Schweiz
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Fformer White House strategist Steve Bannon speaks during the

Steve Bannon am Dienstagabend in Zürich. Bild: KEYSTONE

«Oerlikon, Alabama» – Bannon jubelt über «Doctor Blocher» und macht Köppel zum Statisten

Die «Weltwoche» hat Ex-Trump-Berater Steve Bannon nach Zürich geholt. In der Event-Halle in Oerlikon griff er zu den selben Parolen wie vor konservativen US-Wählern auf dem Land. Das Publikum aus «Weltwoche»-Lesern, AfD-Fans und Zuger Bankern war trotzdem angetan. Nicht zuletzt wegen seiner Lobeshymne auf Blocher. 



Genau 8009 Kilometer Entfernung liegen zwischen Fairhope, Alabama und der «Halle 622» beim Bahnhof Zürich-Oerlikon. Am 5. Dezember sprach Steve Bannon an einer «Barn Rally» auf einem Bauernhof in Fairhope zu Wählern des erzkonservativen Senatskandidaten Roy Moore. Der des Kindesmissbrauchs bezichtigte Moore verlor die Wahl wenige Tage später – eine beispiellose Klatsche für die Republikaner und Bannon. Die Teilnehmer der «Barn Rally» spendeten dem «schlampigen Steve», wie ihn Trump später bezeichnete, trotzdem tosenden Applaus.

Den gab es für Bannon gestern auch in  in Oerlikon. Das lag nicht nur an den Sympathien, welche das Publikum offensichtlich vielen Ideen des selbst deklarierten Nationalisten Bannon entgegengebrachte. Auch der Gastgeber des Abends, SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel, versuchte für Stimmung zu sorgen.

Auf Englisch und in einer Stimme, wie man sie aus den Trailern für Hollywood-Actionfilme kennt, wurde Bannon zu Beginn des Abends über Lautsprecher als «architect behind Donald Trump’s surprising electoral success» angepriesen. Dann betrat Köppel die Bühne und forderte sein Publikum in eloquentem Englisch dazu auf, Bannon doch bitte mit einem «thundering, earth-shattering applause» zu begrüssen.

Der Auftritt von Bannon in Oerlikon

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Video: YouTube/DIE WELTWOCHE (Wochenmagazin)

Tatsächlich klatschten die rund 1’500 Gäste in der – entgegen den Aussagen Köppels – nicht bis auf den letzten Platz gefüllten Halle enthusiastisch, als der 64-Jährige mit seinem charakteristischen Stoppelbart und der Mähne die Bühne betrat. Ganz so laut wie in Fairhope war der Applaus offenbar nicht: «It was not a barn rally in Alabama», sagte Bannon am Ende des Abends.

Das hatte vielleicht auch damit zu tun, das im Publikum keine erzkonservative, weisse Landbevölkerung aus einem der ärmsten US-Bundesstaaten sass. Das Publikum im Saal bestand – neben der nicht zu übersehenden Schweizer Journalistenschar – wohl vor allem aus «Weltwoche»-Abonnenten.

Bannons Obsession mit Uhrzeiten

Diese scheint überwiegend von Männern gelesen zu werden. Der Frauenanteil im Publikum lag bei geschätzten 10 Prozent. Und diese Männer waren keine «blue collar workers» oder «rednecks» aus Alabama. Die meisten waren in feinem Zwirn gekleidet. Beliebtes Accessoire war das Einstecktuch in der Jackett-Brusttasche.

Knackeboul und Emily heissen «Sloppy Steve» willkommen

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Video: watson/Knackeboul, Emily Engkent, Lya Saxer

Doch ein Steve Bannon nimmt keine Rücksicht darauf, wer ihm zuhört. Das bewies er mit seinen Aussagen im Skandalbuch «Fire and Fury», welches zum Zerwürfnis mit Donald Trump geführt hatte. Und so spulte Bannon in seinem einleitenden rund 30-minütigen Vortrag diejenigen Themen und Thesen runter, mit denen er im US-Wahlkampf für Furore gesorgt hatte.

