilfe hierzulande gesetzlich nicht verboten. Strafbar ist sie nur dann, wenn man den Assistierenden «selbstsüchtige Beweggründe» nachweisen kann. Nitschke aber will nichts von Selbstsucht wissen. In seinen Augen ist Sterben ein Menschenrecht. Wer gehen will, soll gehen dürfen. Alles, was er tue, sei, den Leuten ihren letzten Wunsch technisch zu ermöglichen. «Wir stellen die Maschine zur Verfügung. Der Rest liegt in den Händen der Patienten.»

Nitschke, der nach seinem Wegzug aus Australien eine Weile im jurassischen Pruntrut gelebt hat, kennt die Akteure der Schweizer Sterbehilfeszene und hat sein Sarco-Konzept nach eigenen Angaben auch schon beim Zürcher Verein Dignitas und der Basler Stiftung Eternal Spirit vorgestellt. Dignitas-Präsident Ludwig Minelli, dessen Verein Nitschke 2015 im Prozess gegen die australischen Behörden mit 20 000 Dollar unterstützt hat, winkt aber ab.

«Ich kenne Herrn Nitschke, habe aber schon lange nicht mehr mit ihm gesprochen», sagt Minelli am Telefon. «Von seinem Sarco-Konzept habe ich bisher noch nie gehört.» Interessant sei der Sarco möglicherweise in Ländern, in denen andere Sterbehilfemethoden an der Gesetzeslage oder vor den Gerichten scheiterten, glaubt Minelli. «In der Schweiz besteht für Nitschkes Methode wohl kein Bedarf.»

«Der Plastiksarg nimmt dem Sterbeprozess aber die Würde.»

Erika Preisig, Präsidentin der Sterbehilfe-Stiftung Eternal Spirit.

Ähnlich sieht das Bernhard Sutter, Geschäftsführer des Schweizer Sterbehilfevereins Exit: «In der Schweiz hat sich die Sterbehilfe mit Natrium-Pentobarbital bewährt. Sie entspricht dem, was sich sehr viele schwer leidende Patienten als Sterbeart vorstellen», sagt Sutter. Bei Exit habe Nitschke sein Produkt nicht vorgestellt.

Deutliche Worte für den Sarco findet Erika Preisig, Präsidentin der Sterbehilfe-Stiftung Eternal Spirit. «Ich lehne die Sarco-Lösung zu 100 Prozent ab», betont die Baselbieter Hausärztin. «Würden Sie sich denn gerne in einen Plastiksarg legen und sich ins Jenseits befördern lassen? Das ist doch nicht zumutbar.» Zwar sei die von Nitschke propagierte Lösung immer noch besser als beispielsweise der Sprung vor den Zug. «Der Plastiksarg nimmt dem Sterbeprozess aber die Würde.»

Trotzdem kann sie sich vorstellen, dass Nitschkes Produkt für eine kleine Gruppe von Patienten attraktiv sein könnte. «Wenn die Schweizer Behörden weiterhin daran festhalten, alte Menschen erst dann in den Tod zu begleiten, wenn sie todkrank sind, dann kann ich mir vorstellen, dass der Sarco sich als Alternative etablieren könnte.»

Zunehmen würde die Zahl der Freitode deswegen aber nicht, glaubt Preisig. «Es braucht sehr viel Mut, sich in einen Plastiksarg zu legen und den Knopf zu drücken, damit das Gas kommt.» Preisig hofft, dass das Gerät in der Schweiz aber gar nie erst eingesetzt wird. «Genau wie bei der Geburt sollte der Arzt auch bei einem Freitod Verantwortung mittragen. Wir sind Gatekeeper und überwachen, dass alles gut läuft. Wenn der Sarco eingesetzt wird, empfinde ich das als Versagen von uns Ärzten», sagt die Ärztin.

Erster Sarco-Suizid im April?

