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Kinder, die in einem Sektenmilieu aufwachsen, brauchen Schutz. bild PD

Sekteneltern vergewaltigen ihre Kinder psychisch – und niemand schaut hin

13.08.16, 09:48 15.08.16, 06:01


Kürzlich fand im Hallenstadion der Kongress der Zeugen Jehovas statt. Für Beobachter eine Tortur. Bei solchen Monsterveranstaltungen salbadern die Redner ihr Mantra vom richtigen Glauben an Gott, von der bösen Welt und dem nahen Weltende stundenlang herunter.

Was für Erwachsene schon eine Geduldsprobe ist, muss für Kinder auch in den langen Gottesdiensten im Königreichssaal quälend sein. Denn es ist schlicht nicht kindgerecht, stundenlang still zu sitzen und sich Dinge anzuhören, die sie nicht richtig verstehen.

Kinder sitzen wie brave Lämmer in den Gottesdiensten

Trotzdem sitzen sie wie brave Lämmer da und regen sich kaum. Das hat nichts mit Gott oder dem Glauben an ihn zu tun, sondern mit der rigiden Erziehung. Die meisten Kinder der Zeugen Jehovas werden darauf konditioniert, still zu sitzen, wenn Gott ins Spiel kommt. Sie müssen lernen, die eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken, wenn es um ihren Jehova geht.

Zehntausende Kinder wachsen in der Schweiz in einem Sektenmilieu auf. Sie haben keine Wahl. Niemand schaut hin, wenn die Indoktrination die Qualität eines seelischen Missbrauchs hat. Selbst die Behörden greifen in der Regel erst ein, wenn körperlicher Missbrauch hinzukommt und nachgewiesen werden kann. Sie berufen sich auf die Religionsfreiheit der Eltern.

Verfassung und Kinderrechtscharta garantieren Kindern  Religionsfreiheit. Doch das ist eine Farce. 

Doch was ist mit der Religionsfreiheit der Kinder? In diesem Punkt gilt das Kindswohl nichts. Dabei garantiert die UNO-Kinderrechtscharta den Kindern Glaubensfreiheit. Sie dürfen also den Glauben selbst bestimmen. Übrigens garantiert uns auch unsere Verfassung die Glaubens- und Kultusfreiheit.

In der Kinderkonvention heisst es wörtlich: 

«Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Die Vertragsstaaten achten die Rechte und Pflichten der Eltern und gegebenenfalls des Vormunds, das Kind bei der Ausübung dieses Rechts in einer seiner Entwicklung entsprechenden Weise zu leiten. Die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung zu bekunden, darf nur den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die zum Schutz der Öffentlichen Sicherheit, Ordnung, Gesundheit oder Sittlichkeit oder der Grundrechte und -freiheiten anderer erforderlich sind.»

Diese Artikel sind für die Katz'. Kaum ein Land hält sie ein. Ich erlebe es immer wieder bei Scheidungen, bei denen ein sektenhafter Hintergrund eine Rolle spielt.

Wenn ein Elternteil in eine Sekte abrutscht, wird es für Kinder ungemütlich

Konkret: Driftet eine Mutter in eine radikale esoterische oder religiöse Bewegung ab, bewirkt dies oft eine Trennung. Konfrontiert beispielsweise ihr Ehemann sie mit kritischen Argumenten, hintertreibt die Sekte die Beziehung des Paares, indem sie religiöse Kriterien ins Spiel bringt.

Ihr Mann hindere sie mit seiner Ignoranz an ihrer spirituellen oder religiösen Entwicklung. Die einzige Lösung, um ihr Seelenheil zu retten, sei die Trennung, argumentieren sektenhafte Gruppen.

Vor Gericht versuchen die geschockten Männer meist, ihre Kinder vor der religiösen Indoktrination zu schützen. Sie verlangen von den Scheidungsrichtern, der Mutter diesbezügliche Auflagen zu machen.

Kinder zu Sektenbesuch gezwungen

Dies ist aber in den allermeisten Fällen ein hoffnungsloses Unterfangen, wie die Erfahrungen zeigen. Es gibt auch den umgekehrten Fall. Mütter wollen verhindern, dass der Vater nach der Trennung seine Kinder bei den Besuchswochenenden in die esoterische oder religiöse Gruppe mitnimmt. Auch in dieser Situation scheuen sich die Richter in der Regel, Auflagen zu machen, die zum Kindswohl beitragen würden.

Religion und Glauben sind bei uns immer noch heilige Kühe. Auch wenn darunter Kinder leiden. Auch wenn die Kinderkonvention missachtet wird. Kinder sind der religiösen Indoktrination der Eltern schutzlos ausgeliefert.