Interessant ist Bannons Obsession mit Uhrzeiten: Sowohl den Abstimmungstag des Brexit-Referendums als auch Trumps Wahlsieg erzählte er als eine Sequenz von Meldungen. Das verfrühte Einräumen einer Niederlage des Brexit-Lagers durch seinen Freund Nigel Farage («at 10pm»), das Eintreffen von Resultaten aus englischen Industriestädten («Sunderland fell at 12.20 in the morning») und dem US-Rostgürtel («Iowa was called for Trump after midnight»).

Ansonsten erfuhr man von Bannon wenig Überraschendes: Die Mainstream-Medien sind bös, die Migration schädlich, die Chinesen eine Gefahr und die Agenda der «Globalisten» schadet der Arbeiterklasse und Mittelschicht. Die Kernbotschaft von Bannon: Das «Volk» erhebe sich überall und wolle seine Souveränität wieder zurückgewinnen. So zuletzt in Italien, wo Bannon am Wochenende den Ausgang der Wahlen freudig mitverfolgt hatte.

Im Publikum kommen jene Teile von Bannons Rede am besten an, die für ein «Weltwoche»-Publikum eh ausgemachte Wahrheiten sind.

Die Ironie des Abends: In der Halle sassen zahlreiche Vertreter eben jener «Globalisten». Die Tribüne des Saals war den Mitgliedern des «Efficiency Clubs» vorenthalten, dessen Claim «Wirtschaft im Dialog» lautet. Er hat seinen Sitz am noblen Zürcher Rennweg und hat der «Weltwoche» dabei geholfen, die Kosten für die Saalmiete und die Gage des Anti-Globalisten Steve Bannon finanziell zu stemmen.

Der Kommentar von Philipp Löpfe

Im Publikum kamen denn auch jene Teile von Bannons Rede am besten an, die für ein «Weltwoche»-Publikum eh ausgemachte Wahrheiten sind. Die Clintons sind korrupt, Viktor Orbàn ist ein Held und die EU in Brüssel zu weit weg von Europas Völkern. Dort, wo es um die US-Strafzölle für Stahl ging, war ihm der Saal weniger hold.

Hinzu kamen bei einem Teil des Publikums sprachliche Schwierigkeiten. Bannons Vortrag war gespickt mit Vokabeln, die man nicht einfach als bekannt voraussetzen kann: «mercantilist trade partner», «metaphysical certitude», «road to serfdom». Ein Zuschauer ganz nahe bei der Bühne glich seine mangelnden Englischkenntnisse mit umso grösserem Enthusiasmus aus. Jedes Mal, wenn Bannon das Wort «Switzerland» benutzte, klatschte er lautstark – völlig unabhängig von der Aussage und auch mal mitten im Satz.

«Doctor Blocher was a kind of Trump before Trump»

Steve Bannon

Im Saal waren nicht nur Schweiz-Fans, sondern auch Besucher aus Deutschland. Im Foyer war ein Kamerateam der «Jungen Freiheit» unterwegs, einer Publikation der Neuen Rechten. Angereist waren auch Anhänger der AfD. Ihre Co-Vorsitzende Alice Weidel hatte Bannon vor dessen Vortrag im Hotel getroffen, wie die FAZ berichtet. Als Bannon Angela Merkel erwähnte  – «Donald Trump respects her» – gab es Buh-Rufe aus dem Publikum.

Doch zurück nach «Switzerland». Endgültig die Sympathien des Publikums gewann Bannon, als er sagte, seine «populist revolution» habe eigentlich in der Schweiz begonnen. Mit seinem Kampf gegen den EWR und das gesamte Establishment  habe «Doctor Blocher» (bei Bannon klang das wie «Blouker») 1992 die Unabhängigkeit und Freiheit der Schweiz verteidigt. Damit sei «Blocher a kind of Trump before Trump».

Bannon weicht aus, Köppel lächelt

Nach einem Exkurs darüber, wie Krypto-Währungen die Macht der Zentralbanken schwächen und die populistische Revolution stärken könnten, war Bannons Vortrag vorbei. Roger Köppel kehrte auf die Bühne zurück und fungierte fortan als Stichwortgeber. Denn auf seine Fragen ging Bannon nicht wirklich ein.