Philip Nitschke glaubt trotzdem daran, dass er bald einen Schweizer Partner für sein Projekt finden wird. Dass die Idee gerade in Europa auf Ablehnung stösst, versteht er aber: «Der Sarco erinnert die Leute an eine Gaskammer. Und in Europa habt ihr Mühe mit Gaskammern, wegen deren Geschichte.» Seine Maschine sei aber ganz anders, versichert der Australier. «Wir verwenden Stickstoff, kein Giftgas. Und der Tod durch Stickstoff ist ein sehr friedlicher, fast euphorischer Tod.» Mit den Todeskämpfen, die Millionen von Menschen in den Gaskammern der Nazis ausgefochten hätten, habe das nichts zu tun.

Nitschke kann sich vorstellen, dereinst selbst in den Sarco zu steigen. «Ich glaube zwar nicht ans Jenseits. Die Idee der futuristischen Kapsel, die einen von diesem Leben in ein nächstes führt, gefällt mir trotzdem ausgesprochen gut.» Im April soll der erste Sarco fertiggestellt sein. Nitschke weiss bereits von einer sterbewilligen Frau, die sich vorstellen kann, ihre letzte Reise in seinem neuen Gerät anzutreten. Am liebsten von der Schweiz aus. (aargauerzeitung.ch)

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sarkasmusdetektor 26.01.2018 09:34
    Highlight Highlight "Genau wie bei der Geburt sollte der Arzt auch bei einem Freitod Verantwortung mittragen" - das Zitat beweist ziemlich viel Ahnungslosigkeit. In der Schweiz kommen jeden Tag Kinder zur Welt, ohne dass ein Arzt dabei ist, in Geburtshäusern oder bei Hausgeburten. Und das passiert weder ungeplant noch illegal.
  • Ehringer 26.01.2018 09:21
    Highlight Highlight Es ist mir bewusst, dass ich mir mit diesem Kommentar Feinde machen werde. Dennoch möchte ich es los werden.

    Ich frage mich, ob diejenigen, die hier so positiv sprechen, jemanden im Umfeld haben, der so gegangen ist. Aus Erfahrung kann ich euch nämlich sagen: Sterbehilfe ist eine gute Sache, die meine Unterstützung hat, Sterbehilfe ist aber oft auch ein 'feiger' Weg und für das Umfeld eine grosse psychische Belastung. Deshalb ist es ganz gut, ist es nicht ZU einfach.

    Ja, ich unterstütze Sterbehilfe, insbesondere EXIT. Ich wünschte mir aber, die Kommentare wären etwas differenzierter.
    • Ehringer 28.01.2018 17:07
      Highlight Highlight Dieser Ansatz allein ist schon tragisch. Es gibt definitiv Bedarf, aber NICHT für eine einfachere Variante an Selbstmord, sondern für eine bessere Gesellschaft, in der Suizid nicht von so vielen als Lösung gesehen wird. Es sollte doch unser Ziel sein, das Leben für alle lebenswert zu machen, nicht den Suizid zu vereinfachen.

