Schweiz
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Die Geschäftsleitung von Operation Libero: Flavia Kleiner, Carla Allenbach, Lydia Toth und Adrian Mahlstein.

Die Geschäftsstelle von Operation Libero: Flavia Kleiner, Carla Allenbach, Lydia Toth und Adrian Mahlstein (nicht im Bild: Silvan Gisler, Leiter Kommunikation). bild: Watson

Power dank DSI: Wie Operation Libero zur Hoffnungsträgerin für ganz Europa wurde

Seit der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative ist bei der Operation Libero nichts mehr, wie es war. Der «Studentenverein» entwickelt sich zu einer professionellen Politiktruppe. Und Vorzeigefrau Flavia Kleiner doziert im Ausland über den Kampf gegen die Rechtspopulisten.



Auf dem Boden befindet sich ein Bürostuhl, zerlegt in seine Einzelteile. Niemand hatte bislang Zeit für die Montage, vieles wirkt noch improvisiert. Die neue Geschäftsstelle der Operation Libero an der Zürcher Langstrasse ist ein Work in Progress. «Wir sind gerade eingezogen und müssen uns jetzt einrichten», sagt Geschäftsleiterin und Co-Präsidentin Flavia Kleiner.

Es ist viel geschehen in den letzten Monaten. Sehr viel.

Vor zwei Jahren wurde die Operation Libero gegründet, von jungen Leuten, überwiegend Studenten. Einige waren zuvor Mitglieder beim aussenpolitischen Thinktank Foraus. Die neue Bewegung entstand als Reaktion auf die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014. Diesem Abschottungsverdikt wollte die Bewegung eine positive Message entgegen stellen, das «Chancenland» Schweiz.

Michel Muenger vom Aussenwerbeunternehmen APG schaltet ein Plakat gegen die Durchsetzungsinitiative der SVP, am Montag, 8. Februar 2016, in Bern. Hinter der Aktion

Die Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative bewegte die Schweiz. Bild: KEYSTONE

Bis zum Beginn dieses Jahres war die Operation Libero ein Verein, den ausserhalb der Politikszene kaum jemand zur Kenntnis nahm. Dann folgte der Knackpunkt, der alles ändern sollte: Die Abstimmung über die SVP-Durchsetzungsinitiative am 28. Februar. Die Perspektiven waren düster, erste Umfragen verhiessen ein klares Ja. Aus der Politik waren defätistische Töne zu vernehmen, mit Ausnahme einiger «Unerschrockener» wie dem Ausserrhoder FDP-Ständerat Andrea Caroni.

Nie mehr im Normalzustand

Bei der Operation Libero wollte man sich damit nicht abfinden: Kein weiterer Sieg für die SVP! Also ging man zum Angriff über. Eine Reportage im «Magazin» hat die Strategie eindrücklich beschrieben. Die Offensive der Jungen weckte viele aus ihrer Lethargie und führte zu jenem Phänomen, das als «Aufstand der Zivilgesellschaft» glorifiziert wurde. Am Ende stand ein glänzender und in mancher Hinsicht historischer Erfolg: 59 Prozent sagten Nein zur DSI.

Die denkwürdige Abstimmung machte Operation Libero zum Hoffnungsträger einer Politik, die sich gegen Abschottung und Ausgrenzung auflehnt. Co-Präsidentin und Kampagnenleiterin Flavia Kleiner wurde quasi über Nacht zum Promi. Sie erhielt Labels wie «SVP-Schreck» und «Postergirl» angeheftet und trat in der «Arena» oder bei Schawinski auf, der in Gegenwart der attraktiven Zürcherin vom bissigen Tiger zum zahmen Kater mutierte.

«Wir haben viele coole, junge, brillante Leute, die etwas anpacken wollen.»

Flavia Kleiner

«Seit der DSI waren wir nie mehr im Normalzustand», sagt Kleiner lachend. Bis Anfang Jahr waren die Liberas und Liberos ehrenamtlich tätig, nun wird eine Professionalisierungsstrategie umgesetzt, die bereits im Sommer 2015 erarbeitet worden war. Im Mai bezog die Organisation eine erste Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten der Stiftung ffgs. Nun verfügt man an der Langstrasse über ein eigenes Büro, auch den «Hauptsitz» im Progr in Bern will man behalten.