Köppel lächelte zunächst schelmisch und kündigte an, er müsse jetzt die «tough question» stellen. Ob Bannon ein weisser Suprematist und Rassist sei, wie das manche behaupteten. Bannon machte einen rhetorischen Umweg über Sparta und Athen, Hillary Clinton und die ethnisch gemischte Nachbarschaft in Virginia, in welcher er aufwuchs. Und nein, Rassist sei er nicht, dafür gebe es schliesslich keinen einzigen Beleg.

epa06585463 Former White House strategist Steve Bannon, (L0, speaks next to Editor-in-chief of Swiss weekly 'Weltwoche' (World week), Roger Koeppel during the 'Weltwoche  (World week) on the road - Steve Bannon' event in Zurich, Switzerland, 06 March 2018. Reports state that Bannon will speak on his time in the White House and other political topics.  EPA/ENNIO LEANZA

Bewundernder Blick: Roger Köppel lauscht Steve Bannons Worten. Bild: EPA/KEYSTONE

Auch Köppels Frage nach dem Zustand seiner Beziehung zu Trump beantwortete Bannon ausweichend. Die Antwort verkam zu einer Lobeshymne auf den Präsidenten. Bannon entfernte sich dabei von seinem Stehpult und sprach, Mikrofon in beiden Händen, direkt vom Bühnenrand zum Publikum. Köppel beobachtete ihn währenddessen bewundernd aus dem Hintergrund. Nachhaken oder auf die konkrete Beantwortung einer Frage beharren, das wollte Köppel bei seinem Stargast nicht.

Ein paar libertär gesinnte Jungfreisinnige steckten nach dem Bannon-Vortrag im Foyer noch die Köpfe zusammen. 

Um 21 Uhr 30 war die Show vorbei. In der Schlange zur Garderobe unterhielten sich zwei im Finanzsektor tätige Männer um die 50 Jahre: «Spannend, vor allem das über Cryptocoins». Dann eilten sie zum frisch umgebauten Bahnhof Oerlikon, um die öffentlich finanzierte S-Bahn nach Zug zu erwischen. 

Ein paar libertär gesinnte Jungfreisinnige steckten nach dem Bannon-Vortrag im Foyer noch die Köpfe zusammen. Inspiration für neue revolutionäre Anläufe gegen die Institutionen hatten sie an diesem Abend genug bekommen – zwei Tage nach der Abfuhr für «No Billag». Das gab Diskussionsstoff. Wahrscheinlich bestiegen sie die S-Bahn eine halbe Stunde später als die Zuger Banker. Und malten sich dabei vielleicht aus was alles möglich wäre, in einer Scheune voller revolutionär gesinnter Wähler. 8009 Kilometer entfernt, in Fairhope, Alabama.