      Ps. ich weiss nicht, woher du deine Daten hast, aber laut meinen Nachforschungen hat die Schweiz nicht den Weltrekord in Suiziden/100000 Einwohner, sondern Platz 82, mit 10.7 genau im Weltschnitt (Statistik nach WHO, für das Jahr 2015).
  • naimad99 26.01.2018 08:50
    Highlight Highlight Ich finde das einfach nur krank... Mit Kriegen etc bringen wir uns gegenseitig um, und jetzt noch das? Ich bin schon kein Fan, von Exit etc... aber nun noch eine Maschiene, wo wir uns gleich selbst zerstören können?
    Das Leben wurde uns geschenkt, und dann gibt es leute, die dies überhaupt nicht schätzen. Auch wenn ich einmal komplett gelähmt im Rollstuhl sitze oder Alt und blind bin. ICH WILL LEBEN!
    • Ha! Bermas. 26.01.2018 09:06
      Highlight Highlight Das nimmt dir niemand weg mit dieser Maschine (oder mit der Erlaubnis zum Freitod), keine Angst. Es steht dir frei, bei Gelegenheit auch langsam in den Tod zu seuchen. Soll doch denen, die das nicht wünschen, die kurze Variante und das Wählen des Zeitpunkts auch freistehen.
    • Menel 26.01.2018 09:15
      Highlight Highlight Niemand hat mich gefragt, ob ich Leben will, darum nehme ich mir das Recht heraus, zu gehen wann ich will.
      Bin froh um Leute, die sich darüber Gedanken machen und Dinge entwickeln, die das Ableben angenehm machen.
    • mmafightingforreal 26.01.2018 09:39
      Highlight Highlight kann es wirklich sein, dass du einen 99er Jahrgang hast? Dann werde etwas älter - du scheinst wesentliches nicht zu begreifen - verbringe mehr Zeit mit deinen Grosseltern, sprich mit alten Menschen, arbeite einmal in einem Spital, in einem Altersheim, in einer Demenzabteilung, geh einmal mit einem Parkinsonpatient im Rollstuhl spazieren, hilf einem ALS Patient das Frühstück einzunehmen, hilf einem paraplegiker den Katheter zu wechseln, Sekret abzusaugen oder seine Dekubitus zu behandeln... Werde erwachsen und mach die Augen auf... wenn du solches erlebt hast, darfst du mitreden, nicht vorher
    Weitere Antworten anzeigen
  • sichernit 26.01.2018 07:32
    Highlight Highlight Irgenwie wie die Selbstmord-Kabinen bei Futurama....
    User Image
    • Sarkasmusdetektor 26.01.2018 09:46
      Highlight Highlight Daran hab ich auch gedacht. Bei der schönen Aussicht während dem Sterben fällt mir allerdings eher ein anderer Film ein...
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    • TanookiStormtrooper 26.01.2018 11:55
      Highlight Highlight Jemand ausser mir hat Soylent Green gesehen?!?
      Play Icon
    • pedrinho 26.01.2018 15:29
      Highlight Highlight schritt um schritt kommen wir der sache naeher und naeher bis soilent real wird.
  • Lord_Mort 26.01.2018 07:23
    Highlight Highlight Da kommt mir doch gleich Benders Freundin in den Sinn.
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  • Hugo Wottaupott 26.01.2018 06:10
    Highlight Highlight Stickstoff? Ernsthaft?
    • Luesae 26.01.2018 09:46
      Highlight Highlight Wie wärs mit Helium?
  • Zeit_Genosse 26.01.2018 05:48
    Highlight Highlight In (ferner) Zukunft wird es einfacher und normaler sein selbst sterben zu gehen. Diese Maschine mag einen Anfang in eine Zeit der technischen Instrumente sein, jedoch kaum Nutzer finden. Sich zu vergasen wie ein Mörder oder in Bezug zu historischen Gräueltaten, wird dieser Methode wenig Chancen geben. Zudem braucht es ja keine Kapsel, sondern eine Maske um den Tod zu realisieren. Doch auch das werden die Sterbewilligen nicht wollen.
  • Redly 26.01.2018 05:24
    Highlight Highlight Das Leben gehört jedem selbst. Wer sterben möchte, soll das ohne Begründung tun können - und ohne dass Ärzte dabei ein Problem erhalten, sofern eine klare Willensäusserung vorliegt. Zu verhindern sind nur spontane, unüberlegte Affekthandlungen.
    • MikoGee 26.01.2018 10:43
      Highlight Highlight @Bob glaubst du wirklich jemand geht leicht in den Tod? Die Sehnsucht entwickelt sich über Tage, Wochen, Monate und Jahre und wenn sich dann jemand für den finalen Schritt entscheidet tut er dies sicherlich nicht leichten Herzens oder ohne andere Optionen hinterfragt zu haben.
    • Redly 26.01.2018 10:52
      Highlight Highlight @Bob: tja, als Erwachsener muss man reif genug sein, die Konsequenzen seines Handelns zu tragen.