Geschäftsstelle von Operation Libero an der Langstrasse in Zürich.

Die Geschäftsstelle an der Zürcher Langstrasse wurde gerade erst bezogen. Bild: watson

Ausserdem leistet man sich eine Geschäftstelle mit fünf in Teilzeit arbeitenden Mitgliedern. Demnächst wird eine sechste Person angestellt, als Community Manager. Sie wird dringend benötigt, denn die «Gemeinschaft» von Operation Libero ist stark gewachsen. Die Mitgliederzahl stieg von 118 zu Jahresbeginn auf 324 Ende Februar. Jetzt sind es bereits rund 840. Hinzu kommen mehr als 2000 Personen, die sich aktiv engagieren wollen.

Viele Kleinspenden

Finanziert wird all dies durch Spenden. Dank der DSI-Publizität erhielt man viel Kleinspenden. Die Bewegung will künftig darüber auf ihrer Website Transparenz herstellen und etwa die juristischen Personen gesondert deklarieren.

Auch regional expandiert die Operation Libero. Nach Bern und Zürich wurde diese Woche in Basel eine dritte Sektion gegründet. Und die Expansion soll sich fortsetzen. Im Visier hat man nicht zuletzt die Westschweiz. Erste Kontakte wurden geknüpft. «Wir haben viele coole, junge, brillante Leute, die etwas anpacken wollen», schwärmt Flavia Kleiner.

Die Operation Libero ist ein Angebot, auf das viele – nicht nur junge – Leute gewartet haben. Der Politgeograf Michael Hermann beschreibt es in seinem neuen Buch «Was die Schweiz zusammenhält» vielleicht am besten: «Erst die unerschrockenen jungen Menschen um Flavia Kleiner von ‹Operation Libero› haben wieder aufgezeigt, welche Kraft eine progressive Narration von Mut, Offenheit, Fairness und Leistungswillen auch heute noch entwickeln kann.»

«Wir haben den Leuten vermittelt, dass wir nicht in die Falle der SVP tappen, sondern sie auf unser Spielfeld holen.»

Flavia Kleiner

Das erzeugt Neid und Kritik, von rechts wie links. Auf Twitter wurde die Operation Libero als «Tarnkappenbomber der SP» angefeindet. Umgekehrt lästerte SP-Nationalrat Cédric Wermuth, die Liberos hätten mit ihrem Nein zur «AHVplus»-Initiative «ihr neoliberales Gesicht» gezeigt. Die Bewegung, die sich als liberal definiert, nimmt es gelassen. «Ich werde fast jede Woche in der ‹Personenkontrolle› der ‹Weltwoche› erwähnt. Das empfinde ich als Kompliment», schmunzelt Flavia Kleiner.

Flavia Kleiner, NGO-Komitee gegen die Durchsetzungsinitiative DSI, Mitte rechts, und Gleichgesinnte freuen sich ueber die Ablehnung der DSI am Sonntag, 28. Februar 2016 im Progr in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte heute ueber vier Vorlagen, darunter die Durchsetzungsinitiative der SVP, zu befinden. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Die SVP besiegt: Jubel bei Operation Libero am Abstimmungssonntag. Bild: KEYSTONE

Ernsthafter ist die Frage, wie gross der Anteil der Operation Libero am DSI-Erfolg wirklich ist und ob der Hype gerechtfertigt ist. Tatsächlich engagierten sich zahlreiche Akteure aus der «Zivilgesellschaft», etwa der «Dringende Aufruf». Die Vox-Analyse kam zum Ergebnis, dass die Ablehnung der Initiative nicht einer Mobilisierung von politikfernen Jungen zu verdanken war, sondern einem Stimmungswandel bei der CVP- und FDP-Wählerschaft.

Die SVP ausgespielt

Manche Medien reagierten auf die «konventionelle» Erklärung fast schon erleichtert. Bei der Operation Libero erkennt man keinen Widerspruch: «Unser Zielpublikum waren die Anhänger von FDP und CVP», sagt Geschäftsleitungsmitglied Adrian Mahlstein. Ohnehin überzeugt die Vox-Analyse nur bedingt, sie liefert keine Erklärung für die ungewöhnlich starke Mobilisierung (die Stimmbeteiligung war mit 63 Prozent so hoch wie nie seit der EWR-Abstimmung 1992).