Natürlich braucht es die Glaubensfreiheit. Natürlich gehört die religiöse Erziehung ins Elternhaus. Es bräuchte aber dringend eine Ombudsstelle mit Weisungsgewalt, an die sich Kinder oder Jugendliche wenden könnten.

Kinder brauchen Anlaufstelle, die eingreifen kann

Bei Verdacht auf eine religiöse Radikalisierung müsste den Kindern ein Beistand zur Seite gestellt werden. Auch Verwandte, Lehrer oder Nachbarn müssten die Ombudsstelle auf gefährliche Entwicklungen aufmerksam machen können.

Doch solche Vorschläge bleiben eine Illusion. Es sei denn, dass immer mehr Jugendliche von Islamisten für den heiligen Krieg rekrutiert werden und als Attentäter heimkehren. Nur dies könnte den politischen Willen fördern, endlich etwas zu unternehmen.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alienus 16.08.2016 01:59
    Highlight Pasionaria

    1/2

    Bin momentan im Haus- und Dunstkreis des Phantaismus gelandet. Möchte mal wieder in die wirklich reale irre Welt zurück taumeln.

    Was sollte man häufiger zur Schau machen? Die Etymologieakrobatik oder die Hermenutikpiruetten etwa? Meinst Du nicht, es könnten hierbei die Verben vor die Blogger geworfen werden?

    Beim Mr. Robionik strampelt's heftigst auf der Stelle. Gar lustig war's bei den Bibeltexten, als Gott seine Roboter schuf! Aber irgend wie klappt's mit diesen Robotniks auch nicht so richtig. Ein Konstruktionsfehler! Der große Kreateur als der gigantische Murkser?
    0 0 Melden
  • Alienus 16.08.2016 01:56
    Highlight 2/2

    Die wiederholten neuen geistig-geistlichen Software-Ladungen führen auch nicht zum Ziel und mit der Hardware klappt's sowieso nicht.

    Ein Softwareaustausch scheint notwendig, da z.Z. einige Robotniks schwerste Irrungen und Wirrungen durch Raubladungen aufgrund falscher und depperter Programmierer haben.

    Nun, Roboter leitet sich vom indoeurop. Arbeiten ab. Welch eine herrliche und betörende Menschwerdung, als diese Robotniks erstmal die scharfschneidigen Steine in die Pfote nahmen und das gottähnliche Gefühl der totalen Macht erlebten. Wie heurig und immerzu und Amen.
    0 0 Melden
    • Pasionaria 20.08.2016 00:18
      Highlight 1/2
      @ jemand der versucht, in die wirklich reale irre Welt zurückzutaumeln."

      "Was sollte man häufiger zur Schau machen? Die Etymologieakrobatik oder die Hermenutikpiruetten etwa? Meinst Du nicht, es könnten hierbei die Verben vor die Blogger geworfen werden?"
      Nicht wirklich, da gibt es doch einen wesentlichen Unterschied zwischen der Ety-akrobatik und den Herm-piruetten. Indem die Akrobatik für Insider > Spracheninteressierte... und die Piruetten für die Outsider > die Möchtegern-Wohlfühl-Glaubensausleger bestimmt sind. Du scheinst mir fähig, beiden etwas auf die Sprünge zu helfen zu.





      0 0 Melden
    • Pasionaria 20.08.2016 00:20
      Highlight 2/2
      Mr. Robionik und seine....... - wie erwartet alles andere als leichte Kost, resp. Thematik, aber umso spanneder.
      Richte Deinem familiären, ambitionierten Burschen folgendes aus: Alien's fantasy is filling the gaps of reality with his creativity.....!

      Bleibt einfach am .....Roboter und seinen Ausläufern.
      0 0 Melden
  • DrMabuse 15.08.2016 20:40
    Highlight Bei den Jehovas sollte mittlerweile der letzte gemerkt haben, dass es der grösste Durchfall ist. Wie oft wollen die den Weltuntergang noch verschieben.
    Naja solange alle brav 10% Steuern vom Einkommen bezahlen ist das neu gute Abo Firma,-)
    3 3 Melden
  • Entkehrung 15.08.2016 20:09
    Highlight Im Grundsatz gebe ich Herrn Stamm recht. Ich habe selber erlebt, dass ich mich im religiösen Umfeld meiner Familie "automatisch" an den Glauben meiner Eltern angepasst habe. Offenheit gegenüber anderen Ansichten wurde von Anfang an untergraben.

