Leben
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Bild: «my girl»/Columbia Pictures Corporation

Der erste Kuss! 15 Zungen erinnern sich zurück

Auf einem Bänklein, beim Flaschendrehen, auf dem Pausenplatz oder auf einer grauen Strasse ist es passiert. Der erste Kuss.

Team watson
Team watson



Die Namen sind aus Anonymitätsgründen der Mythologie entnommen. Ausser einer. 

Persephone, heute 40.
«Bei meinem ersten Kuss war ich acht, und er war sieben und der Nachbarsbub. Wir hatten schon seit einem Jahr beschlossen, dass wir ‹heuraten› wollten. Dann gingen wir auch noch im gleichen Schulzimmer zur Schule. Sowas gab es früher auf dem Land, dass zwei Jahrgänge im gleichen Zimmer parallel unterrichtet wurden. Und soviel Nähe war dann zuviel, wir wussten: Jetzt oder nie. Auf dem Heimweg küssten wir uns. Genau einmal. Es war Mittag. Der Himmel war grau, die Strasse, auf der wir standen, auch. Der Kuss war eklig. Sehr, sehr eklig. Kalte Bubenspucke schlabberte um meinen Mund. Ich wollte ihn danach nicht mehr ‹heuraten›.»

Odysseus, heute 25.
«Es geschah auf dem Pausenplatz. Ich war etwa zehn oder so, meine damalige Freundin zwei Jahre älter. Es war Winter und es hat leicht geschneit. Wegen eines lädierten Knies musste ich an Krücken gehen. Wir haben gequatscht und mit der Katze des Hausabwarts gespielt. Dann haben wir uns geküsst. Total unspektakulär. Ich fand es bitz grusig, war aber total verliebt. Danach bin ich rückwärts nach Hause gelaufen, um sie möglichst lange noch zu sehen. Sie hat sich nicht nach mir umgedreht.»

Hephaistos, heute 52.
«Mein erster Kuss war in Olten. Ja, auch in Olten wird geküsst. Und zwar auf einem Bänkchen irgendwo im Wald unterhalb vom Säli-Schlössli. Es war ein schöner Tag Ende Mai. Ich war 19. Der Kuss kam nicht unerwartet, und trotzdem war ich nur noch: WOW! So weich und feucht, so schmieg und schmatz, so neu und aufregend. Ich hätte am liebsten nicht mehr damit aufgehört. Die ersten Küsse sind entschieden die besten. Oder zumindest die Erinnerung daran.»

Kirke, heute 35.
«Ich war 13, er zwei Jahre älter. Ich seh ihn noch vor mir, als wär’s gestern gewesen. Ein Italiener, tiefbraune Augen, gelocktes braunes Haar, volle Lippen. Das konnte nur gut kommen. Höhö. Kommen. Jedenfalls wusste ich durch genauste Recherche bei Dr. Sommer, dass der erste Kuss mit so einem Typen nur perfekt werden kann. So sassen wir am Bahnhof Winterthur auf einem Bänkli, als er zum Angriff überging, ich meine Augen schloss und den wohl magischsten Moment meines Lebens erwartete. Schlussendlich war’s als hätte man einen Mixstab mit Fleischaufsatz in meinen Mund gesteckt. Dies dauerte etwa drei Minuten, bis mein halbes Gesicht nass war. Danach erachtete mein Prinz Charming seinen Job wohl für vollbracht und er legte seine Zunge wie einen toten Fisch in meinen Mund und gab mir so zu verstehen, die Waschmaschinen-Motoren-Arbeit sei nun meine Aufgabe. Schön war’s.»

bild: shutterstock

Zeus, heute 40.
«Ich will nicht darüber reden.»

Elektra, heute 22.
«Ich war 14, sie war 16. Meine beste Freundin und ich beschlossen an einem Samstagabend, uns am Rotwein meiner Eltern zu vergreifen und uns dann gegenseitig zu entjungfern – also kusstechnisch. Nach ein paar grossen Schlucken waren wir also so weit. Dachten wir. Doch es dauerte nochmal 40 Minuten, bis wir es dann tatsächlich wagten. Es war schön und mit der Zeit vergass ich sogar, dass es die Zunge meiner besten Freundin war, die ich da spürte. Danach gaben wir uns gegenseitig Feedback. Mit Tipps, was man besser machen kann. Darüber bin ich heute noch froh – und die Jungs bestimmt auch.»

Agamemnon, heute 37.
«Ich war 13 und hatte eine Freundin, die ich etwa ein Jahr lang scheu auf die Lippen küsste. Bis zu diesem Tag, an dem sich ihre Zunge plötzlich in meinen Mund verirrte. Schock. Meine Augen, weit aufgerissen. Als sie die ihren kurz öffnete und dieses Makels gewahr wurde, sagte sie sanft: ‹Das ist nicht romantisch. Die Augen haben geschlossen zu sein› – und steckte ihre Zunge wieder rein.» 