Peter Blunschis Gedanken rund um den Bannon-Besuch

Bannons härteste Sprüche

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pafeld 08.03.2018 10:49
    Highlight Highlight Pardon: Aber wann war Köppel eigentlich was anderes, als der Chefredakteur Blochers Gnaden, der als nervtötender Kläffer gerade genug Leine vom Herrchen erhielt, um ein bisschen Radau zu veranstalten? Köppel war immer ein Statist. Nur vergisst man das gerne, wenn der Hauptdarsteller gerade nicht auf der Bühne steht.
    Und wer daran zweifelt, schaut doch einmal seinen bisherigen Leistungsausweis im NR an: Nix. Gar nix. Ausser eine Bundesrätin mit Gekläffe aus einer Sitzung zu widern.
  • Rim 07.03.2018 20:30
    Highlight Highlight Schön!Bannon bestätigt, was ich seit jeher sage: Blocher hat den rechtsnationalistischen Populismus erfunden. Die konservative Revolution etc. Bannon hat Trump die Blocherformel beigebracht: Hol die Stimmen der "Arbeiter" der Gloablisierungsverlierer mittels Angriff auf das "Establishment" die Fremden etc. Bediene reaktionäre Werte. Kennen wir. (Nutzt sich dann mal ab. ;-) So: Also DT/CB haben dieselben Wurzeln, sind beide "halbseidene Charlatane" (Unterweltler). Unterminieren/benutzen erkämpfte Demokratie (sie/ Vorfahren haben nichts dazu beigetragen) und "beuten" diese aus. Trash halt. Tja.
  • edögähn 07.03.2018 18:26
    Highlight Highlight liebe watsons. ich lese täglich eure artikel und zum grösten teil sind sie gut. (jetzt kommts) ABER dieser artikel ist weit weg von gut und böse. spätestens beim abschnitt, wo die zwei 50 jährige männer im finanzsektor erwähnt werden, die auf den zug springen, wusste ich nicht ob ich lachen oder besorgt über die ansicht des autors sein soll. bitte das nächste mal etwas sachlicher. danke watsons.
  • Bert der Geologe 07.03.2018 15:09
    Highlight Highlight Weitaus am spannensten fand ich das rote Bändeli an Roger Köppels rechten Arm bei der Fragerunde. Neumodisches Accessoire? Sonst viel blabla und Wolf im Schafpelzanbiederungen. Herausragend, dass eine Quotenfrau eine Frage stellen durfte, weil das wegen "me too" es sich so gehöre.
  • Sissi Macheath 07.03.2018 12:29
    Highlight Highlight Also mal ganz ehrlich: Dieser Artikel geht so gar nicht. Klar sein Vortrag war auf Englisch aber mir scheint es, dass der Inhalt nicht verstanden wurde.
    Bevor jetzt alle mit Trumpanhängering oder SVP’lerin kommen. Nops sorry ehemalige Linksaktive, die die Person Bannon sehen wollte.
    Und genau solche Artikel, wo sich unser Journalismus auf lvl Bannon bewegt ist Peinlich, denn genau solche Berichterstattungen sind seine Publicity. Und solange diese da ist, hat er seine Platform, welche wir solchen Menschen niemals geben sollten.
    Kritischer und rationaler hätte ich mir den Bericht gewünscht.
  • TanookiStormtrooper 07.03.2018 11:13
    Highlight Highlight "Blocher war Trump bevor Trump"
    Jupp... und den haben wir nach 4 Jahren Peinlichkeiten auch abgewählt...
    • CASSIO 07.03.2018 13:03
      Highlight Highlight ich war nicht im parlament, hab ihn also nicht abgewählt...
    • CASSIO 08.03.2018 06:55
      Highlight Highlight und selbst wenn ich im parlament gewesen wäre, hätte ich ihn nicht abgewählt, weil er dann nicht die märtyrerrolle hätte spielen können, die er so gerne darbietet. ich bin noch immer der meinung, dass dr. iur. ch. blocher nicht dermassen dumm sein konnte, sich so hinter's licht führen zu lassen. am ende hat er alles selbst inszeniert, das würde passen.
  • Firefly 07.03.2018 10:46
    Highlight Highlight Heute sind es Millionäre und Finanziers die das Establishment stürzen wollen, nicht weil sie unterdrückt würden oder keine Freiheiten hätten, sondern weil sie, zu allem was sie schon haben, noch Mehr wollen. Mehr Macht, mehr Geld und mehr Einfluss. Und sie benutzen die Massen dafür von denen sie selbst aber kein Teil sind.
    • Saraina 07.03.2018 14:04
      Highlight Highlight Bingo!
    • Klaus07 07.03.2018 15:10
      Highlight Highlight Mal eine Frage. Wer ausser Reiche und Einflussstarke Familien ist eigentlich das Establishment? Heisst das jetzt, dass das Establishement das Establishement abschaffen will?
    • Bert der Geologe 07.03.2018 17:02
      Highlight Highlight Stimmt Firefly: Erinnerst du dich noch an den Aktienkaufhype mit Ebner, damals Freund und Verbündeter Blochers. Man hatte den Eindruck, ohne Aktie, die nicht mindestens 20% zulegt, sei man ein Dödel. Zusammen mit Blocher wollte er damals die damalige SGB übernehmen. Guckst du hier:
      https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/so-ebnete-blocher-dem-investmentbanking-den-weg-127157599. Ebner hat Schiffbruh erlitten, Blocher ist davongekommen.
      Bannon, geisselt nun genau diese Mentalität der Banker und schleimt dem Blocher um die Ohren. Wie schizophren ist das denn ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 07.03.2018 09:44
    Highlight Highlight aspng (ausser spesen nichts gewesen)
  • klugundweise 07.03.2018 09:42
    Highlight Highlight Da bleibt einem sogar ein mitleidiges Lächeln im Gesicht stecken.
    Nicht über Bannon oder Köppel, sondern über die Blindheit all jener, die noch immer den "Doctor bevor Trump" vergöttern.
  • Alfio 07.03.2018 09:16
    Highlight Highlight Mir gibt mehr zu denken dass so eine Person, mal a) in der Schweiz so eine Plattform erhält und b) Watson noch so einen Artikel darüber schreibt.