    Persönlich würde ich jedoch nicht von "Vergewaltigung" sprechen. Dieses Wort trifft das Problem nicht so ganz...
    ___________________________
    www.entkehrung.com
    3 0 Melden
  • Nordwolf 14.08.2016 16:47
    Highlight Ich gebe Herr Stamm recht.
    33 5 Melden
  • TheMan 14.08.2016 15:34
    Highlight Ich habe gestern eine Psychische Misshandlung eine Kindes gesehen. Durch Ihre Mutter, die dem Kind keine Süssigkeiten kaufen wollte. Die war sicher in einer Sekte, nicht Wahr Herr Stamm? Er wird aber Sicher keine antwort geben.
    11 114 Melden
    • Nordwolf 14.08.2016 16:46
      Highlight Was hat das verneinen von Süssigkeiten mit der gehirnwäsche bei Kindern gemeinsam?
      65 4 Melden
    • TheMan 14.08.2016 19:40
      Highlight Als wäre dies was Stamm beschreibt eine Gehirnwäsche. Er sieht es so an. Ist aber keine. Es wäre sein Wunsch das es eine wäre.
      4 58 Melden
    • Nordwolf 14.08.2016 20:25
      Highlight Könnten Sie das bitte genauer erläutern? Sie werden ja nicht gezwungen den Artikel zu lesen oder zu glauben.
      27 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • olivier vincent 14.08.2016 10:43
    Highlight James Hetfield hat es schön zusammengefasst, wie es ist in einer Sekte aufzuwachsen:
    (Sorry für Metal-ungeübte Ohren, aber ich musste beim Lesen des Beitrages sofort an diesen Text denken. Ist auch im Beschrieb des Videos, falls man schnelle Gitarren verachtet.)



    8 1 Melden
  • dath bane 14.08.2016 09:53
    Highlight Als Kind bin ich nie davon ausgegangen, dass ich Religionsfreiheit habe. Ich liess den reformierten Religionsunterricht über mich ergehen, weil ich meinen Eltern vertraut habe - und verliess die Kirche dann mit 16. Ich denke die Schule und Lehrer sind als Anlaufstelle für diese Kinder geeignet und bin darum gegen Heimunterricht. Schwierig ist hier dann die Beurteilung, welche Gemeinschaft gefährlich ist. Schliesslich müssen die Kinder auch in grossen Religionen stundenlang stillsitzen.
    42 2 Melden
    • SJ_California 14.08.2016 15:08
      Highlight In der Schule sollten die Religionen im Religionsunterricht nicht getrennt unterrichtet werden, oder wie sollen die Kinder denn lernen andere Religionen zu respektieren?
      34 9 Melden
    • formerly known as 15.08.2016 09:53
      Highlight SJ_California:

      100% einverstanden mit Ihrem Beitrag.
      4 2 Melden
  • rodolofo 14.08.2016 08:55
    Highlight Mir gehen diese offensiven Wachturm-Religionsverkäufer auch auf die Nerven!
    Aber in einer Marktwirtschaft gehört das mit dazu!
    Zeugen Jehowas versuchen für ihr Religions-Set einsame und verunsicherte Religions-Neu-KundInnen zu gewinnen. Und wenn sie solche KundInnen mit einem ersten Aktions-Lockangebot geködert haben und diese angebissen haben, ziehen sie an der Angelschnur und verkaufen auch noch Nachfolge-Produkte:
    Zum "Direkten Draht zu Gott" kommen dann noch das "Gebets-App" und das Kirchen-Abo dazu.
    Besonders interessant für privatwirtschaftliche Sekten sind die süchtigen Stamm-KundInnen
    21 3 Melden
  • Spooky 14.08.2016 03:42
    Highlight Sekten sind schlimm, keine Frage. Mit diesen dubiosen Sekten sollte man aufräumen. Das geht aber nicht, weil wir in der Schweiz die Glaubensfreiheit haben.