Eine Erklärung liefert Flavia Kleiner: «Wir haben den Leuten vermittelt, dass wir nicht in die Falle der SVP tappen, sondern sie auf unser Spielfeld holen.» Diese Taktik funktionierte perfekt. Den Gegnern der Durchsetzungsinitiative sei es gelungen, «aus einem Ausländerthema eine institutionelle Debatte zu machen», erklärte Michael Hermann gegenüber watson. Die Sorge um den Rechtsstaat verdrängte die Abneigung gegen «kriminelle» Ausländer.

«An unserem besten Tag erreichten wir auf Facebook eine halbe Million Leute.»

Adrian Mahlstein

«Viele haben deshalb anders gestimmt als bei der Ausschaffungsinitiative 2010», erläutert Flavia Kleiner. Selbst die SVP musste am Ende zugeben, dass sie gegen die Strategie ihrer Gegner machtlos war. «Irgendwann ging es nicht mehr um Ausschaffung krimineller Ausländer, sondern nur noch um Rechtsstaatlichkeit», klagte der designierte Parteipräsident Albert Rösti am Abstimmungssonntag im watson-Interview. Ein Satz, den sich Kleiner regelrecht auf der Zunge zergehen lässt.

Einer der meistgeteilten Facebook-Beiträge zur DSI.

Wie gross aber war der Anteil von Operation Libero wirklich? Einen Anhaltspunkt liefern die sozialen Medien. «An unserem besten Tag erreichten wir auf Facebook eine halbe Million Leute», sagt Adrian Mahlstein, der die Online-Aktivitäten betreut. Einen ähnlichen Reach habe man mit einigen Beiträgen erzielt. Auch in Zukunft wird die Bewegung stark auf die Online-Kanäle setzen. «Mit unseren Postings zur Vertragsbruchinitiative hatten wir auch einen guten Reach», sagt Mahlstein.

«Krieg» in den sozialen Medien

Eine Spezialität sind die «Online-Warriors», ein Trupp Freiwilliger, der sich in den sozialen Medien ins Getümmel stürzt und die rechten Trolle bekämpft. Dazu werden sie von der Operation Libero mit Memes, Fakten und Argumenten munitioniert.

Das Ganze hat durchaus eine kriegerische Dimension. Die Gangart ist rau, wer als Online-Warrior aktiv ist, darf nicht zart besaitet sein. Die Gruppe sei aber «extrem gut zusammengewachsen», freut sich Mahlstein. Teilweise treffen sich die «Krieger» sogar in der Freizeit – in der realen Welt, nicht in der virtuellen.

Die Libero-Aktivitäten und der DSI-Erfolg sind nicht unbemerkt geblieben. Seit der Abstimmung ist Flavia Kleiner in Europa unterwegs, um zu dozieren, wie man die Rechtspopulisten besiegen kann. Aus Österreich erhielt sie Einladungen von den Grünen und der liberalen Neos, aus Deutschland von der FDP. Zweimal reiste sie nach Holland, zum Kongress der Grünen und ans Forum «Re:Creating Europe» in Amsterdam. «Jude Law war auch dort», sagt Kleiner lachend.

«Ich bin mega besorgt über das, was in Europa geschieht.»

Flavia Kleiner

«In diesen Ländern gibt es üble Rechtspopulisten, man spürt eine grosse Angst vor ihrem Aufstieg», meint die Libero-Chefin. Ihr Ziel sei es, den Menschen Mut zu machen. «Bei uns gibt es die SVP seit 25 Jahren, und sie wird immer schlimmer.» Trotzdem könne man den Bann brechen, man müsse nur daran glauben. «Wir zeigen, was funktioniert, aber wir fordern die Leute auch auf: Macht jetzt!» Schöne Reden genügen Kleiner nicht, sie will etwas bewegen.

abspielen

Flavia Kleiner im Juli in Berlin am #Participationcamp der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Video: YouTube/Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Ihren Antrieb erklärt die 25-Jährige mit der Geschichte, genauer mit den 1930er Jahren, als Europa offenen Auges in die Katastrophe marschierte. «Ich bin mega besorgt über das, was in Europa geschieht.» Sogar eine Rückkehr zum Faschismus hält Flavia Kleiner für möglich. Man kann das belächeln oder als übertrieben abtun, aber die Geschichtsstudentin will sich niemals vorwerfen lassen, sie sei untätig geblieben: «Ich tue alles, was in meiner Macht steht, um dagegen zu halten.»