    Der hätte es nicht mal verdient im Junior Heftli aufzutreten.
    • opwulf 07.03.2018 13:52
      Highlight Highlight Nicht gefällige Meinungen & Ideologien gehören nicht verboten sondern konfrontiert! Ich möchte wissen was für Ideologiensüppchen am kochen sind, damit man ihnen, wenn nötig entgegentreten kann. Etwas wegzuschliessen oder zu verbieten wenn es sich um populistische Ideologien handelt, ist sehr gefährlich, wie viele historische Begebenheiten zu genüge bezeugen. Der ideologische Aspekt des Verschwöhrungsvorwurfs an das sogenannte Establishment (was per Se immer die anderen zu sein scheinen), wird so stark entkräftet & man überlässt den Rattenfängern somit nicht die Deutungshoheit über die Themen.
    • Alfio 07.03.2018 16:12
      Highlight Highlight Meistens ist aber nicht der der Effekt, sondern das Leute mobilisiert und ins Boot geholt werden.
      Deren Aussage ist dann: *die sagen zumindest was sie denken* und jeglicher Form von Konfrontation stärkt solche Leute meistens nur.

      Aber ich weiss was du sagen willst. ich wollte nur erwähnen das man nicht jeder Minderheit irgendwie eine solche Plattform geben sollte, denn so erreichen Sie meistens ihr Ziel
    • opwulf 07.03.2018 18:38
      Highlight Highlight Stimmt! Aber die grosse Menge ist formbar. Es sind meistens nur ein paar Wenige welche komme was wolle, für ihre Ideologie einstehen. Die Masse ist wie ne Welle, die nicht wirklich extrem ist. Daher sollte man die konfrontieren & deren hypokr. Bild öffentlich zerlegen. Gleichzeitig sollte man die potentielle Klientel solcher Extremen in Diskussionen verwickeln. Bei der Mehrheit der Leute steckt hinter Xenophobie vorallem die Angst zu kurz zu kommen. Wirklich rassistische Beweggründe sind "relativ" selten, aber können geschürt werden. Themen müssen diskutiert & Feindbilder entkräftet werden.
  • just sayin' 07.03.2018 08:53
    Highlight Highlight auch wenn ich die meisten seiner ideen nicht teile, so hätte ich mir einen artikel mit mehr inhalt gewünscht und weniger bannon-/köppel-bashing
    • just sayin' 07.03.2018 11:09
      Highlight Highlight die blitzliverteiler brauchen offensichtlich keine richtige nachrichten mit effektiven inhalten, sondern nur den bannon als zielscheibe.