    Aber auch der Glaube an das Geld, beziehungsweise der Glaube an den Kapitalismus, ist schlimm. Der Kapitalismus ist die allerschlimmste aller Sekten und hinterlässt die blutigste Spur auf unserem Planeten und mit Abstand am meisten Opfer. Auch bei den Kindern.
    58 28 Melden
    • wipix 14.08.2016 16:20
      Highlight Absurder Vergleich! Wir sind im Grunde genommen immer noch Jäger und Sammler mit den ururur alten Trieben der Fortpflanzung und Gen-erhaltung. Auch Du!
      Kannst es Dir aussuchen zu welchen Teilen Dein Trieb besteht... Tendenzen werden Dir zugestanden. Alles andere ist Camouflage im Kampf ums Überleben.😀
      5 9 Melden
    • Spooky 15.08.2016 19:48
      Highlight @wipix
      Mein Vergleich ist kein absurder Vergleich. Der Kapitalismus ist eine Sekte, deren Mitglieder ans Geld glauben. Andere Sekten glauben etwas anderes. Aber das Prinzip ist dasselbe.
      0 1 Melden
  • atomschlaf 14.08.2016 01:16
    Highlight Immer dasselbe mit den Strenggläubigen und Frömmlern - egal welcher Religion!
    Wir solten diesen Leuten null Toleranz entgegenbringen.
    72 13 Melden
    • Michael Mettler 14.08.2016 06:50
      Highlight Immer dasselbe mit denen die nachplappern. Verallgemeinern, alle in einen Topf werfen und damit nur hetzen. Und ich dachte die Strenggläubigen und Frömmler sind Hinterwäldler...
      21 66 Melden
    • rodolofo 14.08.2016 09:02
      Highlight Ich glaube, wir müssen aufpassen, dass wir den Begriff Sekte nicht inflationär verwenden!
      Bei den Zeugen Jehowas bin ich mir nicht ganz sicher, da sie einerseits eine Sekte sind, jedoch vielfältige Kontakte zur Aussenwelt pflegen und normal im Arbeitsleben integriert sind. Ihre Kinder gehen in Öffentliche Schulen.
      Wie gesagt war ein Schulkollege von mir ein Kind von Zeugen Jehowa - Eltern, ohne dass mir an ihm etwas spezielles aufgefallen war. Ich sehe die Zeugen Jehowas also mehr als religiöse Minderheit, die wie jede andere Minderheit (z.Bsp. die Albaner) ihr spezielles Brauchtum pflegen.
      21 20 Melden
    • Anam.Cara 14.08.2016 19:16
      Highlight Ich sehe das auch wie rodolofo. Herr Stamm bringt ein Beispiel von den Zeugen Jehovas, wo die Kinder gezwungen werden, stundenlange still zu sitzen. Dann verallgemeinert er elegant in Richtung "religiöse Indoktrination". Gut gelungen, dieser Rückschluss von Sekten zu Weltreligionen, so wie wir das von Herrn Stamm gewohnt sind.

      Der Artikel könnte in zwei Sätzen zusammen gefasst werden: jede extreme Ausübung einer Ideologie richtet sich gegen das Wohl der Menschen. Und Kinder leiden besonders darunter.

      Das würde ich jederzeit unterschreiben. Die Verallgemeinerung eher nicht.
      13 6 Melden
  • Rodolfo 13.08.2016 20:32
    Highlight ...und hier geht's weiter: Angeblich hatte ich zu Hause erzählt, dass ich vor diesen Leuten jetzt Angst hätte.
    Kindheitserlebnis? Von diesen 9 Kindern haben, sehr viel später, 2 Selbstmord gemacht und eines befand sich bis zum Tode in einer psych. Anstalt.
    Dieser Sonntagmorgen bei den Stündelern hat sich bei mir als sehr aktives, aufgewecktes Kind bis heute extrem eingeprägt!
    53 3 Melden
  • Rodolfo 13.08.2016 20:26
    Highlight Mit 7 Jahren wurde ich von unsern Nachbarn, die 9 Kinder hatten, an einem Sonntag in "ihre" Kirche eingeladen. Ich weiss nicht mehr, wie die Sekte wirklich hiess, bei uns in der Familie waren es die "Stündeler". Alle 9 Kinder sassen dann, schön aufgereiht und herausgeputzt auf der langen Bank im Versammlungssaal. Keines bewegte sich, ich sass daneben und schaute mich neugierig um - bis ich vom Familienvater angemahnt wurde: "Ruhig sitzen!"
    Als ich um 11 Uhr an die frische Luft konnte, fröstelte ich trotz Sommer. Geblieben war: Hölle, Strafe, Rache, - mangels Platz geht's im next Text weiter...
    65 3 Melden
    • Alienus 13.08.2016 23:12
      Highlight Rodolfo

      Wg. Stündeler / Stündler

      .....in der Schweiz und im Elsasz insbesondere Spottname für Angehörige des Methodismus, bzw. der evangelischen Gemeinschaft, die ihren Glaubenseifer in auffälliger Weise zur Schau trugen .....