Bild

bild: bild: tumblr/gaylove

Adonis, heute 30.
«Ich hatte mit 13 oder 14 eine Freundin, weil ich mir selbst nicht eingestehen wollte, dass ich gar nicht auf Mädchen stehe. Und weil es der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, auch nicht wollte. Es fing mit Händchenhalten und all dem kleinen Kram an, bis sie mich irgendwann fragte: ‹Darf ich dich küssen?› Jede Faser meines Körpers zog sich zusammen, aber ich sagte natürlich Ja. Es war der schrecklichste Kuss ever – eine Mischung aus Selbstverleugnung, Scham vor der Gesellschaft und ganz ganz viel fremder Spucke. Neben dem eigentlichen Unwillen meinerseits war es wirklich ein nasser und grausliger Kuss. Danach wollte ich nie wieder küssen.»

Medusa, heute 31.
«Es geschah im zarten Alter von 15. Auf einer Party einer Freundin. Wir nannten das Disco damals. Ich hab etwa 17 Mal mit ihm getanzt, dermassen verschossen war ich. Obwohl sein ganzer Körper nach dem übelriechendsten Parfum der Welt stank. Es war eines dieser billigen, viel zu intensiven Teeniedüfte, die Nasen sterben lassen und Köpfe zum Zerbersten bringen. Er küsste mich. Ich dachte, Liebe überwinde alles. Mir wurde trümmlig. Und dann speiübel.»

Dionysos, heute 24.
«Ich war in der 6. Klasse und wurde von Klassenkollegen angestiftet, ein Mädchen aus meiner Klasse zu fragen, ob wir ‹miteinander gehen wollen›. Sie hat gesagt, ich müsse meine Liebe erst mit einem Kuss beweisen. Ich hab also meinen gesamten vorpubertären Mut zusammengenommen und sie geküsst. Später an dem Tag habe ich sie gefragt, ob wir mit Zunge küssen könnten. Sie wollte wissen, wie das gehe, ich streckte meine Zunge raus und sagte ‹ssso›. Nach dem Kuss hat sie mir gesagt, ich sabbere. Naja, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, gopfertami!»

Bild

bild: weheartit

Medea, heute 29.
«Wir waren alle etwa 14. Meine beste Freundin, ihr Schwarm und ich sind gemeinsam an irgendeinem Dorffest. Ich war das klassische fünfte Rad. Den ganzen Abend. Sie total verliebt um ihn herumgeschwirrt, er arschcool und nicht interessiert. Ich meist gegähnt. Irgendwann geht beste Freundin aufs Klo und ich gähne immer noch und habe auf einmal eine Zunge im Hals. Und dann höre ich Gekreische. Die beste Freundin war auf einmal wieder da, weil sie ihren Ligploss vergessen hatte und musste also mitansehen, wie ihr Schwarm versucht, mich wiederzubeleben. Drama, Drama, Drama. Erster Kuss fürn Arsch.»

Achilles, heute 46.
«Ich war etwa 16. Sie hiess Chris, war wunderschön, erfahren (so vermutete ich), und lieber mit älteren Semestern zusammen. Doch eines Abends im Skilager landeten wir miteinander im Schnee. Als sie mich unverhofft küsste, war ich hin und weg. Sie schmeckte süss, war zärtlich und wild. Und ich den Rest des Lagers liebeskrank.»

Penelope, heute 29.
«Ich war 13, als wir endlich keine Kindergeburtstage mehr feierten, sondern all meine Klassenkameraden reihum richtige Partys (ohne Eltern) veranstalteten. Wir spielten eine Abart von Flaschendrehen ohne Flasche – und das ging so: Alle Mädchen sitzen in einer Reihe und die Jungs gehen nacheinander zu jedem Mädel und fragen: ‹Schwarz, rot oder gold?› Bei schwarz gibt's einen Kuss auf die Wange, bei rot einen auf den Mund und bei gold einen mit Zungeneinsatz. Und da sich längst rumgesprochen hatte, dass es sich bei Fabio um einen ganz besonders guten Küsser handeln sollte, nahm ich bei ihm all meinen Mut zusammen und sagte – natürlich betont lässig – ‹Gold!›. Und die anderen Mädels hatten recht. Das war wirklich schön. Kein toter Fisch, kein Beisser und auch kein Spucke-Monster.»

Kassandra, heute 29.
«Wenn man auf dem Land gross wird, kann es passieren, dass man mit ungefähr 14 irgendwo auf einem Dorfplatz seinen ersten Zungenkuss kriegt. Bei mir war es auf einem Bänkli vor dem Gasthaus Sternen. Der Kuss war wie der Sternen. Ganz nett, aber irgenwie langweilig und belanglos. Etwas irritierend war, dass die ganze Dorfjugend dabei zugeschaut hat. Wir hatten leider kein ‹Rüümli›, und nach Hause nehmen wollte ich ihn beim besten Willen nicht.»

Zukkihund, heute 38.
«Ich war 12 und musste nicht weit suchen. Ich schnappte mir das Nachbarsmädchen. Also eigentlich schnappte sie eher mich. Sie kam oft mit ihren zwei kleinen Zwillingsschwestern zu mir nach Hause. Und ich kitzelte die beiden dann. Sie sagte: ‹Du darfst sie nicht so fest kitzeln, sonst machen sie sich in die Hose.› Ich kitzelte weiter. Sie machten sich in die Hose. Und ihre grosse Schwester küsste mich.»

Für all jene, die den Glauben an sie verloren haben: Ewige Liebe existiert

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