International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach dem Bombenanschlag wächst in Nordirland die Angst vor Rückkehr der Gewalt 



Forensic investigators at the scene of a car bomb blast on Bishop Street in Londonderry, Northern Ireland, Sunday, Jan. 20, 2019. Northern Ireland police and politicians have condemned a

Bild: ap

Zwei Tage nach dem Autobombenanschlag in der nordirischen Stadt Derry hat die Polizei am Montag einen 50-jährigen Mann festgenommen. Vier Männer im Alter von 20 bis 42 Jahren waren bereits am Sonntag festgesetzt worden.

Nordirlands stellvertretender Polizeichef Mark Hamilton bezeichnete den mutmasslich von einer Splittergruppe der irisch-republikanischen Untergrundorganisation IRA, der sogenannten New IRA, verübten Anschlag als «den vermutlich bedeutendsten Angriff der vergangenen Jahre».

Seit langer Zeit sei kein derartiger Sprengsatz mehr in der britischen Provinz gezündet worden, sagte Hamilton der BBC. «Das ist eine Hochrisiko-Taktik.»

In this photo taken on Saturday, Jan. 19, 2019, a police officer with a sniffer dog are near the scene of a suspected car bomb on Bishop Street in Londonderry, Northern Ireland. Northern Ireland politicians are condemning a car bombing outside a courthouse in the city of Londonderry. The device exploded Saturday night as police, who had received a warning, were evacuating the area. The Police Service of Northern Ireland posted a photograph of a vehicle in flames and urged the public to stay away. (Steven McAuley/PA via AP)

Bild: AP/PA

Die Explosion hatte sich am Samstagabend vor einem Gerichtsgebäude im Zentrum der zweitgrössten Stadt Nordirlands ereignet. Verletzt wurde niemand. Vor der Detonation war eine Bombendrohung eingegangen. Die Gegend wurde daraufhin geräumt. Hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht, darunter viele Kinder.

Militante Gruppen

Derweil wächst die Sorge, dass die Turbulenzen rund um den geplanten EU-Austritt Grossbritanniens militanten Gruppen in Nordirland in die Hände spielen könnten.

«Der Brexit wird zweifellos als Ausrede für Republikaner angesehen werden, um den britischen Staat mit Gewalt von der irischen Insel zu vertreiben», sagte der Mediator Michael Doherty am Montag der Nachrichtenagentur DPA.

Doherty vermittelt seit Jahrzehnten bei Konflikten zwischen Protestanten und Katholiken. Er steht dafür auch in Kontakt mit paramilitärischen Gruppen.

Die Zeitung «Irish Independent» titelte am Montag: «Bombe der Oppositionellen nährt Angst vor Rückkehr des Terrors nach dem Brexit.» Im Leitartikel des Blattes hiess es: «Vorfälle wie der Bombenanschlag in Derry erinnern uns daran, dass die Gefahr einer 'harten' oder sichtbaren Grenze wirklich eine Zielscheibe für jene stumpfen Rowdys wäre, die uns alle in unsere jüngste dunkle Vergangenheit zurück befördern wollen.»

Grenzkontrollen befürchtet

Im Falle eines harten Brexit droht die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Mitglied Irland.

Irland will eine «harte Grenze» verhindern, auch um das Karfreitagsabkommen von 1998 zu schützen. Wesentlicher Bestandteil des Abkommens ist eine Grenze ohne Kontrollen zwischen Nordirland und Irland.

In Nordirland hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft. 3500 Menschen starben in dem Konflikt. (aeg/sda/afp/dpa)

Ex-Linksterrorist nach 40 Jahren an Italien ausgeliefert

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Historische Bilder aus der Schweiz

Ab in die Badi! Das sagten sich auch schon unsere Grosseltern – und so sah das damals aus

Link zum Artikel

Was Menschen früher am Sonntag so trieben ...

Link zum Artikel

47 Bilder zeigen, was die Models Backstage so trieben, als es noch keine Smartphones gab

Link zum Artikel

Anno dazumal auf dem Bürgenstock: 29 wahnsinnig schöne Bilder von Audrey Hepburn                 

Link zum Artikel

Als es am Gotthard noch gemütlich zu und her ging

Link zum Artikel

Vertraut und doch ganz anders – so sah die Schweiz vor hundert Jahren aus

Link zum Artikel

Nazi-Schmierfinken, Mord und Blechschaden: Polizeibilder aus Zürich von damals

Link zum Artikel

Grossartige Fotos aus Basel, als über dem Birsig noch Plumpsklos hingen

Link zum Artikel

Fantastische Bilder aus einer Zeit, in der in Zürich noch keine Hipster rumkurvten

Link zum Artikel

Wow! So sah Luzern aus, bevor die Japaner die Stadt ins Internet gestellt haben

Link zum Artikel

Diese Bilder beweisen, dass es in Bern schon früher gemütlich zu und her ging

Link zum Artikel

In Farbe: Vor exakt 70 Jahren wurde Winston Churchill in Zürich wie ein Superstar empfangen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Das ist ganz klar ein Terrorist» Warum rechte Gewalt keine psychische Krankheit ist

Nach dem Terroranschlag in Christchurch suchen Experten Gründe, warum ein Mensch zu solch einer Tat fähig ist. Der deutsche Politikwissenschaftler Hajo Funke warnt davor, rechtsextreme Überzeugungstäter zu pathologisieren.

Herr Funke, es herrscht Uneinigkeit darüber, wie man den 28-jährigen Australier, der in Christchurch mutmasslich 50 Menschen getötet hat, nennen soll: Amokläufer, Terrorist, Psychopath. Welches ist die richtige Bezeichnung?Hajo Funke: Er ist ganz klar ein Terrorist. In seinem Manuskript hat er geschrieben, dass er sich in der Tradition von Andres Breivik und dem Attentäter von Charleston sieht. Er benutzt dieselben Argumente wie die rechtsextremen Identitären, die von einer Umvolkung …

Artikel lesen
Link zum Artikel