Schweiz
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Handguns and sporting guns are displayed at Wyss Waffen gun shop in the town of Burgdorf, Switzerland August 10, 2016. Picture taken August 10, 2016.   REUTERS/Arnd Wiegmann     TPX IMAGES OF THE DAY

Ein Waffenladen in Burgdorf (BE): Das Geschäft mit den Schiesseisen läuft. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Analyse

Die Schweiz wird immer friedlicher – aber die Schützen rüsten auf

In der Schweiz spielt sich Seltsames ab: Die Kriminalität ist rückläufig, gleichzeitig steigt die Zahl der Waffenverkäufe. Einer der Gründe ist die Verschärfung des Waffenrechts in der EU.



Das Schweizer Fernsehen ermöglichte in letzter Zeit interessante Einblicke in die Niederungen des Volksempfindens. Kürzlich berichtete die «Rundschau» über Wutbürger, die im Internet ihren verbalen Müll abladen – gegen Ausländer, gegen (vorab linke) Politiker, gegen den Islam. Letzte Woche folgte ein «Dok»-Film über den Waffenwahn vieler Menschen in der Schweiz.

Sie verkörpern eine bizarre, ja paranoide Mentalität. «Jeder Bürger soll das Recht haben, mit einer Waffe auf der Strasse herumzulaufen. Das würde den gegenseitigen Respekt erhöhen, und wenn es brenzlig wird, könnte man sich auch wehren», sagt ein Büchsenmacher aus der Ostschweiz. Als ob die Schweizer Strasse eine Kampfzone wäre, in der man sich «Respekt» verschaffen muss.

Der «Dok»-Film in voller Länge. video: srf

«Schütze sich, wer kann – Mit Waffen gegen die Angst», lautet der Titel des «Dok»-Films. Es ist eine Maxime, der immer mehr Menschen nachleben. Die Zahl der Waffenverkäufe hat im letzten Jahr praktisch in allen Kantonen zugenommen, teilweise um bis zu 50 Prozent. Die Schweiz rüstet auf, oder zumindest jener Teil, der sich durch Terroranschläge und Gewaltdelikte verunsichert fühlt.

Aufruhr wegen EU-Waffenrecht

An der Waffenbörse in Luzern herrschte am letzten Wochenende Hochbetrieb, trotz lahm gelegtem Hauptbahnhof. Neben der Angst vor Gewalt sind die Schützen vor allem aus einem Grund in Aufruhr: Letzte verabschiedete das EU-Parlament ein verschärftes Waffenrecht. Die Schweiz als Schengen-Staat muss es übernehmen, sonst droht der Ausschluss aus dem Abkommen.

Der Schweizer Schiesssportverband (SSV) kündigte prophylaktisch das Referendum an und hielt in einer Mitteilung fest, damit werde «auch ein Austritt aus dem Schengen-Vertrag in Kauf genommen». Das Fernsehen legte am Dienstag mit einem «Club» zur «Aufrüstung» der Schweiz nach, in dem lauter vernünftige Menschen eine entsprechend dröge Diskussion führten.

Weniger Einbrüche

Wie schlimm aber ist es wirklich? Muss man sich nun ein Waffenarsenal anlegen, weil die Eidgenossenschaft bald in Anarchie und Chaos versinkt? Die Realität sieht ganz anders aus, die Schweiz ist so friedlich wie wohl nie zuvor. Das zeigen die diese Woche veröffentlichten Zahlen aus der Kriminalstatistik 2016. Besonders stark abgenommen hat die Zahl der Einbrüche.

Feature zum Thema Internet Sicherheit, Cyber Kriminalitaet und Datenschutz anlaesslich einer Medienkonferenz ueber das Kompetenzzentrum Cybercrime der Staatsanwaltschaften und der Kantonspolizei unter Einbezug der Stadtpolizei Zuerich am Mittwoch, 15. Februar 2017.
(KEYSTONE/Nick Soland)

Gegen Cyberkriminalität sind Knarren machtlos. Bild: KEYSTONE

Frappierend ist auch der Rückgang bei der Jugendkriminalität, sie hat sich seit 2009 halbiert. Die Berichte über straffällige Jugendliche vorab aus dem Balkan, die vor zehn oder 15 Jahren noch häufig in den Medien erschienen, sind so gut wie verschwunden. Mit gutem Grund: Die damaligen «Problemjugendlichen» sind erwachsen geworden, sie haben Beruf und Familie.

Mehr Cybercrime

Nicht alles ist eitel Sonnenschein. Bei schweren Gewalttaten wie Tötungen und Vergewaltigungen wurde 2016 tatsächlich eine Zunahme verzichtet. Solche Delikte ereignen sich aber überwiegend im Familien- und Bekanntenkreis. Der anonyme Mörder oder Vergewaltiger, der sich auf unschuldige Opfer stürzt, ist in diesem Land eine seltene Erscheinung.

Eine Sorte Verbrechen erlebt in den letzten Jahren aber in der Tat einen Boom: Die Cyberkriminalität. Genau in diesem Bereich aber stösst der aktuelle Waffenfimmel an seine Grenzen. Gegen den Online-Gangster, der irgendwo im Ausland sitzt und Konten hackt oder Computer blockiert und sie nur gegen Lösegeld wieder freigibt, kann eine Knarre nichts bewirken.