      wenn das euch reicht ist ja alles in ordnung :-)
    • Sissi Macheath 07.03.2018 12:41
      Highlight Highlight Nein das reicht nicht. Aber leider sind wir nicht mehr in der Lage rational und aufklärerischer zu diesem Thema zu berichten.
    • ujay 07.03.2018 12:54
      Highlight Highlight 😂😂😂Inhalt? Bannon?......wo kein Inhalt, ist dein Wunsch schwierig umzusetzen.....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 07.03.2018 08:52
    Highlight Highlight Vermutlich sogar bei Watson selber habe ich gelesen, der renommierte Soziologe Richard Sennett habe eruiert, dass es die ungebildeten Reichen waren, welche Trump zum Sieg verhalfen. Deckt sich mit dem Watson-Bericht hier: Banker - welche Zug zu einem Disneyland verkorkst haben und die uns Normalos nur als Störung betrachten. Der Herrliberger Trump-Ungeist fühlt sich unter neureichen Snobs am wohlsten. Es zählt ja nur das Geld. Bannons konservative Revolution wütet schon lange. Milton Friedman, Prophet des Neoliberalismus, 1970: „Die einzige soziale Aufgabe von Firmen ist, Profit zu machen.“
  • Brasser 07.03.2018 08:48
    Highlight Highlight Ähem, seit wann bitte schön gibt es "Zuger Banker"? Sind damit die rührigen Vertreter der ZugerKB oder der PostFinance Zug gemeint? Wohl kaum, aber klingt natürlich toll in der Headline...
    • arconite 07.03.2018 10:40
      Highlight Highlight Danke! Das kommt mir auch etwas schräg rein.

      Aber mit Deinem letzten Satz triffst Du's wahrscheinlich genau... und dass es nicht so verloren wirkt, packt man es im Schlussabschnitt nochmal ganz elegant rein.
    • Klaus07 07.03.2018 15:17
      Highlight Highlight Lesen Sie diesen Artikel, dann verstehen Sie den Ausdruck „Zuger Banker“

      https://www.srf.ch/news/p/zug-setzt-voll-auf-crypto-valley
  • Slavoj Žižek 07.03.2018 08:44
    Highlight Highlight Wäre Bannon ein Rassist gäbe es bestimmt Zitate von seinen Äusserungen.
    • äti 07.03.2018 11:15
      Highlight Highlight ... die Frage ist doch, wie definiert Bannon das Wort 'Rassist'.
    • Slavoj Žižek 07.03.2018 13:07
      Highlight Highlight Naja, die definition ist ziemlich klar. Es gibt von ihm keine rassistischen Äusserungen.
  • nilson80 07.03.2018 08:32
    Highlight Highlight Die Wölfe erzählen den Schafen, dass sie sie von den bösen Schäfern befreien wollen
    • Firefly 07.03.2018 10:39
      Highlight Highlight Oder die Hunde ihre Feinde sind
    • Bert der Geologe 08.03.2018 21:22
      Highlight Highlight Oder gemäss Philosophie der Homöopathen Gleiches wird mit Gleichem geheilt werden.
  • Martello 07.03.2018 08:20
    Highlight Highlight Oh Gott! Super breites Themenspektrum! Wirklich beeindruckend:

    1992 Executive Producer (also Geldgeber) für nen Film.
    Harvard besucht und heute in der Lage drüber zu schimpfen.
    Goldman Sachs!
    Und - hold on to your seat - seine Töchter!

    Längt das denn schon für einen tief abgedunkelten Saal, der klatscht als sässen gerade mal 15 Nasen drin? Den Rest hab ich mir geschenkt. ‚Free speech‘ ist gut, aber leider noch kein Kriterium.

    • just sayin' 07.03.2018 12:48
      Highlight Highlight auch wenn du seine meinungen nicht teilst, oder ihn einfach nur "blöd" findest, hat er eine beachtliche laufbahn (welche du einfach auslässt).

      https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Bannon

      aber wahrscheinlich ist deine laufbahn umfangreicher als seine.
    • Fabio74 07.03.2018 22:09
      Highlight Highlight @just sayin Was nützt eine geile Laufbahn, wenn man menschlich und charakterlich eine Niete ist ohne Anstand, ohne Respekt?
      Nichts.
    • Jürg Müller 08.03.2018 05:14
      Highlight Highlight just sayin': Musste der letzte Satz sein? Warum?
  • Waedliman 07.03.2018 08:16
    Highlight Highlight Solche Veranstaltungen haben für mich immer etwas von einem kollektiven Orgasmus. Da sitzt man rum, hört genau das, was man hören möchte, schaut sich gegenseitig bestätigend an und als wäre es ein Gospel, der die Zuschauer in Trance versetzt, fühlen sich alle unglaublich erleuchtet und vereint. Bizarr ist, dass hier nicht diejenigen sassen, deren Verzweiflung man vielleicht noch verstehen kann - Alabama ist wirklich ein Armenhaus - sondern die, die sich am Neokapitalismus bereichern. Es geht in Wahrheit also nur um den eigenen Narzissmus. Das ist die böse Botschaft von Bannon & Co.
  • piedone lo sbirro 07.03.2018 08:16
    Highlight Highlight steve bannon ist eine politische leiche, der zuhause nichts mehr zu sagen hat.