      Dt- Wörterbuch Grimm
      20 2 Melden
    • Pasionaria 15.08.2016 00:39
      Highlight Alienus
      dachte schon auch Du, nicht nur die Stündeler, seist im Hauskreis eines -ismus gefangen gehalten worden.
      Trag doch lieber häufiger Deine Etymologieakrobatik bei Watson 'zur Schau'.
      Hält Dich der angehende Dr. Robionik-Bub dermassen auf Trab? Kommt Ihr wenigstens weiter?
      0 4 Melden
  • pamayer 13.08.2016 19:15
    Highlight Sehr präzise auf den punkt gebracht.
    23 1 Melden
  • Ingenieur 13.08.2016 19:03
    Highlight Was ist denn eine Sekte? Alle Gruppierungen, die uns unbekannt sind? Es gibt Leute die alles, was keine Landeskirchen sind als Sekte beschreiben. Aber Gruppierungen zu verunglimpfen, nur weil man sie nicht kennt, sollte ja nicht das Ziel sein. Wenn Gruppierungen Kinder schaden zufügen, gehören diese Gruppierungen verboten. Aber mir scheint, dass ein grosser Teil der Allgemeinheit selbst Vereine wie FEG oder sonstige Mainstream Freikirchen als Sekten abstempelt, während diese zum grossen Teil reine Plauschvereine sind. Dort macht jeder ein bisschen das, was ihm halt passt.
    18 71 Melden
    • TheMan 14.08.2016 15:31
      Highlight Ingenieur für Stamm sind alle Kirchen, Sekten. Ob Kath, Ref, FEG , ICF. Selber hat aber Stamm keine Ahnung über Sekten. Er war nie in Einer. Er hat alles vom Hörensagen anderen Menschen. Er ist unter den Echten Sektenexperten nicht umunstritten. Selber habe ich schon X-mal bewiesen, das er 0 Ahnung über Religionen/Sekten hat. Kritikfähig ist er ebenfalls nicht. Eher Verblendet.
      6 18 Melden
    • TheMan 14.08.2016 23:10
      Highlight Klar wurde das AT nie ausgemustert bei Jesus. Den die 10Gebote gelten nach wie vor. Sie stehen sogar in den Menschenrechtskarta und dem Schweizer Gesetz. Mehr kann er gar nicht Geltend machen. Da nur dies von Gott kommt. Ich bin ein EX-Pfimiler und habe Kolegen im ICF, FEG usw. Wir wurden nie zu etwas gezwungen. Nach Stamm sind das Sekten und es gibt Probleme dort auszutreten usw. Das ich nicht Lache. Stamm sollte mal das Turiner Grabtuch brauchen für seinen Text. Und beweisen, das es ein Fake ist. Ich werde lachen darüber.
      2 12 Melden
    • TheMan 15.08.2016 19:52
      Highlight kleiner_schurke. Meine Kolegen gingen Ein und Aus bei ICF. Sie gingen dan, wen Sie Lust hätten. Bezahlten nichts (Kolekte gab man vielleicht) Das einzige Problem was ICF hatte, war das Schneeballprinzip. Man sollte immer Kollegen und Kolleginen fragen ob sie mitkommen. Haben dies meine Kollegen getan? Gefragt ja, gedrängt Nein. ICF ist genau soviel eine Sekte wie Stamm ein Sektenexperte.
      1 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dasrauschen 13.08.2016 16:55
    Highlight Ich, 38, und meine 3 Geschwister haben das selbe als Kinder durchgemacht.
    Gingen nach Dozwil, ca 2mal pro Woche. Es war von Weltuntergang und Ufos die Rede, wir haben alles geglaubt.
    Mit 14 hab ich mich dann langsam geweigert bis ich dann gar nicht mehr ging. Meine Eltern gehn immernoch. Das ganze Thema ist noch heute Tabu obwohl wir sonst mehr ider weniger gut mit unseren Eltern auskommen.
    Ich hege keinen Groll gegen meine Eltern, jedoch hat es meine Abneigung zu Religion stark geprägt.
    122 0 Melden
  • Michael Mettler 13.08.2016 16:09
    Highlight Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Den psychischen Terror habe ich nicht so erlebt wie beschrieben. Wer sich regelkonform verhält führt als Kind ein entspanntes Leben. Man lernt Disziplin und hat viele Freunde in der Sekte. Jedoch die Verrwirrtheit nach dem Sektenausstieg und das sich finden in der »normalen« Welt war/ist hart. Das man als Aussenstehenden nicht damit umgehen kann ist logisch da die Weltanschauung derart unterschiedlich ist. Mir tut jedes Kind leid das dieses Erlebniss schlimmer empfand...
    57 53 Melden
    • maddiepilz 13.08.2016 23:13
      Highlight verstehe die ganzen Blitze bei Michaels Kommentar nicht. Eine reine Meinungsäusserung aus erster Hand.
      32 16 Melden
  • Angelo C. 13.08.2016 14:33
    Highlight Für einmal ein Beitrag dieser Stamm-Kolumne, den ich uneingeschränkt teilen mag.

    Im Prinzip gilt diese Art der Kindesindoktrination nicht nur bei Sekten, sondern auch für extrem praktizierte Weltreligionen - da sind die Unterschiede nicht so gross wie man auf den ersten Blick glauben möchte 🤔!