Das beeindruckt die im «Dok»-Film porträtierten Leute nicht. Sie lassen sich durch spektakuläre Einzeltaten stärker beeinflussen als durch amtliche Statistiken. Etwa den Vierfachmord von Rupperswil, ein in mancher Hinsicht rätselhaftes Verbrechen. Eine medizinische Praxisassistentin, die unweit des Tatorts wohnt, hat sich deswegen eine Pistole angeschafft. Und muss sie in einem Tresor verwahren, damit die Enkelkinder sie nicht in die Finger bekommen.

Ausnahmen für Sturmgewehr

Ein Typ mit Walross-Schnauz kennt niemanden, der angegriffen worden wäre. Er stützt seine Überzeugung, dass die Welt viel unsicherer geworden ist, auf Medienberichte ab: «Ich glaube nicht, dass sie in der Presse nur Scheissdreck schreiben, es muss etwas dran sein.» In dieser Welt ist die «Lügenpresse» offenbar vertrauenswürdiger als statistische Zahlen.

ARCHIVBILD ZU DEN LAUT FRIEDENSFORSCHUNGSINSTITUT SIPRI GESTIEGENEN RUESTUNGSEXPORTEN, AM MONTAG, 20. FEBRUAR 2017 ---- Sturmgewehre der Schweizer Armee liegen in einer Kiste anlaesslich der Entlassungsinspektion des Kanton Zuerich in der Kaserne Reppischtal, am Dienstag, 13. September 2016, in Birmensdorf. Am heutigen Tag werden rund 374 Soldaten aus dem Bezirk Winterthur entlassen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Armee-Sturmgewehre dürfen sich weiter in Privatbesitz befinden. Bild: KEYSTONE

Dies erklärt auch die (Über-)Reaktion auf das EU-Waffenrecht. Die Waffenlobby in Europa hat der Vorlage, die als Reaktion auf die Pariser Terroranschläge vom November 2015 erarbeitet wurde, einige Zähne gezogen. Auch die Schweiz konnte eine Sonderregelung für den privaten Besitz von Armee-Sturmgewehren herausholen.

Bleiben zwei heikle Punkte: Ausserhalb des Militärdienstes sollen nur Magazine mit maximal zehn Schuss Munition verwendet werden dürfen. Beim Schweizer Sturmgewehr sind 20 Schuss die Regel. Auch die geforderte Datenbank für die erteilten Lizenzen zum Schusswaffenbesitz dürfte auf Widerstand stossen. Ein solches Register war 2011 mit der Waffen-Initiative abgelehnt worden.

Aus für Fahndungssystem?

Der Schiesssportverband begibt sich in den politischen Schützengraben. «Ich erwarte, dass schon das Parlament jede neue Auflage für die Schützen ablehnt», sagte die ehemalige Berner FDP-Regierungsrätin und SSV-Präsidentin Dora Andres der «NZZ am Sonntag». Andernfalls ist das Referendum programmiert, das der SSV mit 130'000 Mitgliedern problemlos stemmen könnte.

Noch ist aber nicht klar, wie die Schweizer Umsetzung konkret aussehen wird. Und Angst vor einer Abstimmung ist nicht angebracht. Es ist fraglich, dass sich die Minderheit der Ballerfreunde durchsetzen kann. Die Alternative wäre ein Ausschluss aus dem Schengen-Abkommen und damit aus dem europäischen Fahndungssystem SIS. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) warnt vor Nachteilen für die Schweiz.

Zehnschüssige Magazine wirken im Vergleich wie das kleinere Übel.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Charlie Runkle 31.03.2017 15:29
    Highlight Highlight Hab die Sendung gesehen, die gute Frau wird sich früher oder später selbst verletzen wenn nicht töten. Die Anderen scheinen mir nicht die Intelligenz mit dem grossen Löffel gegessen zu haben.

    Das einzige plausible Argument um Waffen zu sammeln und horten ist die zu 99% kommende Zombieinvasion.
  • piedone lo sbirro 31.03.2017 10:36
    Highlight Highlight die angstpolitik der SVP trägt früchte, die superpatrioten rüsten auf und fühlen sich in falscher sicherheit.
    die bürgerliche waffenlobby sagt danke und füllt sich die taschen.

    http://www.watson.ch/Schweiz/Serie%20-%20Lobbyisten%20im%20Bundeshaus/638608592-Die-Waffenlobby-ist-nicht-sonderlich-beliebt-–-dank-Jakob-Büchler-kriegt-sie-trotzdem--was-sie-will

    http://lobbywatch.ch/de/daten/parlamentarier/61/Büchler%20Jakob

    http://www.infosperber.ch/Politik/Die-grosse-Angst-vor-der-Waffenlobby
    • Nikite 02.04.2017 17:19
      Highlight Highlight Um etwas kritisieren zu können müssen nicht alle von einem selbst vertretenen Standpunkte frei von Zweifel sein.
      Ich gehe mal davon aus dass du schlau genug bist, dass du den wichtigsten Aspekt des WAFFENhandels bewust unterschlagen hast. Nämlich der bei dem es um WAFFEN geht.
      Es besteht generell eine grosse gesellschaftliche Einigkeit, das Waffen gefährlich und meist unerwünscht sind. Deshalb ist der restriktive Umgang in der Schweiz momentan der richtige.