Wie aber geht es mit der Operation Libero im Inland weiter? Auch in dieser Hinsicht ist die Bewegung ein Work in Progress. Im Herbst will sie eine Standortbestimmung vornehmen und ihre Strategie definieren. Mit der Nein-Parole zu «AHVplus» hat sie sich auf ein neues Terrain vorgewagt, die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Ausserdem stehen weitere Abstimmungen an. Beim revidierten Asylgesetz hat sich die Operation Libero erfolgreich für das Ja stark gemacht.

«Wenn wir alles richtig machen, wird es nie ruhiger werden.»

Flavia Kleiner

Präsenz in den sozialen Medien markiert sie schon heute gegen die Fremde Richter-Initiative der SVP (im Libero-Jargon Vertragsbruch-Initiative) und das Burkaverbot, obwohl über beide Themen frühestens in zwei bis drei Jahren abgestimmt wird. Der nächste Showdown mit der SVP dürfte bei der erleichterten Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation anstehen. Das Parlament hat sie im September verabschiedet, die Abstimmung wird im Februar oder Mai 2017 stattfinden.

Weiter stellt sich die Frage, ob die Operation Libero eine Bewegung bleiben oder sich entwickeln will, vielleicht gar zu einer Partei. Flavia Kleiner hält wenig von solchen Ideen. Als Bewegung könne man offen bleiben für Menschen unterschiedlichster Ausrichtung: «Mir ist es scheissegal, welche Parteifarbe jemand hat.» Ein wichtiger Faktor ist die Glaubwürdigkeit, die Operation Libero geniesst. Kleiner hat selber schon gehört, sie sei glaubwürdiger als alle Politiker.

Wer nach der DSI davon ausging, dass Operation Libero eine Eintagsfliege ist, muss umdenken. Flavia Kleiner jedenfalls schüttelt den Kopf, wenn man ihr sagt, sie könne es nun etwas ruhiger nehmen: «Wenn wir alles richtig machen, wird es nie ruhiger werden.»

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Destiny // Team Telegram 10.10.2016 01:07
    Highlight Highlight Operation Libero; Die FDP re-brandet ?
  • pun 09.10.2016 11:38
    Highlight Highlight Die Operation Libero ist sicher nicht links, aber als Linker kann ich es nur begrüssen, wenn wirkliche Liberale wieder ein größeres Standing bei den liberalen Parteien haben. Der nächste Versuch des Faschismus in Europa wird früh genug kommen und der Widerstand dagegen wird von der gesamten Gesellschaft kommen müssen.
  • Spooky 08.10.2016 22:23
    Highlight Highlight "Die unerschrockenen jungen Menschen um Flavia Kleiner" werden leider schon bald von den menschlichen Haien im Politzirkus aufgefressen werden. Sie werden noch schlimmer enden als die 68er, die ausgezogen waren, die Welt zu verändern, aber dann leider als gutsituierte, anständige, etablierte, karrierebewusste Marionetten des Kapitalismus oder sogar als harmlose Bundesräte ihre politischen Überzeugungen verraten haben. Jeder Mensch hat seinen Preis. Die Frage ist nur noch, wie hoch der Preis für Flavia Kleiner ist. Ein schönes Pöstchen? Einzug in den Nationalrat? Europarat?
    • Fabio74 09.10.2016 17:36
      Highlight Highlight Immerhin macht Kleiner was und steht in der Öffentlichkeit für ihre Überzeugungen ein
    • Spooky 09.10.2016 18:45
      Highlight Highlight @Fabio74

      "....und steht in der Öffentlichkeit für ihre Überzeugungen ein"

      Also das ist im Fall von Flavia Kleiner nun wirklich nicht schwierig. Dafür braucht sie keinen Mut. Ihre Überzeugungen sind massentauglich. Die halbe Schweiz steht hinter ihr.