    mit solchen hat köppel viel erfahrung - zum beispiel mit ex-bundesrat blocher oder ex-nationalrat mörgeli.
  • N. Y. P. D. 07.03.2018 08:14
    Highlight Highlight SVP
    Köppel
    Bannon
    Afd
    Zuger Geldadel
    Vitor Orban
    Doktor Blocher
    Trump

    Das sind Synonyme. Im Geiste gleich.

    Für mich ist seit gestern endgültig klar, dass die SVP sich mit den Ideen Bannons identifizert. P.S. Auch im telezüri haben die SVP-Adlaten sich immer proTrump geäussert.

    SVP = Bannon = Trump = Orban
  • piedone lo sbirro 07.03.2018 08:14
    Highlight Highlight steve bannon einst:

    „lenin wanted to destroy the state, and that’s my goal too. I want to bring everything crashing down, and destroy all of today’s establishment.“
  • Gummibär 07.03.2018 08:09
    Highlight Highlight Ist das Freizeit-Angebot in Zürich wirklich so mies, dass es Leute in eine Oerlikoner Halle treibt um einen amerikanischen rechtspopulistischen Möchtegern-Messias zu beklatschen ? Oder handelt es sich gar um Bestellpublikum ?
    • klugundweise 07.03.2018 12:17
      Highlight Highlight Das hat Tradition. Sonst jeweils im Albisgüetli.
    • outdoorch 08.03.2018 00:50
      Highlight Highlight Vieleicht. Deshalb habe ich an dem Abend wohl den Poetry Slam in Winti im Albani vorgezogen. Hatte vermutlich auch mehr Inhalt.
  • Don Alejandro 07.03.2018 07:50
    Highlight Highlight Redefreiheit für die, welche sie eigentlich abschaffen wollen.
  • Gähn on the rocks 07.03.2018 07:35
    Highlight Highlight köppels englisch und sein agieren sind nur peinlich.
    "wow. i'm impressed, i'm impressed."

    und es gibt leute, die für solchen stuss bezahlen.
  • LeChef 07.03.2018 07:05
    Highlight Highlight Es ist fast körperlich unangenehm zu sehen, wie sich Köppel lächerlich macht.
  • Yolo 07.03.2018 06:54
    Highlight Highlight Vor allem; welcher Globalisten finanziert den Auftritt eines Nationalisten und Antiglobalisten? Das ist doch irgendwie Schizophren.
    • TheDude10 07.03.2018 10:54
      Highlight Highlight So läuft es halt. Die Nationalisten lenken die Bevölkerung ab, während die Neoliberalen die Welt ausbluten lassen.
  • chnobli1896 07.03.2018 06:47
    Highlight Highlight [...] Ein Zuschauer ganz nahe bei der Bühne glich seine mangelnden Englischkenntnisse mit umso grösserem Enthusiasmus aus. Jedes Mal, wenn Bannon das Wort «Switzerland» benutzte, klatschte er lautstark – völlig unabhängig von der Aussage und auch mal mitten im Satz. [...]
    Haha so ging es mir (nicht mit Klatschen, aber mit Nicken) in jungen Jahren im Pub in Liverpool 😂😂 Zwar nicht mit Switzerland, aber viel mehr habe ich da je nach Aussprache nicht mehr verstanden
  • Yolo 07.03.2018 06:43
    Highlight Highlight Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen; der abgesägte und von jedem verstossene Bannon lässt sich von den SVP-Groupies feiern. Was für ein Bild!
  • SocialCapitalist 07.03.2018 06:41
    Highlight Highlight Gut das er auftreten konnte
    Auch wenn ich bei vielem nicht seiner Meinung bin
    Das Recht seine Meinung zu äußern muss bewahrt bleiben
    Wie Ich Kopftücher(Muslime/Nonnen) , Nazis, Verschwörungstheoretiker nicht mag
    So haben aber alle diese das Recht auf Freie Meinungsäußerung und Selbstbestimmung
    Die Proteste waren legitim
    Auch wenn ich es Kritisch sehe das man seinen Auftritt verbieten wollte
    • Bruno S. 88 07.03.2018 07:11
      Highlight Highlight Und ich mag keine Kommentare ohne Satzzeichen!
    • goschi 07.03.2018 07:47
      Highlight Highlight In der Schweiz gibt es keine Meinungsäusserungs-Freiheit
      Das ist sowas, das heutzutage gerne mit der amerikanischen Gesetzgebung vermischt wird.