      Mit deinen Wortdehnübungen liesse sich übrigens der Handel mit jeder illegalen Substanz oder jedem illegalen Gegenstand verteidigen.
  • just sayin' 31.03.2017 07:42
    Highlight Highlight warum kommt mir spontan hier brexit in den sinn?

    das schweizer waffenrecht ist tipptopp so wie es ist.
    jeder mit klarem verstand sieht, dass es in der schweiz kein "waffenproblem" gibt.

    sollte unsere politik versuchen auch diesen schwachsinn der eu bei uns einzuführen (vors volk zu bringen), wird folgendes passieren:

    -der schiesssport wird seine mitglieder mobilisieren
    -es werden mehr (sonst liberale) menschen sich nach rechts orientieren müssen
    -schengen wird plötzlich grundsätzlich hinterfragt und die schweiz wird sich lossagen

    bravo! realitätsfremde pseudo-gutmenschen!
    gut gemacht!
  • Eskimo 30.03.2017 19:31
    Highlight Highlight Denkt die EU wirklich dass Attentäter nun die kleineren Magazine verwenden weil die grösseren verboten sind??? 😂
    • atomschlaf 31.03.2017 05:29
      Highlight Highlight Es geht doch nicht um die Attentäter.
      Die sind bloss ein willkommener Vorwand.
      Es geht darum, dass die Mächtigen Angst vor einer bewaffneten Bevölkerung haben.
    • Gowynda 31.03.2017 07:37
      Highlight Highlight So wie ich das sehe, haben eher grosse Teile der Bevölkerung Angst vor einer Bewaffneten Bevölkerung
    • Gowynda 31.03.2017 16:16
      Highlight Highlight @Stipps Ich muss dier wohl recht geben. Mein Kommentar war wohl zu vereinfacht. Keineswegs war es mein Ziel Angst vor dem "anderen Teil der Bevölkerung " zu erwecken, sondern viel mehr einer simplen Argumentation mit einer simplen Gegenargumentation zu entgegnen, die Qualität einer solchen Vorgehensweise sei dahingestellt. Die Befürwortung eines strengen Waffengesetzes rührt eher ethischen Überlegungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kommt schon gut 30.03.2017 15:20
    Highlight Highlight Mein Sohn ist knapp 16, 165 cm gross (klein), wiegt ca. 50 Kilo und ist Kleinkaliberschütze.

    Allerdings gehören Waffen für ihn in den Schiesskeller verbannt. Gut so.

    Selbstvertrauen definiert er über Sozialkompetenz, nicht über Kugeln.
    • Charlie Runkle 31.03.2017 15:33
      Highlight Highlight Wart ab, in 40 Jahren trägt er einen Wahlrossschnauz bezieht IV und hetzt gegen Ausländer ;-P...
  • Daniel Caduff 30.03.2017 14:42
    Highlight Highlight Gibt es auch Sportschützen, die sich politisch nicht einer Organisation wie ProTell, Pikom, Gruppe Giardino oder einem ähnlichen SVP-Wurmfortsatz verbunden fühlen?

    Ich tippe auf einen sehr kleinen Anteil.

    Vereinfacht gesagt, rüstet der rechte Rand der Schweiz auf. Leute, die von "Asylanten" sprechen, von "Invasoren" und "Umvolkung". Leute, für die die EU die EUDSSR ist.

    In letzter Konsequenz stellt der rechte Rand der Schweiz das Gewaltmonopol des Staates in Frage. Einige fabulieren sogar offen vom "Knall", den sie bald erwarten. Und das ist in der Tat eine höchst bedenkliche Tendenz.
    • Daniel Caduff 30.03.2017 15:05
      Highlight Highlight Jemand mit Israel Flagge im Avatar möchte mir, dessen eidgenössischer Stammbaum bis ins 18. Jahrhundert belegt ist etwas von Schweizer Geschichte erklären :-)

      Ne, ist klar.

      Übrigens schuldest Du mir noch eine Antwort im anderen Thread zur Energiestrategie.
    • Daniel Caduff 30.03.2017 16:21
      Highlight Highlight Thx für die Antwort (ich warte darauf).

      Und sorry, die Anspielung mit Israel hätte in der Tat nicht sein müssen. Ich versuche es wieder sachlicher.

      Aber worauf spielst du in der CH-Geschichte denn an?

      Morgarten? Sempach? Marignano? Sonderbundskriege? Besetzung durch Napoleon? Wiener Kongress? Verlust des Veltlins? Gründung des Jura? Einführung des Frauenstimmrechts?

      Der Bezug auf "Geschichte" ist mir da zu allgemein. Ich wüsste beim besten Willen nicht, was z.b. Marignano damit zu tun haben soll, dass der rechte Rand aktuell so stark aufrüstet.


    • Silent_Revolution 30.03.2017 16:46
      Highlight Highlight Inwiefern beeinflusst ein Avatar oder ein eidgenössischer Stammbaum Geschichtskunde?

      Totschlagargumente um nicht näher auf das Geschriebene eingehen zu müssen.