      "Immerhin macht Kleiner was"
      Da hingegen gebe ich dir recht. Es ist besser, die jungen Leute kämpfen für ein Ideal (auch wenn das Ideal voll daneben ist), als dass sie in die Drogenszene (oder so) abrutschen.
    • Fabio74 09.10.2016 21:32
      Highlight Highlight @spooky: Definierst du in deiner Überheblichkeit und Arroganz was richtig und was falsch ist??
      Sicher nicht.
      Kleiner macht was richtig ist. Sie und Ihre Anhänger bekämpfen den SVP-Absolutismus
    Weitere Antworten anzeigen
  • fenxi 08.10.2016 20:28
    Highlight Highlight Seltsam diese negativen Posts. Wüsste ich es nicht, hätte ich das Gefühl bei der Weltwoche zu sein.
  • Döst 08.10.2016 18:45
    Highlight Highlight Die aktuelle Kampagne gegen das Burkaverbot kommt eher dümmlich daher. Nach dem "historischen" Sieg gegen die SVP, kündigt sich eine historische Niederlage von operation libero an. Spätestens dann ist der Zauber dann vobei.
    PS: auf die transparente Publizierung der Finanzierung von operation libero bin ich jetzt schon gespannt.
    • Fabio74 09.10.2016 17:37
      Highlight Highlight Stimmt das Burkaverbot ist dümmlich und zeigt die verlogene SVP-Politik.
      Stimmenfang mit Symbolpolitik und hintenrum, verfassungswidrige Rabatte für Steuerhinterzieher bewilligen...
    • Alex_Steiner 11.10.2016 09:26
      Highlight Highlight @Fabio74: Natürlich ist es verblödet - aber es wird wohl angenommen.
  • PHM 08.10.2016 18:00
    Highlight Highlight Ich finde es irgendwie lustig, wie einige Leute nicht ausserhalb der altbekannten Schweizer Politdimensionen denken können.

    In dieser einen Kommentarsektion hört man von weit rechts Sprüche wie "SP-Abklatsch" und "diese Linken", während Linksaussen den "Neoliberalismus" und die "bürgerliche Politik" bei Operation Libero riecht.

    Passt irgendwie nicht zusammen. Vielleicht wäre es mal einen Versuch wert, über Linksliberalismus nachzudenken... eine linksliberale Partei fehlt in der Schweiz massiv, und die meisten merken es nicht nur nicht, sondern kennen nicht einmal das Konzept.
  • rodolofo 08.10.2016 12:57
    Highlight Highlight Mir geht es eigentlich ganz ähnlich, wie Flavia Kleiner, auch wenn ich nicht mehr so "jung und cool" bin, wie sie.
    Das Ausmass, welche die SVP-Hetzkampagnen und -Ablenkungsmanöver angenommen haben und der Bürgerliche Raubzug auf die Bundeskassen der Eidgenossenschaft zugunsten einer unverfrorenen Klientel, welche in der Waffenproduktion und im Waffenhandel viel Geld verdient und die hohen Gewinne aus ihren Geschäften im "Big Business" mit diversen Tricks und Schlupflöchern am Fiskus vorbeimogelt, hat mich aus der hellhörig gemacht und angestachelt.
    Heute geht es tatsächlich ums "Eingemachte"!
    • Shlomo 08.10.2016 13:53
      Highlight Highlight Operation Libero unterstützt doch den ganzen Raubzug der bürgerlichen als neoliberale Organisation.
      Operation Libero ist nicht liberal sondern klar neoliberal.
    • rodolofo 08.10.2016 14:51
      Highlight Highlight Das würde ich so nicht sagen.
      Natürlich sind das Profiteure der Globalisierung, wie sie heute abläuft.
      Und das ist wohl auch der "Pferdefuss" bei dieser Organisation.
      Sie gibt sich unabhängig und unparteiisch, ist aber im Grunde genau das!
      Sie kämpft für die Durchsetzung ihrer Eigeninteressen, als eine neue Art von "Interessengruppe" oder traditionell genannt "Partei"...
      Das ist auch legitim, und daran ist nichts Verwerfliches.
      Aber vielleicht wollen unsere Landsleute ja nicht neue Interessenvertreter, "warriors", oder Politiker, sondern gut recherchierte und glaubwürdige Informationen.
  • Angelo C. 08.10.2016 12:50
    Highlight Highlight "Hoffnungsträgerin für ganz Europa"?!

    Hier würde nicht mal der Spruch "die Hoffnung stirbt zuletzt" passend sein 😆!