    Obwohl meine damalige Gattin aus einer stramm katholischen Familie, ich selbst zumindest auf dem Papier evangelisch war, haben wir unsere drei Kinder bewusst nicht getauft, denn sie sollen dann, wenn sie urteilsfähig geworden sind, unbeeinflusst selbst entscheiden, was für sie spirituell relevant ist.
    96 7 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 13.08.2016 16:35
      Highlight Auch wenn die Eltern nicht extrem sind, wurde man getauft, muss man sich fügen oder befreien.

      Nach der Theorie bin ich jetzt urteilsfähig(TM) und ich denke, die Sakramente oder die entsprechenden Riten einer anderen Religion könnte ich nachholen. Nie einer Religionsgemeinschaft angehört zu haben, kann man aber nicht werden, wenn man mal bei einer war. Du kannst nicht nie getauft worden sein, wenn du mal getauft wurdest.
      5 43 Melden
    • Angelo C. 13.08.2016 17:31
      Highlight Eine teilweise unverständliche Aussage, sorry...

      Ich habe nirgends behauptet, dass ich Eltern welche ihre Kinder taufen lassen, als Extreme empfinde! Auch ich bin getauft worden, dies von sehr liberal denkende Eltern.

      Habe lediglich meine ganz persönliche Motivation dargelegt, weswegen wir unsere drei Kinder nicht taufen liessen. Ihnen eine spätere, freie Wahl anheim stellend, dies ohne dass sie schon einen unverlangten symbolischen Stempel aufgedrückt erhielten.

      Den Rest deiner Aussage verstehe ich nicht recht, was mir der Herr und du verzeihen mögen 😑!

      57 3 Melden
    • rodolofo 14.08.2016 09:25
      Highlight Da hast Du ja eine sehr flexible Katholikin geheiratet!
      Meine ist da wesentlich dominanter...
      Unser Sohn absolvierte natürlich das ganze Katholische Programm inklusive Ministrieren!
      Geschadet hat es ihm nicht im Geringsten.
      Vielmehr hat er eine traditionelle Form der Ethik kennengelernt.
      Heute besucht er so selten eine Kirche, wie ich, da er "das Religiöse" ausleben konnte.
      Im Gegensatz zu ihm entdecke ich als ehemaliger Links-Alternativer Atheist zunehmend meine spirituelle Ader!
      Mir schwebt aber mehr eine Art Moderne Natur-Religion vor, mit der Holzer'schen Permakultur als Natur-Kathedralen.
      10 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 13.08.2016 14:21
    Highlight Wo fängt die Indoktrination an, wo hört die Erlebniswelt auf? Wo liegt die Differenz bei Religion zu Sekte zu nationalem Brauchtum zu lokalen Ritualen, wenn es um die Erlebniswelt bei Kindern geht? Mag dies ein Aspekt sein, warum diese Probleme nicht angesprochen werden, geschweige denn geahndet? Und bräuchte es konsequenterweise dann nicht eine Mini-Parade, so einmal um die Rote Fabrik herum, für kindgerechtes feiern, aehm, demonstrieren?
    7 24 Melden
    • Share 15.08.2016 20:46
      Highlight Ja, herzlichen Dank an die stumme Army of Trolls.
      0 0 Melden
    • Share 15.08.2016 20:53
      Highlight Wenn eine Kinderkrippe aufmachen würde, wären Hunderte mit Tausenden Auflagen und Millionen von Argumenten sofort zur Stelle..

      Hier geht es konkret darum, dass der Elternteil, in einer Sekte verbleibend, seinen Kindern verklickert, dass der Andere jetzt in die Böse Welt da draussen gegangen ist. Das ist derber Missbrauch.
      Wer denkt, dass Konsequenz, ausgehend von der Charta, fehlt am Platz ist, soll das doch bitte formulieren. Und den Faktor Gruppendynamik nicht vergessen.
      1 0 Melden
  • Petitsuisse 13.08.2016 13:51
    Highlight Für mich der beste Beitrag der Reihe «Sektenblog». Ich kann da dieses Mal nur zustimmen.
    80 13 Melden
    • Petitsuisse 13.08.2016 20:22
      Highlight Für mich nicht, pardon
      7 21 Melden
    • Pasionaria 13.08.2016 23:38
      Highlight Ch. Wacker
      Bitte Argumente, Begründung, Erklärung - dies ohne pardon!
      10 14 Melden
    • Petitsuisse 14.08.2016 10:02
      Highlight So schon gar nicht Pasionaria.
      10 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • teufelchen7 13.08.2016 12:50
    Highlight alle religionen machen hirnwäsche und stecken die menschen in engen rahmen. im westen ist es heute einfacher raus zu kommen. dass alle kinder religionsfreiheit haben, ist schwierig umzusetzen. da sind eltern, schulen, bedürfnis dazu zu gehören etc. aber wichtig ist, dass die kinder wissen, dass sie rechte haben...

    wir sollten die kinder aus sektenfamilien auch nicht ausgrenzen! sonst würden sie noch schwerer haben, raus zu kommen...
    59 13 Melden
    • Stachanowist 13.08.2016 15:24
      Highlight @ teufelchen

      "alle religionen machen hirnwäsche und stecken die menschen in engen rahmen."