      Wirklich schwach!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Silent_Revolution 30.03.2017 14:01
    Highlight Highlight Das Problem bei Gesetzen die Gegenstände, Drogen oder sonstiges verbieten oder einschränken wollen ist immer dasselbe. Dem Bürger wird die Handlungsfähigkeit und Mündigkeit genommen.
    Ihm wird die allgemeine Unfähigkeit attestiert mit Waffen und Drogen umgehen zu können. Jeder steht plötzlich unter Generalverdacht und wird kriminalisiert.

    Der Staat hat nicht die Aufgabe Bürger zu bevormunden, im Gegenteil, er sollte Bürger aufklären. Aufklärung funktioniert nie mit Repression.

    Erschreckend wie viele Menschen in diesem Land die Freiheit hassen!
    • Hochen 30.03.2017 14:32
      Highlight Highlight Der unterschied ist aber immernoch das man mit Waffen easy andere Töten kann aber mit Drogen ( Der Strassenverkehr zählt nicht da man da nie unter Drogeneinfluss fahren dürfen sollte!) nicht! Wen einer eine Droge dabei hat und wütent auf mich wird kann er mich damit einfach nicht umbringen!
    • Silent_Revolution 30.03.2017 14:51
      Highlight Highlight Nun gut, nächstes Beispiel. Theoretisch ist jedes Auto eine Waffe mit der man ziemlich einfach eine Menschenmasse töten kann.

      Warum das wohl kaum einer macht? Weil kaum einer Menschen einfach so töten möchte!

      Sollten wir nun Fahrzeuge nur noch an Menschen ohne Strafregister zulassen? Oder gänzlich verbieten?

      Logisch wird es zu Unfällen kommen, wenn Menschen mit Waffen hantieren, das ist nicht zu vermeiden. Genau da muss aufgeklärt werden, dass Unfälle weitestgehend einschränkt werden.

      Im Strassenverkehr gibt es auch immer wieder Unfälle mit tödlichen Folgen.
    • Daniel Caduff 30.03.2017 15:18
      Highlight Highlight @ Silent Revolution

      Das Gefährdungspotenzial der beiden Dinge ist unterschiedlich. Natürlich kannst Du jemanden mit einem Auto / Küchenmesser oder sogar mit der blossen Hand töten.

      Trotzdem werden Kriege selten mit Küchenmessern und VW Golfs geführt.

      Wären diese Dinge vergleichbar, könnte man den Waffenfreunden ja auch raten, sich mit einem Küchenmesser gegen Einbrecher zu schützen. Wieso wollen die das nicht? Weil sie eben genau wissen, dass das Gefährdungspotenzial bei einer Schusswaffe viel höher ist.

      Und natürlich ist der Zweck der Waffe das Töten, aber nicht der Zweck des Autos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 30.03.2017 13:02
    Highlight Highlight Nichts gegen Sie oder ihren Artikel Herr Blunschi, aber bei diesem Glaubenskrieg für oder gegen Waffen, würde besser ein Sektenexperte wie Hugo Stamm den Artikel schreiben, denn wie wir wissen hilft bei gläubigen Fundamentalisten keine rationale Argumentation mehr.
  • Denk nach 30.03.2017 12:50
    Highlight Highlight Ein Terrorist hat so oder so ein grösseres Magazin und eine illegale Waffe. Mit einem 10er Magazin können weder Familien Dramas noch Selbstmorde verhindert werden. Also was soll diese idiotische Regelung?

    Wenn Gesetze, dann bitte etwas das auch greift! Ansonsten wird nur der Markt für kleine Magazine gefördert... Welche dann nur ehrliche Sportschützen kaufen, die sich an die Regeln halten und halten wollen.

    PS: in der einseitigen Berichterstattung des SRF wurden leider sehr komische Personen interviewt, die sich zwar als Sportschützen schimpfen, aber definitiv keine sind!
  • demokrit 30.03.2017 12:43
    Highlight Highlight "Bei schweren Gewalttaten wie Tötungen und Vergewaltigungen wurde 2016 tatsächlich eine Zunahme verzichtet." - Dieser Artikel demontiert sich mit diesem Fakt doch eigentlich selber. Die Zunahme der Waffenkäufe ist bloss ein Symptom für falsche (Asyl-)Politik. Diesem Import von unverträglichen Geistern aus Kulturen mit patriarchalsten Frauenbildern ist nun unter anderem geschuldet, dass Greti und Pleti eine Waffe kauft und eine Schnellbleiche im Schiesskeller absolviert (wenn überhaupt). Damit erhöhen sie nicht ihre Sicherheit, aber gefährden sich selber, die Allgemeinheit und ihre Liebsten.
    • reto. 30.03.2017 14:14
      Highlight Highlight @demokrit: Lesen sie den Absatz weiter: "Solche Delikte ereignen sich aber überwiegend im Familien- und Bekanntenkreis."
      Die Zunahme von Tötungen und Vergewaltigungen auf die CH-Asylpolitik zurückzuführen, ist unwahr und dumm. Der Waffenboom ist nicht die Schuld von Flüchtlingen, die hier ein Leben suchen, sondern der unbändigen Verbreitung von Hass und Angst des rechts-nationalistischen Milieus, die Fakten verdrehen und Emotionen manipulieren.
    • demokrit 30.03.2017 16:35
      Highlight Highlight Und? Auch im Bekanntenkreis kann eine Schusswaffe ein Notwehrmittel sein. Interessant ist auch die Aussage: "Der anonyme [..] Vergewaltiger, der sich auf unschuldige Opfer stürzt, ist in diesem Land eine seltene Erscheinung." Als ob Vergewaltigungsopfer mitschuldig wären.

