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Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Mitte, spricht am Liechtensteiner Staatsfeiertag, am Mittwoch, 15. August 2018, in Vaduz. Der Staatsfeiertag wird seit 1940 gefeiert und haengt eng mit dem Geburtstag von Fuerst Franz-Josef II. am 16. August zusammen. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Der Erbprinz von Liechtenstein Alois Philipp Maria spricht sich für die Monarchie aus. Bild: KEYSTONE

Monarchie noch zeitgemäss? «Jep» – findet jedenfalls der Thronfolger von Liechtenstein



Erbprinz Alois Philipp Maria von und zu Liechtenstein, sieht die Monarchie nicht als Auslaufmodell. In Interviews mit der «Südostschweiz» und «Schweiz am Wochenende» sagte der Thronfolger Liechtensteins, die Monarchie habe gegenüber einer Republik auch Vorteile.

Eine Monarchie als Staatsform bringe nämlich Stabilität, Kontinuität und eine langfristige politische Ausrichtung, weil das Staatsoberhaut nicht alle paar Jahre wiedergewählt werden müsse. Er brauche zudem seine Politik nicht auf die jeweils letzten Meinungsumfragen auszurichten.

Für ihn als Monarch sei es obendrein einfacher, eine neutrale, vermittelnde Rolle zwischen den Parteien einzunehmen und sich für Minderheiten einzusetzen, weil viele dieser Anliegen in einem Wahlprozess untergingen.

Auch unpopuläre Themen könne er rascher auf das politische Parkett bringen. Als Beispiele dafür führt der Thronfolger Liechtensteins etwa die Altersvorsorge und die Pflegefinanzierung an, die von der Politik immer gerne in die nächste Legislaturperiode verschoben werden würden. Auch die Neuausrichtung des Finanzplatzes nach der jüngsten Finanzkrise habe in der Monarchie einfacher eingeleitet werden können.

Rückhalt beim Souverän

Das Volk in seinem Land sei mit dieser Staatsform durchaus zufrieden. Schliesslich sei Liechtenstein eine Mischung aus Monarchie und direkter Demokratie, weil das Volk dem Fürsten in einer Volksabstimmung durch einfache Mehrheit das Misstrauen aussprechen oder sogar die Monarchie ganz abschaffen könne.

Der Rückhalt für diese Staatsform sei in Liechtenstein sogar sehr gross. Dies führt Erbprinz Alois nicht zuletzt darauf zurück, dass viele Menschen einer kurzfristigen Politik überdrüssig seien, die von parteipolitischen Entscheiden und Populismus geprägt sei. «In Zeiten des Umbruchs und Unsicherheiten suchen sie stabile Werte und langfristige Orientierung», betonte er. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 09.09.2018 06:52
    Highlight Highlight Es gibt Menschen welche für das Allgeimnwohl der Meenschen einstehen und handeln. Wenn ein solcher Mensch am Hebel der Macht sitzt, kann er als Monarch, Oligarch, Diktator oder Im Westen schlicht Milliardär genannt, viel Gutes bewirken. Wenn er ein scglechter Mensch ist halt auch das Gegenteil.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 08.09.2018 07:47
    Highlight Highlight Müsst mal Lesen was die Fürsten alles könn(t)en. Parlament enmachten und so. Hehe.

    Schade dass der nicht auf "Meinungsumfragen" angewiesen ist. Wäre doch besser zu erfahren was "sein" Volk so will. Während man sich die meiste Zeit ausser Landes befindet.

    Und das mit den Minderheiten nehme ich ihm nicht ab.
    Lichtenstein, der einzige Rohstoff dens da gibt sind Briefkasten. Mal schauen wies kommt.
    • Ökonometriker 08.09.2018 10:06
      Highlight Highlight Das Volk kann dafür den Fürsten entlassen. Damit empfiehlt es sich für den Fürsten nur die Regierung zu entlassen, wenn das Volk dies auch akzeptiert.
  • Jein 08.09.2018 07:44
    Highlight Highlight Wenn man im Artikel das Wort "Monarch" durch "Autokrat" ersetzt erhält man genau das was Diktatoren über sich selbst sagen...
    • offspring 08.09.2018 07:56
      Highlight Highlight Passender Nickname. ;)

      Jein, denn das Volk hat an der Urne die Möglichkeit die Monarchie zu beenden. Meines Wissens har das Volk in einer Diktatur diese Möglichkeit nicht.
    • mxpwr 08.09.2018 08:48
      Highlight Highlight Prinzipiell ein schlechtes System. In den letzten Jahrzehnten hat Liechtenstein in der Realität aber wohl tatsächlich davon profitiert.
    • Ökonometriker 08.09.2018 10:03
      Highlight Highlight Auch eine Autokratie könnte hervorragend funktionieren - wenn sie, und das ist der springende Punkt, mit direkter Demokratie kombiniert wird und das Volk den Autokraten per Gesetz abschaffen könnte, wie das in Liechtenstein der Fall ist. Der Fürst kann umgekehrt die Regierung entlassen und das Volk dann eine neue Regierung wählen lassen. Er überwacht so quasi die Regierung. Ein Trump wäre in LIE nicht möglich.

      Das Problem bei der Monarchie ist, dass sie auf Erbfolge beruht. Was aber, wenn mal eine Flasche die Thronfolge antritt?
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