      Die Meinungsfreiheit in der Schweiz hat Grenzen.
    • dä seppetoni 07.03.2018 08:48
      Highlight Highlight Genau wie muslimische Hassprediger (zurecht) nicht in die Schweiz reisen dürfen sollte man auch solche Menschenverachter nicht reinlassen. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist nicht grenzenlos
    Weitere Antworten anzeigen
  • CASSIO 07.03.2018 06:34
    Highlight Highlight Das heisst, dass Köppel einen Mann einlädt und bejubelt, der Kinderschänder unterstützt?
    • INVKR 07.03.2018 07:11
      Highlight Highlight Nur einen einzelnen Kinderschänder. Da muss man schon fair bleiben.
    • walsi 07.03.2018 07:12
      Highlight Highlight Beschuldigter Kinderschänder. Der Mann wurde nie angeklagt oder gar verurteilt. Spielt auch keine Rolle, bei Kinderschändern gilt: Schuldig bei Verdacht!
    • piatnik 07.03.2018 12:33
      Highlight Highlight heiei walsi..."schuldig bei verdacht"
      viel spass in deiner welt!
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  • walsi 07.03.2018 06:01
    Highlight Highlight Es würde mich nicht wundern wenn in dem Saal mehr Journalisten als anderes Publikum waren.

    Ich freue mich aber auf den kommenden Artikel von Watson der auf die einzelnen Punkte von Bannon eingeht und aufzeigt weshalb er und andere Konservative, falsch liegen.
    • Slavoj Žižek 07.03.2018 08:45
      Highlight Highlight Auf den freue ich mich auch.
    • Willy Tanner 07.03.2018 08:46
      Highlight Highlight Ja deshalb auch der grosse Applaus! Wieso Watson solche Artikel nicht offen als Gegendarstellung deklariert.....? Es ist ja zum vornherein klar, dass alles was solche Leute sagen, ins Lächerliche gezogen wird, und als falsch deklariert wird. Darum sind diese Leute ja auch Journalisten geworden, und nicht Politiker. Sie wissen es zu gut, und sind unfehlbar!
    • äti 07.03.2018 09:11
      Highlight Highlight ... kannst du das nicht selbst?
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Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Einst bot er Forschern in der Arktis Schutz vor Kälte, in den letzten Wintersaisons prägte er modisch Schweizer Stadtbilder – der pelzbesetzte Parka, besonders derjenige der Marke Canada Goose. Nun flaut der haarige Hype ab. 

Er war der grosse Renner der letzten Schweizer Winter: der Jackenhersteller Canada Goose. Hätte man für jede Sichtung dieser omnipräsenten Parkas mit Kojotenkapuze einen Franken gekriegt, hätte man sich selbst bald schon eines der teuren Exemplare leisten können. Und das alles trotz heftiger Kritik der Tierschutzorganisationen.

Diese Saison hatten die Status-Parkas aber einen schweren Start. «Im Vergleich zu 2017 ist der Verkauf der Jacken und Mäntel der Marke stark eingebrochen», sagt …

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