      Ich habe die Zunahme der Tötungen und Vergewaltigungen nicht auf die CH-Asylpolitik zurück geführt, das haben Sie ganz schön selber getan.

      Der Waffenboom ist eine Konsequenz der Migrationspolitik (Flüchtlinge sind nur sehr am Rande überhaupt dabei): Man vertraut dem Staat nicht mehr für Sicherheit garantieren zu können.
  • marcial13 30.03.2017 12:28
    Highlight Highlight Das zeigt ganz klar eins:
    "Je mehr Waffen desto friedlicher."

    Dies verdanken wir unserem Waffengesetz,dass einerseits sehr streng ist,da alle Waffen und Personen registriert sind, anderseits kann fast jeder eine Waffe erwerben.Jeder der eine Waffe hat kann auch damit umgehen.Man lernt dies in der Armee wo auch fast jeder gehenmuss.

    Also liebe Gegner: Ihr wart vermutlich nicht in der Armee und auch nie auf einem Schiesstand.Ihr glaubt dem Staat und der EU auch alles aufs Wort.Ein Volk ohneWaffen ist früher oder später verloren.Im Moment ist es später aber früher kommt schneller als man denkt.
    • Bronko 30.03.2017 15:44
      Highlight Highlight Das zeigt ganz klar eins:
      "Je mehr Dreck, desto sauberer."
      oder auch
      "Je mehr Idioten, desto klüger."
      etc.
  • KarlWeber 30.03.2017 12:18
    Highlight Highlight Geehrter Herr Blunschi

    Zwei Fragen habe ich an Sie:

    "Es ist fraglich, dass sich die Minderheit der Ballerfreunde durchsetzen kann"

    Haben Sie auch daran gedacht, dass diese Abstimmung auf der Basis Pro oder Contra EU/Schengen geführt werden kann ? Dann erhalten die "Ballerfreunde" zusätzlich die Unterstützung der ganzen übrigen EU/Schengen Gegner.

    "Die Alternative wäre ein Ausschluss aus dem Schengen-Abkommen..."

    Woher wissen Sie das ? Auch die EU hat ein Interesse am Schengen Abkommen. Dass dies dan einfach gekündigt wird halte ich für sehr unwahrscheinlich.



  • kEINKOmmEnTAR 30.03.2017 11:54
    Highlight Highlight Ich finde jeder sollte das Recht haben eine Waffe zu tragen. Punkt. Wenn sich die EU dem in den Weg stellt müssen wir halt den Schengen-Vertrag kündigen.
    • Maett 30.03.2017 12:39
      Highlight Highlight @kEINKOmmEnTAR: ich finde dass jeder mit sauberem Strafauszug bzgl. Gewaltdelikten eine Waffe besitzen dürfen sollte, tragen ist nun aber wirklich nicht notwendig, weil uns das amerikanische Verhältnisse bringen würde - in emotional geladenen Situationen entscheidet man nicht immer unbedingt klug.

      Aber dass der Besitz eingeschränkt werden soll ist witzlos.

    • Wehrli 30.03.2017 17:07
      Highlight Highlight Ich finde auch jeder darf soviel Drogen konsumieren wie er will. Punkt.
      ... und dazu eine Waffe tragen.
    • ujay 31.03.2017 05:53
      Highlight Highlight Schengen Vertrag kündigen ist Kündigung der bilateralen Verträge(nur nochmals für Realitätsverweigerer erklärt). Mich beängstigt eindeutig mehr, dass in der CH jede Pappnase bewaffnet herumlaufen dürfen soll, als die aktuelle Kriminalitätssituation.
  • Mugendai 30.03.2017 11:47
    Highlight Highlight "Die Schweiz wird immer friedlicher – aber die Schützen rüsten auf"
    Dann ist die ewige Herumreiterei auf "Waffennarren = Bedrohung" endlich vom Tisch?
    • El Burro 30.03.2017 12:41
      Highlight Highlight Nein! Selbst im Artikel steht das eine Zunahme von Gewalt- und Tötungsdelikten zu verzeichnen war. Diese finden häufiger in den Familien statt. Von den USA gibt es auch Statistiken das häufiger Familienmitglieder erschossen werden als irgendwelche Einbrecher! Also nicht vom Tisch!!!
    • Mugendai 30.03.2017 13:44
      Highlight Highlight Mal die Schweizer Statistiken genau angeschaut? Die (legale) Schusswaffe spielt dabei kaum eine relevante Rolle. Und die USA als Beispiel ist die Birne zu unserem Apfel. Also: Vom Tisch.
    • El Burro 30.03.2017 14:57
      Highlight Highlight Wo ist da der vergleich Apfel zu Birne? Pro Kopf gibt es in den USA und der Schweiz die höchste Anzahl an privaten Schusswaffen und die liberalsten Waffengesetze der Welt. Noch ist der Umgang mit Waffen in der Schweiz vernünftiger. Aber darauf Wetten das dies so bleibt würde ich nicht. Übrigens war jede illegale Waffe einmal eine legale!!! Also nicht vom Tisch!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheDude10 30.03.2017 11:44
    Highlight Highlight Den sportschützen nervige auflagen machen bringt nichts, denn allermeist stammen die waffen bei terroistischen Akten aus osteuropa. Ilegale waffen wird es immergeben. Nur sehr wenige legale schweizer waffen gelangen auf den Schwarzmarkt.
    • Bowell 31.03.2017 00:55
      Highlight Highlight Absolut korrekt. Wenn man die Preise vergleicht (ganz abgesehen von der Symbolik) wird wohl jeder Terrorist auf eine AK-47 setzen und nicht auf die signifikant teurere SIG550 oder ähnlich.
    • TheDude10 31.03.2017 05:57
      Highlight Highlight Auf dem schwarzmarkt sind angeblich sogar aks, die aus dem balkan stammen mehrere tausend franken.
  • NWO Schwanzus Longus 30.03.2017 11:36
    Highlight Highlight Die Schweiz ist sicher deswegen bräuchten wir kein Verschärftes Waffenrecht. Schengen ist zudem gescheitert da die Aussengrenzen kaum geschützt werden und so ein Zulauf von Kriminellen und Terroristen entsteht. Länder wie Ungarn werden dann dafür zu unrecht kritisiert das sie sich an die Gesetze halten.
    • El Vals del Obrero 30.03.2017 12:37
      Highlight Highlight Das nennt man Zickzack-Argumention:

      - Weil die Schweiz sicher ist, braucht es keine stärkeren Waffenkontrollen.
      - Weil angeblich soviel Unsicherheit aus dem Ausland kommt, braucht es mehr Waffen.

      Also auf gut Deutsch: Wenn die Situation unsicher ist, dann braucht es mehr Waffen. Wenn die Sitution sicher ist, dann braucht es mehr Waffen.

      Da kann man verstehen, woher das Wort "Waffennarr" kommt.
  • Liselote Meier 30.03.2017 11:21
    Highlight Highlight Das mit den 10er Magazinen ist kein Gegenargument, das Feldschiessprogramm kann problemlos mittels Magazinwechsel absolviert werden. Übung 1 & 2, Magzinwechsel Übung 3 &4.


    Ein Magazin kostet 70 Fr. ist ergo auch keine Preisfrage, bei einem Listenpreis von 3'500 für ein Sturmgewehr.
    Ein 2. oder 3. Magazin hat sowieso fast jeder Schütze.

    Da gibt es nichts rumzuheulen.

    • Eskimo 30.03.2017 12:05
      Highlight Highlight Ach so... und warum dann das Ganze? Ein Magazinwechsel ist ja demnach für einen Terroristen auch kein Problem...
    • Karl Marx 30.03.2017 12:06
      Highlight Highlight Du heulst hier rum, weil dir die aktuellen Regelungen offenbar nicht entsprechen.
    • reaper54 30.03.2017 12:06
      Highlight Highlight Man merkt, dass sie keine Ahnung vom Schiesssport haben. Das ist ein Präzisionsverlust weil sie sich bewegen und neu einrichten müssen. Ist übrigens der Grund warum 30er Magazine nicht erlaubt sind da man mit denen im Vorteil wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Driver7 30.03.2017 11:12
    Highlight Highlight Schengen künden, damit alle Schweizer Nachteile haben, nur damit ein paar Waffennarren ihr Hobby fröhnen können? Ich hoffe das weder Politik noch Volk so doof ist
    • Maranothar 30.03.2017 11:56
      Highlight Highlight Schau dir die letzten Abstimmungen an und du kannst dir diese Frage selbst beantworten.
  • Whitchface 30.03.2017 11:07
    Highlight Highlight Sorry Herr Blunschi, ich mag Ihre Artikel normalerweise, aber dieser ist eine Farce. Ich lade Sie hiermit gerne auf einen Nachmittag bei uns im Schiessstand ein. Würde Ihre Sicht auf dieses Thema vermutlich grundlegend ändern.
    • Peter 30.03.2017 12:16
      Highlight Highlight Als AdA war ich wiederholt in einem Schiessstand und habe das "Obligatorische" absolviert, noch mit dem alten Sturmgewehr 57. Später habe ich es gegen eine Pistole eingetauscht. Ich kenne mich also mit Waffen ein wenig aus. Gegen Sportschützen und sogar Jäger habe ich wenig einzuwenden, aber sehr viel gegen den paranoiden Waffen-Wahn.
    • Bot 30.03.2017 12:38
      Highlight Highlight Und ab wann ist es ein "paranoider Waffen-Wahn"?
      Ist es die Mehrheit der Schützen welche dien Wahn haben? Sonst ist es nämlich genau wie überall, wo die Mehrheit wegen einer Minderheit in die Bredoullie kommt.

      Das Waffengesetzt kann man gut hinterfragen, aber nicht auf der Grundlage, dass es eh nur Ballerfreunde sind und man die Waffen ja eh nicht braucht.
  • Scott 30.03.2017 10:39
    Highlight Highlight Warum will man unbescholtenen Schützen ihr Hobby vermiesen?