    Bleiben wir realistisch: dieses Fähnlein der Aufrechten wird keinen wesentlichen Einfluss auf wichtige politische Entscheidungen nehmen, weder künftig in der Schweiz und schon gar nicht in Europa.

    Die DSI war, nebst den Linken, auch zahlreichen Wählern der Mitte nicht geheuer, wurde auch von Vielen als zu dränglerisch seitens der SVP taxiert.

    Wer aber daraus diesem Grüpplein mit Büro an der Langstrasse eine blühende int. Zukunft prognostiziert, überschätzt dessen Effizienz.
    • Peter 08.10.2016 13:34
      Highlight Highlight Warten wir es ab, Angelo. Ich finde das Engagement dieser jungen Leute spannend. Es zeigt, dass wir in der Schweiz eine lebendige Demokratie haben.

      Und die Einladungen aus Europa kommen nicht von ungefähr. Offensichtlich findet man das Angebot von Operation Libero verlockend.
    • Angelo C. 08.10.2016 13:53
      Highlight Highlight Mag sein, Peter, dass diese jungen Leute gelebte Demokratie demonstrieren, da und dort noch einen gewissen Einfluss nehmen können, aber grosse Würfe in entscheidenden politischen Fragen traue ich ihnen nicht zu.

      Dass Libero auch in linken Kreisen Europas wohlwollend aufnommen wird, ist logisch und systemimmanent, aber sie werden nicht mehr bewirken, als es die Linke gemeinhin tut - mal mehr, in letzter Zeit jedoch eher weniger. Der Miterfolg bei der Ablehnung DSI mag daher eine Ausnahme sein, welche die Regel bestätigt 🤓!

      Aber ich gebe dir insofern recht, dass es künftig spannend(er) wird.
    • äti 08.10.2016 15:39
      Highlight Highlight Ich habe gelernt, dass Grosses immer Klein begonnen hat.

      Mir hat und wird diese Gruppe Mut und Zuversicht geben.
  • pamayer 08.10.2016 12:35
    Highlight Highlight B R A V O

    die Tendenz zum Faschismus ist effektiv spürbar, obwohl alle genau wissen, was der Faschismus bringt.