      Generell: Wer das Gefühl hat, er/sie könne die Verantwortung nicht übernehmen, soll nach einem Vormund fragen.

      Und hier zum Thema: ich kann mir nicht vorstellen, dass eine zurechnungsfähige Person einen solchen Entscheid fällt, ohne die Konsequenzen zu verstehen. Affekthandlungen können problemlos mit einer Karrenzfrist verhindert werden.
    • haegipesche 26.01.2018 12:35
      Highlight Highlight Bereuen kannst du diese letzte Entscheidung sowieso nicht mehr (aus logischen Gründen). Zuvor war es aber die Bestmögliche in dieser Situation.
  • Lukakus 26.01.2018 03:05
    Highlight Highlight Ersticken klingt sehr qualvoll...
    • Toerpe Zwerg 26.01.2018 07:44
      Highlight Highlight Dürfte es nicht sein. Taucher kennen den "Tiefenrausch" bei hohen Stickstoffkonzentrationen. Führt rasch zur Bewusstlosigkeit.
    • Madison Pierce 26.01.2018 09:04
      Highlight Highlight Ob es bei Normaldruck so schnell zu einer Stickstoffnarkose kommt.

      Aber qualvoll wird es nicht sein, denn das Erstickungsgefühl kommt von zu viel CO2 im Blut, nicht von zu wenig O2.

      Man kann in einen Plastiksack atmen, bis einem schwindlig wird, ganz ohne Erstickungsgefühl. In den Bergen hat man auch Sauerstoffknappheit aber ohne unangenehmes Gefühl, denn man kann das CO2 ausatmen.
    • Sarkasmusdetektor 26.01.2018 09:38
      Highlight Highlight Ersticken ist qualvoll, wenn man nicht atmen kann. Wenn man aber atmet und einfach kein Sauerstoff kommt, bemerkt man das gar nicht. Sonst gäbe es ja keine Silo-Unfälle und ähnliches, wo Leute in CO2 ersticken, ohne es zu merken.
  • NaSkivaL 25.01.2018 22:58
    Highlight Highlight Ich hätte keine Hemmungen, mich da reinzusetzen. Alleweil besser als Zug oder Peng. Jedenfalls wenn Exit, bzw. der Gesetzgeber nicht spurt.

    Jeder soll sterben dürfen wie er will. Was geht's den Staat an? Klar muss er Unschuldige und Unwillige schützen. Aber gleich so radikale Vorschriften für alle, das ist übertrieben. "Lebe oder ich bestrafe dich!" Völliger Irrsinn. Christenkram halt.

    Ich bin ja schon dafür, dass ein Staat die Bürger anleitet (Bildung) und schützt. Aber es gibt Persönlichkeitsrechte, da soll er sich nicht einmischen. Irgendwo muss die Bevormundung ein Ende haben.
    • cille-chille 26.01.2018 10:10
      Highlight Highlight Eine Gratwanderung
      über welche ich immer mal wieder sinniere, wenn Exit und diese Entscheidung meine Wege kreutzt.
      Die Vorstellung was alles möglich ist, was es für destruktive und und und...Wege gibt, mit verschlossenem Herzen, unliebsame (vor allem) betagte Seelen los zu werden, ist schlichtweg alptraumhaft.

      Das Leben ist eines der schönsten.

      ...und das Leben voller Widersprüche!

      Wer kann mir das Recht nehmen, mich zu entscheiden, wann der Zeitpunkt gekommen ist zu gehen?
    • Grabeskaelte 26.01.2018 22:12
      Highlight Highlight Nanana da muss der Staat aber schon mitreden. Schliesslich ist jeder Mensch der freiwillig aus dem Leben scheidet ein Konsument weniger. Denkt denn niemand an die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in der Pflege?

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