    Waffen, die bei Gewalttaten eingesetzt werden, sind nicht registriert und stammen aus dem Schwarzmarkt.
  • Chesus80 30.03.2017 10:18
    Highlight Highlight Und als nächstes ziehen sie in Wohnwagensiedlungen und veranstalten Rodeos... können diese Hinterwäldler nicht alle zusammen eine eigene Nation gründen? Texas würde sich gut dafür eignen.
    • reaper54 30.03.2017 11:59
      Highlight Highlight Du darfst auch gerne nach Nordkorea, Waffen im Privatbesitz 0 muss Traumhaft sein...
  • Karl Marx 30.03.2017 10:12
    Highlight Highlight Who cares? Wir haben hier absolut keine Probleme mit Schusswaffen.
  • Thinktank 30.03.2017 10:11
    Highlight Highlight Es ist erfreulich, dass die Schweiz so sicher ist. Man kann nun alle Selbstverteidungskurse für die völlig zu unrecht verängstigen Menschen verbieten oder alle Menschen, die einen Selbstverteidungskurs besucht haben, in einem Register erfassen. Die Polizei muss nicht mehr bewaffnet werden, da sie ja jemanden verletzen könnte, was ja auch häufig geschieht. Es ist schade, dass das SRG jedesmal wenn es um Waffen geht, immer die leider existierenden Extremfälle zeigt und alle Waffenbesitzer populistisch gleichverurteilt. Der EU geht es um die schleichende Entwaffnung der Bevölkerung, mehr nicht.
    • Maranothar 30.03.2017 11:58
      Highlight Highlight Und die Entwaffnung der Bevölkerung ist jetzt wo genau schlecht?
    • reaper54 30.03.2017 12:17
      Highlight Highlight Es ist gegen unsere Tradition und gegen die Freiheit des einzelnen.
      Und ein Staat in welchem kein Bürger eine Waffe hat, der kümmert sich auch nicht mehr lange um deren Wohl.
      Zitat Joseph Stalin:
      "Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben unseren Bürgern nicht Waffen zu führen, warum sollten wir es ihnen erlauben zu denken?"
    • Maranothar 30.03.2017 12:32
      Highlight Highlight Nur weil etwas Tradition ist, ist es noch lange nicht gut. Wo beeinträchtigt unbewaffnet zu sein die Freiheit?
      Der Staat kümmert sich nur um das Volk wenn es bewaffnet ist? Das würde ja bedeutend, dass der Staat nur aus Angst etwas tut. Und das ist gelinde gesagt hirnrissig.
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  • Hühne Bueber 30.03.2017 10:06
    Highlight Highlight Der Titel dieses Berichtes ist absolut undifferenziert und unqualifiziert!
    Es ist einfach nicht fair, wenn Sportschützen, Waffennarren, Wutbürger usw. Von Leuten die wahrscheinlich noch nie an einem Feldschiessen teilgenommen haben in den gleichen Topf geworfen werden. Geht doch mal hin!!!
  • Ridcully 30.03.2017 10:01
    Highlight Highlight Nach meiner Überzeugung, sollte jeder unbescholtene Einwohner in der Schweiz das Recht haben dürfen eine Waffe zu besitzen. Von "Waffen tragen in der Öffentlichkeit" halte ich gar nichts.
    Von Waffenregistern, Regulierungen à la Magazingrösse u.ä. halte ich aber auch nichts, da derartige Regeln nur bei legal beschaffte Waffen greifen. Kriminelle lassen sich nicht durch Datenbanken und Vorschriften abhalten. Dasshalb gestatte ich mir die Frage, was sollen schärfere Regulatorien in dem Bereich bringen? Ist das nicht nur ein Placebo um den Wählern eine Scheinsicherheit vorzugaukeln?
    • Daniel Caduff 30.03.2017 16:11
      Highlight Highlight Sowohl Friedrich Leibacher, als auch Hans Peter Kneubühl haben ihre Waffen legal besessen. So als Denkanstoss. Und jetzt überlegen Sie mal, wie viele Schüsse Friedrich Leibacher abgegeben hat.

      Abgesehen davon, fehlt Ihnen offenbar die Weitsicht. Da ein kleinerer legaler Waffenmarkt automatisch auch eine Verringerung des möglichen Angebots auf dem illegalen Waffenmarkt bedeutet.

      Das ist ja genau das immer gehörte Argument der Waffenlobby, über welches man lachen könnte, wenn es nicht so zum heulen wäre!