      Ich bin in einem religiösen Umfeld aufgewachsen, durfte aber meine religiöse bzw. unreligiöse Entwicklung selbst auswählen und wurde nie in einen "engen Rahmen" gesteckt oder "gehirngewaschen". Meine christlichen Eltern vermittelten mir auch atheistische Argumente, gaben mir als Jugendlichem den Koran und den Veda zu lesen, als ich mich dafür interessierte und machten mich mit dem Agnostizismus vertraut.

      Verwirrt Sie das in Ihrer simplen, generalisierenden Weltanschauung?
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    • Wilhelm Dingo 13.08.2016 16:51
      Highlight Ein Lob auf Deine Eltern! Da werde ich mir ein Beispiel daran nehmen.
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    • Stachanowist 13.08.2016 18:06
      Highlight @ Dingo

      Merci :) und ja, diese Erziehungsweise finde ich auch super. Keine intellektuellen Grenzen auferlegen, ungeachtet der eigenen Weltanschauung
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  • Greet 13.08.2016 12:33
    Highlight Unter dem Begriff 'Kindswohl' können Mütter (und einzwei Väter) in der Schweiz fast unlimitiert über ihre Kinder verfügen. Eigentlich wollte man den Scheidungsvätern so eins auswischen, trifft aber leider mehrheitlich die Kinder.
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  • Phrosch 13.08.2016 12:16
    Highlight Der Vorschlag der Ombudsstelle ist interessant, führt aber gleich zu einer neuen heiklen Frage. Wer würde dann diese Stelle innehaben dürfen? Auf welcher weltanschaulichen Basis würde diese Weisungsbefugnis ausgeübt, wenn doch der Artikel gleichzeitig die religiöse Erziehung "natürlich" im Elternhaus am richtigen Ort sieht? Wer bestimmt, wo Indoktrination anfängt, was nicht mehr kingerecht ist?
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    • Wilhelm Dingo 13.08.2016 16:53
      Highlight Indoktrination beginnt dort wo die Einwände des Kindes missachtet werden.
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    • Wilhelm Dingo 16.08.2016 08:38
      Highlight @Zaafee: Wenn ein Kind immer ungern zur Schule geht und das sagt, dann sollte es ernst genommen werden.
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  • Zauberwurst 13.08.2016 11:53
    Highlight Kinder in Sekten, wie auch immer sie hineingekommen sein mögen, sind noch ohnmächtiger als vernachlässigte und missbrauchte Kinder in der Außenwelt, weil sei den Schutz der allgemeinen Gesellschaft entzogen sind. In der normalen Gesellschaft haben missbrauchte, vernachlässigte und misshandelte Kinder immerhin noch Kontakt zu Lehrern, Nachbarn und Verwandten. Wenn die Misshandlung bemerkt wird, gibt es über Jugendamt und Wohlfahrtsverbände gewisse gesetzliche Möglichkeiten, diese Kinder zu retten. In manchen Sekten leben Kinder jedoch wie Gefangene.
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  • Sunny92 13.08.2016 11:21
    Highlight Ich wünsche mir so sehr mal einen sinnvollen Beitrag von Herrn Stamm welcher nicht so einseitig geschrieben ist - bin durchaus kein beführworter der Zeugen Jehovas (im engeren Familienkreis gib es aber leute die ihnen anhängen) aber immer- und das beziehe ich jetzt allgemein auf Herrn Stamms Blogg, alles zu verteufeln was auch nur entfernt mit Religion zu tun hat finde ich genau so bedenklich wie die Sekten/ Religionsgemeinschaften selbst
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    • You will not be able to use your remote control. 13.08.2016 14:41
      Highlight Hey, er verteufelt das nicht. Dieses Wort befindet sich nicht in seinem Wortschatz.
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  • rodolofo 13.08.2016 10:51
    Highlight Mit mir ging mal einer zusammen in die Schule, der als Kind von den Zeugen Jehowas indoktriniert wurde.
    Er war aber ansonsten ein ganz normales Kind.
    In der Sekundarschule hatten wir einen längeren Weg in ein anderes Quartier zu gehen. So holte er mich jeweils ab und wir gingen den Weg gemeinsam.
    Manchmal, wenn wir auf das Thema "Gott und die Welt" zu sprechen kamen diskutierten wir intensiv und angeregt und standen bis spät abends unter einer Strassenlaterne. Trotz unseren sehr unterschiedlichen Auffassungen blieben wir Freunde.
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  • Incognitor 13.08.2016 10:32
    Highlight Bin bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen, klar war es mühsam, aber seelische Tortur war es nur bedingt. Mit 18 konnte ich zum Glück selber entscheiden das ich gehen konnte. Meistens wurde bei vielen Leuten in diesem Alter dermassen eine Gehirnwäsche durchgezogen das es sehr schwierig ist rauszukommen. Vorallem sind alle deine Freunde und deine Familie dann gegen dich... Es war hart, aber ich schaffte es rauszugehen aus dieser Anhäufung von Dummheit.
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  • OnePercent 13.08.2016 10:31
    Highlight Aus eigener Erfahrung als Kind bis Erwachsener innerhalb der Zeugen Jehovas kann ich folgendes sagen: Als Kind ist es unmöglich der von den Zeugen erschaffenen Welt zu entfliehen, es Regiert die Wachturmgesellschaft und diese gibt vor wie die Regeln, Art die Welt zu sehen bzw. diese zu interpretieren ist/ist.