    Dass in der EU Konzerne eigentlich das sagen haben, wird die Politik des geldflusses an stelle der Politik der staaten betrieben, was den faschisten nur recht ist.
    • NWO Schwanzus Longus 08.10.2016 12:48
      Highlight Highlight Die Libero ist für eine Annäherung der CH an EU Positionen zudem stehen sie Parteien im Ausland nahe die für mehr EU Kompetenzen sind. Ich glaube kaum das diese Libero Leute das erkannt haben. Aber du hast recht was die EU angeht das sage ich schon lange.
    • Fabio74 09.10.2016 17:39
      Highlight Highlight @Terror: Was du nicht sehen willst: SVP und FDP und grosse Teile der CVP, die seit Jahrzehnten die Mehrheit in Bern stellen, vertreten genau diese Politik der Konzerne.
      Burkaverbot und anderen Mumpitz brauchts um abzulenken und um Stimmen zu generieren.
  • NWO Schwanzus Longus 08.10.2016 12:15
    Highlight Highlight Da wird eine Organisation gepuscht die kaum Verantwortlich war für die nicht Annahme des DSI. Habe des erste mal nach der Abstimmung von ihr gehört. Zudem ist sie in vielen Fragen ein Abklatsch der SP.
    • Fabio74 08.10.2016 12:36
      Highlight Highlight Wer war denn verantwortlich in dieser Sache? Bin gespannt... und nein die SP ist keineswegs identisch mit Libero
    • Martiis 08.10.2016 15:46
      Highlight Highlight Die Verwahrungsinitiative, die Initiative für ein Arbeitsverbot von Pädophilen und die Abzockerinitiative wurden alle gegen den Willen des Bundesrates deutlich, zwei davon mit über 60 %, angenommen. Glaub jetzt auch nicht, dass Marche Blanche über außerordentlich viel fianzielle Mittel verfügt.
    • äti 08.10.2016 15:49
      Highlight Highlight @DJ: nun, nicht alle können gleich Millionen einsetzen um sich flächendeckend bekannt zu machen. Ich denke Aufwand und Ertrag war Klasse. Ob jetzt die Message nahe der SP war, warum nicht? Als Parteiloser ist man doch auch "flexibel".
      Aus einigen Kommentaren lese ich auch eine Portion Neid.
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  • Alnothur 08.10.2016 12:01
    Highlight Highlight Mir als Liberaler solls recht sein - ich bekomme nicht mehr so mit, was die machen, seit ich die Seite damals abbestellte, als von ihnen nicht mehr wirklich Konzepte und Ideen kamen, sondern nur noch ein "Ehe für alle"-Post nach dem anderen, Monatelang.
  • MacB 08.10.2016 11:42
    Highlight Highlight Ich finde das Engagement gut, wenn auch der Erfolg bei der dsi kaum libero zuzuschreiben ist.
    Engagiert euch statt zu meckern! Ich finds gut!
  • Maragia 08.10.2016 11:31
    Highlight Highlight Hauptsache gegen rechts schiessen, aber selber keine Lösungen präsentieren. Zeigt ja schon wie das Politsystem funktioniert.
    Stellt euch vor, jemand würde eine Operation Freedom gründen um gegen die Linksfaschisten Stimmung zu machen...
    • dumdidumdidum 08.10.2016 12:06
      Highlight Highlight Ihr Ziel ist es auch Scheinlösungen, welche mehr Probleme verursachen als lösen, zu bekämpfen. Sie sind ja eben auch keine politische Partei welche Lösungen zu präsentieren hat.
      Die AHVplus Initiative war auch nicht von rechts gekommen.
    • Fabio74 08.10.2016 12:39
      Highlight Highlight Die SVP und hat einen Haufen Sturmtruppen AUNS, Weltwoche etc. plus viele mehrfach Milliardäre die diese Organisationen sponsern.
      Wer sind Linksfaschisten in deinen rechten Augen?
    • Kii 08.10.2016 14:01
      Highlight Highlight @fabio74
      Pi- news lesen! 😜
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  • Flughund 08.10.2016 10:46
    Highlight Highlight Die SVP gibt`s bei uns seit 25 Jahren... echt jetzt ?
    Fundierte Kenntnisse einer Geschichtsstudentin.
    • Tom Beck 08.10.2016 11:22
      Highlight Highlight Wenn sie das so gesagt hat ist das natürlich falsch. Wahrscheinlich meint sie damit jedoch die populistische SVP die durch Blocher ect. seit den 90er Jahren einen massiven Wählerantieg verzeichnen konnte.
      Und solche Aussagen werden von Journalisten leider zum Teil völlig falsch in einen Text eingefügt.
    • Adrian Habegger 08.10.2016 11:27
      Highlight Highlight Genau, 92 war die Abstimmung zum EWR und die Sternstunde von Christoph Blocher..ziemlich genau 25 Jahre
    • FrancoL 08.10.2016 11:33
      Highlight Highlight Flughund, versuche etwas tiefer zu fliegen und einen mehr als nur relevanten Unterschied zwischen SVP vor der Blocher-Aera und dem Blocherdiktat zu machen und da liegt Flavia mit den 25 Jahren schon nicht schlecht. Aber vorallem versucht sie damit die vor 25 Jahren bei der SVP entscheidende Zäsur zu berücksichtigen, die selbst viele SVPler der Vor-Blocher-Aera heute noch nicht verarbeiten können.
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Schluss mit Förderkursen: Kinder müssen das Spielen wieder lernen

Kinder lernen spielend. Aber wir lassen sie nicht. Schon gar nicht, wenn das Wetter draussen garstig ist. Eine Erklärung, wieso es nötig ist, Kinder wieder häufiger frei spielen zu lassen.

Die Kieselsteine liegen hart und glatt in der Hand. Jeder anders geformt. Im Schulhaus Weiach hat ein Drittklässler in einem Wurfspiel so viele Steine abgeräumt, dass sie ihm jetzt durch die Finger purzeln und die Hosensäcke wölben. «Zu Hause», sagt der Vater, «spielt er nur Fussball oder hängt am Computer.» Er zuckt mit den Schultern, selber sei er kein Fussballfan und habe als Kind draussen Versteckis gespielt oder Fangis.

In der Schule Weiach ZH unten am Rhein war am Dienstag …

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