      Es sind ursprünglich legale Waffen, die auf dem illegalen Markt landen!
    • Ridcully 30.03.2017 16:19
      Highlight Highlight Klar, ich bin Kurzsichtig.
      Gerade in der heutigen Zeit ist es doch offensichtlich, dass man Tötungsabsichten auch ohne Waffen (z.Bsp. mit Auto/LKW) umsetzen kann. Ich kann Ihr Votum so verstehen, dass mit einem restriktiveren Waffengesetz Leute wie Leibacher ganz harmlos wären?... So haben Sie das ja wohl nicht gemeint, oder?
    • Daniel Caduff 30.03.2017 16:55
      Highlight Highlight Nein, aber dass Leibacher mit kleineren Magazinen öfters hätte Nachladen müssen. Das hätte es ihm zumindest ein kleines Bisschen schwieriger gemacht.
  • atomschlaf 30.03.2017 09:51
    Highlight Highlight Was wurde uns doch vor der Schengen-Abstimmung doch das blaue vom Himmel herunter versprochen.
    Eingetreten ist nichts davon. Die Verfolgung von Straftätern in Grenzregionen funktioniert immer noch mehr schlecht als recht, die jüngste Basler Kriminalitätsstatistik zeigt das deutlich auf.
    Ein Schengen-Austritt wäre kein Verlust.
    • Fabio74 30.03.2017 13:05
      Highlight Highlight Falsch. Der Austritt bringt Nachteile. Die Kriminalität sinkt.
  • reaper54 30.03.2017 09:50
    Highlight Highlight "Die Waffenlobby in Europa hat der Vorlage, die als Reaktion auf die Pariser Terroranschläge vom November 2015 erarbeitet wurde, einige Zähne gezogen."
    Sprich als Reaktion für einen Anschlag, welcher mit illegalen Waffen verübt wurde, wird das Waffenrecht verschärft? Das ist der völlig falsche Ansatz, er trifft Sport und Hobby-Schützen. Kein einziger Terrorist wird davon betroffen sein. Die 10 Schuss pro Magazin sind ein Witz, selbst eine normale Glock 17 (für Nichtkenner das ist eine Pistole) hat ein 17 Schuss Magazin.
    • Daniel Caduff 30.03.2017 14:37
      Highlight Highlight Das ist genau der Denkfehler, denn die Waffenfreunde immer wieder machen! Es gibt keine Waffen, die für den illegalen Markt entwickelt werden. Alles, was an illegalen Waffen weltweit verfügbar ist, war früher mal Teil des legalen Marktes.
      Die Verschärfung des Waffenrechtes ist also die einzig wirksame Strategie, um wenigstens langfristig den Nachschub auch für den illegalen Markt einzuschränken. Ansonsten dreht man einfach an der Gewaltspirale, indem immer mehr illegale Waffen verkauft werden, wovor man sich mit legalen Waffen schützt, die dann auch wieder zu illegalen Waffen werden können.
    • reaper54 30.03.2017 15:12
      Highlight Highlight @Daniel Caduff Nahezu alle Illegalen Waffen kommen aus Krisen/Kriegsgebieten über die Schengengrenzen. Wenn eine Waffe Registriert ist kann sie nicht illegal werden. Das war nur mit dem alten Gesetz vor 2008 möglich. Es gibt nur eine Gruppe von Personen welche Waffen verbieten wollen, Totalitäre Herrscher welche einen Aufstand vermeiden wollen. Ansonsten gibt es keinen rationalen Grund. (Und nein Suizide sind KEIN Grund da UK oder auch Japan sehr strikte Waffengesetze haben und dennoch viele Selbstmorde verzeichnen)
    • Daniel Caduff 30.03.2017 15:52
      Highlight Highlight @Reaper 54

      Meine Aussage gilt nicht nur für die Schweiz, sondern ist allgemein gültig. Es ist der legale Waffenmarkt, der die Grundlage für den illegalen Waffenmarkt darstellt.

      Es ist wirklich einfach: Ohne legale Glocks gäbe aus keine illegalen Glocks. Ohne legale Stgw. 90 gäbe aus keine illegalen Stgw. 90.

      Es sind die Fabrikanten der legalen Waffen, welche indirekt auch den illegalen Markt versorgen. Und die Tatsache, dass eine Waffe legal registriert wurde, heisst noch lange nicht, dass sie nicht trotzdem Teil des illegalen Marktes werden kann.

      Aber offenbar wollen die Leute töten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Georg Kaiser 30.03.2017 09:46
    Highlight Highlight Reisserischer falscher Titel, nicht die Schützen rüsten auf, sondern der normale Bürger. Die Schützen brauchen ihre Pistolen oder Gewehre für das sportliche Schiessen, das hat nichts mit "Aufrüsten" zu tun. Ein Sportschütze kauft nur dann eine neue Ausrüstung, wenn er dadurch ein besseres Trefferbild und/oder mehr Komfort erwarten kann.
  • Maett 30.03.2017 09:46
    Highlight Highlight Eine absoluten Laien-Verordnung, die ja mit dem Vorsatz ergriffen wird, einer eventuellen Terrorgefahr entgegenzuwirken.

    Nur wurden 1) für Terroranschläge bisher eher selten registriere Waffen eingesetzt, 2) hat die Schweiz absolut kein Problem mit Schusswaffen und 3) ist die Magazinbegrenzung auch eine Idiotie, weil ein geübter Schütze Magazine unterhalb einer Sekunde austauschen kann (illegale Waffen hätten dazu nach wie vor grössere Magazine).

    Überhaupt halte ich die Entwaffnung von Bürgern mit diesem unsachlichen Scheinargument, das völlig am angeblichen Nutzen vorbeigeht für skandalös.
  • Posersalami 30.03.2017 09:45
    Highlight Highlight "Ein Typ mit Walross-Schnauz kennt niemanden, der angegriffen worden wäre."
    Diese "Wutbürger" sind doch die grösste Gefahr für unser Land weil die am Ende die sind, welche die Populisten in die Regierung wählen. Dass die den Medien nicht mehr glauben kann ich denen aber irgendwie nicht verübeln. Heute kann man mit 30min Recherche sehr oft Artikel in den Qualitätsmedien widerlegen, teilweise gar mit deren eigenen Artikeln.. Das man da nicht mehr weiss was man glauben soll ist mehr als nur verständlich.

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