    Als Kind denkt man nicht daran dies zu hinterfragen. Und wenn doch verfolgt man den Gedanken aus Angst vor Ausschluss und Isolation nicht weiter.

    Ein perfektes System aus dem es nur schwer wenn nicht fast unmöglich auszubrechen ist.
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    • Mafi 13.08.2016 14:16
      Highlight Wie hast du es denn geschafft? Musstest du sämtliche Kontakte zu deiner Familie/Bekannten abbrechen?
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    • Hoppla! 13.08.2016 18:58
      Highlight Vor allem der psychische Druck ist immens. Durch die "Isolation" in einer eigene Welt verzichtest du dann auf (fast) alle Freunde und viele Familienangehörige.

      Wie du sagst; ein perfektes und perfides System.
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    • OnePercent 14.08.2016 09:31
      Highlight Geschafft habe ich es mit Glück und Willen. Von 0 etwas in der normalen, für mich neuen und fremden Welt aufzubauen.

      Bis heute ohne Kontakt zu meiner Famile....

      Was dich nicht umbringt, macht dich stärker!
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  • Follower 13.08.2016 10:20
    Highlight Obwohl die Zeugen Jehovas klar als Sekte gelten, gefällt mir Ihr Vorschlag trotzdem nicht. Ich habe grossen Zweifel, ob Leute wie Sie das rechte Augenmass hätten...
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    • You will not be able to use your remote control. 13.08.2016 16:37
      Highlight Jo, das wird ein schlechter Witz: Er hat eher das linke Augenmass.
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    • Pasionaria 13.08.2016 17:39
      Highlight oh Follower - intuitiv haben Sie sehr wahrscheinlich den richtigen Namen gewählt. Welcher Sekte followen Sie?
      Bei diesem psychisch misshandelten Kinder-Thema, und andern in dieser Richtung, geht es nicht um's Augenmass, sondern ums HINSCHAUEN und ums entsprechende HANDELN, wie es der gelungene Blogbeitrag vorschlägt.

      Danke, Herr Stamm, für Ihre schwierige Aufgabe der Aufklärung, des MissständeAufzeigens, sowie der Hilfestellung für Missbrauchsopfer.


      Youwillnot be...... um 16.37, hm, hat in der Tat was Erfreuliches auf sich!
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  • lily.mcbean 13.08.2016 09:55
    Highlight Mit ihrem letzten Abschnitt haben Sie wahrscheinlich noch recht...leider!
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    • Oban 13.08.2016 23:17
      Highlight Solange bei uns viele Menschen auf dem religiösen Auge blind sind, wird sich nichts ändern. Wir erleben das z.B. an Debatten über Kirchenglocken in der Nacht. Es ist noch immer so das Christentum ist bei uns eine heilige Kuh, die nicht angetastet wird. Vielleicht braucht es eine andere Religion die ihre Kinder ebenfalls indoktriniert das uns mal die Augen geöffnet werden.
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Der Papst will schwule Kinder therapieren. Und was ist mit seinen pädophilen Priestern?

Franziskus leistet sich einen Sündenfall der gröberen Art.

Papst Franziskus wird von vielen Katholiken als der sanfte, barmherzige Hirte empfunden, der ein Herz für Arme und Minderheiten hat. Seine bescheidene, gütige Art kontrastiert zu den hölzernen Auftritten seines Vorgängers Benedikt XVI., der eher als Funktionär denn Seelsorger wahrgenommen wurde.

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